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FanHaus macht Sommerpause!

Von Montag, den 07.05.12 bis einschließlich Freitag, den 08.06.12 bleibt das FanHaus geschlossen. Wir werden einige Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchführen, damit pünktlich zur Euro das FanHaus wieder in altem bzw. neuen Glanz erstrahlt. Während der Euro werden alle Spiele der dt. Nationalmannschaft live übertragen, auch auf einem großen TV im Biergarten, so dass man mit Gleichgesinnten wieder mal ein Fußball-Großereignis bei günstigen Preisen (FP-Mitglieder 30% auf alle Getränke) verfolgen kann! Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern und Borussen eine wohlverdiente Sommerpause und eine verdiente Auszeit vom Fußball!

 
Mitgliederversammlung 2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von Ralle   
Freitag, 27. Mai 2011
Borussia bleibt erstklassig. Das steht fest und wurde – obwohl es „nur“ um den Klassenerhalt ging – ausgiebig gefeiert. Die Saison ist allerdings immer noch nicht zu Ende. Mit der am kommenden Sonntag stattfindenden Mitgliederversammlung wartet auf die Vereinsmitglieder der Borussia noch ein „Highlight“ auf der vereinspolitischen Ebene, bevor wir dann endlich alle in die Sommerpause gehen dürfen.

Auf der Jahreshauptversammlung am 27.04. haben die Mitglieder des Fanprojekts sich mit großer Mehrheit ablehnend zu den Satzungsänderungsanträgen der so genannten „Initiative Borussia“ geäußert. Die Ereignisse danach dürften die meisten von uns wohl in dieser Haltung bestärkt haben. Um bei all dem gegenwärtig zu vernehmenden Wahlkampfgetöse noch einmal den Blick auf das Wesentliche zu lenken, lest bitte im Folgenden die wichtigsten Gründe, die – fernab irgendwelcher Personen, die ja ohnehin am Sonntag nicht zur Wahl stehen – zur Ablehnung der Satzungsänderungsanträge der „Initiative“ geführt haben:

1. Diffuses sportliches Konzept

Stefan Effenberg möchte den Kader verkleinern und gleichzeitig mehr auf die Jugend setzen. Mehr war bisher in der Presse nicht zu lesen und bei den verschiedenen Veranstaltungen der „Initiative“ auch auf Nachfragen hin nicht zu hören. Unabhängig davon, dass „mehr Jugend“ bei einem gleichzeitig zu verkleinernden Kader sich eigentlich widersprechen, ist die Borussia, was die Jugend betrifft, bestens aufgestellt. Mit ter Stegen, Dorda, Jantschke, Janeczek, Wissing, Neustädter, Nordveit, Reus und Bäcker (weg)/Kachunga (neu) stehen aktuell neun Nachwuchsspieler im Profikader, von denen zum Teil erst unter Lucien Favre FÜNF trotz dramatischer Tabellensituation zu Stammspielern geworden sind.

Unsere U23 – im letzten Jahr noch sportlich abgestiegen und nur von der Insolvenz des Bonner SC profitierend überhaupt noch in der Liga geblieben, hat die seit Langem beste Saison gespielt, was weiteren Jungspielern den Sprung in den Profibereich ermöglichen wird.

Die Borussia verfügt aktuell über 20 Jugendnationalspieler in den verschiedenen Altersklassen, und über die nun schon wiederholte Auszeichnung unserer Jugendarbeit durch die DFL muss wohl nicht weiter geschrieben werden.

WAS will man also im Bereich der Jugendarbeit verbessern? Die Antwort konnte bis dato der „Tiger“ nicht mal selber geben.

2. Diffuses „Finanzkonzept“

Die „Initiative“ hatte ursprünglich verkündet, über den Verkauf von GmbH-Anteilen massiv Fremdkapital zu beschaffen, das uns – in neue Spieler investiert – sofortigen sportlichen (Mehr)-erfolg garantieren soll(te). Unabhängig davon, dass das Konzept „Geld schießt Tore“ vielfach auch nicht aufgeht, was die betroffenen Vereine anschließend in größte Finanznot bringt, kündigte die „Initiative“ nach entsprechendem Protest aus der aktiven Fanszene an, vom geplanten Anteilsverkauf Abstand nehmen zu wollen. Da uns der Weg über Schulden (richtigerweise) versperrt ist – Stichwort: Landesbürgschaft – muss das Geld für neue Spieler also anderweitig beschafft werden. Wie, das hat die „Initiative“ bislang nicht verraten. Wir befürchten deshalb, dass die „Initiative“ im Hinblick auf Investitionen in neue Spieler entweder im Vergleich zur jetzigen Vereinsführung gar nichts ändert oder entgegen der Beteuerungen, keine Anteile verkaufen zu wollen, sich längst Hintertürchen geschaffen hat, die den Anteilsverkauf dann letztlich doch ermöglichen werden.

