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Ob Norden, Süden, Osten, Westen - Bumsis Meinungen sind die besten! Für Neueinsteiger und Versäumte: das Bumsi-Archiv zum Nachlesen. Viel Spaß dabei wünscht Bumsi höchstpersönlich!!! Meinung zu Bumsi: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst


Schlau druff? Da war doch mal was?!?!

Was sagt denn da der Kind? „Schlaudraff wird nie mehr für Hannover spielen!“ ???

Ich erinnere mich noch an die vielen Mails und Beschimpfungen die ich geschickt bekam, als die Fans sich ausgerechnet bei mir über die „Unfähigen“ bei Borussia beschwerten, die „so ein Talent“ haben einfach gehen lassen. Bzw. noch besser, sie haben ihn ja nach Aachen „weggeekelt“ und für "nen Appel und nen Ei" verscherbelt! Und erst die liebe Presse. Einen Märtyrer haben sie aus dem „armen Jungen“ gemacht und jede Gelegenheit genutzt, bei Aufeinandertreffen in diese Wunde zu stoßen und den Verantwortlichen Borussias weh zu tun!

Und jetzt? Jetzt ist der „arme Junge“ sogar bei Hannover 96 rausgeflogen. Nicht nur bei den Öchern, oder als „Supertalent“ bei den Bayern! Nee, in Hannover! Nix gegen Hannover, aber „da weißte Bescheid!“ Eigentlich weiß man aber schon bescheid, wenn ein Spieler von den Bayern aussortiert wird weil es „menschlich nicht passt“…. Mehr hört man dann von den seriösen Bayern nie mehr…aber auch da „weißte dann bescheid“…..

Ich weiß nur, dass hier alle Mitarbeiter, die mit dem „armen Jungen“ zu tun hatten, drei Kreuze gemacht hatten, als er endlich weg war. Sicher, er hat den Fußball erfunden und er ist auch der beste Fußballer Deutschlands, und ließ das auch jeden wissen, nur; den Charakter dafür hat er scheinbar nun mal nicht, denn sonst wäre aus ihm bestimmt mehr geworden als ein ewiges Talent. Vielleicht wird er ja auch irgendwann mal wach und es macht „Klick“ im Oberstübchen, so dieses normal ausgestattet ist.

Pech für Hannover, Pech für Bayern und Pech für Aachen. Aber auch Pech für unsere Borussia, denn sie war ja lange genug selbst „Schuld“ daran, dass der „arme Junge“ vom Hof gejagt wurde….

Euer Bumsi

Giovanni Lorenzo?

Noch nie gehört? Nee, ich auch nicht. Aber als ich ihn dann im Gladbach-Trikot sah, dachte ich: „Huch, noch ein neuer Spieler, den ich gar nicht auf meinem Transferzettel hatte?“ Aber nein, weit gefehlt, Giovanni macht’s nicht mit den Füßen, sondern mit den Händen, er ist nämlich Boxer.

Und weil er seinen nächsten Kampf am Samstag gegen den Leverkusener Boxer Felix Sturm ausficht, hat er sich inspiriert durch Borussias Kantersieg am Sonntag für die Presse im Jersey der Gladbacher ablichten lassen. Wie die Borussia will er gegen Felix, der dann der Unglückliche sein soll, mit furioser Offensive seinen Sieg erringen.

Na gut, Giovanni, mach es, Boxen interessiert mich eh nicht. Ob Du jetzt gegen einen Sturm oder ein laues Lüftchen gewinnst, mir soll es egal sein. Hauptsache, es ist ein Leverkusener. Wenn man gegen die gewinnt, kann man eigentlich nix verkehrt machen. Aber mit dem Trikot meiner Borussia, mein Lieber, treibt man kein Schindluder. Auch wenn du mit fliegenden Fahnen untergehst und in der ersten Runde die Bretter küsst, will ich dich im VfL-Hemd sehen. Um unsere Sympathien musst Du Dir keine Sorgen machen, wir sind ja eigentlich Kummer gewohnt. Good luck!

Beste Grüße! Euer Bumsi

Bumsi mag keine Brause!

Waren das früher noch Zeiten, als Fußballvereine noch Vereine waren, und nicht ausgegliederte Gesellschaften. Dann kamen in den 70-gern die Betriebsmannschaften und die Sponsoren dazu, heute schenken die Ölscheichs ihren Söhnen einer Premierligisten zum 18. Geburtstag, die erschreckenden Auswüchse diese Gebarens lassen sich auf der Insel wunderbar beobachten.

Auch unsere Nachbarn, die Ösis, haben das Miteinbeziehen eines Sponsors für sich entdeckt, die Fans aus Innsbruck können ein trauriges Lied davon singen. Auch in Salzburg trägt man bereits seit 1973 immer den Hauptsponsor im Vereinsnamen, seit 2005 den eines Brauseimperiums. Und was muss ich lesen, nachdem der Einzug in die CL mal wieder verpaßt wurde? Mittelfristig soll Leipzig die Fußball-Ambitionen des Konzerns führend vertreten, Salzburg soll eine Mannschaft bekommen, die "national auch noch mitspielen kann", wie es der Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer formuliert.

Also wird der ehemalige Landesligist aus Markranstädt in fünf Jahren im Europapokal auftauchen, die erfolgsgewohnten Salzburger (drei Meisterschaften in den letzten vier Spielzeiten) im Mittelfeld der Liga tummeln. Klar, in Deutschland läßt sich eine viel größere Zielgruppe erreichen, der Osten ist Brachland, was den Erstligafußball betrifft, und ein weiterer Platz wird in der Bundesliga an einen Plastikclub vergeben sein. Herrn Hopp mag es ja sogar noch um den Sport gehen, aber den Herstellern dieser nach Gummibärchen stinkenden Plörre geht es doch nur um das bekanntmachen des Namens, wartet mal ab, bis die Cola-Fraktion da mit einsteigt. Und wenn sie dann genug haben, hinterlassen sie verbrannte Erde und spielt Leipzig wieder in der 3. Liga. Gegen Rot-Weiß Ahlen, da hat das mit dem Namenssponsoring auch nicht geklappt. Was bin ich froh, dass ich lieber Wasser und Bier trinke.

Grüße! Bumsi

„Kleine Gruppe“

Der FPMG Supporters Club hat in Mönchengladbach (und darüber hinaus) eine gewichtige Stimme. Die Fans von Schalke 04 und deren Vertretung - der Schalker Fan-Club Verband - können das mit Fug und Recht auch für sich in Anspruch nehmen.
Derzeit sind die Schalker natürlich nicht zu beneiden. Der allmächtige und -gegenwärtige „König Quälix“ hat vor ein paar Tagen dem Fanbeauftragten Rolf Rojek kurzerhand über’s Telefon mitteilen lassen, dass er sein Amt nicht mehr ausüben könne. Zusätzlich pikant ist natürlich, dass Rojek neben seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Fan-Club Verbands als Mitglied im Aufsichtsrat von Schalke 04 indirekt ja sogar „Chef“ des Trainers ist.

Obwohl schnell klar war, dass das telefonische Ausbooten ihres wichtigsten Vertreters bei den Schalker Fans zu massivem Widerstand führen würde, sprach Magath von einer „kleinen Gruppe“, die da protestieren würde.

Dass dies einer kolossalen Fehleinschätzung entspricht, war am Samstagabend in Hamburg zu erleben. Im Rahmen einer witzig-ironischen Aktion präsentierten die nach Hamburg mitgereisten Schalker auf 3.000 schnell beschafften T-Shirts den Schriftzug „Kleine Gruppe“. Dass die Gruppe also gar nicht so klein ist, dürfte dem mittlerweile als Diktator verschrienen Trainer spätestens in dem Moment aufgefallen sein, als sich noch auf dem Platz - angeführt von Manuel Neuer - auch einige Spieler das Shirt überstreiften und damit ihre Solidarität mit den Fans dokumentierten.

Liebe Schalker, Hut ab vor Eurer Aktion. Wir drücken Euch die Daumen, dass die Angelegenheit in Eurem Sinne geregelt wird. Lasst Euch nicht unterkriegen und bleibt weiter ein mächtiges Sprachrohr für die Durchsetzung Eurer berechtigten Interessen!!!

Beste Grüße!
Euer Bumsi

Kopfschütteln total

Den aktuellen Werbespot von LIGA total habt Ihr bestimmt alle gesehen. Unter Anderem tauchen da ein paar K***** Tussen auf, die etwas davon faseln, dass „Gladbach Ihnen nicht ins Haus kommt“. Ob unsere schon mehrfach kommunizierte kritische Haltung gegenüber den PayTV-Anstalten wohl dazu geführt hat, dass ausgerechnet wir auf diese Weise „unser Fett wegkriegen“ oder liegt es daran, dass die Werbeagentur in K*** sitzt? Jedenfalls dürfte schon nach dem Betrachten dieses Werbespots kein einziger Borusse LIGA total abonnieren.

Es kommt aber noch besser: Wer in diesen Tagen mit dem Auto durch Mönchengladbach und Umgebung fährt, bekommt es an Bushaltestellen und ähnlichen Plätzen erneut mit LIGA total zu tun. Auf großflächigen Werbeplakaten ist zu lesen: „Darauf hat Gladbach gewartet, Live-Konferenz ohne Köln“. Vor lauter Kopfschütteln beim erstmaligen Erspähen des Plakats hätte ich fast einen Unfall gebaut.

Die Manager von T-Home müssen entweder selber ziemlich dämlich sein oder uns für so dämlich halten, dass wir dieses doppelzüngige Spiel nicht entlarven. Wahrscheinlich ist Ersteres der Fall. Wie kann man einerseits im Fernsehspot mit eingekauften „Originalfans“ (kein echter Fan würde so einen Sch… mitmachen) uns Gladbacher „vergraulen“ und hintenherum mit dem Plakat wieder „kaufen“ wollen.

Liebe Werbestrategen von LIGA total, Fußballfans (und damit sind nicht die gemeint, die vor Euren Kameras herumlaufen) sind nicht völlig dämlich!

Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Borussen sich nicht auf diese Weise „einkaufen“ lassen … und in seltener Eintracht mit dem rheinischen Rivalen wünscht man sich das für die Fans rund um den K***** Dom auch!

Kopfschüttelnde Grüße!
Euer Bumsi

Borussen als Dichter

Bert Goldschweer vom BFC "Im Vollrausch zu Berge" aus Lingen/Ems hat die Sommerpause dazu genutzt, seiner Sehnsucht nach unserer Borussia in einem kleinen Gedicht Ausdruck zu verleihen. Diesen lyrischen Hochgenuss möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

Die Pfeife schrillt.
Bin nicht gewillt,
jetzt hinzusehen,
mir's anzutun.
Will einzig
In Rautenträumen ruh'n

Kissen über'n Kopf gezogen,
höre nicht der Kurve Wogen.
Doch Borussen-Stimme spricht:
"Saison verpassen kannst du nicht!"

So quäl' ich mich hoch.
Erheb' mich doch,
und dann im Nu ist es ganz klar:
Wir sind Borussia!
Der VfL er spielt, da will ich hin,
Denn bald ist schon Saisonbeginn.

Besten Dank an dich, mein lieber Bert.

Dein/Euer Bumsi

Bumsi in Bärlin

Also, ich habe in meinem Fandasein auf meinen zahlreichen Auswärtstouren ja schon viel erlebt, aber was mir dieses Wochenende in Berlin passiert ist, das war echt der Kracher. Dabei wollte ich nach dem Freundschaftskick gegen Union doch einfach nur mit meinen Freunden gemütlich ein, zwei Bierchen trinken gehn. In der ersten Kneipe hatten wir gerade mit etwa 20 Personen Platz genommen, da wurden wir von so einem arroganten „Ich-bin-wichtig“-Kellner doch tatsächlich zurechtgewiesen, wir mögen leise sein, damit die anderen Gäste ihr Essen genießen könnten… Okay, das lässt sich ein Bumsi ja nicht zweimal sagen. Da steh ich doch glatt auf und geh wieder – wer solch einen Rekord-Umsatz nicht will, bitteschön! Aber das war wohl ein Wink des Schicksals. Das führte uns nämlich in Kneipe 2, in der diesmal kein unfreundlicher Kellner war, sondern einfach gar keiner :-). Mutterseelenallein mit Theke, Klavier, Aquarium und Telefon machte es sich meine Reisegruppe gemütlich. Was für eine Gaudi. Nach ein paar Kaltgetränken und gefühlten 372 Lachanfällen später, nahmen wir die Bahn und fuhren weiter. Da ich ja auch ein begnadeter Sänger bin, gab ich u. a. meine beste Version des Falco-Hits „Jeanny“ zum Besten. Die Mitfahrer waren total begeistert und als ich noch an der Stange tanzte, wollten sie fast sogar Autogramme haben. Ich glaube ich fahre öfter in die Hauptstadt, wenn es immer so lustig wird :-)

Olé olé...euer Bumsi

... beim nächsten gleich Mal Haarsuppe bestellen!
Oh Mann, was für eine anstrengende Saisonvorbereitung für uns Fans. Drei harte Wochenenden vor Saisonbeginn, erst die DM, dann die Liverpooler, deren Trinkfestigkeit wohl kaum jemand in Zweifel zu ziehen wagt, und nächste Woche steht die Bootstour zu Union Berlin an, bei der sicherlich auch einige Getränke vernichtet werden.
Die DM gibt es jedes Jahr und was Bootstouren angeht, sind wir Borussen ja auch schon alte Hasen, wenn man mal an den jährlichen Trip nach Mainz denkt. Da nimmt das Liverpool-Wochenende mit dem ganzen Drumherum von Saisoneröffnung und Fußballturnier schon eine Ausnahmestellung ein.
Liverpool im Borussia-Park zu begrüßen, das war etwas ganz Besonderes, und live „You’ll never walk alone“ von good old Gerry war sensationell. Einfach ein Freundschaftsspiel zum Genießen und Zurücklehnen. Sicher, hätte die Synchronisation mit der Musik besser sein können, sicher hätte die Stimmung besser sein können, sicher hätte das Spiel spannender sein können.
Wer wollte, der fand das Haar in der Suppe. Aber damit man nicht so lange nach dem Haar suchen muss, bestellt doch beim nächsten Mal einfach direkt Haarsuppe.

