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Borussia gegen Mainz 05 – Was sind schon 44 Meter? Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthes   
Montag, 10. Dezember 2012
Da ist es nun vorbei, das letzte Heimspiel im Kalenderjahr 2012. Der 2:0-Sieg gestern gegen Mainz 05 war sicher etwas glanzlos und bestimmt nicht das Beste, was unsere Borussia in den vergangenen zwölf Monaten auf den Rasen gezaubert hat. Ein wenig Zauber hatte es jedoch trotzdem in sich. Dazu aber an späterer Stelle noch ein wenig mehr.

Nach dem Auftritt unserer Elf in Istanbul und dem teilweise doch recht langen Rückweg einiger Borussen war an diesem Sonntag schon ein wenig die Müdigkeit spürbar, die so eine anstrengende Halbserie mit sich zu bringen scheint.

Rund um das FanHaus galt es zuerst einmal die Schneeberge zu beseitigen, um den Fans einen problemlosen Zutritt zum FanHaus zu ermöglichen. Nachdem dies irgendwie geschafft wurde, suchte jeder Anwesende schnellstmöglich einen Unterstand, meinte es der Wettergott doch erneut nicht gut mit uns. Genau wie vor ein paar Tagen in Istanbul hatte der Himmel auch diesmal seine Schleusen geöffnet. Entgegen der Vortage schneite es nicht, sondern es regnete bei „usseligen“ Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Somit war es auch kein Wunder, dass sich lediglich etwas mehr als 46.000 Zuschauer auf den Weg in den BORUSSIA-PARK machten, um sich das Spiel gegen die Jecken aus Mainz anzuschauen. Belohnt werden sollte man für diese Entscheidung nur in einigen Momenten. Die erste Halbzeit ging komplett an unserer Elf vorbei und auch nach dem obligatorischen Stimmungsboykott war es eher ruhig im weiten Rund. Halbzeit eins ging ganz klar an die Rheinhessen, und wir konnten froh darüber sein, mit einem Null zu Null in die Halbzeit gehen zu können.

Nach der Pause entwickelte sich jedoch ein anderes Spiel und nach der vermutlich schönsten Kombination des Nachmittags ging unsere Borussia durch den zweiten Saisontreffer von Mike Hanke mit 1:0 in Führung. Das Tor brachte ein wenig Ruhe ins Spiel unserer Elf, und man versuchte konzentriert, das zweite Tor zu erzwingen. Was dann allerdings passierte, kann getrost in die Rubrik „Tor des Jahres“ eingeordnet werden.

Nach einer eher verunglückten Rettungstat des Mainzer Schlussmannes fiel der Ball unserem venezolanischen Ballzauberer Juan Arango direkt vor seinen linken Fuß. Dieser fackelte nicht lange und lupfte den Ball, halb stehend, halb fallend, in einer Bogenlampe aus einer Entfernung von 44 Meter ins Tor. Wahnsinn! Da fehlen einem einfach die Worte. Würde er jetzt noch die einfachen Bälle versenken….

Nach diesem Tor war das Spiel dann auch entschieden, und man konnte nach dem Abpfiff durch den Regen schnell zurück ins FanHaus. Dieses war, wen wunderte es, bereits kurz nach dem zweiten Sonntagsspiel so gut wie leer, und somit endete die Hinrunde im FanHaus ganz der derzeitigen Zeit entsprechend, besinnlich. Man ließ noch die tollen Spiele, Reisen und Erlebnisse Revue passieren und freut sich nun auf das letzte Spiel im Kalenderjahr. Getreu den Gesängen im Stadion, „Zieht den Bayern die Lederhose aus!“

 
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