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FanHaus macht Sommerpause!

Von Montag, den 07.05.12 bis einschließlich Freitag, den 08.06.12 bleibt das FanHaus geschlossen. Wir werden einige Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchführen, damit pünktlich zur Euro das FanHaus wieder in altem bzw. neuen Glanz erstrahlt. Während der Euro werden alle Spiele der dt. Nationalmannschaft live übertragen, auch auf einem großen TV im Biergarten, so dass man mit Gleichgesinnten wieder mal ein Fußball-Großereignis bei günstigen Preisen (FP-Mitglieder 30% auf alle Getränke) verfolgen kann! Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern und Borussen eine wohlverdiente Sommerpause und eine verdiente Auszeit vom Fußball!

 
Leserbrief: Familiäre Probleme Drucken E-Mail
Geschrieben von Klingone   
Donnerstag, 5. Mai 2011

Ich möchte mir mal was von der Seele schreiben, was mich schon seit einiger Zeit so richtig nervt. Zuerst aber zum offiziellen Teil: Ich heiße Michael, bin 43 Jahre alt und in Fankreisen als „Klingone“ bekannt. Ich bin Teil einer großen, bunten, lauten Familie, ich bin Borusse. Es gibt für mich nichts schöneres, als mit dieser bunten Familie zu Auswärtsspielen zu fahren, gemeinsam zu feiern, gemeinsam die Mannschaft zu unterstützen. Man lernt immer wieder neue Mitglieder dieser großartigen Familie kennen und trifft natürlich immer wieder die, die man seit Jahren bei jedem Spiel trifft.

Egal wo man hin fährt, ob nach München, Hamburg oder Stuttgart, irgendwie fährt man immer nach Hause. In letzter Zeit aber kommt es immer wieder zu Vorfällen, für die ich kein Verständnis habe und an die ich mich auch nicht gewöhnen will. Exemplarisch nenne ich mal ein Beispiel von der Fahrt nach Hannover am letzten Samstag: Ich war mit einigen Freunden und vielen anderen Borussen im Regionalexpress unterwegs, wir waren gerade in Minden umgestiegen. Ich hatte ein paar Bier getrunken und musste die dringend mal wegbringen, vor der Toilette war naturgemäß eine lange Schlange, etwa 10-12 Leute waren vor mir. Hinter mir in der Schlange war jemand, den ich seit Jahren immer wieder auf Auswärtstouren treffe. Seinen Namen habe ich vergessen, ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass das ein feiner Kerl ist, mit dem ich schon viel Spaß hatte. Ich weiß nicht, wo seine Wurzeln liegen, seine Haut ist jedenfalls dunkler als meine und seine Haare sind schwarz. Möglicherweise ist er marokkanischer Herkunft, keine Ahnung.

Die Schlange vor der Toilette wurde kürzer, als übernächster wäre ich dran, plötzlich hörte ich von hinten, aus dem unteren Abteil des Doppelstockwaggons ein paar Stimmen, die was von „Türken, Zigeunern und Juden“ gröhlten. Bei sowas packt mich die Wut, ich verließ meinen Platz in der Schlange, ging zu diesen Typen, packte mir den erstbesten, zog seine Nase vor meine und brüllte ihn an: „Meine Freundin ist Jüdin, und DU singst mir das Lied jetzt nochmal vor!“ Er zog es vor, das nicht zu tun. Einer seiner Kumpels packte mich am Arm und sagte: „Hey, bleib doch mal cool, ist doch alles in Ordnung!“ Auf meine Erwiderung, dass nichts in Ordnung sei, solange Fans meines Vereins so ne Nazischeiße gröhlen, sagte er ehrlich erstaunt: „Aber wir sind doch keine Nazis!“ „Na denn...warum singt Ihr dann so ne Scheiße?“

Ein bisschen wunderte ich mich, dass die mir nicht einfach ein paar reingehauen haben, sie waren ja schließlich in der Überzahl, aber als ich mich umdrehte, war „der Marokkaner“ hinter mir, zusammen mit anderen Mitgliedern der Borussenfamilie. Von da an war Ruhe und es bleibt zu hoffen, dass diese Jungs, die ja keine Nazis sind, mal drüber nachdenken, was sie in Zukunft singen.

Ich werde mich jedenfalls immer wieder gegen solche Typen stellen, und ich weiß, dass der Großteil der lauten, bunten Borussenfamilie immer und überall hinter mir steht!

Klingone

 
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