Im Gedenken an Adalbert Jordan

Lieber Adalbert, ich hoffe, Du sitzt gemütlich auf einer Wolke und schaust manchmal mit absolut berechtigtem Stolz hinunter auf den Abschluss deines Lebenswerkes, unser wunderschönes Stadion im Borussia-Park. An dieser Stelle möchte ich Dir noch einmal für Deine Arbeit und Deine Hingabe für den Verein Borussia Mönchengladbach danken.
Leider danken Dir scheinbar nicht alle so wie ich, denn bei der gestrigen Premiere des Jubiläumsfilmes zum 110jährigen Bestehen der Borussia wartete ich vergeblich auf eine Würdigung Deiner Verdienste, obwohl dem neuen Stadion fast allzuviel Raum in dem cineastischen Opus eingeräumt wurde.
Eigentlich schon eine ganz eigene Kunst, ausführlich über den Borussia-Park zu berichten und dabei Deinen Namen nicht einmal zu nennen. Ich war ein wenig traurig, aber sei versichert, es gibt ganz viele Menschen und Borussen, die Dich und Deine Arbeit nicht vergessen haben. Mach’s gut, Adalbert, vielleicht hast Du ja beim 125jährigen eine Chance …

Bumsi macht sich so seine Gedanken

Da ist es doch noch so lange hin, dass man sich eigentlich noch gar keinen Kopp machen müsste. Erst Mitte November steht das Hinrundenderby gegen den Äffzeh an. Und nach den Bemühungen der Clubs und der Fanvertretungen in den letzten beiden Saisons, die Aggressivität aus dem Derby zu nehmen und wieder zurück zu einer gesunden sportlichen Rivalität zu kehren, wirkt das von Michael Meier deklamierte Saisonziel, auf jeden Fall vor Gladbach zu stehen, reichlich deplatziert.

Viel sinnvoller wäre es vielleicht gewesen, wenn Herr Meier sich bezüglich des Verhaltens der Domstadt-Fans im österreichischen Trainingslager kritisch positioniert hätte, denn auch das was von dort übermittelt wird, lässt einen nicht unbedingt mit Vorfreude auf das Spiel schauen. Scheint irgendwie, als würden dem Verein am Rhein in Bezug auf seine Fans die Zügel entgleiten, wenn man auch noch die etwas hilflosen Sätze der Fanbetreuung zum Verhalten der Fans liest und hört.

Noch besser würde es Herrn Meier zu Gesicht stehen, sich einfach darauf zu konzentrieren, seinen Verein vernünftig zu führen und zum Beispiel mal den Schuldenberg langsam abzubauen, der sich durch die Transfers inklusive Prinzessin Poldi aufgebaut hat. Sonst hat sich nämlich die Frage nach dem Derby irgendwann von selbst erledigt…
Ist ja noch ein bisschen Zeit. Vielleicht denkt man ja bald in Köln auch nicht mehr nur vom Dom bis Bahnhof, sondern ein bisschen weiter, und bedenkt jegliche Äußerung bezüglich des Derbys und schafft es vielleicht auch irgendwann, wieder mal Zugang zu seinen Fans zu finden. Hoffen wir’s.

Bumsi fährt zum wichtigsten Event des Jahres

Zahnbürste und Schlafsack, Portemonnaie und Regenjacke – mehr brauch ich nicht. Ich bin dann mal für drei Tage in der Eifel. Jetzt geht’s endlich wieder los! Endlich wieder nur Borussen um mich herum und keine Deutschland-Hühner (Das sind für mich diese knapp bekleideten Trullas mit Deutschland-Hawaii-Blumen um den Hals und Landesfahnen auf die Wange gemalt.) oder Bundestrainerbesserwisser.

Ich geb alles, vielleicht kriege ich ja endlich mal die Einzelkämpfer-Trophäe. Mal sehen, vielleicht kann ich ja auch irgendwo noch ‘ne Runde pengen, so einen Topspieler wie mich braucht eigentlich jede Mannschaft.
Und eins sag ich Euch: Es wird wieder schütten wie aus Eimern, nein, kein Bier, das wird auch geschüttet, aber ich meine den Regen. Ich gehe fest davon aus, dass auch dieses Jahr der Wettergott wieder die Zuverlässigkeit himself ist, und dafür sorgt, dass wir alle knöcheltief im Matsch stehen, und das nicht nur rund um den Toilettenwagen.

Ich freu mich so, was wäre schon ‘ne DM ohne Regen und Dreck und Chaos. Da könnte ich ja direkt bei den Deutschland-Hühnern und den Bundestrainerbesserwissern bleiben, von denen bewegt sich nämlich kein Arsch zum wichtigsten Fußballevent des Jahres… Bis gleich!

Bumsi hat den Sommerpausen-Blues

So, jetzt ist sie da, die Sommerpausenmüdigkeit. Hatte ich mich nach der Saison auf die WM gefreut und darauf, einmal borussiafrei zu haben, so kann ich es jetzt kaum erwarten, dass die Saison wieder losgeht.
Die WM hat meine Erwartungen nicht erfüllt, eher langweilige bis schlechte Spiele, Dauergetröte, Konsumfans im „Wer-trägt-den-bescheuertsten-Hut?-Wettbewerb“ und dann noch nicht mal ausverkaufte Stadien. Gut, dass Straucheln und Scheitern der Großen wie Frankreich, Italien und England hat mich amüsiert, aber ich bin nicht so der Typ für Häme – Ausnahme Holland, obwohl ich mich für die perfektionierte Langweile der Iberier auch nicht begeistern kann. Eigentlich hätte ich am liebsten einfach nur guten Fußball geguckt, egal von wem. Dass dann die Deutschbubis noch die Überraschungsbesten waren – auch ohne Endspiel - ist da nur ein Trostpflaster.
Heißt also: Richtig guten Fußball gibt es erst wieder, wenn meine Borussia spielt, vor allen Dingen deshalb, weil ich dann auch wieder von der letzten Lockenspitze bis zum Stollen an meinem Puma-Schuh voll dabei bin und wieder Gefühle für Fußball habe. Ob euphorische oder niedergeschlagene ist mir da im Moment sogar noch egal, Hauptsache wieder mitfiebern. Richtig gut ist Fußball nämlich nur, wenn er die Menschen im Stadion auch wirklich betrifft, und den Eindruck hatte ich bei der WM irgendwie nie…

Hat Hoffenheim keine Fans?

Ein gut gemeintes Vorhaben für die Fanszene rund um Bundesligist TSG Hoffenheim hat wegen einer Organisationspanne einen ausgesprochen holprigen Start hingelegt. Bei einem von der Landtagsabgeordneten Elke Brunnemer, zugleich sportpolitische Sprecherein der CDU-Fraktion, initiierten runden Tisch mit hochrangigen Vertretern von Verein, Stadt, dem zuständigen Stuttgarter Ministerium, Polizei und Sportjugend fehlten nämlich die Hauptpersonen: die Fußballfans. Das merkten die Beteiligten dann auch im Gesprächsverlauf. Die Konsequenz: Die zum abschließenden Pressegespräch ins Sinsheimer Rathaus gebetenen Medienvertreter wurden kurzerhand wieder ausgeladen. Jetzt will man einen neuen Anlauf nehmen - und zwar diesmal unter Beteiligung von Fangruppen. Was bei etablierten Fanszenen leider zum täglichen Brot gehört - runde Tische über Fanbelange ohne anwesende Fans - gibt es also auch in Hoffenheim, was allerdings auch daran liegen könnte, das es dort gar keine Fans gibt ...

Beste Grüße! Euer Bumsi

Fußball oder Hallenhalma?

Statt der erhofften Torflut beschert uns die südafrikanische WM eine Kartenflut. Die fußballerisch mageren Spiele, bei denen einem der zwischenzeitliche Gang zur Toilette oder zum Kühlschrank nicht schwerfällt – wirklich was verpassen wird man nicht – kriegen nur durch die Schiedsrichter Farbe, wenn auch ein wenig uni, quasi monoton gelb, wenn man von ein paar roten Tupfern mal absieht.

Gut, jeder sollte sich fair verhalten und niemand absichtlich gefährden geschweige denn tätlich angehen, aber Fußball ist nun halt mal ein Spiel, bei dem Männerkörper miteinander in Berührung kommen. Nicht jede Berührung ist ein Foul, und wenn es ein Foul ist, muss man nicht bei jedem Foul gelb zeigen. Da kann ich ja direkt zum Hallenhalma gehen.

Besonders schwachsinnig finde ich, dass jede Körperberührung beim Hochspringen zum Kopfball als Ellenbogencheck gewertet wird. Wie gesagt, von tätlichen Attacken spreche ich nicht, die sollten immer geahndet werden. Aber habt ihr mal versucht, mit angelegten Armen hochzuspringen? Ohne den Einsatz der Arme hüpfst du vielleicht drei Zentimeter über die Grasnarbe, da reicht es auch, sich auf die Zehenspitzen zu stellen. Das wäre dann Ballett, das gucke ich mir aber wirklich nicht gerne an, das ist für mich noch langweiliger als Hallenhalma…

Genervte Grüße! Euer Bumsi

Nerventötende Vuvuzelas

Etwas noch nervigeres als Vuvuzelas, gegen die nicht einmal so stimmgewaltige Fans, wie die aus England und Argentinien eine Chance haben, gibt es das? Ja, gibt es. Schon nach drei WM-Spielen vor der Glotze habe ich es herausgefunden: Reporter, die immer wieder auf die blöden Tröten zu sprechen kommen, und das immer gerade dann, wenn ich das Geräusch einfach als einen monotonen Geräuschteppich ins Unterbewusstsein verdrängt habe… Argh!

Und nicht nur, dass sie dann wieder von den Dingern quatschen, nein, sie quatschen auch noch pseudotoleranten Unfug von südafrikanischer Folklore und landesüblicher Partystimmung beim Fußball. Woher wisst ihr das eigentlich? Ich glaube, die Reporter, die in Südafrika ein Ligaspiel besucht haben, könnte ich an den Fingern einer Hand abzählen.

Sicherlich gibt es Vuvuzelas in Südafrika schon länger und ganz bestimmt machen sie damit auch schon längere Zeit Radau im Stadion. Aber die Inflation des Plastikschrotts, der da unter dem Namen Vuvuzuela daherkommt, den verdanken wir ganz sicher nicht nur den Südafrikanern, sondern mit viel größerer Wahrscheinlichkeit irgendwelchen stinkreichen Sponsorenfirmen, die Fastfoodgerichte oder koffeinhaltige Getränke oder sonst was produzieren, die den Mist vor dem Stadion jedem in die Flosse drücken, der die Hand nicht schnell genug zurückzieht. Mit Brauchtum und Folklore hat das so viel zu tun wie Hoffenheim mit Fußballtradition. Aber das mal anzusprechen, dazu hat wohl kein Journalist den Mut…

Beste Grüße! Euer Bumsi

PS: Ich gucke die WM-Spiele im FanHaus, da herrscht nämlich Vuvuzela-Verbot!


Saisonfinale in der Regionalliga West

Irgendwie dumm gelaufen, das Saisonfinale in der Regionalliga West. Die Folge war der bedauerliche Abstieg in die NRW-Liga, was vermutlich die meisten Fans der Borussia eher periphär tangiert, was allerdings für die Nachwuchsarbeit des Clubs schon von ziemlich großer Wichtigkeit ist, denn gute Talente kann man wohl besser für die vierte Liga statt für die Tingelei über die Dörfer in der NRW-Liga begeistern. Jetzt war sofern vorhanden die Aufregung um den Abstieg völlig überflüssig, denn durch die Insolvenzanträge von RW Essen und des Bonner SC bleiben die Gladbacher Amateure jetzt der Liga erhalten.
Kann ich mich darüber freuen? Nee, ich nicht, und Horst Wohlers vermutlich auch nicht. Die Klasse wurde jetzt zwar gehalten, aber der Preis für die Attraktivität der Liga – sofern sie jemals vorhanden war – ist hoch. Zwei der ohnehin schon wenigen „echten“ Vereine verschwinden von der Bildfläche, hinzukommen wird wohl dann nur noch ein Aufsteiger, aber wer wird den dann noch verbliebenen Platz einnehmen? FC Homburg? SC Wiedenbrück? Arminia Bielefeld II?
Sollten sich die Fußballfunktionäre für Arminia entscheiden – die allerdings genauso gut auch im Norden mitspielen könnten, gleiches gilt für Wiedenbrück, also zumindest geographisch… – dann wären in der Regionalliga West in der Saison 2010/2011 neun Zweitvertretungen von Bundes- bzw. Zweitligisten. Boah, ist das langweilig. Das heißt nämlich: null Gäste, null Stimmung, null interessante Auswärtstouren. Gähn! Und das soll interessant sein für junge Talente??? Komisch, statt gegen Lautern II, Mainz II und Bochum II hätte ich immer lieber gegen Schwarz-Weiß Essen, Sportfreunde Siegen und Fortuna Köln gespielt. Aber ich bin ja auch alt und sentimental. Ich glaube, ich gucke mir lieber in der NRW-Liga das ja jetzt ziemlich wahrscheinliche Duell von Rot-Weiß gegen Schwarz-Weiß in Essen an…

Nachdenkliche Grüße! Euer Bumsi

Christian Ziege bei den Ostwestfalen

Also ich hätte ihm was Besseres gewünscht. Also ich meine, ich hätte mir für Christian Ziege einen anderen Club für seine erste Cheftrainerposition gewünscht als Arminia Bielefeld. Es fallen mir nicht viele Vereine ein, die derartig chaotisch organisiert erscheinen wie die… ihr wisst schon… aus Ostwestfalen. Eigentlich wurde ich immer noch von der Hoffnung getragen, dass es Bielefeld vielleicht nicht gibt?

Alleine schon das Chaos in der sportlichen Führung. Man denke nur an die kurzfristige und völlig nutzlose Verpflichtung von Jörg Berger für das Relegationsspiel vor zwei Jahren. Und drei Trainer in der abgelaufenen Saison stehen auch nicht gerade für solide Vereinsführung. Das wirtschaftliche Tohuwabohu in dem Verein scheint allerdings das sportliche noch zu toppen. Wenn ein Club einen Kredit von einer städtischen Klinik in Höhe von 250.000 Euro erhält, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Normalerweise unterstützen doch Fußballvereine die caritativen und gemeinnützigen Einrichtungen wie Krankenhäuser etc., oder? Aber gut, wenn ‘s Bielefeld gar nicht gibt, ist das wo nix existiert, vielleicht alles anders…

Jetzt soll ein weiterer Kredit von der Stadt bewilligt werden – schlappe 4,85 Millionen Euro – um überhaupt die Lizenz zu erhalten. Wie man sich allerdings bei einem Stadionumbau um 6 Millionen Euro verkalkulieren kann – 18 statt 12 – wird auch immer das Geheimnis der Bielefelder bleiben. Wo kein Bielefeld ist, ist wohl auch keine vernünftige Finanzplanung, wie auch?

Vielleicht doch gar nicht so verkehrt von Ziege, es in Bielefeld zu versuchen. Wo nix ist, kann man auch nicht viel verkehrt machen. Und nachher kann man dann völlig berechtigt sagen: „Da(s) war nix.“ www.bielefeldverschwoerung.de

Beste Grüße! Euer Bumsi

Spreeborussen beim Pokalfinale

Im Rahmen der "Abendschau" wurde im rbb am letzten Samstag natürlich auch über das Drumherum des Pokalendspiels berichtet. Unter Anderem war ein mit schwarz-weiß-grünen Fahnen bestückter Sightseeing-Bus zu sehen. "Bremer Fans auf Stadtrundfahrt in Berlin" lautete hierzu der Kommentar.

