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FanHaus macht Sommerpause!

Von Montag, den 07.05.12 bis einschließlich Freitag, den 08.06.12 bleibt das FanHaus geschlossen. Wir werden einige Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchführen, damit pünktlich zur Euro das FanHaus wieder in altem bzw. neuen Glanz erstrahlt. Während der Euro werden alle Spiele der dt. Nationalmannschaft live übertragen, auch auf einem großen TV im Biergarten, so dass man mit Gleichgesinnten wieder mal ein Fußball-Großereignis bei günstigen Preisen (FP-Mitglieder 30% auf alle Getränke) verfolgen kann! Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern und Borussen eine wohlverdiente Sommerpause und eine verdiente Auszeit vom Fußball!

 
Vom Rekordmeister zum Rekordaufsteiger Drucken E-Mail
Geschrieben von Börnie   
Freitag, 23. September 2011
Am Samstag zur besten Anstoßzeit steigt bereits das vierte Heimspiel der eigentlich noch recht jungen Saison im Borussia-Park, als Gast dürfen wir den 1. FC Nürnberg begrüßen. Fußballherz, was willst Du mehr: sonnige 20 Grad sind angekündigt, zwei Traditionsvereine treten gegeneinander an, die 50.000 Zuschauermarke dürfte geknackt werden und auch das FanHaus wird sicherlich wieder aus allen Nähten platzen...

...Falls es also an der Theke mal etwas länger dauert, einfach den Tag genießen und sich an dem erfreuen, was unser Team derzeit auf dem Rasen zu leisten im Stande ist.

In der letzten Saison überraschte der Club mit einer respektablen Leistung, die in der Endabrechnung mit dem 6. Platz belohnt wurde. Und auch in dieser Saison läuft es gar nicht schlecht für den Verein vom Valznerweiher, aber das war in der Vergangenheit nicht immer so. In dieser Saison steht in den Vorberichten ja eher kurioses Historisches im Mittelpunkt, und da bieten die Franken einiges an Vorlagen.

Mit neun Meisterschaften war der Club bis 1987 über 60 Jahre lang deutscher Fußball-Rekordmeister, bevor ein anderer Verein aus Süddeutschland diesen Titel wahrscheinlich für alle Zeiten für sich in Beschlag nahm. Demgegenüber stehen 7 Abstiege aus der Bundesliga (auch ein Rekord), wobei das Jahr der letzten Meisterschaft (1968) und das des ersten Abstiegs (1969) erstaunlich nah beieinander liegen. Den Nürnbergern gelang das bisher einmalige Kunststück, als amtierender Meister den Weg in die Zweitklassigkeit anzutreten (was damals noch Regionalliga Süd bedeutete), so spielte man dann gegen Größen wie Opel Rüsselsheim oder den FC Villingen statt auf der europäischen Bühne. Neun Jahre dauerte die Abstinenz von der Bundesliga, in diese Zeit fällt auch der Zuschauerminusrekord, als zum letzten Spieltag der Saison 76/77 nur 1743 Besucher kamen. Wahrscheinlich verfolgten die anderen gerade die Meisterschaft der Borussia an den Radiogeräten.

Ein mehr als dramatischer Abgang aus Liga Eins „gelang“ in der Saison 98/99, an welche sich Borussenfans komischerweise gar nicht mehr erinnern können. Als 12. der Tabelle gingen die Franken am 29. Mai 1999 ins Rennen, zwischen dem Club, Stuttgart, Freiburg, Rostock und Frankfurt musste noch der dritte Absteiger ermittelt werden. Bis zur 70. Minute deutete alles auf die Eintracht hin, doch dann überschlugen sich die Ereignisse.

Frankfurt ging gegen Kaiserslautern in Führung (70.), als Bochum fast gleichzeitig gegen Rostock aus einem 0:1 ein 2:1 (71. und 74.) machte, wäre Rostock abgestiegen und Frankfurt gerettet gewesen. Rostock glich wieder aus (77.), das hätte aber zu Rettung nicht gereicht, erst recht nicht, als Frankfurt zwei weitere Tore schoss (80. und 82.) und beim Spielstand von 4:1 jetzt Nürnberg im Hinblick auf die Tordifferenz ein- und wegen der mehr geschossenen Tore auch überholt hatte. Zu diesem Zeitpunkt wäre nach wie vor Hansa Rostock abgestiegen, denn die Ostseestädter brauchten zu diesem Zeitpunkt einen Sieg. Rostock ging in Bochum erneut in Führung (83.), dadurch wären die Hanseaten gerettet gewesen und plötzlich wäre Nürnberg, das immer noch 0:2 gegen Freiburg zurücklag, abgestiegen. Nürnberg schoss das 1:2 (85.), und obwohl die Franken noch immer zurücklagen, hätte sie dieser Spielstand gerettet. Frankfurts Jan Åge Fjørtoft gelang nach einem Alleingang doch noch das 5:1 gegen Kaiserslautern (89.) – und damit die Rettung der Hessen. Nürnberg, das nun wieder abgestiegen wäre, erhielt jedoch fast gleichzeitig eine letzte Chance: Nach einer Kopfballabwehr der Freiburger rauschte Marek Nikl aus dem Hintergrund an und drosch den Ball mit einem Distanzschuss an den Pfosten. Der Abpraller fiel Nürnbergs Frank Baumann vor die Füße, dieser schaffte aber aus kurzer Entfernung das Kunststück, den Ball dem Freiburger Keeper Richard Golz in die Arme zu schießen. Somit war Nürnberg vom 12. auf den 16. Platz gerutscht.

Wer das Leiden an diesem Tag von Radioreporter Günther Koch, der Stimme Frankens, noch mal erleben möchte, der sollte auf dem bekannten Videoportal „FCN der schwarze Samstag 1999“ suchen. Etwas anders verarbeitet jemand den Abstieg mit traumatischen Bildern unter http://www.fanartisch.de/news/der-glubb-is-a-depp-wie-der-fcn-abstieg/. Ich hab zwar keine Ahnung was das soll, aber das Video ist sensationell.

In der mittlerweile 111 Jahre währenden Geschichte des 1. FC Nürnberg gibt es sicher noch zahlreiche große Momente und herbe Niederlagen, die Ära Hans Meyer mit dem DFB-Pokal-Sieg 2007, die erfolgreichen Relegationsspiele 2009 und 2010 oder die wahrscheinlich einzige existierende und funktionierende Fanfreundschaft mit Schalke 04, aber der Platz reicht hier nicht aus, um die Geschichten um den Club hier zu erzählen. Aber dazu ist im FanHaus ja noch genug Zeit.

Aber noch kurz zur Überschrift: Mit 7 Aufstiegen teilen sich die Franken auch den Titel „Rekordaufsteiger„ gemeinsam mit Arminia Bielefeld.

 
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