Bumsis Meinung

Kennt Ihr das, dass einem ein vertrautes Wort, das man soeben gelesen oder gehört hat, auf einmal total fremd vorkommt? Dass man das Gefühl hat, man könnte das Wort wie ein Ding aus dem Mund herausnehmen, wie einen völlig fremden Gegenstand betrachten, ohne irgendwie wirklich zu begreifen, was das ist? Meist dauert es dann eine Zeit - ich glaube, oft sind es eigentlich nur Millisekunden… - dann kann man das Wort wieder in den Mund nehmen. Und hat dann nicht selten das Gefühl, man hat eine ganz neue Erkenntnis erlangt, was dieses Wort eigentlich bedeutet.
Andersherum gibt es auch Wörter, die einem durchaus geläufig sind, die aber auch auf einmal von uns gelesen und gehört werden und dann ganz neue Dimensionen erreichen. Die man in Situation auf einmal „erlebt“, die völlig „begreifbar“ werden, die auf einmal viel mehr werden, als es man einem schnöden Wort eigentlich zugetraut hätte.
Dieses Erlebnis hat mir Jupp Heynckes beschert. Ich habe bei seiner Pressekonferenz ein Wort, das eigentlich zur Phrase verkommen war, ganz neu verstanden, erlebt und gefühlt. Du hast quasi von einer Worthülse für mich die Pelle abgemacht und den Kern wieder zum Vorschein gebracht. Danke, Jupp, Du hast auch mich spüren lassen, dass Borussia und Mönchengladbach viel mehr als ein Club und eine Stadt sind. Ich hatte es eigentlich schon immer gewusst, aber ohne Deine Hilfe wäre für mich das Wort noch lange hohl und leer geblieben. Jetzt klingt es wieder richtig.
Euer Bumsi
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| Geschrieben von ... dem Schmutz | |
| Sonntag, 10. März 2013 | |
Ein gewisser Grad anhaltender Fassungs- und Sprachlosigkeit sind für den Chronisten des zurückliegenden Heimspiels keine gute Triebfeder. Nachdem im deutschen Fernsehen jüngst der Begriff der Ambiguität Einzug hielt, darf bei dem Unentschieden gegen Bremen getrost von Resultat gewordener Ambivalenz gesprochen werden.An den Theken des FanHauses musste ordentlich geackert werden, da sich Samstagmittag schon viele frühzeitig auf den Weg Richtung Borussia-Park gemacht hatten. Vor den Bildschirmen im FanHaus wurden die Leistungen der breiten Konkurrenz dicht gedrängt verfolgt, während draußen auch die Bremer Witterungsbedingungen nicht von der feucht-fröhlichen Einstimmung auf das Abendspiel abhielten. Wer früh genug im Stadion weilte, war Zeuge des sehr herzlichen Empfangs von Sverki, der sich Knippi‘s Fragen stellte. Was folgte war wohl weniger der Angst vor der eigenen Mutter Courage (man mag sich hier Mutter Wollny im Spielertunnel vorstellen: „Granit, Marc-André, Oscar, Havard, Juan, Tony, Alvaro, Martin, Patrick, Luuk und Amin - kommt ihr bitte mal eben hoch in die Euro League?“), denn der unverhofft geordneten und „kompakten“ Spielweise des zuletzt so formschwachen Gegners geschuldet. Zumindest aus Sicht und Perspektive der Nordkurve schien allerdings bereits nach einer Viertelstunde alles wunschgemäß zu laufen. Eine herrliche Ablage von Amin Younes und Patrick Herrmann als Vollstrecker. Nun stellen Korrekturen von „Tatsachenentscheidungen“ kein völliges Unikum dar, dass man uns in unserem Pyrrhusjubel jedoch fast eine Minute gewähren ließ, war nicht nachvollziehbar und ein großes Ärgernis. Leider rückten in der Folge Entscheidungen von Herrn Stark in den Fokus, so dass in einem zugegebenermaßen lange wenig mitreißenden Spiel die Emotionen im ausverkauften Rund eher zwischen Unmut und Unverständnis schwankten. Peniel Mlapa, der uns in der 72. Minute zunächst so verzückte, ließ uns in der Nachspielzeit frei vor Mielitz schlussendlich umso bestürzter zurück. Duplizität der Ereignisse. Hätte, hätte, Abwehrkette – der Blick auf die Tabelle geschieht in diesen Tagen im Konjunktiv. Es ist legitim, dass auch in dieser Spielzeit andere (d.h. höhere) Maßstäbe angelegt werden als zu Zeiten, in denen uns unsere potemkinschen Abwehrreihen und Hornberger Torschützen in Scharen an die Bierpavillons trieben. Für den Moment aber bleibt festzuhalten, dass wir erfreulicherweise weiter in der Verlosung um die nächste Runde Sandstrand sind. Sonntag treffen wir unter vergleichbaren Rahmenbedingungen auf Hannover. Wünschen wir uns diesmal nachhaltigere Treffer. Und bitte kein Unentschieden. |
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Ein gewisser Grad anhaltender Fassungs- und Sprachlosigkeit sind für den Chronisten des zurückliegenden Heimspiels keine gute Triebfeder. Nachdem im deutschen Fernsehen jüngst der Begriff der Ambiguität Einzug hielt, darf bei dem Unentschieden gegen Bremen getrost von Resultat gewordener Ambivalenz gesprochen werden.