Liebe Kollegen vom rbb: Bitte beim nächsten Mal genauer hinschauen! Es waren mitnichten Werderaner, die mit dem Bus unterwegs waren. Vielmehr hatte sich der Berliner Borussia-Fanclub "Spreeborussen'86" im Rahmen seiner Feierlichkeiten anlässlich des 24-jährigen Bestehens des Fanclubs mit einem mit Borussia-Fahnen ausgeschmückten Bus unter das Pokalendspielvolk gemischt und dabei offensichtlich reichlich Aufsehen erregt".

Beste Grüße! Euer Bumsi

Postbankbälle in Hannover

Letzte Woche bin ich ja mal wieder auswärts gefahren, nach Hannover, aber das wisst ihr ja sicherlich alle noch. Wer könnte so ein Spiel so schnell vergessen...

Ganz schön anstrengend so eine Wochenendticket-Tour auf meine alten Tage. Gefühlte tausendmal in Hektik und Stress umsteigen, übervolle Züge und warmes Bier. Dazu die Staatsmacht, welche einen noch nicht mal Zigaretten am Bahnhofskiosk holen lässt. Da lobe ich mir die 70er, da konntest Du noch ein gepflegtes Bierchen in der Bahnhofskneipe in Minden, Hamm oder Düsseldorf trinken, ohne dass jemand mit einem Knüppel hinter Dir stand.

Ganz neu ist jetzt auch, dass der Hauptsponsor des Gästevereins (oder heißt das jetzt Gäste-AG oder Gäste-GmbH & Co. KG?) direkt vor dem Hauptbahnhof des gastgebenden Vereins (oder der gastgebenden GmbH) Fußbälle verteilt. Eine Riesenidee! Ich freue mich schon, auf die roten REWE-Bälle oder kostenlose gelbe E.ON-Trikots vor dem Gladbacher Hauptbahnhof. Das wird ein Spaß.

Grüße! EuerBumsi

Projekt Red Bull Leipzig

„Red Bull Leipzig siegt zum 9. Mal in Folge“ wird auf der offiziellen Homepage des „Vereins“ verkündet.

Ingo Hertzsch, Sven Neuhaus, Thomas Kläsener, Lars Müller, Timo Rost, Nico Frommer und die ganzen anderen abgehalfterten Ex-Profis haben also ganze Arbeit geleistet und den Aufstieg dieses gesponserten Retortenvereins von der Oberliga NOFV-Süd in die Regionalliga Nord geschafft. Mögen den Bullen dort vom VfB Lübeck, dem 1.FC Magdeburg und anderen Traditionsvereinen ordentlich die Hütte vollgehauen werden.

Glückwünsche zum Aufstieg erspare ich mir, aber Ideen für den Slogan des Red Bull Leipzig Aufstiegs-T-Shirts habe ich reichlich.

Dietmar Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzender des „Vereins“ und seine „PROJEKTassistentin“ Anja Weber werden demnächst von mir unter Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst “ einige Ideen zugemailt bekommen.

Grüße! Bumsi

Holland: Reclaim The Game!

Da ist in Holland wohl langsam die Spitze des Eisbergs erreicht, wenn ich so lese, was zum holländischen Pokalfinale geplant ist. Zwei Spiele statt eines Endspiels, jeweils einmal in Amster- und einmal in Rotterdam (Kann man das so schreiben? Egal…), jeweils unter Ausschluss der Gästefans.

Da macht Fußball so richtig Spaß, nicht wahr? Vor allem, wenn es dann auch noch so ist, dass zu dem ursprünglich anberaumten einen Endspiel in Rotterdam kaum jemand hingehen wollte aus Angst vor Krawallen. Kopfschüttelnd und ein wenig traurig nehme ich zur Kenntnis, dass unsere tendenziell eher liberalen, wenn auch von uns ungeliebten Nachbarn (Vielleicht gerade deshalb?) resigniert haben.

Diese Doppelansetzung ist jetzt wirklich ein Eingeständnis einer Niederlage gegenüber dem holländischen Hooliganismus, auch wenn es von sicherheitstechnischer Seite bestimmt zahlreiche Argumente – und vielleicht auch gute – dafür gibt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Herrschaft über Regularien jetzt nicht mehr aus dem Spiel heraus entsteht, denn ein Pokalfinale ist eigentlich ein einziges Spiel. (Die ganze aufgeblähte Champions-Lüg-Maschinerie ist reiner Kommerz, machen wir uns nix vor.)

Über Spielansetzung, Modus, Spielort entscheidet nicht mehr der Fußball aus sich heraus, sondern eine aus Furcht vor Krawallen erstarrte Ordnungsmacht und der dazugehörige Fußballverband. Da kann man den Holländern über den Vaalser Berg nur zurufen: Reclaim the game, ihr habt es bitter nötig.

Euer Bumsi

"Pyrotechnik ist kein Verbrechen"

Über Pyrotechnik ist in den letzten Tagen und Wochen sehr viel geschrieben, gelesen und noch mehr geredet worden. Der wiederholte Einsatz von Feuerwerkskörpern besonders in den Gästekurven, dem Werfen von brennenden Bengalos in den Innenraum und die verletzten Personen in Bochum haben das Sportgericht des DFB auf den Plan gerufen. Geldbußen, darunter leider auch für unsere Borussia, aber auch Aussperrung der Gästeanhänger waren die Folge.

Ob die Praxis, dass wenn Einer Mist baut, immer noch die ganze Klasse bestraft wird, in unseren Schulen angewendet wird, weiß ich nicht, zumindest wird der Erfolg dieser Technik von Pädagogen doch arg angezweifelt. Ob die Praxis beim Bund üblich ist kann ich auch nicht sagen, ich wurde ausgemustert. Ob sie beim Fußballpublikum ankommt, ich werde es beobachten.

Gerade am letzten Wochenende konnten zwei dieser Maßnahmen in Berlin und Sinsheim beobachtet werden. In letzterem Stadion hatten sie aber nicht mit den cleveren Anhängern des FC gerechnet, schafften sie es doch statt Feuerwerkskörper zumindest eine Fahne mit der Aufschrift „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ in den Sitzplatzbereich zu schmuggeln, für den sie trotz Aussperrung dennoch Karten ergattern konnten. Und nach einem glorreichen 2:0 Sieg, der die treuesten der Treuen TSG-Fans, die seit Jahren ihrem Verein hinterher reisen, auf die Barrikaden brachte, schafften sie es sogar einem der größten Sympathieträger Lukas Podolski diese doch recht große Schwenkfahne in die Hand zu drücken, welch gewiefter Schachzug. Dass Prinz Poldi sich mit seinem bekannten verschmitzten Lächeln (andere nennen es auch treudoofem Blick) erklärte „Och, ich dachte, das wäre eine FC-Fahne“, wer mag es ihm übel nehmen.

Wollen wir nur hoffen, dass ihm bei der WM in Südafrika, zu der er ja trotz mangelhafter Torquote sehr wahrscheinlich reisen wird, die Zuschauer nur Fahnen in die Hand drücken, die auch „pc“ sind, Herr Löw sollte sicherheitshalber im Trainingslager ein Fahnenseminar einplanen.

Euer Bumsi

Gerechtigkeit...

...ist ein hohes Gut. Für alle soll das gleiche Recht gelten, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht und weiß der Kuckuck was noch für Kriterien. Das ist ein Grundsatz, den ich auch als Maskottchen vollkommen unterstütze.

Jetzt sieht es so aus, als würde auch der DFB endlich mal Gerechtigkeit walten lassen! All die unangenhmen Dinge im Fußballstadion, ob in Bochum, Berlin oder sonstwo, haben die Herren in den grauen Zweireihern nun dazu veranlasst, mit ihren Mitteln durchzugreifen. Für die Nürnberger heißt das: zwei Spiele ohne Auswärtsfans auf den Stehplätzen. Den Kölnern droht ein Geisterspiel ganz ohne Zuschauer. Ob allerdings nicht auch die Geister lieber zuhause bleiben beim FC?

Oder hat der DFB da was missverstanden, was in den diversen Kurven in Deutschland Spieltag für Spieltag auf Transparenten zum Thema Stadionverbot verlangt wird? Gerechtigkeit beim Thema Stadionverbot, lieber DFB; heißt nicht „Stadionverbot für alle!“ Oder sind diese jetzt festgelegten und noch ausstehenden Maßnahmen vielleicht doch kein Zeichen von Gerechtigkeit, sondern von Hilflosigkeit? Ich sag mal so, die pädagogische Wirkung – und die wollt ihr doch haben? – bei Pauschalstrafen ist zumindest sehr umstritten…

Euer Bumsi

„Hey, das geht ab, … wir holen die Meisterschaft!“

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, da träumte der selbst ernannte Hauptstadtclub vom Titel. Bis inkl. 25stem Spieltag stand die olle Tante in der Fußballbundesliga auf dem „Platz an der Sonne“. Nicht nur die „Atzen“ unter den Hertha-Fans intonierten voller Inbrunst „Hey, das geht ab, … wir holen die Meisterschaft!“

Bekanntermaßen wurde daraus nichts. Im Gegenteil: Hertha BSC qualifizierte sich am Saisonende nicht einmal für die Champions League. In beispielloser Weise steigerte sich der bereits in der letzten Saison beginnende Abwärtstrend in einen rasanten Absturz, in dessen Verlauf sich die Hertha nun schon seit längerer Zeit als ein Haufen von Individualisten präsentiert, der die rote Laterne partout nicht mehr abzugeben gedenkt.

Seit der Heimniederlage gegen den Mitkonkurrenten von der Noris sprechen angesichts des Restprogramms nun auch die Offiziellen ganz offen davon, dass der Gang ins Unterhaus wohl unvermeidlich ist. Nicht nur die „Atzen“ der anderen Bundesligavereine skandieren nun ihrerseits: „Hey, das geht ab, … die Hertha steigt endlich ab!“ Der sagenhafte Abgang des Hauptstadtclubs kommt auf diese Weise auch im neudeutschen Liedgut treffend zum Ausdruck.

Euer Bumsi

Ich glaub, es geht schon wieder los...

Gegen die DFL haben wir Ende letzten Jahres ja schon mal den Aufstand geübt, als die Spieltagsterminierung es allzu schlecht mit uns Borussen meinte. Danach schien alles halbwegs gut.

Jetzt gibt es wieder manche Kapriole zu vermelden. Erstaunlich viele Spiele mit Brisanz (z. B. Derbys) werden auf exponierte Sendeplätze vorwiegend in den Abendstunden terminiert. Das macht es aufgrund der Dunkelheit den Gewaltbereiten zwar besonders leicht, ihren Machenschaften nachzugehen, aber vielleicht ist es ja sogar genau das, was via PayTV in die Wohnzimmer übertragen werden soll. Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht… Geisterspiele olé!

Gestern hat die DFL die Terminierung weiterer Spieltage vermeldet. Immerhin zwei. Der Run auf die (hoffentlich noch verfügbaren) günstigen Bahntickets kann nun also für sage und schreibe diese zwei Spiele los gehen. Wir haben dabei auch wieder einmal einen „privilegierten“ Sendeplatz zugeteilt bekommen: Gegen den HSV spielen wir Sonntag um 17.30 Uhr. Dabei sind aber eher die HSV-Fans die Gekniffenen.

Da die Norddeutschen auch noch europatechnisch aktiv sind, müssen die HSV-Fans ohnehin schon viele Sonntagsspiele in Kauf nehmen. Warum die Hamburger ausgerechnet bei uns nun auch noch sonntags (spät) ranmüssen, obwohl davor gar kein Euroleague-Spieltag ist, wird wohl ein gut gehütetes Geheimnis der DFL/Sky-Oberen bleiben… wobei sich ja ohnehin jeder denken kann, dass beide Vereine an einem entsprechenden Sendeplatz ordentlich „Quote“ bringen. Kopfschüttelnd fällt mir da nur der der alte Roland Kaiser Schlager ein: „Ich glaub’, es geht schon wieder los …!“

Euer Bumsi

Tabellenverhältnisse geklärt

Die Sonntagsspiele der Bundesliga gucke ich mir eigentlich nur dann an, wenn die Borussia antreten muss. Ansonsten habe ich zum Wochenausklang Besseres zu tun, als mich nach den kommerzorientierten Anstoßzeiten der DFL richten zu müssen.
Letzten Sonntag war das anders. Die Schalker hatten mit einem Heimsieg gegen unseren rheinischen Rivalen nicht nur die Chance, an Bayer und Bayern dran zu bleiben, nein sie konnten auch in unserem Sinne für wieder klare und eindeutige Tabellenverhältnisse sorgen. Und sie taten uns den Gefallen: Die K***** rissen sich erneut kein Bein aus und verloren verdient in der Arena. Damit endete nicht nur eine kleine Serie des ÄffZeh ohne Niederlage; während wir uns dank des Heimsiegs gegen den Club sogar vorsichtig nach oben orientieren können, müssen die K****** wieder ein wenig nach unten schauen, wenngleich es am Tabellenende genügend andere Teams gibt, die allem Anschein nach den Abstieg unter sich ausmachen werden. Das Derby aller Derbys wird wohl auch 2010/11 stattfinden.
Ein anderer Vergleich war am Sonntag auch hochinteressant: „Prinz Poldi“ bringt es auf gerade mal einen einzigen Saisontreffer; Kevin Kuranyi, sein Schalker Gegenpart als Topstürmer, auf deren elf. Wer müsste da eigentlich zur WM fahren, wenn – wie unser „Bundes-Jogi“ – immer wieder betont, nur die Leistung auf dem Platz zählt?

Euer Bumsi

Der ÄffCeh geht in Augsburg unter

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Der FC Augsburg ist einem irgendwie sympathisch. Vielleicht liegt es an Jos Luhukay, an einigen Ex-Borussen, die aktuell da kicken oder einfach daran, dass der erst seit 2006 wieder in der zweiten Liga kickende Bayernliga-Rekordmeister, sich derzeit ernsthaft anschickt, in die Bundesliga aufzusteigen, um dabei gleichzeitig manch einem der „Arivierten“, dem man einen längeren Verbleib im Unterhaus durchaus gönnen würde, einen Aufstiegsplatz wegzunehmen.

Nicht nur deshalb dürften die Sympathien von uns Borussen beim gestrigen Pokalspiel der Augsburger gegen unseren rheinischen Rivalen wohl klar verteilt gewesen sein.

Für das, was der ÄffCeh uns dann präsentierte, können wir uns zwar nichts kaufen, allerdings stellten die K***** nach besten Kräften unter Beweis, dass der Karneval sie offensichtlich schon voll im Griff hat. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen“, diktierte Trainer Soldo nach dem Spiel in die Mikrofone … und auch schlecht wieder heraus … und dazwischen lief es auch schlecht. Nichts wollte gelingen, und mit drei ausgesprochen dämlichen Platzverweisen dezimierte man sich derart, dass sogar Nando Rafael, der ansonsten den Eintrag in Torschützenlisten gerne verweigert, treffen durfte.