Weder das Eine noch das Andere sind für uns ein Grund, dem „Finanzkonzept der „Initiative“ zustimmen zu können.

3. Die gravierendsten Satzungsänderungen

Nach den Plänen der „Initiative“ sollen der Präsident des Vereins sowie seine beiden ehrenamtlichen Vizepräsidenten von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Dies verkauft die „Initiative“ als „mehr Demokratie“. Dabei hofft die „Initiative“ natürlich darauf, dass sie – sofern sie sich am Sonntag durchsetzt – in der anschließenden außerordentlichen Mitgliederversammlung, in der die verschiedenen Gremien zu wählen wären, „ihre“ Kandidaten (u. A. H. Köppel) durchbringen wird. Gelänge dies (was wahrscheinlich ist; schließlich wäre für die Wahl dann nur noch die einfache Mehrheit nötig), säßen anschließend drei („initiative“-orientierte) Präsidiumsmitglieder in der Gesellschafterversammlung der GmbH (was auch bisher so ist) und gleichzeitig auch im Aufsichtsrat der GmbH (NEU von der „Initiative“ beantragt“). „Eigentümer“ und „Kontrolleure“ der GmbH wären also weitgehend personenidentisch, was im Vergleich zur aktuellen Konstellation einer deutlich größeren Machtkonzentration in der GmbH gleichkommt.

Eine derartige Machtkonzentration (auf Personen, denen wir nicht trauen) ist für uns nicht akzeptabel.

Dazu kommt, dass nach den Plänen der „Initiative“ das Vereinspräsidium durch zwei vom Aufsichtsrat bestellte HAUPTamtliche Präsidiumsmitglieder erweitert werden soll. Diese beiden Personen würden also NICHT von den Mitgliedern gewählt, säßen aber ebenso wie ihre gewählten Kollegen in der Gesellschafterversammlung der GmbH und zwar so lange wie ihre Anstellungsverträge laufen. Sie könnten also auch nicht so ohne weiteres wieder abgewählt werden. Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass diese beiden Personen der „Initiative“ nahe stehen würden. Damit hätte die „Initiative“ in der Gesellschafterversammlung – mächtigstes Gremium im Gesamtkonstrukt Verein/GmbH – langfristig und nicht von den Mitgliedern abwählbar zwei „Stimmen“. Würde die „Initiative“ von den frei wählbaren Präsidiumsmitgliedern dann nur noch einen einzigen ihrer Kandidaten durchbringen, passierte in Verein und GmbH nichts mehr gegen den Willen der „Initiative“.

Eine derartige „Zementierung“ der Macht lehnen wir ab. Faktisch stellt diese – entgegen den Behauptungen der „Initiative“ eine ENTmachtung der Mitglieder dar.

Sicher hat die heutige Vereinsführung in der Vergangenheit Fehler gemacht, die insbesondere nach dieser katastrophalen Saison schonungslos aufzudecken sind. Wir werden deshalb nach der Mitgliederversammlung, für die wir davon ausgehen, dass die „Initiative“ keine Mehrheit für ihre Anträge bekommen wird, in einen kritischen Dialog mit dem Verein eintreten.

Die aktuelle sportliche Führung allerdings hat unserer Meinung nach uneingeschränkt eine weitere Chance verdient. Der aktuelle Kader ist ohne Weiteres bundesligatauglich, die Jugendarbeit ist erstklassig und darüber hinaus sehen wir uns auch betriebswirtschaftlich gut aufgestellt.

Für eine handstreichartige Totalrevolution à la „Initiative“ gibt es deshalb keine Veranlassung.

Wir rufen aus diesem Grund alle Vereinsmitglieder von Borussia Mönchengladbach dazu auf, am Sonntag zur Mitgliederversammlung zu gehen und dort „richtig“ abzustimmen.

Wer sich vor der Mitgliederversammlung noch etwas ausführlicher informieren möchte, kann dies hier tun.

Fanprojekt Mönchengladbach Supporters Club e.V.
- Der Vorstand -
 
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