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Unsere Borussia hat das Auftaktspiel der Bundesligasaison 2011/2012 in diesem Spät"sommer" sensationell mit 1:0 gegen den FC Bayern gewonnen. Im dritten Teil unseres Blickes auf unsere Ligakonkurrenz befinden wir uns schon tief im Herbst des Spielplans. Unsere Reise führt uns von Spieltag zehn bei den unbeliebten Hoffenheimern bis hin zum 13. Spieltag, wo der SV Werder Bremen zu Gast im BORUSSIA-PARK sein wird.
Das Wochenende vom 21. bis zum 23. Oktober führt uns in die Einöde von Sinsheim zur mittlerweile zur grauen Maus mutierten TSG Hoffenheim. Die wohl spektakulärste Neuverpflichtung ist dem Spielzeug von Mäzen Dietmar Hopp mit der Verpflichtung von Trainer Holger Stanislawski von Absteiger FC St. Pauli geglückt. Sicherlich eine glückliche Entscheidung, denn der „Hamburger Jung“ gilt nicht nur als exzellenter Übungsleiter, sondern er könnte auch wieder etwas Leben in das inzwischen ziemlich farblose Projekt 1899 bringen. Transfertechnisch übte man sich im Kraichgau in diesem Jahr eher in Zurückhaltung. Nennenswerte Zugänge stellen lediglich Fabian Johnson vom VfL Wolfsburg und Jan Schipplock vom VfB Stuttgart dar. Ansonsten ergänzen die Rückkehrer Prince Tagoe, Franco Zucullini, Jukka Raitala sowie aus der eigenen Jugend Jannik Vestergaard den Kader. Verlassen hat die TSG die Leihgabe des FC Bayern, David Alaba, sowie die Torhüter Özcan und Hemerlein.
Eine, wenn nicht die größte Überraschung der vergangenen Saison erwartet uns dann am 11. Spieltag im BORUSSIA-PARK. Bis kurz vor Saisonschluss spielte Hannover 96 tatsächlich um den Einzug in die Champions League mit. Und das obwohl man ein Jahr zuvor noch so gerade den Klassenerhalt geschafft hatte. Insofern gibt es für Trainer Mirko Slomka auch nicht allzu viel Handlungsbedarf im Kader der Niedersachsen. Vom FC Schalke 04 konnte man den Langzeitverletzten Christian Pander gewinnen. Bleibt er mal von Blessuren verschont, kann er sicherlich für nahezu jede Mannschaft einen Gewinn darstellen. Aus Norwegen konnte man den Mittelfeldspieler Henning Hauger verpflichten. Für den zum MSV Duisburg ziehenden Florian Fromlowitz konnte man in Hannover vom SV Ried das österreichische Torwarttalent Samuel Radlinger verpflichten. Im Sturm belebt der polnische Nationalspieler Artur Sobiech das Geschäft bei den Roten. Prominentester Abgang bei 96 ist der uns nicht ganz unbekannte Mikael Forssell. Wo es ihn hinzieht, ist bis dato jedoch unbekannt. Ferner verlassen die Spieler Beasley (nach Mexiko), Burmeister (Armina Bielefeld), Djakpa (Eintracht Frankfurt), Ernst (RB Leibzig) und Rama (Örebrö) den Europa League Teilnehmer.
In Runde 12 geht es dann in die große Stadt, zum Aufsteiger aus Berlin. Hoffentlich ist es dieses Mal in der Hauptstadt nicht so entsetzlich kalt wie bei unserem letzten Gastspiel im Olympiastadion. Den großen personellen Umbruch vollzog man an der Spree nach dem erfolgreichen Wiederaufstieg nicht. Im Tor wird fortan der beim Rekordmeister eher glücklose Thomas Kraft versuchen, die Gegentrefferquote möglichst gering zu halten. Ebenfalls vom FC Bayern kommt Andreas Ottl. Ebenfalls versuchen, den Laden dicht zu halten, wird der vom Absteiger Eintracht Frankfurt gekommene und mitunter doch recht rustikal agierende Maik Franz. Fest verpflichtete man auch den zuvor schon von Werder Bremen ausgeliehenen Peter Niemeyer. Aus Portugal zurück kommt auch der verliehene Kaka. Dem Verein erhalten, allerdings nicht mehr für das Bundesligateam auflaufen, wird eine Berliner Instutition. Pal Dardai spielt fortan für die zweite Mannschaft der Hertha und läutet somit sein Karriereende ein. Zum MSV Duisburg wechseln die Spieler Domovchiyski und Beichler. Und zu Spvgg. Unterhaching zieht es Bigalke und Lennart Hartmann schnürt in Zukunft für Alemannia Aachen die Fußballstiefel.
Kehraus und kleine Brötchen backen heißt es bei unserem nächsten Heimspielgegner, dem SV Werder Bremen. Ganz sicher stellte Werder in der vergangenen Saison eine der großen Enttäuschungen dar. Und auch die neue Spielzeit hat mit dem Pokalaus in Heidenheim keinen guten Anfang gefunden. Mit dem ehemaligen Nationalspieler Torsten Frings, der seine Karriere in Toronto Kanada ausklingen lässt, verliert die Bundesliga eine ihrer prägendsten Figuren der Nationalelf aus dem Sommermärchen von 2006. Verlassen wird die Weser auch Petri Pasanen in Richtung Leipzig zu einem österreichischen Getränkehersteller. Endgültig verlassen wird den SV Werder auch Peter Niemeyer in Richtung Bundeshauptstadt zu Aufsteiger Hertha BSC Berlin. Welchen Weg Ivica Vranjes einschlägt, ist bislang nicht bekannt. Ferner schnüren auch eine ganze Reihe von Ergänzungsspielern ihr Bündel. Namentlich die Herren Ikng, Mosquera, Perthel, Samuel, Schmidt, Wiedwald und Testroet. Viel verspricht sich Trainerurgestein Thomas Schaaf vom 5 Millionen Euro teuren Neuzugang Mehmet Ekici vom 1. FC Nürnberg. Für 900.000 Euro spielt vom FC Schalke 04 fortan Lukas Schmitz in der Hansestadt. Ebenso der ewige Clubberer Andreas Wolf, der ablösefrei kam. Ansonsten sind beim erfolgsverwöhnten SV Werder keine großen Sprünge drin, nachdem man seit Jahren wieder den Sprung ins europäische Geschäft verpasst hat. Markus Rosenberg kehrt von Racing Santander zurück und ansonsten verstärken aus der eigenen Jugend bzw. der zweiten Mannschaft die Brüder Aleksander (kommt zusätzlich von S04) und Pedrag Stevanovic sowie Özkan Yildrim die Grünweißen.
Und beim nächsten Mal schauen wir dann, was sich so bei unseren lieben Freunden aus der Domstadt so getan hat J.
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