Rund um den Dom hatte man ja schon wieder vom Europapokal gesprochen. Stattdessen darf nun zu Wieverfastelovend das sang- und klanglose Ausscheiden aus dem DFB-Pokal bei einem Zweitligisten gefeiert werden.

Wollen wir hoffen, dass ab Samstag zwischen unserer Borussia und dem ÄffCeh auch die Tabellenverhältnisse in der Bundesliga wieder gerade gerückt sind. Bis dahin genießen wir aber noch ein bisschen die Schadenfreude.

Euer Bumsi

Bumsi will Bundestrainer werden

Tja, so was nennt man wohl Ärger im Paradies. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, dass es jemals um den Vertrag eines DFB-Trainers so einen Wirbel gegeben hat wie aktuell. Was ist passiert? Per Handschlag hatten sich Zwanziger und Löw ja bereits im letzten Jahr auf eine Verlängerung des Vertrages geeinigt, so wurde es zumindest von Zwanziger in die Öffentlichkeit getragen.

Dabei geht es nicht nur um die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer, sondern eben auch mit dem Assistenten Hans Flick sowie dem Torwarttrainer Andreas Köpke nebst weiteren Mitarbeitern im Trainerstab sowie natürlich Manager Oliver Bierhoff. Jetzt geht es aber wohl doch mal wieder um das liebe Geld, die sportliche Leitung fordert zusätzlich zu einer Gehaltsaufstockung eine Bonuszahlungen bei Vertragsunterschrift, in denglisch „signing fee“ genannt. Hat es die Spekulationen über Handgeld für Profis oder Antrittsprämie für Trainer schon länger gegeben, so sind sie für mich bei einer Vertragsverlängerung eines Auswahltrainers recht neu.

Oder wird damit belohnt, dass er seinen Namen schreiben kann? Darf ich denn jetzt, auch wenn ich an der Tankstelle meinen Beleg unterzeichne, „signing fee“ verlangen? Vielleicht sollte der Theo mich doch einfach fragen, ich wäre sicherlich günstiger, würde mich über die vielen Reisen und kostenlosen Stadionbesuche freuen und das Geschäft kenne ich schon länger als Herr Löw, ich hab den Olli Bierhoff ja quasi aufwachsen sehen am Bökelberg.

Aber wahrscheinlich würde ich zu viele Borussen in den Kader berufen und damit Weltmeister werden, und dann würde sich Herr Hoeneß bestimmt wieder aufregen. Wobei der immer noch genug Sorgen mit Arjen Robbens langen Unterhosen hat.

Robbens lange Unterhose

Der lange und strenge Winter bringt so manche Kapriole mit sich. Fast jede(r) dürfte wohl schon sein/ihr persönliches Erlebnis mit Kälte, Schnee und Eis gehabt haben.

Auch die Profifußballer der Bundesliga haben mit den Auswirkungen des Winters zu kämpfen. Obwohl die Herrschaften an Spieltagen 90 und ein paar mehr Minuten permanent in Bewegung sein sollen, scheinen ein paar von denen zu frieren. Allerlei Zusatzkleidung, wie Handschuhe, dicke Unterhemden und Ähnliches kommt dann zum Einsatz.

Die lange Unterhose von Bayerns Arjen Robben geriet dabei kürzlich ins Visier der DFB-Funktionäre. Der hatte sich, ohne sich Weiteres dabei zu denken, einfach in seinem Kleiderschrank bedient und in den letzten drei Spielen der Bayern seine kostbaren Beine mit einer graufarbenen langen Unterhose vor der Kälte geschützt. Mit dieser Kleiderwahl hat er allerdings die Regulierungsperfektion der deutschen Fußballoberen unterschätzt. In den Statuten des DFB ist nämlich tatsächlich nachzulesen, dass „Unterziehhosen“, farblich der kurzen Hose zu entsprechen haben. Unwillkürlich löst eine solche Situation wieder einmal die Frage danach aus, ob man über derartiges Regelwerk lachen oder weinen soll.

Oder soll das Ganze angesichts der bevorstehenden „tollen Tage“ etwa ein Karnevalsgrundkurs sein, den man dem Niederländer verpassen will? Schließlich entsprechen die Haupttrikotfarben der Bayern exakt den Hauptfarben vieler Karnevalshochburgen in diesem Lande. Zwingt man Robben nun zu langen Unterhosen in rot oder weiß, könnte es ja auch sein, dass man ihn zu einem echten Jecken inkl. passendem Outfit am Bein machen will.

Bleibt zu hoffen, dass die gelegentlich etwas dünnhäutig reagierenden Bayern das Ganze mit dem gebotenen karnevalistischen Humor nehmen werden...

Ein echter Spreeborusse

Es ist allgemein bekannt, dass unser Trainer ein modebewusster Typ ist. Michael Frontzeck ist stets in sportlich elegantem Outfit zu bestaunen. In den letzten Wochen jedoch zeigt er sich in der Öffentlichkeit – vorwiegend an Spieltagen – in einem besonders kleidsamen Wäschestück.

Vom BFC Spreeborussen ’86 hatte er anlässlich seines Weihnachtsbesuchs in Berlin als Gastgeschenk den aktuellen Fanclubsweater überreicht bekommen. Michael Frontzeck ließ sich nicht lange lumpen und versprach, das Kleidungsstück beim Auswärtsspiel in Berlin der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gesagt, getan: Nach dem Schlusspfiff im Oly flog die dicke Winterjacke „in die Ecke“, und der Chefcoach zeigte sich mit der Spreeborussenjacke in der Gästekurve. Auf der Pressekonferenz konnte man sich dann ebenfalls einen optischen Eindruck dieses „echten Spreeborussen“ verschaffen.

Am letzten Samstag geschah nach dem Heimsieg gegen Werder Bremen Unerwartetes: Michael Frontzeck bekannte sich durch abermaliges Tragen der Jacke erneut zu den Spreeborussen. In diversen Interviews und auch wieder auf der Pressekonferenz konnte jedermann nachvollziehen, dass er offenbar dauerhaft Gefallen an seinem neuen Outfit gefunden hat.

Für diese besondere Art der „Fannähe“ hat er sicherlich nicht nur bei den Spreeborussen einen dicken Stein im Brett.

Kunden- oder Fanfreundlichkeit

Soso... Hoffenheim ist also bei der fünften „Fan“-Umfrage" der Sport-Bild zum kundenfreundlichsten Verein Deutschlands gewählt worden. Hmm hmm... Da fragt sich so eine kleingeistige Seele, wie ich schon mal, ob es im Fußball eigentlich auf Kundenfreundlichkeit oder auf Fanfreundlichkeit ankommt.

Kundenfreundlich ist es ja, das Spiel auch mal am Freitagabend auszutragen, damit die ständig burn-out-bedrohten Mitarbeiter der SAP, die 1.500 Bewohner Hoffenheims und wer sich sonst noch so für die Geschicke der Betriebssportgruppe Hopp interessiert, es sich schön nach Feierabend mit einer Pizza auf der Couch gemütlich machen kann und nicht in die derzeit herrschende garstige Kälte raus muss.

Fanfreundlich wäre, alle Spiele samstags um halb 4 auszutragen, damit die meisten, die nach Hoffenheim müssen, dies auch tun können, ohne Urlaub nehmen zu müssen. So bleiben nämlich nur ungeliebte Pflichten, wie der samstägliche Einkauf mit der Gattin auf der Strecke, und das ist nicht richtig schlimm..

In diesem Sinne
Euer Bumsi...

Die Öcher in Finanznöten

Es ist noch nicht lange her, da wurde man bei der Ortseinfahrt in Aachen mit „Willkommen in der Bundesligastadt“ begrüßt. Die aus dem kurzen Abstecher ins Oberhaus resultierende Euphorie inspirierte allerdings nicht nur die Straßenmeisterei, auch die Vereinsoberen der Alemannia ließen sich mitreißen und riskierten den finanziellen Kraftakt eines Stadionneubaus.

Inzwischen grüßt am Ortseingang wieder die "Universitätsstadt“ Aachen… als wäre es nie anders gewesen. Gleiches gilt für die sportliche Situation: Die Öcher dümpeln im Niemandsland der zweiten Liga… als wäre es nie anders gewesen. Zum Leidwesen der eingefleischten Fans hat nun wohl auch der eine oder andere temporäre „Alemannia-Sympathisant“ wieder sein schwarz-weiß-grünes Trikot heraus gekramt und fährt lieber in den BORUSSIA-Park… als wäre es nie anders gewesen. In den einschlägigen gelb-schwarzen Foren wird jedenfalls ein gewisser „Gladbach-Schwund“ beklagt.

Nur das neue Stadion, die daraus resultierenden Verpflichtungen und die Schulden sind noch da. Das alles lässt sich nicht so einfach abmontieren wie ein Ortseingangsschild… und schon ist die Alemannia in Finanznöten. 10 Mio. Euro sollen in der Vereinskasse für weitere Baumaßnahmen rund um das Stadion fehlen. Die Stadt Aachen ist auch schon um Hilfe gebeten worden.

„Die Alemannia steht nicht vor dem Konkurs“ ist von Vereinsseite zu hören. Die Spatzen pfeifen allerdings von den Dächern, dass kürzlich unter anderem Spielergehälter sowie die Miete für das Alemannia-Parkhaus nicht pünktlich gezahlt wurden. Dass die Alemannia trotz sportlicher Talfahrt in der Winterpause keine Neueinkäufe getätigt hat, dürfte ein weiteres Indiz für die klamme Lage des Vereins sein.

Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, und angesichts der großspurigen Töne, die aus Aachen während der kurzen Zeit, in der beide Vereine auf Augenhöhe waren, zu hören waren, will ich mir die Schadenfreude auch überhaupt nicht verkneifen.

Ailton isse verletzt

Na, da haben unsere rheinischen Nachbarn ja mal richtig einen rausgehauen. Neeeeiiiin, natürlich nicht die Kölner, die machen immer noch nix anderes, als auf Poldis Durchbruch zu warten; ich spreche von den Krefeldern, von dem in die totale Unterklassigkeit abgesackten KFC Uerdingen.

Ailton haben sie verpflichtet, unglaublich. Am Anfang musste ich dann doch dreimal lesen: Ailton? Ailton?? AILTON??? Ja, tatsächlich. Nun, ob es sportlich was bringt, muss der Kugelblitz in der Niederrheinliga erst noch beweisen, aber vermutlich wird er zunächst einmal für etwas besser gefüllte Ränge in der Grotenburg sorgen.

Und jetzt das: Ailton verletzt! Nein, nicht am Fuß, Bein, Knie oder sonstwas Fußballtypisches. An den Fingern! Er hat sich an Glas geschnitten, kann zwei Finger nicht mehr bewegen und jetzt hat sich die Wunde entzündet. Lieber Ailton, wenn Du das nächste Mal einen Flaschenöffner oder einen Korkenzieher brauchst, dann sag mir doch einfach Bescheid, ich helfe Dir gerne. Und die Sektpulle an der Tischkante aufschlagen, das machst Du dann bitte erst wieder, wenn der KFC in die NRW-Liga aufgestiegen ist…

Gute Besserung!
Dein Bumsi

Luca Toni verlässt die Bundesliga

Ich mag Italien. Wetter gut, Essen lecker, und die Menschen sind immer gut drauf. Das gilt natürlich auch für die vielen Italiener, die es in unsere Gefilde verschlagen hat. „Beim Italiener“ kann man nicht nur lecker Pizza und Pasta essen, man kann dort immer Spaß haben.

Ein Landsmann meiner vielen italienischen Bekannten verlässt in diesen Tagen die Bundesliga, um fortan sein Geld wieder jenseits des Brenners zu verdienen: Luca Toni hat beim AS Rom unterschrieben, und ich werde ihm garantiert keine Träne nachweinen. Ich mag ja Italiener, wie gesagt, aber Ausnahmen bestätigen die Regel…

Spätestens seit seinem letzten Auftritt bei uns im BORUSSIA-PARK ist der bei mir total unten durch. Das Spiel war ja toll. Nach 0:2 Rückstand konnten wir gegen die Bayern noch ausgleichen. Einzig Luca Toni passte nicht ins Bild. Der saß hauptsächlich auf dem Hosenboden und forderte wild gestikulierend den Schiedsrichter immer wieder auf, Foul zu pfeifen, obwohl nicht ein einziger Borusse in der Nähe war. Das ging einem richtig auf die Nerven und war ja wohl auch keine Ausnahme.

Ich wünsche dem Mann jetzt wirklich alles Gutes, denn bei „der Roma“ soll er sich bitte durchsetzen. Sonst bleibt es beim Leihgeschäft für ein halbes Jahr, und er müsste den Brenner wieder Richtung Norden überqueren… Das braucht in Deutschland wirklich kein Mensch.

Lionel Messi ist Weltfußballer

Lionel Messi vom FC Barcelona ist Weltfußballer des Jahres 2009. Bis inklusive Platz fünf sind in der Rangliste der besten Fußballer ausschließlich Spieler zu finden, die ihr Geld in Spanien verdienen. Profis aus deutschen Vereinen sucht man auf den ersten 20 Plätzen vergeblich. Schon seit Jahren sind Bundesligakicker nur Zaungäste, wenn sich die Weltfußballelite zu ihrem „Contest“ trifft.

Muss uns das neidisch machen? Auf keinen Fall! Während hierzulande die allermeisten Clubs schwarze Zahlen schreiben, haben die europäischen Spitzenteams gigantische Schulden angehäuft. Die Ligen in Spanien, England und Italien dürften zusammen wohl locker mit 10 Mrd. EUR in der Kreide stehen. Spieler, wie Kaka oder Christiano Ronaldo wurden im Sommer bei Real Madrid ausschließlich mit Krediten finanziert, die deutschen Vereinen richtigerweise nicht so ohne Weiteres zur Verfügung stehen. Angesichts dieser frappierenden Wettbewerbsverzerrung kann ich auf einen Weltfußballer, der in der Bundesliga kickt, gerne verzichten.

Lionel Messi wird das nicht stören. Er kam als 14jähriger Bengel mit Wachstumsstörungen in den Beinen nach Spanien, bekam trotzdem sogleich einen Vertrag in Barcelona und ist nun mit 22 der beste Fußballer der Welt. Respekt vor dem kleinen Mann!

Dante und Reus werden Nationalspieler

Es ist mal wieder wie immer: Nach einer Serie von fünf ungeschlagenen Partien in Folge hat die Presse wieder Gefallen an der Borussia gefunden. Wo vorher noch vieles (angeblich) schlecht war, überbietet die Sportjournaille sich jetzt mit positivem Feedback auf die Leistungen der Borussia.
Auf einmal wird vom „Erfolgsfaktor Frontzeck“ geschrieben, und auch Manfred Orzessek’s Kommentar über Logan Bailly („Der beste Torhüter, den wir je geholt haben.“) schafft es in die Rheinische Post.
Natürlich spielen Passgeber und Vollstrecker zum spielentscheidenden Treffer vom Samstag die Hauptrollen: „Wuschelkopf spielt Weltklasse.“ ist über Dante zu lesen; die Schlagzeile vom „Turbo-Fohlen“ ist natürlich Marco Reus gewidmet ist. Und schon werden die beiden in die Nähe ihrer jeweiligen Nationalteams gebracht. „Dante wartet auf Dunga-Anruf“ heißt es über unseren Belgien-Brasilianer, während Matthias Sammer sich mit der Aussage „Reus im Visier des DFB“ zitieren lässt.

