Bumsis Meinung

Kennt Ihr das, dass einem ein vertrautes Wort, das man soeben gelesen oder gehört hat, auf einmal total fremd vorkommt? Dass man das Gefühl hat, man könnte das Wort wie ein Ding aus dem Mund herausnehmen, wie einen völlig fremden Gegenstand betrachten, ohne irgendwie wirklich zu begreifen, was das ist? Meist dauert es dann eine Zeit - ich glaube, oft sind es eigentlich nur Millisekunden… - dann kann man das Wort wieder in den Mund nehmen. Und hat dann nicht selten das Gefühl, man hat eine ganz neue Erkenntnis erlangt, was dieses Wort eigentlich bedeutet.
Andersherum gibt es auch Wörter, die einem durchaus geläufig sind, die aber auch auf einmal von uns gelesen und gehört werden und dann ganz neue Dimensionen erreichen. Die man in Situation auf einmal „erlebt“, die völlig „begreifbar“ werden, die auf einmal viel mehr werden, als es man einem schnöden Wort eigentlich zugetraut hätte.
Dieses Erlebnis hat mir Jupp Heynckes beschert. Ich habe bei seiner Pressekonferenz ein Wort, das eigentlich zur Phrase verkommen war, ganz neu verstanden, erlebt und gefühlt. Du hast quasi von einer Worthülse für mich die Pelle abgemacht und den Kern wieder zum Vorschein gebracht. Danke, Jupp, Du hast auch mich spüren lassen, dass Borussia und Mönchengladbach viel mehr als ein Club und eine Stadt sind. Ich hatte es eigentlich schon immer gewusst, aber ohne Deine Hilfe wäre für mich das Wort noch lange hohl und leer geblieben. Jetzt klingt es wieder richtig.
Euer Bumsi
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| Ein letzter Rückblick auf Rom |
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| Geschrieben von TJ | |
| Dienstag, 26. Februar 2013 | |
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Es ist doch auch mal schön, wenn man ein paar Tage als Fanszene in aller Munde ist und selbst im Sport1-Stammtisch mit obigem Zitat des Fußballexperten Hansi Küpper Erwähnung findet. Unser Fanauftritt mit nahezu 10.000 Borussen in der ewigen Stadt wird sicherlich in Erinnerung bleiben. In Erinnerung bei uns Fans und in Erinnerung bei Mannschaft und Verantwortlichen der Borussia und auch bei vielen Römern und „richtigen“ Touristen auf Sightseeing-Tour selbst. Die unzähligen asiatischen Touristen, die das schwarz-weiß-grüne Spektakel an der Spanischen oder kurzzeitig auch „Gladbacher Treppe" fotografierten, schienen manchmal ein wenig den Eindruck zu haben, die Gesänge und die Besetzung der Treppe gehören zu einem bunten Unterhaltungsprogramm was eigens ihnen geboten wird. Auch die Römer selbst machten nicht den Eindruck, als wären sie unentspannt ob der friedlichen Übernahme ihrer Stadt. Von allen Sightseeing-Bussen flatterten Schals und Zaunfahnen, alle Pubs, Pizzerien, Discos und ähnliche Etablissements waren voll, haben gutes Geld verdient und stießen nicht selten an die Grenzen ihrer Biervorräte. Auch in den Supermärkten gingen diese zu Neige. Die Stimmung im Stadion war gut, die Einlasskontrolle lief zivilisiert ab, die Borussen sangen die knapp einstündige Wartezeit im Stadion nach dem Spiel weg (sodass selbst die Spieler Fotos von der Fankurve machten) und als sie endlich das Stadion verlassen durften, quetschten sie sich vorbildlich in die Shuttle-Busse um auch ja schnell die besten Plätze im Pub einnehmen zu können. Sowohl tagsüber als auch abends konnte die italienische Polizei sehr entspannt mit der Situation umgehen. Es waren halt keine „fensterscheibeneinschmeißenden“, randalierenden Horden unterwegs, sondern einfach Fußballfans jeglicher Couleur. Der gemeine Borusse findet also kein Haar in der Suppe und doch gab es eins, Die Reste der schwarz-grün-weißen Invasion. Die spanische Treppe sah aus wie Sau. Nun mag Fan sagen. Müll gehört nun mal dazu, er wird aufgeräumt und danach ist es wieder sauber. Durchaus auch unsere Meinung, besser als würden Dinge mutwillig zerstört. Aber das „wie“ bleibt auch hier entscheidend. Haben viele Borussen ihre Flaschen und Dosen in Kartons gesammelt und am Rand abgestellt, sozusagen als „sauberes Chaos“, das nach dem Abmarsch der Fans einfach eingesammelt werden kann, gibt es dann wiederum die Nachhut an Fans, die nach dem Abmarsch diese angesammelten Kartons verwüsten muss. Da fliegen minutenlang die Kartons und Flaschen von den oberen Bereichen der Treppe nach unten werden durch die Gegend getreten damit auch wirklich die allerletzte Flasche in Scherben liegt. Einen Umstand, den übrigens auch der Römer Bürgermeister anbringt, gleich nachdem er die Messerattentate als nicht akzeptabel kommentiert hat. Man sollte mit dem Begriff „asoziales Verhalten“ immer vorsichtig sein, doch sozial ist das nicht. Die Nachhut der Borussen, die sich hier verantwortlich zeigt, bleibt jedenfalls bei den Römern und Touristen, die zu diesem Zeitpunkt an der Treppe verweilten und auch diese Aktionen filmten, einzig und dann auch wirklich als „asoziales Pack“ in Erinnerung. Respekt sollte man nicht nur seinen Mitmenschen gegenüber entgegen bringen, sondern auch materiellen Dingen, ganz besonders wenn es sich um jahrhundertealte Denkmäler seiner Gastgeber handelt. Vielleicht denkt der ein oder andere mal drüber nach.
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sogar eines was als ganzes Haarbüschel wahrgenommen werden kann: Müll!.jpg)