Aus der Presse
Bumsis Meinung

Damals, als es den Fanladen noch gab, saß ich jeden Tag am Fenster am Eickener Markt und schaute dem munteren Treiben des damaligen Stadtteils der Borussia zu. Was für die vielen Fans, die aus ganz Deutschland und an einigen Tagen sogar aus ganz Europa, am Spieltag vor dem steilen Aufstieg zum Bökelberg die „Partymeile“ schlechthin war, entpuppte sich unter der Woche als biederer Teil einer Stadt, deren spießige Bürger mehr Groll über die Vandalen vom Wochenende hegten, als dass sie mit ihrem Herz an unserer Borussia hingen.
Nachdem außer mir dann alle froh waren, dass Borussia endlich ins neue Stadion gezogen war, wurde es still und ungemütlich in Eicken. Nicht nur der Bökelberg und der Fanladen verschwanden, sondern in einer riesigen Baustelle wurde das gemütliche Fleckchen Erde zu einer wüsten Gegend. Nun hat man sich neu rausgeputzt und siehe da, keiner mehr da! Außer Gebetsbrüder aus einer anderen Welt. Mit einem schmucken Fest soll alles wieder so werden wie früher mit der Partymeile, so denken sich das die geschäftstüchtigen Gastronomen und laden zum Wochenende alle ein...
… nur mich nicht.
Ich finde das übrigens alles andere als traurig. Seit dem Umzug in den Borussia-Park und der FanHaus-Eröffnung gibt es eine neue Heimat in der Stadt, und Menschen, die sich freuen, dass wir kommen. Und das nicht nur für einen Tag. Daher freue ich mich auf euch am Samstag an gewohnter Stätte in unserer neuen Heimat.
Übrigens habe ich gestern Abend ganz heimlich am Brunnen des Eickener Marktes gebetet, dass bald wieder europäische Gäste in die Stadt kommen.
Beste Grüße Euer Bumsi
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| Friesische Halbzeit gegen Frankfurt |
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| Von Meenzer Ranzengardisten und Trunkenbolden |
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| Geschrieben von Fiasko Delgado | |
| Freitag, 5. Februar 2010 | |
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Was allerdings dann auf dem Rasen von unserer Borussia zelebriert wurde, kann man durchaus mit einem Fünfgängemenu im Ritz vergleichen. Wer sich da nicht mitreissen ließ, ist selber schuld. Aber nach so einem Spitzenspiel taucht natürlich auch wieder eine wichtige Frage auf: Wie kann es sein, dass unser Dream Team solch super Spiele macht wie zuhause gegen Werder, in Mü oder in Hamburg, aber dass sie sich auf der anderen Seite so oft so schwer tun gegen solch eine Herde wie die aus Ossendorf, Nürnberg oder Bochum? Ist das etwa eine Frage der Einstellung? Wo könnten wir jetzt stehen? Und das ist ja nicht erst seit dieser Saison so, dass man sich von solchen Teams sinnlos Punkte wegnehmen lässt. Na ja, ist ja jetzt auch im Moment auch egal, denn was wir am Samstag gesehen haben, macht in der Tat Appetit auf mehr. Aber ob unser Verlangen nach solch geilen Spielen und den dazugehörigen Punkten gerade in Mainz gestillt wird, ist jetzt noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu sagen. Fakt ist zwar, dass Mainz von den letzten acht Punktspielen nur eins gewinnen konnte. Fakt ist aber auch, dass wir uns gelegentlich schon einmal gerne bei solchen Clubs als Aufbaugegner präsentieren. Fakt ist jedoch auch, dass das Auftreten unserer Mannschaft in Mainz vielen Borussenfans nicht egal sein wird. Wie ernst allerdings die Meenzer Fans dieses Spiel so kurz vor der Mainzer Straßenfastnacht nehmen, ist noch ungewiss. Die haben momentan andere Sorgen. So zum Beispiel erhitzen sich zur Zeit die rhein-hessischen Gemüter an der Tatsache, dass der Mainzer Karnevals-Verein in seinem Festzelt, dem „Narrenzirkus“, spätestens ab 24 Uhr die Schunkelmusik abdrehen soll. Aber das ist noch nicht der Gipfel, denn es wird auch vehement gefordert, zeitgleich die Bierquellen zuzudrehen. Die Gründe für diese Forderungen, deren Umsetzung den trinklustigen Meenzer in ein Tal der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit tauchen lassen würde, sollen Schlägereien und hemmungslos betrunkene Mitbürger sein, die sich dann des nächtens im und um den Narrenzirkus tummeln oder dort dann einfach so herumliegen. Nun diskutieren sich Meenzer Ranzengardisten darüber besoffen, ob das nun das Ende der Mainzer Straßenfastnacht ist oder ob solches Verhalten überhaupt noch etwas mit der Mainzer Fastnacht zu tun hat. Zu diesem Thema passend sind dann auch die Namen von ein paar Meenzer Fanclubs. Als erster fällt uns dabei "Nur net uffresche" auf. Aber auch Namen wie "Inferno Käsehäppsche", "Die Herzkaschper", "Brezzenummer Schobbestecher" oder auch "05er Hirnstürmer" könnten eventuell Rückschlüsse auf den Alkoholkonsum bei der Fanclubgründung zulassen. Aber wer da vermuten würde, man könne sich in Mainz einfach so hemmungslos und ohne fachliche Aufsicht beim Fußball der Trunksucht hingeben, der irrt. Denn Fakt ist auch, dass die 05er Fanszene etwas hat, um was sie wohl von vielen anderen beneidet wird. Sie haben hochqualifizierte, akademische "Erste Hilfe-Trink-Unterstützung" vor Ort –sie haben nämlich einen "Ärztefanclub", der tatsächlich aus Medizinern besteht und von selbigen ins Leben gerufen wurde. Also, na dann mal schnell die Hühner gesattelt und ab nach Meenz zum Gastspiel unserer Borussia, denn selbst wenn dich nach dem 27. Bier ein kleiner Schluckauf dahinraffen sollte – ärztliche Fanhilfe ist am Bruchweg garantiert. PS.: Hoffentlich sind es nicht nur Gynäkologen. Obwohl, geküsst wird ja zur Meenzer Fastnacht wohl auch...... |
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Na, das war ja schon mal nicht schlecht, was uns da am vergangenem Samstag im BORUSSIA-PARK an Fußballkost vorgesetzt wurde. Nachdem man ja vorher gegen Weltmeister Bochum dezent verloren hatte und eine Woche darauf bei Vizeweltmeister Hertha ganz stark ein Unentschieden ertrotzt hatte, wäre man allenthalben auch schon mit einer Fußballhausmannskost gegen Werder zufrieden gewesen.