Hoffentlich können die beiden das Hochjubeln, das genauso schnell in einen Abgesang münden kann, richtig einordnen. Hoffentlich konzentrieren sie sich weiter auf das Sportliche, und hoffentlich wird das überschwängliche Presseecho nicht zum Klotz an den Beinen der beiden.

Spieler, die zu früh ans große Geld dachten und dann bei anderen Vereinen zu Bankdrückern wurden, hatten wir in den letzten Jahren genug. Wollen wir hoffen, dass unsere beiden aktuellen „Superstars“ den Rummel um ihre Person „nüchtern verarbeiten“ und unbeeindruckt weiter spielen wie Superstars. Zuzutrauen ist es ihnen …

Die Spezies „Becherwerfer“

Stellt Euch vor, jemand deckt sich in einem bekannten Schnellrestaurant mit Fastfood ein, geht vor das Haus, beißt einmal von den Burgern ab und bewirft damit dann andere Kunden des Schnellrestaurants. „So blöd ist doch kein Mensch, Bumsi!“ sagt Ihr jetzt? „Ist er doch!“ lautet meine Antwort.

Die Spezies Mensch, die ihre Mitmenschen mit Nahrungsmitteln bewirft, ist sogar mitten unter uns. Vorzugsweise bei Auswärtsspielen mischt sie sich unter‘s Borussenvolk, stellt sich am Bierstand in die lange Schlange, zahlt – wie jetzt in Frankfurt erlebt – 3,70 EUR für einen Becher Bier, nippt einmal dran und wirft dann das noch fast volle Trinkgefäß in seinen eigenen!!! Block.

Leute, Leute … was für ein Schwachsinn . Ich meine ja nicht die Dusche bei einem Tor. An die haben wir uns ja längst gewöhnt, und kaum einer wird wohl sauer sein, wenn er beim Torpogo was abbekommt. Nein, es geht hier um das „Bierchen zwischendurch“. Es gibt tatsächlich Leute, die offensichtlich Spaß daran haben, andere Fans der eigenen!!! Mannschaft mit Bier zu bewerfen. Falls einer der Werfer das hier liest: Warum stellt Ihr Euch in die Schlange, bezahlt einen zumeist unverschämt hohen Preis für‘s Bier und entsorgt es dann auf den Köpfen anderer Borussen???!!! Das ist doch dämlich.

Da ich als friedlebendes Maskottchen mir gar nicht vorstellen kann, dass irgend ein Borusse so etwas absichtlich macht, muss es wohl daran liegen, dass Euch das Bier nicht schmeckt, weil es alkoholfrei oder einfach nur schlecht ist … In diesem Fall könnt Ihr es doch auch Anderen geben. Es gibt jede Menge Leute, die vielleicht einen anderen Geschmack haben als Ihr oder die sogar alkoholfreies Bier trinken würden.

Oder Ihr kauft das Bier gar nicht erst. Ein Bier kostet meistens sogar mehr als ein ganzer Monatsbeitrag für die Mitgliedschaft im Fanprojekt, wo das Geld definitiv besser aufgehoben ist als auf dem Kopf oder auf der Jacke eines anderen Borussen. Oder Ihr kauft Euer Frau was Schönes von dem Geld; die freut sich dann noch mehr auf die Rückkehr ihres Liebsten, und Euer „Opfer“ muss sich zu Hause nicht für unverschuldeten Biergestank auf Körper und Kleidung rechtfertigen.

Vielleicht denkt Ihr Becherwerfer darüber mal nach … und lasst diesen Mist sein!!!

Absahnen mit der Schweinegrippe

Nicht nur der Fußball beschäftigt die Menschen hierzulande, daneben wird auch die Schweinegrippe immer häufiger diskutiert. Impfen lassen oder nicht? Für mich ist das natürlich alles besonders schwierig, ich muss warten, bis es eine Schluckimpfung gibt, denn so eine Spritze bekäme mir schlecht.

Und dann natürlich noch Atemschutzmasken, die haben jetzt bald Hochkonjunktur, wenn die Infektionsrate weiter so ansteigt. Clevere Geschäftemacher sind wohl schon an die Vereine herangetreten und haben Atemschutzmasken mit Vereinslogo angeboten. Tolle Kombination: Schütz Dich vor den Körperflüssigkeiten Deines Stadionanchbars und unterstütze gleichzeitig Dein Team. Tja, Geschmacklosigkeit kennt keine Grenzen, das ist ja nix Neues, vor allem, wenn man Geld verdienen will.

Wäre ich jetzt Sarkast, dann würde ich im Hinblick auf unserer nächstes Derby fragen: Was sagt unser deutsches Vermummungsverbot dazu? Aber Quatsch, hoffen wir lieber, dass alle Borussen und natürlich auch alle anderen gesund bleiben und dass es den Geschäftemachern der Pharmaindustrie und deren Trittbrettfahrern nicht gelint, aus einer Krankheit auch noch kommerziellen Gewinn zu schlagen.

„Unser Konzept ist aufgegangen...“

...jubelt die Polizei. Zum Abtransport der von der Polizei sichergestellten Flaschen hätten "ein paar Tragetaschen" ausgereicht. Da zitiere ich doch einfach mal wieder Dieter Nuhr und behaupte „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“

Welcher Idiot nimmt schon warmes Flaschenbier mit und lässt es sich dann auch noch von Staatsgewalt abnehmen? Und die Anzahl der sichergestellten Flaschen muss ja auch keineswegs deckungsgleich sein mit der Anzahl der geleerten Flaschen. Oder glaubt ihr im Ernst, dass alle Trinker Euch jetzt pflichtschuldigst ihr Leergut überlassen haben?

Die Familienväter und Hools trinken eh keinen Alkohol und die anderen Fans hatten es sich schön am Rande der Sperrzone bei frisch gezapften Bier gemütlich gemacht und sind auf den „letzten Drücker“ zum Stadion gefahren. Und dann konnten sie die brilliante Kompetenz der Ordnungshüter noch einmal erleben. Auf der Aachener Straßen hatten Fußgänger, Radfahrer und natürlich besonders Autofahrer reichlich Zeit, das sensationelle “Verkehrskonzepts“ der Polizei zu genießen.

Wahnsinn...Euer Bumsi

Alkoholverbot beim Derby

Tja, da hat die Stadt ja einen rausgehauen, was!?

Verbot des Konsums von Alkohol in weiten Teilen Mönchengladbachs am Derbytag steht im Sonderdruck des Amtsblatts 29. Einige Texthappen aus der Begründung:

„Infolge Alkoholkonsums wir die Hemmschwelle…Gruppendynamische Prozesse… Erfahrungen zeigen… Treffen der Hooligan-Szene mit erheblichem Alkoholkonsum… Erhöhte Eigengefährdung…

Am besten gefällt mir noch „bedrohte Schutzgüter“. Wisst Ihr, wer „bedrohte Schutzgüter“ sein sollen? Na? Jawohl: IHR SELBST!

Ihr müsst vor Euch selber geschützt werden und deshalb gibt’s keinen Alkohol. Wisst Ihr eigentlich wie aggressiv ich ohne Alkohol werde?

Es grüßt Euch
Bumsi

Neue Besen kehren gut …

…diesen Spruch kennen gerade wir Borussen ja bestens. Die Borsten an Friedhelm Funkels Besen in Berlin versagen derzeit noch ihren Dienst. Eine dämliche und eine verdiente Niederlage stehen bis jetzt für den neuen Hertha-Trainer zu Buche. Lucien Favre wird sich ins Fäustchen lachen. Null Punkte aus den letzten zwei Spielen; das hätte er auch hin gekriegt. Apropos Lucien Favre: Ein paar Tage nach seiner Entlassung hatte er ja der versammelten Journaille im vornehmen Hotel Adlon Einblick in sein Gefühlsleben gewährt. Dabei kam die olle Tante verständlicherweise nicht ganz so gut weg.

Anstatt souverän und gelassen zu reagieren, wurde Lucien Favre nun fristlos gekündigt … wegen vereinsschädigendem Verhalten. Ob der finanziell klamme Verein sich so wohl um die Abfindung für den Ex-Trainer drücken möchte? Wie dämlich, zu glauben, dass das mit einer Kündigung so einfach zu machen sei. Denn ganz sicher wird die Schlammschlacht nun bei Gericht fortgeführt. Dort wird der Verein wohl kaum sein Ziel erreichen, schließlich enden solche Verfahren erfahrungsgemäß in irgendeinem Vergleich … und den hätte man auch ohne fristlose Kündigung und langwierigen Rechtsstreit haben können.

Fragt sich also, wer hier eigentlich vereinsschädigend handelt? Michael Preetz muss da wohl noch Einiges lernen in seinem neuen Job. Von uns zum Beispiel: Wir haben nicht nur mehr Punkte auf dem Konto als die Hertha, wir haben auch viel mehr Erfahrung im Umgang mit zukünftigen Ex-Trainern. Wir haben das schon so oft gemacht, dass es derartige Possenspiele bei uns nicht gibt. Wenn wir einen Trainer nicht mehr wollen, geht der entweder aus freien Stücken oder im besten Einvernehmen mit den Cluboberen. Bravo! So wird das gemacht, Herr Preetz.

Auf Kunstrasen in Moskau

Heute steigt das wohl entscheidende WM-Qualispiel für Jogis Buben. Ich musste leider zu Hause bleiben, da ich keinen Wodka vertrage. 50 Borussen sind aber trotzdem da. Hoffentlich muss deren Schließmuskel nicht wieder ähnlich leiden wie vor ein paar Wochen bei der Reise nach Baku.

Gespielt wird ja auf Kunstrasen. Was wurde in den letzten Tagen darüber nicht alles geschrieben? Die Vorbereitung der Mannschaft fand in Mainz statt, wo es auch so einen Plastikplatz gibt. Dort wurde ein Vorbereitungsspiel gegen 05er Amateure gleich mal verloren. Trotzdem hatten sich unsere Jungs dabei so verausgabt, dass sie – anstatt das Training ordentlich fortzusetzen – erst einmal eine Pause einlegen und medizinisch versorgt werden mussten. Der Job des Nationalkickers ist aber auch so was von anstrengend!!

Über den Kunstrasen schimpfen sie alle. Warum das denn? Andere hatten es da schon wesentlich schwerer. Blättert man in den Annalen des DFB, kann man schnell herausfinden, dass es Quali-Spiele sogar schon mal auf Schlacke, Asche und sogar Kies gegeben hat. Das alles natürlich, bevor die FIFA Rasen einheitlich als Spieluntergrund befohlen hat ... Rasen? Es muss wohl besser „Grün“ heißen, denn auf echtem Rasen wird ja auch heute nicht gespielt. In manchem kleinen Dorfverein wäre man übrigens froh, wenn man sich einen Kunstrasenplatz leisten könnte oder die Gemeinde einen bezahlen würde … dann würden im Winter auch nicht so viele Spiele ausfallen. Tja, so ist es eben: Die Einen müssen auf Rasen spielen und wollen nicht, die Anderen würden gerne, können aber nicht … das Leben ist ungerecht!

Euer Bumsi

Zwischen Hoffen und Warten...

Die Wortakrobaten der Werbeagentur, die Borussia vermutlich damit beauftragt hat, pfiffige Titel für das Fohlenecho zu kreieren, haben sich Mühe gegeben. „Hoffen auf den dritten Heimsieg“. Fällt ja auf den ersten Blick gar nicht auf, dass wir gegen Hoffenheim spielten, oder? Und dann wie so oft vergeblich hofften…

Nun mag ja Hoffnung ein weites Feld für philosophische und theologische Debatten bieten, aber ob Hoffnung die richtige Einstellung ist, um in ein Fußballspiel zu gehen? Und zu gewinnen? Statt der Hoffnung zu gewinnen, erscheint mir der Wille zum Sieg irgendwie entscheidender. Aber Wollenheim heißen sie halt nun mal nicht.

Was für ein Glück, dass es keinen Bundesligisten – geschweige denn überhaupt eine deutsche Ansiedlung – namens Wartenheim gibt. Dann hätten die lustigen Werbefachleute oder Marketingexperten oder wer auch immer vielleicht „Warten auf den dritten Heimsieg“ getextet. Das könnte fast ein Selbstläufer für die weiteren Begegnungen im BORUSSIA-PARK werden. Kann man quasi jedes Heimspiel recyceln, wenn man „Glück“ hat. Wenn wir gegen das Wartenheim aus dem Ruhrgebiet spielen, gegen das Wartenheim mit der großen, hässlichen Kirche oder das Wartenheim aus dem Schwabenland.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, ich warte wirklich ungern.

Bumsi und RWE

Da überschlagen sich ja wieder einmal die Ereignisse bei einem der Traditionsvereine in unserer erweiterten Nachbarschaft. Erst wird Thomas Strunz bei den Rot-Weissen von der Hafenstraße entlassen, dann rollen die Abrissbagger auf der selbigen an, während der Finanzierung eines neuen Stadions gerade mal von der Bezirksregierung in Düsseldorf ein dicker Stein in den Weg gelegt wurde, mit dem auch die schon genannten Bagger nicht fertig werden.

Tolle Strategie: Weg mit dem alten Stadion, erst mal abreissen! Ob man noch Geld zum Wiederaufbauen hat, das wird sich dann schon zeigen. Das scheint ja die gleiche Harakiri-Taktik zu sein, die die Essener auch sportlich in eine mehr als missgünstige Lage gebracht hat.

Wenn jetzt der Vorstand davon spricht, dass man die Talfahrt stoppen muss, dann kann man eigentlich nur noch traurig den Kopf schütteln. Die Talfahrt der Rot-Weissen hat vor Jahren begonnen, also hätte man sie auch vor Jahren schon stoppen müssen. Das Georg-Melches-Stadion ist nun schon seit Jahrzehnten bar einer Westtribüne und auch die noch stehenden Tribünen sind in desolatem Zustand.

Und trotzdem bin ich traurig, wenn die Abrissbirne gegen die Nordtribüne knallen wird. Ein weiterer Old-school-Fußballtempel wird auf dem Altar einer hoffentlich finanzträchtigen und gesponsorten und von sportlichen Erfolgen gepflasterten Zukunft geopfert. Ach, was wäre es schön, wenn Siw Malmkwist doch mal irgendwann recht hätte: Seit wir zwei uns gefunden, oh RWE, kenn ich nur frohe Stunden, oh RWE… Nach frohen Stunden – weder sportlich noch finanziell – sieht es erstmal nicht aus, liebe Essener.

Bumsi fühlt sich sicher...

