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Zwei Spieltage sind in der neuen Saison bereits ins Land gegangen, und wenn uns einer vor drei Wochen aus diesen beiden Partien bei den Bayern und gegen die Schwaben aus Stuttgart vier Punkte prophezeit hätte, so hätte sich wohl kein Borusse dagegen gewehrt. Doch noch ist die Transferperiode bis zum 31. August geöffnet, und so mancher Bundesligist wird bis zu diesem Datum ganz sicher noch den einen oder anderen Spielerwechsel vermelden.
So zum Beispiel Bayer Leverkusen, die aufgrund der Verletzungen von Nationaltorhüter Rene Adler und dessen Vertreter Fabian Giefer auf der Position des Keepers noch einmal aktiv wurden. Auch bei unserer Borussia ist durchaus noch Platz für Spekulationen über die verschiedenen Transfers.
Am 14. Spieltag wartet das Derby auf uns. Wie im Vorjahr geht es im Herbst nach Müngersdorf. Hoffentlich ein gutes Omen. Der entscheidendste Wechsel bei den Geißböcken war wohl die Verpflichtung des norwegischen Trainers Stale Solbakken. Ein Übungsleiter, der in Dänemark beim FC Kopenhagen beachtliche Erfolge vorweisen konnte. Er ist angetreten, dem FC ein neues System zu verpassen. Aber offensichtlich hat man das am Geißbockheim noch nicht so ganz verstanden. Die ersten beiden Spiele mit 0 Punkten und 1:8 Toren geben Zeugnis davon ab. Transfertechnisch konnten die Domstädter den bereits ausgeliehenen Mato Jajalo vom FC Siena fest verpflichten. Entscheidende Verstärkung soll der vom VfL Wolfsburg für 2 Millionen Euro verpflichtete Sascha Riether sein. Woher bei den chronisch klammen Geißböcken das Geld dafür kommt, bleibt unbekannt. Zurück kehrt auch Ishiaku vom VV St.Truiden. Für das Mittelfeld wurde der Albaner Odise Roshi verpflichtet. Verlassen hat den Verein eine ganze Reihe von Bankdrückern und Ladenhütern. Im Einzelnen sind dies die Namen: Cullmann, Basala-Mazana, Giannoulis, Saliger, Terodde, Vunguidica, Yabo, Yalcin und Gardawski. Die namhaftesten Abgänge sind Fabrice Ehret zum TG Evian sowie der zuvor an St. Pauli ausgeliehene Torhüter Thomas Kessler.
Eine Woche später ist dann der Meister zu Gast im BORUSSIA-PARK. Aber ganz sicher dürfte uns beim diesjährigen Auftritt von BV 09 Dortmund nicht das Augenlicht angesichts von massenhaft hässlich gelben Trikots schmerzen. Wer eine solche Bundesligasaison so erfolgreich hinter sich gebracht hat wie die Bierstädter hat sicher keinen Grund großartige Veränderungen am Kader vorzunehmen. Schmerzen wird sicher der Abgang von Nuri Sahin für 9 Millionen Euro zu den königlichen von Real Madrid. Hat der türkische Nationalspieler doch eine beeindruckende Saison gespielt. Als Ersatz verpflichtete man vom Club aus Nürnberg für 4 Millionen Euro Ilkay Gündogan sowie für 5,5 Millionen Euro vom FC Brügge den kroatischen Nationalspieler Ivan Perisic. Vom Aufsteiger FC Augsburg kommt das österreichische Talent Moritz Leitner zurück an den Borsigplatz, und vom Chemnitzer FC kommt Chris Löwe. Aus der zweiten Mannschaft rückt Marvin Bakalorz in den Profikader auf. Dieser Marvin Bakalorz ist im Übrigen der Sohn unseres ehemaligen Borussen-Profis Dirk Bakalorz, der in den 80er Jahren einige große Spiele für unseren VfL bestritt. Verlassen wird den BvB auch Markus Feulner zum 1. FC Nürnberg sowie Tamas Hajnal zum VfB Stuttgart. Keinen Platz findet auch Dede mehr im Kader des amtierenden deutschen Meisters. Sein Abschied war bekanntlich äußerst tränenreich. Zu Energie Cottbus kehrt Dimitar Rangelov zurück. Ausgeliehen wurden die Spieler Sobiech und Stiepermann an den FC St. Pauli bzw. an Alemannia Aachen.
