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FanHaus macht Sommerpause!

Von Montag, den 07.05.12 bis einschließlich Freitag, den 08.06.12 bleibt das FanHaus geschlossen. Wir werden einige Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchführen, damit pünktlich zur Euro das FanHaus wieder in altem bzw. neuen Glanz erstrahlt. Während der Euro werden alle Spiele der dt. Nationalmannschaft live übertragen, auch auf einem großen TV im Biergarten, so dass man mit Gleichgesinnten wieder mal ein Fußball-Großereignis bei günstigen Preisen (FP-Mitglieder 30% auf alle Getränke) verfolgen kann! Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern und Borussen eine wohlverdiente Sommerpause und eine verdiente Auszeit vom Fußball!

 
Vier aus sechs Part II Drucken E-Mail
Geschrieben von Schustie   
Donnerstag, 14. April 2011

Sonntag, der 10. April 2011, was war das für ein schöner Tag? Herrlichstes Frühlingswetter und der höchste Derbysieg unseres VfL seit Jahren. Balsam für die geschundene Borussen-Seele. Doch all das ist nun schon wieder Geschichte. Jetzt gilt es die nächste Karnevalshochburg einzunehmen, um dem zarten Pflänzchen Hoffnung auf den Klassenerhalt weitere Nahrung zu geben. Also kräftig kollektiv durchatmen für unseren definitiv letzten Auftritt am Mainzer Bruchweg. Denn im Sommer bezieht der FSV seine neue Spielstätte.

Vieler Worte bedarf es zu diesem Spiel ganz sicher nicht. Mike Hanke hat es in dieser Woche sehr treffend formuliert: „Wer jetzt noch zusätzliche Motivation braucht, sollte besser seine Koffer packen!“ Es gilt also alles in die Waagschale zu werfen, um den ersten Sieg in Mainz in der Bundesliga einzufahren, und somit den Abstand zum rettenden Ufer ein weiteres Stück zu verkürzen. Dabei stehen die Chancen auf drei Punkte gar nicht mal so schlecht. Seit viereinhalb Monaten warten die Rheinhessen, die mit sieben Siegen in Serie wie die Feuerwehr in die aktuelle Saison gestartet waren, auf einen Heimsieg. Darüber hinaus fallen mit den gelb- bzw. rotgesperrten Svensson und Noveski die beiden etatmäßigen Innenverteidiger des FSV aus, und auch auf Stammtorhüter Heinz Müller muss Trainer Thomas Tuchel verletzungsbedingt verzichten.

Das Feld ist also bestellt für Marco Reus und Co. Es wird Zeit, dass dem Tor von Vaclav Sverkos aus dem Jahre 2004 weitere auf Mainzer Boden folgen.

Fantechnisch stellt die Reise in die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz für einige Borussen ganz sicher wieder einen der Saisonhöhepunkte dar, geht es doch von Bingen aus wieder per Schiff stromabwärts in die Heimat von Anton, Edi, Fritzchen, Conni, Berti und Det – wer jetzt nicht wissen sollte, wer diese Herrschaften sind, dies sind die ZDF Mainzelmännchen! Man darf davon ausgehen, dass diese Tour wieder einige Anekdoten bereit hält. Wer die Fahrt aus der letzten Saison noch in Erinnerung hat, wird dies sicher bestätigen können.

Doch sollten wir nicht nur des Feierns wegen den Weg zum Bruchweg auf uns nehmen. Die Mannschaft braucht unsere bedingungslose Unterstützung, um der verkorksten Saison letztlich dann doch noch die Wende zum Guten zu geben. Bei unseren letzten Auftritten in Mainz war oftmals das Bier und die Feuerwurst am Imbiss interessanter. Aber gerade letztere ist für den ein oder anderen Borussen im Hinblick auf die Rückfahrt an den Niederrhein und aus Rücksicht auf die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitfahrer ohnehin nur sehr bedingt empfehlenswert.

Auf geht`s!!!