Ja, auch wir Maskottchen machen hin und wieder Urlaub... dieses Jahr hab ich mir vorgenommen den Schwarzwald unsicher zu machen. Schön ein bisschen Wandern, in den Pausen das leckere Rothaus Tannenzäpfle genießen, dazu ein wenig von dem feinen Schwarzwälder Schinken. Dann samstags Freiburg ansteuern, das Spiel schauen und anschließend mit der Bahn und den vielen Fans aus Mönchengladbach nach Hause.

Naja, nun hat mir die DFL ja eine kleine Urlaubsverlängerung gegönnt und ich und die vielen Fans, fahren erst am Sonntag heim... Freunde, die Umbucherei war kein Zuckerschlecken... und warum das alles? Weil Dortmund und Schalke sich nur samstags batteln dürfen, wegen der Sicherheit... apropos Sicherheit:

Mit Sicherheit hätte man da auch andere Spiele verlegen können... Wolfsburg – Hannover, das ist mit Sicherheit nicht so gefährlich... oder Frankfurt – Stuttgart oder Köln – Leverkusen, aber nö... man plant lieber 2 Derbys in NRW am Samstag... sicherheitstechnisch ist das bestimmt klasse... nur gut, dass ich im Schwarzwald bin.

Euer Bumsi

"Gesund, aber nicht reich"

Unser Geschäftsführer Herr Schippers wollte sich nicht über das Finanzgebahren anderer Clubs äußern. Na, dann mach ich das doch mal. Ist nämlich wirklich haarsträubend, was man da erfährt. Nicht, dass ich das bei meiner Frisur bräuchte, aber trotzdem…

Die Königsblauen sind da ganz groß im Kommen, was vorhersagbare Pleiten angeht. Und das trotz einschlägiger Erfahrungen. Wer es nicht glaubt, auch Schalke war nicht immer erstklassig, sondern dümpelte in den 80ern ganz nett in den unteren Ligen rum. Jetzt sind sie im Prinzip wieder blank, denn die Einnahmen aus Sponsoring und Stadionvermarktung, die eigentlich jährlich einfließen sollten, sind schon ausgezahlt und ausgegeben. Da kommt also nix mehr.

Tja, Ebbe in der Kasse, ganz ohne Sand, der ist höchstens im Getriebe zu finden. Was natürlich von der Clubführung inklusive Meister Magath bestritten wird. Wenn man das alles so liest, dann kommt mir schon der Gedanke, dass hier auch so ein bisschen die Seele des Vereins verkauft wurde. Dann doch lieber mit meiner Borussia bangen um den Klassenerhalt (Im Moment natürlich nicht, aber wer weiß…), im immer noch „nur“ BORUSSIA-PARK heißenden Stadion zittern, auf große Stars verzichten, dafür aber mit reinem Gewissen die Raute im Herzen tragen. Dafür meinethalben auch mal ein „Dankeschön“, Herr Schippers!

Euer Bumsi

Bayerische Adduktorenprobleme

Es geht ja rasant los in dieser Saison, ganz so wie die geifernden Massen und der durchtriebene Boulevard sich das wünschen. Trainerentlassungen, Überraschungssiege und Starrummel. Gut, wir haben noch nichts damit zu tun, unser Trainer ist noch da, ein wirklicher Überraschungssieg ist uns noch nicht gelungen und kann man Arango schon als Star bezeichnen? Na ja.

Mainz hat zwar auch keinen Star, aber sie haben schon den Trainer entlassen und überraschend gegen Bayern gewonnen und in dieser Partie stand dann doch auch ein Star im Mittelpunkt, obwohl er gar nicht mitspielte und erst recht nicht für Mainz: Franck Ribéry. Ohne den sind die Bayern nämlich aufgeschmissen, hilflos, ideenlos, verloren und wirklich ganz arm dran.

Deshalb haben sich jetzt Bayern-Fans im Internet in einem offenen Brief geäußert, in dem sie ihr Leid beklagen. Vor allen Dingen Basti Schweini und der holländische Aloysius kriegen da ihr Fett weg. Richtig ernst nehmen kann man das alles nicht, das ist Leiden auf so einem abstrakt hohen Niveau, dass man es schon wieder nur milde belächeln kann.

In einem Punkt haben sie allerdings recht: Man solle doch Ribéry ziehen lassen und sich nicht der Millionen schämen, die man damit einnehmen würde. Nö, sollte man nicht. Das ist allemals schlauer, als einen Spieler durch die Saison – mit astronomischem Gehalt versteht sich – mitzuschleppen, der dann immer wieder Adduktorenprobleme hat. „Adduktorenprobleme“ ist übrigens fußballerisch und heißt „Ich hab kein Bock.“

Da kann man unserem Maxi Sportdirektor ja nur gratulieren: Mit Marin alles richtig gemacht, sonst hätten uns nämlich hier auch Adduktorenprobleme am laufenden Band geblüht.

Zufriedene Grüße!
Euer Bumsi

„In Mönchengladbach sind wir nur Linie geflogen“

...titelt Welt-Online vor dem Spiel Bremen gegen unsere Borussia. Klar, Marko (von vielen Reportern liebevoll auch Markus genannt) ist die interessanteste Person vor dem Spiel, und dass Werder als Außenseiter in das Heimspiel gegen den Tabellen-Vierten geht, kommt nicht so leicht aus der Feder.

Bremen hat zwar doppelt so viele Einwohner wie Mönchengladbach, aber der Flughafen an der Weser ist auch keine Drehscheibe. Und das Marko mit den Stadtmusikanten bei seinem erstem Spiel auf europäischer Ebene gegen FC Aktobe nicht Linie fliegen kann, liegt gewiss auch daran, dass der letzte Direktflug zwischen Bremen und Kasachstan kurz nach der Atlantiküberquerung von Charles Lindberg wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Ich weiß, wovon ich rede, habe ich letzte Woche doch gerade die Stecke nach Aserbeidschan über Berlin und Moskau nach Baku erleben dürfen.

Wie es dann jemand geschafft hat, mich am gleichen Abend in Amsterdam beim Spiel Holland vs. Frankreich zu sehen, ist mir schleierhaft. Arnd Zeigler wird es mir erklären dürfen. Aber zurück zu unserem Ex-Kicker: Die Aussage „Ich bin in einem Verein gelandet, der in ganz Europa Ansehen genießt und der international spielt. Die Qualität ist hier höher, des Trainings und der Spieler.“ verärgert mich. Wir sollten doch mehr Sachkunde in die Ausbildung stecken, damit die Bubens überhaupt wissen, bei welchem Club sie tätig sind, denn der Name Borussia Mönchengladbach öffnet auch heute noch Türen, die manch Großgeglaubtem verschlossen bleiben, zählt einfach mal die Sterne auf der Brust. Aber wahrscheinlich hat das der Markus alles nie so gesagt.

Bis die Tage!
Euer Bumsi

Tolles Angebot von Sky

Neben meiner Zeit fressenden Tätigkeit als Maskottchen spiele ich natürlich auch selber Fußball. Nicht in einer der Topligen, eher im Breitensport, wie es so schön heißt. Spieltag: vorwiegend Sonntag, früher Nachmittag. Das 15.30 Uhr Sonntagsspiel in der Bundesliga ist für die breite Masse – um im Begriff zu bleiben – da verdammt ungünstig angesetzt. Selber spielen und Fan sein, wird einem fast unmöglich gemacht. Hoffentlich steigt die Borussia nie wieder in die zweite Liga ab; da sind die Leute ja noch ärmer dran.

Der PayTV-Sender Sky hat uns Amateurvereinen nun ein tolles Angebot gemacht: Für „lächerliche“ 49,- EUR monatlich bekommen wir von denen einen Decoder geschenkt und können dafür im Vereinsheim am Sonntag die Zweit- und Erstligaspiele schauen. Die anderen Spieltage werden nicht frei geschaltet. Hört sich doch toll, oder?

Für dieses „Superangebot“ müssen wir Sky alle Mitgliederadressen unseres Vereins für Mailings zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sind wir verpflichtet, bei unseren Mitgliedern zweimal pro Jahr eine Briefwerbeaktion für Sky zu machen.
Ihr denkt, dass das ein verspäteter Aprilscherz ist? Nein, alle dem DFB angeschlossenen Vereine haben dieses Angebot inkl. der „Rahmenbedingungen“ in den letzten Tagen von Sky schriftlich bekommen.

Mal im Ernst: Die kriegen von uns bestens selektierte Adressen, können damit machen, was sie wollen und wir sollen auch noch 49,- EUR monatlich bezahlen!!?? … für’n bisken Sonntagsfußball im PayTV. Die spinnen ja wohl! Bei mir im Dorfverein sind jedenfalls alle der Meinung, dass wir derartige Unverschämtheiten nicht unterstützen werden.
Mich würde mal interessieren, wie Ihr das bei Euch im Verein macht. Schreibt mir einfach: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst .

Erst die Sache mit den Bezahlkarten und jetzt das … langsam reicht’s mit dem Kommerz!

Bumsi geht auf Reisen

Da sitze ich am Sonntagabend noch ganz aufgewühlt aufgrund des Spiels in Bochum in meinem Fernsehsessel, einen Schlummertrunk in der Hand, damit ich endlich ins Bett gehen kann, und gucke mir „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ an. Und was muss ich da sehe: „Bumsi auf großer Fahrt. Sein Auftrag: Urlaubsbegleitung für einsame Fußballfans.“

Mönsch Arnd, hättest doch mal was sagen können. Und schon klingelt auch das Telefon, die Borussen-Reisegruppe nach Aserbaidschan ist dran. „Los Bumsi, pack Zahnbürste und Schlüpper ein, Du kommst mit zum Länderspiel, der Zeigler zahlt alles für Dich.“

Also schnell ab, Reisepass gesucht, Tasche gepackt, nur das komische Stirnband finde ich nirgends. Brauche ich eigentlich ein Visum? Na ja, der Name Borussia Mönchengladbach wird mir schon die Grenzen öffnen.

Lieber Arnd, meine Reisespesen kannst Du mir bitte auf folgendes Konto überweise: FPMG Supporters Club, Deutsche Bank MG, BLZ 31070001, Ktnr. 603209800, Verwendungszweck „Bumsi auf großer Fahrt“

„Frauen zeigen Raute“

Das las ich kürzlich in einer heimischen Tageszeitung. Aha. Nun, das ist für mich jetzt eigentlich nix Neues, schließlich sind aus meiner Generation Steinwegs Mam oder Walli auch immer schon begeisterte Borussen-Fans gewesen und haben mit Stolz die Raute getragen. Vor allem im Herzen.

Hm, ach ja, da ist dann vielleicht doch ein Unterschied zu heute. Früher stand nämlich doch der Stolz im Vordergrund, beim Blättern im aktuellen Fanartikelkatalog habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass die Raute zum modischen Accessoire degradiert wird. Nur noch ein Markenzeichen halt…

Und wenn die Tops noch knapper werden, dann wird es langsam auch eng für die Raute, dann ist nämlich gar kein Platz mehr auf der minimalen Textilfläche. Da ist mir – ohne gegenüber knapper Bekleidung bei hübschen Damen grundsätzlich abgeneigt zu sein – doch lieber, man trägt die Raute da, wo sie hingehört, nämlich im Herzen. Egal, ob Männer oder Frauen.

Ohne Sensation

Jetzt ist sie gespielt, die erste Runde im DFB-Vereinspokal. Unsere Borussia hat sich ganz manierlich aus der Affäre gezogen und die ganz großen Überraschungen sind leider ausgeblieben.
Wo sind sie geblieben, die Mannschaften wie Vestenbergsgreuth, Eppingen, Weinheim oder Geislingen.

Einzig die Niederlagen von Hannover in Trier und dass der VfB Lübeck, in den letzten Jahren sportlich wie finanziell nicht wirklich auf der Sonnenseite, den Aufsteiger aus Mainz mit 2:1 n.V. aus dem Wettbewerb geworfen hat, darf mit Verblüffung zur Kenntnis genommen werden. Da wollten die Herren mit der Narrenkappe aber mal nicht hinten anstehen, und haben sich doch mal ganz schnell von Ihrem Cheftrainer getrennt, zwischen Aufstiegstrainer und Team soll es nicht mehr gestimmt haben.

Hat die Mannschaft gar in Lübeck gegen den Trainer gespielt? Na dann aber Hut ab, das war dann die wahrscheinlich effektivste Leistung einer Mannschaft im Pokal, welche die erste Runde zu bieten hatte.

Arme Bayern

Ich bin bestürtzt. Ich bin geradezu erschüttert, was meine armen alten Ohren so alles aus München hören müssen. Da ist es doch tatsächlich so, dass Real Madrid den armen Herrn Ribéry abwerben möchte, obwohl die von Herrn Hoeneß selbst gesetzte Frist schon abgelaufen ist. Das ist aber böse. Ach Mensch, wie gemein ist das doch, dass die Königlichen mit ihren Abwerbungsversuchen bei unserem Klassenprimus ständig Unruhe in die Vorbereitung bringen. Und das, obwohl uns Uli doch ausdrücklich gesagt hat wie’s gemacht werden muss.

Man stelle sich nur einmal vor, der FC Bayern würde das in der Bundesliga auch so machen und ständig bei seinen Mitkonkurrenten Abwerbungsversuche starten, Unruhe in die Reihen der sportlichen Kontrahenten bringen oder sich gar hinter dem Rücken der Verantwortlichen mit Spielern treffen. Man stelle sich nur einmal vor, was da in Deutschland los wäre, wenn unser sympathischer Klassenprimus solche Machenschaften an den Tag legen würde. Das würde doch dann irgendwann wieder auf den FC Bayern zurückfallen.

Wieso fällt mir eigentlich jetzt Miro Klose ein und sein geheimes Treffen mit den Bayernverantworlichen am Flughafen in Hannover, während er aber noch bei Werder unter Vertrag stand. Vielleicht sollte ich doch mal lieber über etwas anderes reden. Über lauwarme Milch vielleicht. Aber das mach ich dann das nächste Mal. Jetzt wünsche ich unserem Klassenprimus, unseren sympathischen Bayern, erst einmal einen schönen Restsommer, denn immerhin ist unser FC Bayern ja der beste FC Bayern rund um den gesamten Hasenberg und allen angrenzenden Universen.

DSF Sportquiz

Was bei den Banken das Kreditersatzgeschäft darstellte, soll beim DSF in Form des sog. „Sportquiz“ mit verstaubten Automarken und diversen voyeuristischen Zusatzangeboten für die notwendige Alimentierung des Ball- und Busensenders sorgen. Einer unsachgemäßen Fernsehbedienung geschuldet, konfrontierten mich die vorsätzlich untextilen Bildschirm-Marketenderinnen bereits wiederholt mit der Suche nach der Stadt „Grinsekelchen“.

