Bumsis Meinung

Giovanni Lorenzo? Noch nie gehört? Nee, ich auch nicht. Aber als ich ihn dann im Gladbach-Trikot sah, dachte ich: „Huch, noch ein neuer Spieler, den ich gar nicht auf meinem Transferzettel hatte?“ Aber nein, weit gefehlt, Giovanni macht’s nicht mit den Füßen, sondern mit den Händen, er ist nämlich Boxer.
Und weil er seinen nächsten Kampf am Samstag gegen den Leverkusener Boxer Felix Sturm ausficht, hat er sich inspiriert durch Borussias Kantersieg am Sonntag für die Presse im Jersey der Gladbacher ablichten lassen. Wie die Borussia will er gegen Felix, der dann der Unglückliche sein soll, mit furioser Offensive seinen Sieg erringen.
Na gut, Giovanni, mach es, Boxen interessiert mich eh nicht. Ob Du jetzt gegen einen Sturm oder ein laues Lüftchen gewinnst, mir soll es egal sein. Hauptsache, es ist ein Leverkusener. Wenn man gegen die gewinnt, kann man eigentlich nix verkehrt machen. Aber mit dem Trikot meiner Borussia, mein Lieber, treibt man kein Schindluder. Auch wenn du mit fliegenden Fahnen untergehst und in der ersten Runde die Bretter küsst, will ich dich im VfL-Hemd sehen. Um unsere Sympathien musst Du Dir keine Sorgen machen, wir sind ja eigentlich Kummer gewohnt. Good luck!
Beste Grüße! Euer Bumsi

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| “Goodbye“ 1. Liga |
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| Montag, 21. Mai 2007 | |
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Trotz des Abstiegs gab es einige Highlights an diesem Samstag. Zu Ehren unserer Gäste aus Liverpool, die mit 25 Leuten vom Fanclub Merseyside-Branch direkt aus Liverpool kamen und noch zwei weiteren Anhängern aus der Schweiz und 15 aus Deutschland, wurde vor Beginn des Spiels vom ganzen Stadion “You´ll never walk alone!“ gesungen. Natürlich nicht vergleichbar mit der Anfield Road, aber immerhin. Natürlich konnten unsere “Profis“ uns nicht mit einem Sieg zum Saisonabschluss versöhnen. Im Gegenteil! Da spielt ein Dariusz Wosz zwei Jahre lang keinen Profifußball, bekommt seine letzten Minuten als Spieler in der Bundesliga bei uns im Borussia-Park, und schießt eine Bude. Da haben sich unsere Leutchen wohl gedacht, lassen wir ihn doch ein Tor noch zum Abschied machen, denn anders kann man sich das nicht erklären, dass sich der Bochumer Angriff in unserem Strafraum ungehindert die Bälle zuspielen kann. Nur gut, dass wir Fans mittlerweile genügend Selbstironie besitzen und uns selber feiern können. Highlight des Spiels war dann die Auswechslung von Peer Kluge, der mit Standing Ovations vom Gladbacher Publikum verabschiedet wurde, im Gegensatz zu Eugen Polanski. Er bekam bei seiner Einwechslung zu hören, wie wir Borussia-Fans über solche Söldner-Seelen denken. Nach dem Spiel nahm auch Kasey Keller die Möglichkeit wahr, einen bleibenden Eindruck auf der Fußballbühne des Borussia-Parks zu hinterlassen. Er brauchte nur zwei Worte ins Mikro brüllen: „Cologne, Cologne...“ In nächster Zeit, wird wohl jeder Fan an ihn denken, wenn er dieses Lied hört oder singt. Natürlich ist sicher, dass einige Leute mehr den Verein verlassen werden, aber ehrlich gesagt, mit ihrer Einstellung in der vergangenen Saison legte keiner Wert darauf, sich von ihnen zu verabschieden. Auch ein Marcell Jansen bekam das gestern zu spüren. Seine angebliche Liebe zum Verein zeigt man anders und nicht, indem man sich bei der Sportbild ausheult. Um den Frust der vergangenen Saison runter zuspülen, gab es zum Glück die FanHaus-Party. Aufgrund des hohen Bierkonsums kann man davon ausgehen, dass sehr viel Frust weggespült werden musste. Es wurden ca. 4800 Liter Bier vertilgt. Dazu kommt noch jede Menge anderer alkoholischer Getränke sowie Cola und Co. Es ist gar nicht auszumalen, was abgeht, wenn wir wieder aufsteigen! Im großen und ganzen kann man sagen, wir haben bei unseren Liverpooler Gästen einen recht feucht-fröhlichen bleibenden Eindruck hinterlassen und hoffen, sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass einer unserer vertriebenen Kämpfer (Ja, ja, er ist nie ein Filigrantechniker gewesen und wird es wohl auch nicht mehr…) es geschafft hat. Wir gratulieren Jeff Strasser zum Aufstieg mit seiner jetzigen Mannschaft RC Strasbourg. Bleibt zu hoffen, dass Typen wie er unsere Mannschaft nächste Saison mit mehr Teamgeist bestücken können.
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Trotz des Abstiegs gab es einige Highlights an diesem Samstag. Zu Ehren unserer Gäste aus Liverpool, die mit 25 Leuten, angeführt von Graham und Pat vom LFC Supporterclub Merseyside-Branch, direkt aus Liverpool kamen und noch zwei weiteren Anhängern aus der Schweiz und 15 aus Deutschland, wurde vor Beginn des Spiels vom ganzen Stadion “You´ll never walk alone!“ gesungen. Natürlich nicht vergleichbar mit der Anfield Road, aber immerhin.


