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FanHaus macht Sommerpause!

Von Montag, den 07.05.12 bis einschließlich Freitag, den 08.06.12 bleibt das FanHaus geschlossen. Wir werden einige Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchführen, damit pünktlich zur Euro das FanHaus wieder in altem bzw. neuen Glanz erstrahlt. Während der Euro werden alle Spiele der dt. Nationalmannschaft live übertragen, auch auf einem großen TV im Biergarten, so dass man mit Gleichgesinnten wieder mal ein Fußball-Großereignis bei günstigen Preisen (FP-Mitglieder 30% auf alle Getränke) verfolgen kann! Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern und Borussen eine wohlverdiente Sommerpause und eine verdiente Auszeit vom Fußball!

 
Besuch vom Land… äh, aus dem Ländle… Drucken E-Mail
Geschrieben von Dani   
Freitag, 12. August 2011
Nach dem grandiosen Saisonauftakt in München steht nun auch das erste Heimspiel der noch jungen Saison 2011/12 auf dem Programm. Gegner am morgigen Samstag im Borussia-Park ist der VfB Stuttgart. Eigentlich ein Verein, mit dem uns wenig verbindet, mal abgesehen von schlechten Erinnerungen. Sowohl das 7:0 in Stuttgart als auch das 2:3 im BORUSSIA-PARK sind nicht unbedingt Begegnungen, an die man als Gladbacher gerne zurückdenkt.

Das 7:0 ist nicht die einzige hohe Niederlage, die wir uns schon mal in Stuttgart anschauen mussten, noch einige weitere Male (87/88: 6:0 und 73/74: 6:1; 95/96 und 96/97 gab es jeweils eine 5:0-Klatsche) gab es ordentlich auf die Mütze. Zuhause sieht es ein wenig besser aus: Immerhin konnte die Borussia von 43 Spielen 15 gewinnen (bei 15 unentschieden und 13 Niederlagen. Nicht unbedingt unser Lieblingsgegner…

Aber zwei Spiele der letzten Jahre, die der VfL für sich entscheiden konnte, werden wohl viele noch in sehr guter Erinnerung haben: Im Dezember 2003 wurde der VfB 4:2 besiegt und es wurde eines der besten Fußballspiele der Borussia überhaupt geboten. Vaclav Sverkos hatte wohl seinen besten Auftritt im Trikot mit der Raute. Im April 2005 besiegte die Borussia den VfB mit 2:0 und viele Fans waren sich einig: Es war das erste Spiel, in dem der BORUSSIA-PARK als Stadion wirklich explodierte, ein Meilenstein, was die Stimmung in der neuen Heimat angeht.

Was für Gladbach die 70er, waren für die Stuttgarter die 50er Jahre: zwei Meistertitel, eine Vize-Meisterschaft sowie zwei DFB-Pokal-Gewinne stehen in der Vereinschronik. Doch trotz eines Abstiegs in 74/75 (als Borussia Meister wurde…), dem der Aufstieg und dann ungebrochene Erstligazugehörigkeit seit 77/78 folgte, konnte der VfB immer wieder Erfolge für sich verbuchen: Nahezu im 10-Jahres-Rhythmus konnte man sich die Meisterschaft sichern (83/84, 91/92, 06/07) und auch den Pokal (97) noch einmal gewinnen.

Nach dem Abstieg 1975 prägte vor allem einer den Verein: Gerhard Mayer-Vorfelder, dem in den meisten Fanszenen – auch aufgrund seiner späteren Tätigkeit beim DFB – keinerlei Sympathien entgegengebracht wurden. „Was heißt verkannt? Ich bin, glaube ich, ganz anders, als ich in den Medien dargestellt werde.“


(Bildquelle: www.vfb.de)

Mehr als einmal kamen Zweifel an der Integrität von M-V auf, verschiedene Affären warfen kein gutes Licht auf ihn (Steuerhinterziehung) und sein Hang zum eigenen Machterhalt gipfelte letztlich in der Kampfabstimmung über den Vorsitz des DFB, was dann erstmalig zur Doppelspitze des DFB mit Theo Zwanziger führte. Den VfB hat er übrigens 2000 verlassen, selbstverständlich nicht ohne ein finanzielles Desaster zu hinterlassen. Als ehemaliger Kultus- und Finanzminister von Baden-Württemberg weiß man, wie man gekonnt einen Haufen Scheiße anrichtet und dann zum rechten Zeitpunkt das Weite sucht…

Doch abgesehen von Meyer-Vorfelder hat der VfB auch einige interessante Spieler im Bundesliga-Theater auf die Bühne gestellt. Hansi Müller, Karl Allgöwer, Guido Buchwald… man könnte dieser knappen Aufzählung durchaus noch weitere hinzufügen, doch am markantesten in den letzten 10 Jahren war sicherlich das „Magische Dreieck“ aus Balakov, Bobic und Elber. Das war wirklich großes Theater, was die drei damals gezeigt haben, und erinnert jetzt fast ein wenig an den Hype, der nun um Doofmund gemacht wird.

Absolut konstant und jeglichen Experimenten fern sind die Stuttgarter übrigens, wenn es um ihr Heimtrikot geht. Seit 1926 gibt es das weiße Leibchen mit dem roten Brustring und dem baden-württembergischen (Vereins-)Wappen. Lediglich unterschiedliche Sponsoren nahmen Platz auf der Brust.

Wollen wir hoffen, dass wir diesmal den Besuch vom Land… äh, aus dem Ländle wieder mal mit leeren Händen nach Hause schicken. Es wäre an der Zeit, unsere Bilanz gegen den VfB ein wenig aufzubessern, und nach dem guten Start in Bayern war die Gelegenheit selten so günstig.
 
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