Da auf Schalke mit Einzug von Felix Magath den Spielern erst jüngst auf den Stufen des alten Parkstadions das Grinsen reichlich vergangen ist, versuchte ich telefonisch die Fernsehgemeinde zu erlösen. Im Fußballjargon spräche man von einem Pfostentreffer – Leitung 10, statt der „geiles Geld“ verheißenden Leitung 11. Die wiederkehrende Fragestellung lässt angesichts simpler Buchstaben-Arithmetik allerdings wohl weniger auf eine grundsätzlich fehlende Trefferquote, als auf eher unsportliche Ratebedingungen schließen.

Schön, dass sich dank des wahren Konsonantenreigens mit unserer fußballerischen Heimat derlei Spielchen mehr oder weniger verbieten. Ohnehin bin ich davon überzeugt, dass es bei uns in der kommenden Saison mehr Grund zur Freude als beim zukünftigen Meister der Schmerzen geben wird. Dafür investiere ich auch mehr als 50 Cent…

T-Home-Cup

Am Wochenende fand auf Schalke der T-Home Cup statt. Der Fernsehsender SAT1 hatte sich die Senderechte gesichert. Auch wenn man in der Sommerpause das Geschehen bei unseren Konkurrenten nicht 100%ig verfolgen konnte/wollte, hat man doch das Gefühl, dass S04 und FCB für die kommende Saison deutlich mehr aufgerüstet haben als HSV und VfB.

Trotzdem bestritten die Letztgenannten das Finale, was über den sportlichen Wert derartiger Veranstaltungen mal wieder alles aussagt. Bei einem Event, wie dem T-Home Cup gibt es sicher jede Menge Interessen, dabei aber garantiert nicht der Sport.

Gut, dass es die DM gab; da musste man sich diesen Quatsch im Privatfernsehen nicht anschauen.

Bis neulich...euer Bumsi!

Traditionsduell!?

Seid Ihr auch beim Newsletter des DFB angemeldet? Auch wir Maskottchen müssen uns ja auf dem Laufenden halten, damit einem nix entgeht, und dann habe ich mir vor Freude gestern Abend fast Pippi in mein grünes Bumsi-Höschen gemacht:

Duell zweier Traditionsklubs zum Auftakt des dritten Spieltags der 3. Liga am Freitag, 07.08.09!

Jena gegen Aue, Osnabrück gegen Dresden oder gar Offenbach gegen Braunschweig?

Nix da: Bremen II gegen Dortmund II!

Wisst Ihr was, werte Herren des DFB? Euren Newsletter habe ich umgehend abbestellt, denn verarschen kann ich mich selbst!

Gruß Bumsi

Unwetter im BORUSSIA-PARK

Das Wetter ist mies, eher herbstlich als sommerlich, es regnet und stürmt. Brrrrhhh. Wenn ich also meinem Astralkörper in der Julisonne nicht die erwünschte Bräune verschaffen kann, dann informiere ich mich doch einfach mal im Rahmen meiner Möglichkeiten über unsere Neuzugänge.

Und schon bei Juan Arango, unserem venezolanischen Newcomer, stutze ich. Sein Spitzname sei nicht nur „Arangol“ aufgrund seiner Torgefahr, sondern auch „Der Hurrikan der Karibik“. Mal abgesehen davon, dass das auch ein Romantitel von Karl May sein könnte, sehe ich die heimischen Unwetter nun mit ganz anderen Augen.

Ein Hurrikan im BORUSSIA-PARK? Aus der Karibik? Ist mir ja im Prinzip sogar fast egal woher, sofern er dann in der Saison nur jede gegnerische Abwehr durcheinanderbläst und den Torwart wie ein Gewitterschauer nass macht. Je mehr Unwetter über Gladbach desto besser, da verzichte ich gerne auf meine Sommerbräune.

Van Gaals Methoden

So, bei uns ist ja schon alles in trockenen Tüchern. Der Kader steht, das Training hat begonnen und es ist, abgesehen von den Verletzungen Baillys, Friends, Callsen-Brackers und Albermans, angenehm ruhig um unsere geliebte Borussia. Da kann man doch mal schauen, was die anderen so bewegt.

Louis van Gaal, seines Zeichen neuer Bayern-Trainer, zum Beispiel. Den bewegt, wie er seine Spieler kontrollieren kann, um einen Überblick über abendliche Diskothekenbesuche zu haben. Tja, wie will er das machen? Er habe sich schon über das P1 informiert, wo die Bayern-Profis angeblich gerne abschotten oder chillen – je nach Charakter. Ah ja. Was hat er wohl gemacht? Ortsbegehung vorgenommen? Versteckte Kameras installiert? Geheimagenten im Partydress engagiert? Security bestochen?

Lieber Aloysius Paulus Maria, Disziplin ist eine Sache, Gängelei ist eine andere. Durch derartig unverblümt ausgesprochene Androhungen bringt man lediglich geifernde Boulevardjournalisten und minderbemittelte Paparazzi auf seine Seite. Ob man Bayern damit zum Champions-League-Sieger macht, das möchte ich doch mal bezweifeln.

Euer Bumsi

2010...ihr werdet es schon sehn!

So, nun ist es also so weit, die nächste Saison ist die Saison 2009/2010, die nächste Meisterschale wird am 08. Mai 2010 überreicht. An uns? Tja, so hätten wir uns das wohl alle gewünscht, als wir uns in den letzten Jahren nach der ein oder anderen Niederlage mit Hilfe des Textes „2010, ihr werdet es schon sehen, wir holen den DFB-Pokal und wir werden deutscher Meister!“ den Frust von der Seele sangen.

Und jetzt? Ich glaube nicht, dass wir dieses Lied in unseren Reihen noch einmal hören werden, zu ungewiss die Zukunft, zu drückend die Last der Enttäuschungen der Vergangenheit. Wohl kaum jemand, der an einen Erfolg glaubt, der über einen weiteren Klassenerhalt hinausgeht. Bin ich Pessimist? I wo, ich bin Optimist. Wir müssen einfach den Zeitrahmen erweitern und neue Lieder singen.

Bis 2020 oder 2030 kann sich soviel getan haben. Zehn, zwanzig, dreißig Jahre, das ist ein lange Zeit. 1979 hätte ich auch niemals geglaubt, dass mir mal zwei Abstiege bevorstehen. Man weiß also nie was kommt, selbst ich nicht mit meiner Erfahrung, warum sollte also nicht irgendwann in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren (wenn z. B. das Stadion abbezahlt ist…) der Erfolg in Form von Meisterschale oder Pokal wieder zurückkehren. Also, wenn das kein Optimismus ist.

Handyverbot in Glasgow?

Das Mobiltelefon ist sowohl Segen als auch Fluch. Lange habe ich mich dagegen gewehrt, denn früher hat es doch auch ohne geklappt, wenn wir zu den Auswärtsspielen gefahren sind. Da gab es kein Internet, keine Mails und vor allem kein Handy und die Fans haben sich trotzdem zur gemeinsamen Abfahrt und zum Bier vorm Spiel getroffen. Und wenn man mal seine Ruhe haben will und das Ding ausmacht, gibt’s direkt Mecker, dass man nicht immer erreichbar sei.
Aber ich muss auch gestehen, es ist doch schon hilfreich, wahrscheinlich konnte schon so manches Leben gerettet werden, weil ein Handy in der Nähe war. Und unterhaltsam kann es ja auch sein, wenn man lustige Nachrichten verschickt, Spielchen für die Zugfahrt drauf hat oder Musik hören möchte.

Für die Fans von Celtic Glasgow war es aber wohl nicht lustig, als sie in der 21. Minute am letzten Spieltag auf ihr Handy schauten: „Dundee have equalised“ war dort zu lesen. Somit hätte Celtic wieder Chancen auf die Meisterschaft gehabt, immerhin waren sie nur um 2 Punkte schlechter, dafür um 1 Tor besser. Leider war dies ein „Scherz“ der Rangers-Fans, die ihren Bekannten im Celtic Park diese Nachricht übermittelt hatten, denn Dundee hatte nicht getroffen, die Blauen gewannen 3:0 in Dundee, Celtic selber spielte aber auch nur Unentschieden, somit hätte der Ausgleich auch nix genutzt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jungs ihre Rufnummernunterdrückung eingeschaltet hatten…

RasenBall Leipzig

Der Leipziger Fußball bekommt jetzt Flügel verliehen. Red Bull (Das ist dieses süße, klebrige Gummibärchengetränk, das es zu horrenden Preisen mittlerweile flächendeckend zu erwerben gibt) steigt als Sponsor in den deutschen Fußball ein. Vom SSV Markranstädt hat der Getränkehersteller das Startrecht in der Oberliga NOFV-Süd übernommen.

Der neu gegründete Verein nennt sich RasenBallsport – also RB – Leipzig. Was für ein Zufall. Ziel ist es, den Club im Profifußball zu etablieren. Wenn es mit den Millionen so läuft wie in Hoffenheim, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis das Zentralstadion Bundesligaspielort wird. Na ja, dann ist da wenigstens auch mal was los.

„Wir wollen dabei helfen, dem Fußball in dieser Region wieder den Stellenwert zu geben, den er verdient.“ lässt die Geschäftsführung von Red Bull Soccer verlauten. Aha, welch nobles Ansinnen. Wer’s glaubt, wird selig. Vielmehr wird es doch letztendlich um eine Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke und damit um verbesserte Verkaufszahlen gehen. Und das mit einem Getränk, dessen Existenz gar nicht als überflüssig genug einstufen kann.

Die umstrittene Zulassung – es gab gesundheitliche Bedenken – des Getränks wurde zwar letztendlich erteilt, aber ob der Genuss des Getränks wirklich so leistungssteigernd ist und damit dem Sport dienlich? Sagen wir mal so, wenn man keine Zähne mehr hat – die werden von der süßen Plörre nämlich auf jeden Fall geschädigt – dann ist auch das Siegerlächeln nicht mehr schön anzusehen.

Der Leipziger Fußball bekommt jetzt Flügel verliehen. Red Bull (Das ist dieses süße, klebrige Gummibärchengetränk, das es zu horrenden Preisen mittlerweile flächendeckend zu erwerben gibt.) steigt als Sponsor in den deutschen Fußball ein. Vom SSV Markranstädt hat der Getränkehersteller das Startrecht in der Oberliga NOFV-Süd übernommen.

Der neu gegründete Verein nennt sich RasenBallsport – also RB – Leipzig. Was für ein Zufall. Ziel ist es, den Club im Profifußball zu etablieren. Wenn es mit den Millionen so läuft wie in Hoffenheim, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis das Zentralstadion Bundesligaspielort wird. Na ja, dann ist da wenigstens auch mal was los.

„Wir wollen dabei helfen, dem Fußball in dieser Region wieder den Stellenwert zu geben, den er verdient.“ lässt die Geschäftsführung von Red Bull Soccer verlauten. Aha, welch nobles Ansinnen. Wer’s glaubt, wird selig. Vielmehr wird es doch letztendlich um eine Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke und damit um verbesserte Verkaufszahlen gehen. Und das mit einem Getränk, dessen Existenz gar nicht als überflüssig genug einstufen kann.

Die umstrittene Zulassung – es gab gesundheitliche Bedenken – des Getränks wurde zwar letztendlich erteilt, aber ob der Genuss des Getränks wirklich so leistungssteigernd ist und damit dem Sport dienlich? Sagen wir mal so, wenn man keine Zähne mehr hat – die werden von der süßen Plörre nämlich auf jeden Fall geschädigt – dann ist auch das Siegerlächeln nicht mehr schön anzusehen.

Freundliche Grüße
Euer Bumsi!

Confed-Cup

Da hab ich doch gestern den tollen Service angenommen und mir das Spiel USA vs. Brasilien angeguckt, weil da ja auch mit Michael Bradley ein Borusse mitmischen durfte. Leute, es war die Hölle: nicht nur, dass mir die ganzen Tröten nach wenigen Minuten ziemlich auf den Geist gingen, weil ich ständig dachte, dass der Angriff der Killerwespen bevorsteht, nein, auch der Reporter hat mich erst belustigt, dann aufgeregt und dann doch glatt zum ausschalten bewegt, ich konnte dieses dilettantische Gestottere einfach nicht mehr ertragen. Hier auf Details einzugehen erspare ich mir, weil es diese Berichterstattung einfach nicht verdient hat. Da wünsch ich mir doch glatt den Heribert zurück. Darf bei diesem Sender denn jeder ein Spiel kommentieren? Die sollten sich mal die letzten Minuten von unserem Spiel gegen S04 anhören. Und deswegen habe ich dann abends den historischen Sieg Ägyptens gegen Italien verpasst.

Euer Bumsi.

Bobadilla, Bobadilla…

Ich gebe zu, als ich den Namen gehört habe, habe ich direkt gedacht: Irgendwoher kenne ich den. Aber woher nur? War das nicht das spanische Brötchen, das mir so gut geschmeckt hat, als ich auf Maskottchensaisonabschlusstour auf Malle war? Ach nee, das war ja Bocadillo…

Aber dann irgendwann ist es mir doch eingefallen: Das ist doch dieser schweineleckere spanische Brandy, der mir am besten im Drink „Pina Barcelona“ mit Ananas, Kokos und Sahne schmeckt. Ach, und den gibt es auch als Stürmer? Also seine „Killerqualitäten“ sind mir bestens bekannt, der haut dich echt um. Ob das noch stimmt, wenn er den Vornamen Raúl trägt?

Wenn er die Rückennummer 103 verlangt: Meinen Segen hat er. In der Hoffnung, dass das für die Zahl der geschossenen Tore und nicht für die Zahl der erlittenen Verletzungen steht…

Unser Bobbele

Zum gefühlt mindestens fünften Male hat Boris Becker am Freitag geheiratet. Tatsächlich hat er mit Lilly allerdings erst seiner zweiten Geliebten auch das Jawort gegeben. Allen Anderen wollte er lieber keinen Trauring anstecken.
Ausgerechnet in St. Moritz im schönen Oberengadin sind die beiden vor den Altar getreten. Hermetisch abgeriegelt, wie zu hören war, damit ja keine unerwünschte Kamera das Geschehen vor die Linse bekam.

St. Moritz und hermetisch abgeriegelt? Ist das nicht ein kolossaler Widerspruch? Wie kann Boris denn nur so dumm sein zu glauben, dass er sich in einer der Promihochburgen Europas schlechthin beim Heiraten den Blicken der neugierigen Öffentlichkeit entziehen könnte. Das ist ja so, als wenn ein mit ÄffCeh-Trikot bekleideter K***** bei uns in der Nordkurve unerkannt bleiben will. Geht ja gar nicht!

Boris ist auch schon früher in so manches Fettnäpfchen getreten. Trotzdem werden ihm bei seinem nächsten Auftritt in „Wetten, Dass“ sicher alle wieder begeistert zujubeln. Er ist eben immer noch das Bobbele, das uns 1985 auf dem heiligen Rasen so sehr verzückte …

Ob es wohl Zufall ist, dass - ausgerechnet einen Tag vor dem großen Event in St. Moritz - Oliver Pocher und Boris’ Verflossene Sandy Meyer-Wölden ihre Liebe öffentlich bekannt gemacht haben? Oder wollten die beiden Boris und Lilly in die Hochzeitssuppe spucken? Schließlich hatte Boris die Liaison per SMS beendet, was Sandy bis heute wohl noch nicht so richtig verknusen konnte.