Vom Meister zum Aufsteiger nach Augsburg, einem echten Neuling in der Fußball-Bundesliga. In der schönen Fuggerstadt gibt es neben dem Besuch eines völlig neuen Grounds – der FCA bezog in der Spielzeit 2009/10 seine neue Spielstätte –auch ein Wiedersehen mit unserem Aufstiegstrainer Jos Luhukay. Für jeden quasi selbsternannten Experten ist der FC Augsburg der erste Kandidat auf einen der Abstiegsplätze. Doch ein Unentschieden gegen den SC Freiburg sowie auf dem Betzenberg in Kaiserslautern zeigen, dass sich die Weiß-rot-grünen ganz sicher nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben. Der Aufstieg in die Belle Etage forderte indes ein prominentes Opfer. Michael Thurk, immerhin vor Jahresfrist noch Garant dafür, dass man es gegen den 1.FC Nürnberg in die Relegation schaffte, wurde von Jos Luhukay aussortiert. Transfertechnisch konnte man sich bei den bayerischen Schwaben keine großen Sprünge erlauben. Interessanteste Neuverpflichtung dürfte wohl der vom FSV Frankfurt gekommene Sascha Mölders sein, der in den beiden ersten Bundesligapartien der Augsburger alle drei Tore erzielte. Einen großen Namen konnte man aus den Niederlanden verpflichten. Mit Lorenzo Davids schlägt der Cousin des niederländischen Stars Edgar Davids seine Zelte in Augsburg auf. Aus Paderborn verpflichtete man Edmond Kapllani, der schon für den KSC die Bundesligastiefel schnürte. Aus Karlsruhe konnte man auch Sebastian Langkamp an Land ziehen. Und von unserem nächsten Gegner im DFB-Pokal, dem 1. FC Heidenheim, kam Stürmer Patrik Mayer. Vom FC Union Berlin verstärkt Dominic Peitz den FCA. Auf der Seite der Abgänge fällt sicher Ibrahima Traore zum VfB Stuttgart am meisten ins Gewicht sowie die Rückkehr von Moritz Leitner nach Dortmund. Für 350.000 Euro verlässt der Spieler Kwakmann den Verein in Richtung Niederlande zum FC Groningen. Neben Jos Luhukay werden wir beim FCA auch drei weitere Ex-Borussen wiedersehen: Nando Rafael, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Marcel Ndjeng.
Last but not least, begrüßen wir den fast Euro-League-Teilnehmer FSV Mainz 05 kurz vor Weihnachten am Niederrhein. Nach dem Katzenjammer in der rumänischen Provinz sind die Rheinhessen richtig gut in die neue Saison gestartet. Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen ziert man momentan die Tabellenspitze der Bundesliga. Dabei verlor das Team von Trainer Thomas Tuchel tragende Säulen seiner letztjährigen, äußerst erfolgreichen Mannschaft. Für die Summe von 8 Millionen Euro zog es Nationalspieler Andre Schürrle rheinabwärts zum Werksteam nach Leverkusen. Mit Lewis Holtby, der nur ausgeliehen war, und Christian Fuchs zog es weitere Stützen zum FC Schalke 04. Mit Zsolt Löw beendet einer Mainzer Instutition seine Karriere. Miroslav Karhan zieht es zu Spartak Trnava. Philip Trojan wechselt zu Zweitliga Aufsteiger Dynamo Dresden. Wer solch entscheidende Spieler verliert, muss natürlich auch wieder entsprechend aufrüsten. So konnte man für 1,1 Millionen Euro von Austria Wien den österreichischen Nationalspieler Julian Baumgartlinger gewinnen. Ablösefrei vom HSV kam Eric-Maxim Choupo-Moting. Eine weitere Million Euro überwies man für Malik Fathi an Spartak Moskau, den man aber bereits schon ausgeliehen hatte. 1,8 Millionen Euro ließ man sich beim FSV Nicolai Müller von der SpVgg. Fürth kosten. Und für 750.000 Euro trägt fortan Marcel Risse von Bayer Leverkusen das Trikot des selbsternannten Karnevalsvereins. Ferner verpflichtete man für 1 Million Euro Zoltan Stieber von Alemannia Aachen. Die größte Summe, nämlich 2,5 Millionen, brachte man in Mainz für den Nigerianer Anthony Ujah auf. Für weitere 400.000 Euro verpflichtete der FSV vom SV Wehen-Wiesbaden Fabian Schönheim. Ablösefrei waren hingegen die Spieler Zdenek Pospech, und … ja, Yunus Mali, dem man auch bei uns eine verheißungsvolle Zukunft bescheinigt hätte.
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