Da sich leider kein Fanclub der Bourssia auf unsere Anfragen zurückgemeldet hat, haben wir einfach Börnie gefragt. Er wohnt ja bekanntlich in Frankfurt und somit nur einen Steinwurf von Mainz entfernt. Hier seine Antworten:

Was haltet Ihr grundsätzlich von unserem Gegner und seinen Fans?
Ganz früher waren mir die Mainzer, wie sehr wahrscheinlich vielen in der Gladbacher Szene, sympathisch. Und das nicht nur wegen des Pokalspiels am Bökelberg, nö, das war ein kleiner Verein, kleine Stadt, kleines Stadion, kleine Fanszene, der in den 90-ern über Jahre fast schon dramatisch am Aufstieg zur Bundesliga gescheitert ist. Nachdem sich aber auch dort so etwas wie Erfolg eingestellt hat, ist auch das Publikum sehr verwässert. Beispiele? Die erste Bootstour mit geplanter gemeinsamer Party, zwei Mainzer habe ich dort entdeckt. Und die Zuschauer kamen nur zum Stadion, um sich die Karte für das Pokalspiel gegen die Bayern abzuholen und sind dann wieder heim. Mittlerweile sind sie mir total egal, wenn sie nicht gegen uns spielen, der Klopp nervt jetzt woanders, neues Stadion bekommen sie auch, ihr Karnevalsgetue ist auch schon nicht mehr lustig, da interessiert mich Unterhachingen mehr.

Wie stellt sich für Euch das Spiel in Eurer Nähe dar? Endlich ein Heimspiel? Oder ein Auswärtsspiel wie jedes andere?
Der große Vorteil dieses Jahr ist, dass man nach einem Freitagsspiel relativ zeitig wieder zu Hause ist und das ganze Wochenende mal Zeit für was anderes hat, wie z.B. Auto putzen, in den Baumarkt fahren oder den Grill anschmeißen. In den letzten Jahren ging es immer ab Bingen mit dem Boot nach Mainz, da mussten wir genauso früh zu Hause los wie bei anderen Spielen auch, diese Jahr schaffe ich es leider nicht. Aber nach einem Spiel ganz locker mit der S-Bahn nach Hause zu fahren und eine Stunde nach Abpfiff wieder auf der Couch zu sitzen, das hat was.

Was zeichnet Eurer Meinung nach die Fans von Borussia Mönchengladbach, die in der Ferne Ihr Dasein fristen, aus?

Was haltet Ihr von den Fans/von der Fanszene unseres Gegners?
Die Autos mit den Aufklebern des FSV Mainz sind in den letzten Jahren immer mehr geworden (komisch, von Wehen Wiesbaden habe ich noch keine gesehen). Persönlich kenne ich nur ein Pärchen aus meiner alten Heimat, welches beruflich nach Mainz gezogen ist und jetzt glaubt die Mainzer supporten zu müssen. Also eigentlich sind sie mir relativ egal, es gibt wenig Berührungspunkte im Alltag.

Hegt Ihr außer zur Borussia noch Sympathien für andere Vereine, vielleicht gar für den in Eurer Nähe? Oder liegt da dann besondere Ablehnung vor?
Im Sinne von "support your local team" gehe ich schon seit Oberligazeiten regelmäßig zum FSV Frankfurt. Stadtteilclub, kleine Fanszene, kaum Erfolge, aber einfach sehr gemütlich und familiär, wer nur BuLi-Stadion mit 50.000 kennt, der sollte mal zu seinem Oberligisten um die Ecke gehen. Da wird das Bier noch vom Chef gezapft und die Wurst ist auch kein Standardprodukt vom Großhändler und die Spieler freuen sich noch wirklich über die Unterstützung von der Seitenlinie. In Offenbach sind wir auch hin und wieder zu sehen, das Stadion war einfach noch so richtig schön, mit Stadionkneipe im Innenbereich. Im Moment sieht es am Biberer Berg eher traurig aus, Haupt- und Stahlrohrtribüne sind nur noch ein Haufen Schutt. Ich bin mal gespannt, ob es ihnen gelingt die Atmosphäre des alten Stadions in ihren Umbau mitzunehmen, vorzeigbare Beispiele fallen mir dazu leider keine ein.

Gruß
Börnie

 
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