Aus der Presse
Bumsis Meinung

Damals, als es den Fanladen noch gab, saß ich jeden Tag am Fenster am Eickener Markt und schaute dem munteren Treiben des damaligen Stadtteils der Borussia zu. Was für die vielen Fans, die aus ganz Deutschland und an einigen Tagen sogar aus ganz Europa, am Spieltag vor dem steilen Aufstieg zum Bökelberg die „Partymeile“ schlechthin war, entpuppte sich unter der Woche als biederer Teil einer Stadt, deren spießige Bürger mehr Groll über die Vandalen vom Wochenende hegten, als dass sie mit ihrem Herz an unserer Borussia hingen.
Nachdem außer mir dann alle froh waren, dass Borussia endlich ins neue Stadion gezogen war, wurde es still und ungemütlich in Eicken. Nicht nur der Bökelberg und der Fanladen verschwanden, sondern in einer riesigen Baustelle wurde das gemütliche Fleckchen Erde zu einer wüsten Gegend. Nun hat man sich neu rausgeputzt und siehe da, keiner mehr da! Außer Gebetsbrüder aus einer anderen Welt. Mit einem schmucken Fest soll alles wieder so werden wie früher mit der Partymeile, so denken sich das die geschäftstüchtigen Gastronomen und laden zum Wochenende alle ein...
… nur mich nicht.
Ich finde das übrigens alles andere als traurig. Seit dem Umzug in den Borussia-Park und der FanHaus-Eröffnung gibt es eine neue Heimat in der Stadt, und Menschen, die sich freuen, dass wir kommen. Und das nicht nur für einen Tag. Daher freue ich mich auf euch am Samstag an gewohnter Stätte in unserer neuen Heimat.
Übrigens habe ich gestern Abend ganz heimlich am Brunnen des Eickener Marktes gebetet, dass bald wieder europäische Gäste in die Stadt kommen.
Beste Grüße Euer Bumsi
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| Friesische Halbzeit gegen Frankfurt |
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| Endlich wieder Fußball |
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| Geschrieben von Fabian | |
| Mittwoch, 3. März 2010 | |
Wer die Berichterstattung über die deutsche Nationalmannschaft in den vergangenen Wochen verfolgte, der hatte den Eindruck, der DFB und die „Leitung der Nationalmannschaft“ sei ein tief zerstrittener Haufen, der seine Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Zukunft des Teams über die Massenmedien austrägt. Rund 100 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Südafrika wäre es aber viel wichtiger, den Fokus auf das Formen einer Mannschaft zu setzen, die wieder für positive sportliche Schlagzeilen sorgen kann.Eigentlich kann sich der deutsche Fußball-Fan auf die Weltmeisterschaft in diesem Sommer in Südafrika freuen. Zum Einen erzielte die Nationalmannschaft bei den letzten großen Turnieren gute Ergebnisse, zum Anderen verfügen Jogi Löw & Co. dank solider Jugendarbeit bei einer Vielzahl von Vereinen über ein großes Reservoir an jungen Spielern, die in die Auswahl der Bundesrepublik drängen. Doch der Streit zwischen der DFB-Leitung und Bierhoff, Löw & Co., der nun bis nach der WM schwelen wird, könnte die guten Aussichten merklich trüben. Auch wenn alle Verantwortlichen betonen, die Vertragsverlängerung oder Nicht-Verlängerung würde in den nächsten Wochen und Monaten vor und während der WM kein Thema sein, so kann das Thema kaum gänzlich ausgeblendet werden. Des weiteren ist bei Misserfolgen in Vorbereitungsspielen und während des Turniers zu befürchten, dass die Medien das Thema wieder brühwarm aufwärmen werden. Andererseits könnte ein erfolgreiches Testspiel den Fokus der Berichterstattung auch wieder auf das Sportliche lenken. Die Partie am heutigen Abend ist dabei sportlich von höchster Wichtigkeit, denn der Vergleich mit der Auswahl Argentiniens ist das letzte Spiel vor der endgültigen WM-Kader-Nominierung von Trainer Jogi Löw. Und so muss das Testspiel sowohl die Möglichkeit bieten neue Spieler und Formationen auszuprobieren als auch bestehende Formationen sich „einspielen“ zu lassen. Aus dem Kader der Borussia wird kein Spieler mit der deutschen Nationalmannschaft die Reise nach Südafrika antreten, so viel steht schon jetzt fest. Das Interesse am Spiel heute Abend hält sich trotz der sportlichen Brisanz in Grenzen. Gestern waren noch rund 3.000 der 66.000 Tickets erhältlich. Bei Preisen von 60-100 € für die verbliebenen Karten kein Wunder, dass das Interesse an Länderspielen etwas nachgelassen hat. So wird Fußball-Deutschland heute Abend wieder vor dem Fernseher Platz nehmen und gespannt das Geschehen auf und abseits des grünen Rasen verfolgen, in der Hoffnung, dass endlich der Fußball selbst wieder Schlagzeilen produziert. |
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Wer die Berichterstattung über die deutsche Nationalmannschaft in den vergangenen Wochen verfolgte, der hatte den Eindruck, der DFB und die „Leitung der Nationalmannschaft“ sei ein tief zerstrittener Haufen, der seine Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Zukunft des Teams über die Massenmedien austrägt. Rund 100 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Südafrika wäre es aber viel wichtiger, den Fokus auf das Formen einer Mannschaft zu setzen, die wieder für positive sportliche Schlagzeilen sorgen kann.