Sandy Meyer-Wölden ist übrigens die Frau, über die Oliver Pocher noch vor wenigen Wochen sagte, dass „Noah und Gabriel (Anm. von mir: das sind Boris’ Söhne) sich bestimmt über ihre neue Stiefschwester freuen“ und „zum Sterben zu jung, aber zu alt für Lothar Matthäus.“ Mit der ist er nun – offiziell verkündet – zusammen. Mit was man sich nicht alles belästigen lassen muss … in der Sommerpause!

Euer Bumsi!

Gelbes Geld

Ein neuer Hauptsponsor in Gelb? Dann auch noch eine Bank in Zeiten der Finanzkrise? Sogar noch mit einer Option zur Verlängerung. Ich bin geplättet. Das hätte ich nie erwartet. Ein großes, deutsches, börsennotiertes Finanzunternehmen, das ist nicht schlecht. Eine Kröte muss ich allerdings schlucken: Die Farben blau und gelb sind wenig borussenkompatibel.

Das wird schon ziemlich schräg aussehen, ein gelber Balken mit blauer Schrift auf unserem weißen Heimtrikot mit schwarzgrünen Längsstreifen. Und auf dem noch unbekannten Auswärtstrikot? Dunkelgrün mit gelbem Balken? Buhu, mich schaudert’s. Schwarz mit gelbem Balken? Wir sind doch hier nicht bei der kleinen Borussia aus Doofmund, oder?

Eine Herausforderung für die Trikotdesigner. Aber sei’s drum, da müssen wir aller Antikommerzromantik zum Trotz durch. So schlimm wie es vor Jahren in Bochum war mit dem Hauptsponsor Faber und bunt-gestreiften Trikots, so schlimm wird es hoffentlich nicht.

Bunte Grüße, euer Bumsi!

"Das schönste Land in Deutschlands Gauen, das ist das Badnerland"

Jetzt in der Sommerpause hat fan natürlich viel Zeit nachzudenken und sich auf die neue Saison vorzubereiten. Ich freu mich ja besonders darüber, dass Freiburg aufgestiegen ist und ich wieder in den Breisgau reisen darf. Ich finde, Freiburg ist immer eine Reise wert.

Am liebsten wäre mir natürlich, wenn Borussia zu Beginn der Hinrunde oder gegen Ende der Rückrunde dort spielen würde. Dann ist das Wetter dort einfach besser und man kann diesen tollen Ausblick aus dem Gästeblock so richtig genießen. Außerdem ist es schön, bei gutem Wetter durch die Straßen zu schlendern oder sich im Biergarten in der Nähe des Stadions niederzulassen.

Vielleicht treffe ich da ja Volker Finke und kann mit ihm über die guten alten Zeiten plaudern. Ach nee, der gute Mann ist ja jetzt in Japan bei Urawa Red Diamonds. Ob er da auch 16 Jahre lang bleibt? Na, zumindest ist es unwahrscheinlich, dass er da drei Mal absteigen kann, ohne sein Amt zu verlieren. Die haben da ja auch keinen schlechten Durchsatz an Trainern, fast wie bei uns. Ob „bei uns“ jetzt Borussia oder die Bundesliga ist, bleibt der Interpretation des Lesers überlassen…

Aber zurück nach Freiburg: Egal, zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter unsere Borussia letztendlich dort spielt, fest steht, dass wir beim Aufsteiger gewinnen sollten. Dann wäre der Ausflug in den äußersten Südwesten Deutschlands erst richtig perfekt. Und dann wäre im Zweifel auch Dauerregen völlig egal; so wie bei unserem letzten Ausflug, an den ich mich noch gerne zurück erinnere – trotz des schlechten Wetters.

Über Moral und so

„Wahre, ewige Liebe“, so heißt ein B.O.-Song, und ich als Fan empfinde das auch aufrichtig für die Borussia. Niemals könnte ich wahrhaftig und für ewig (nicht mal für eine Sekunde) einen anderen Verein so lieben, wie meinen VfL.

Dass die Spieler heute das eine und morgen das nächste Emblem auf ihrem Trikot küssen, ist uns ja schon seit Langem bekannt. Wahrscheinlich haben sich deshalb auch die Reaktionen darauf verändert. L. Matthäus wurde damals lautstark als „Judas“ beschimpft, Sebastian Deisler wurde auch noch ausgepfiffen und bei Kette gab’s zwar Unmut, aber der wurde schon leiser artikuliert. Alexander Baumjohann haben wir nun sogar mit höflichem Applaus verabschiedet; nur beim Spiel gegen Boleslav gab’s im Winter ein paar vorsichtige Schmährufe.

Seit diesem Sommer nimmt nun auch eine andere Spezies für sich in Anspruch zu gehen, wenn’s gefällt: Die Trainer. Sie harren nun nicht mehr draußen auf ihrer Bank so lange aus, bis sie (endlich) gefeuert werden, nein, sie gehen jetzt selber in die Offensive und kehren ihren Brötchengebern vorzeitig den Rücken. Unmoralisch sei das, ist nun aus den Chefetagen der betroffenen Vereine zu hören. Ausgerechnet von da also, wo sonst die Trainerentlassungen ausgeheckt werden. Die Blöd, die durch mieseste Manipulation der öffentlichen Meinung manch einen Trainer ins Aus geschrieben hat, stößt ins gleiche Horn. Zum K. … diese Heuchlerei. Dass die Trainer heute von sich aus vor Vertragsende gehen, ist in einer Welt, in der das sowieso jeder macht, keineswegs unmoralisch. Die passen sich in einem schmutzigen Geschäft einfach nur an. Warum auch nicht?

Eine Bastion von ewig Treuen bleibt den Vereinen. Das sind wir. Ich kenne Niemanden, der der Borussia ernsthaft den Rücken kehrte und Fan eines anderen Vereins wurde. Andersherum kenne ich auch keinen einzigen heutigen Borussen, der früher einmal mit Stolz das Trikot eines anderen Vereins getragen hätte. „Wahre, ewige Liebe“, wir Fans verkörpern inbrünstig den letzten Rest von Moral, der in diesem gigantischen Business geblieben ist. Lasst uns stolz darauf sein.

Grüße! Bumsi!

Wann gehts wieder los?

Ich bin verzweifelt, denn jetzt beginnt die Sauregurkenzeit. Nach dem Ende der Bundesliga gab es ja noch diverse Fußballspiele am TV zu verfolgen, und jetzt spielt ein letztes Mal unsere U23 … und dann?, … ja und dann? Ich falle in ein tiefes, fußballleeres Loch. Das ist zwar in jedem Sommer, in dem es keine WM oder EM gibt, das Gleiche, aber irgendwie trifft es einen immer wieder wie aus heiterem Himmel.

Ratlosigkeit, später Lethargie mündend in permanentes Unruhegefühl und Nägelkauen machen sich breit. „Booh, is’ dat langweilig!“, sagte Hannilein mal. Was soll man nur mit der ganzen Zeit machen, die auf einmal zur Verfügung steht? Jetzt ist es zu allem Überfluss draußen auf einmal auch noch richtig ungemütlich, mit Grillen ist also auch nichts. Da ich immer für unsere Borussia unterwegs bin, habe ich das richtige Fernsehschauen wohl irgendwie verlernt. Jedenfalls bringt mein TV auch nicht die richtige Ablenkung vom „Ohne-Borussia-Leben“.

Viele haben sich ja auf die Sommerpause gefreut. Ich mich eigentlich auch; schließlich haben unsere Idole in den letzten Monaten reichlich viel Mist gebaut, und man musste sich permanent ärgern. Erholung täte da bestimmt gut. Gestern aber schrieb mir jemand in einer E-Mail, dass es ruhig am kommenden Samstag schon wieder losgehen könnte. Und wisst Ihr was, der Mann hat Recht. Ein Leben ohne Borussia ist halt kein richtiges Leben. Ich bin jedenfalls schon wieder richtig heiß auf’s FanHaus, den BORUSSIA-PARK und die Auswärtsfahrten. Ihr auch?

Beste Grüße!
Euer Bumsi!

Das Karussel dreht sich...

Schützenfeste allerorten, Kirmes, Zelt und Karussell. Wen wundert es in all der Bierseligkeit noch, dass nun auch das Trainerkarussell noch mal richtig an Fahrt aufgenommen hat. Wir suchen einen Trainer. Frankfurt sucht einen Trainer. Der HSV sucht auch und nun auch noch unsere Freunde vom Rhein. Kommt jetzt gar Christoph Daum??? In der Türkei weiß man nämlich angeblich nichts von seiner Rückkehr…

Wir brauchen schließlich auch noch ein paar neue Spieler. Nicht nur Perspektivspieler, sondern auch gestandene Profis. Ein Stürmer wäre z. B. nicht schlecht. Und na ja, ein guter Mittelfeldspieler, egal ob Marin bleibt oder nicht, ist auch nicht verkehrt. Rakitic, ein guter Junge, habe ich Eberl sagen hören. Ist er denn auch bereit für Borussia??? Spekulationen über Spekulationen.

Hoffen wir, dass wir mit Max Eberl den besten Karussellbremser haben, der uns den richtigen Mann herausfischt. Denn wer stellt sich nicht die bange Frage: Fängt in der neuen Saison das Ganze wieder von vorne an??? Ich hoffe nicht, aber ein bisschen weniger Aufregung nach dieser Saison täte meinem Herzen ganz gut. Aber wie heißt es so schön: Das Karussell, es dreht sich schnell...

Glückwunsch, Werder!

Ich bin nicht so ein Statistikfreak. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass in dieser Saison ganz schön viele Trainer dran glauben mussten oder vielleicht noch müssen. Jos Luhukay machte damals ja den Anfang. Fred Rutten und Jürgen Klinsmann sollten folgen. Felix Magath wollte selber gehen, obwohl er mit seinem Verein Meister geworden ist. Friedhelm Funkel wollte auch weg. Michael Frontzeck wurde sogar noch vor dem allerletzten! Spieltag entlassen. Jörg Berger musste nach dem gescheiterten „Experiment“ dann auch gleich wieder den Hut nehmen. Martin Jol zieht es jetzt auf einmal in seine Heimat. Mit Hans Meyer verlieren wir nun sogar schon den zweiten Trainer in einer einzigen Saison. Bojan Prasnikar wird mitten in der Relegationsphase gegangen ... und Bruno Labbadia’s Tage sind vielleicht auch gezählt, wie man so hört.

Immerhin elf Bundesligatrainer sind also betroffen (gewesen). Manch ein Kuriosum ließ und lässt sich dabei beobachten. Ein Mann allerdings hat – dem immer schneller drehenden Trainerkarussel zum Trotz – wieder einmal eine Spielzeit unbeschadet überstanden, obwohl auch sein Verein die Ziele in der Bundesliga bei Weitem nicht erreicht hat: Mit Platz 12 in der Abschlusstabelle blieb Werder Bremen schließlich weit hinter den (eigenen) Erwartungen zurück. Trotzdem konnte Thomas Schaaf unbehelligt weiter arbeiten. Seit Jahren kennen wir diese Kontinuität ja von der Weser. Freut mich, dass nun ausgerechnet ein solcher Trainer den DFB-Pokal gewonnen hat…

Arme Arminen

Ich bin ja froh, dass ich Borusse bin. Immer. Aber jetzt ist ja die Saison vorbei und nach unserem Erfolg (?) kann man ja jetzt auch mal einen Blick auf die anderen werfen. Wie fühlt man sich denn jetzt als Bayern-Fan? Traurig? Oder als Schalker? Wie immer enttäuscht?

Wie sich die Dortmunder fühlen… na ja… Auf jeden Fall schlechter als die Hamburger. Aber was geht jetzt in den Cottbussern vor? Nach der bitteren Niederlage gegen uns noch dieser Endspurt gegen Leverkusen. Dort herrscht vermutlich Euphorie über das Erreichen des Relegationsplatzes.

Es gibt wirklich nur eine Sorte Fan, in deren Haut ich auf gar keinen Fall stecken möchte und deren Gefühlslage ich mir auch nicht wirklich vorstellen kann, und das sind die Arminen aus Bielefeld. Da kann man als Fan – welcher Couleur auch immer – nur Mitleid haben. Wenn eine Vereinsführung so einen Quatsch veranlasst wie vor dem letzten Spieltag den Trainer zu wechseln, diesen dann nach dem Misserfolg auch direkt wieder zu chassen, dann kann man nur den Kopf schütteln. Aus der besten Ausgangslage für den Relegationsplatz nichts gemacht. Nein, liebe Arminia-Fans, die Idioten aus Ostwestfalen seid nicht ihr, die sitzen bei der Arminia an anderer Stelle.

Sprichwörter

Sprichwörter sind ja so etwas die Enzyklopädie der Lebensweisheiten für den kleinen Mann. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Sprichwort-Fan – ich habe ja schon mit Borussia genug um die Ohren als Fan –, aber hin und wieder ist doch was Wahres dran an diesen schlauen Sätzen.

„Glück hat nur der Tüchtige.“ heißt es in einem Sprichwort. Ja, das kann man wohl sagen, wenn man unsere Ergebnisse gegen Schalke und Cottbus betrachtet. Zwar kein großartiger Fußball, aber eine gewisse Tüchtigkeit kann ich der Mannschaft nicht absprechen. Allerdings fehlte eben diese vollkommen im Kick gegen Leverkusen, entsprechend gab es keinen glücklichen 1:0-Sieg, sondern eine 5:0-Ohrfeige.

Jetzt hoffe ich auf ein anderes Sprichwort zum Thema Glück: „Das Glück ist ein dummer Esel und sucht sich seinesgleichen.“ Und da wünsche ich mir, das Borussia dann auf jeden Fall der dümmere Esel als Bielefeld ist. Sollte uns eigentlich nicht schwerfallen. Dumm anstellen können wir uns ja gut.

Bunte Bumsi-Welt

Die Welt ist bunt. Fast so bunt wie die Düsseldorfer LTU-Arena. Die ist eigentlich noch bunter. Die ist so bunt, dass einem schon wieder schwarz vor Augen wird. Normalerweise.

Die Farbigkeit der Sitzplätze begründete man beim Bau damit, dass die Olympiawerbung der Düsseldorfer unter dem Motto „So bunt wie die Welt“ stand. Also gab es Plastikschalensitze in den Farben der olympischen Ringe und zusätzlich in grün, was den Rasen symbolisieren sollte. Eigentlich wusste man aber schon beim Bau, dass das Stadion ohnehin nie voll wird, weil es ja auch eigentlich keiner brauchte, also planten die Architekten bunte Sitze, damit das Stadion bei Fernsehaufnahmen auch dann gut besucht aussieht, wenn mal wieder keiner da ist.

Und warum sollte da auch jemand hingehen? Selbst Fortuna würde lieber im Paul-Janes-Stadion spielen und Leverkusen zieht auch nicht wirklich die Wurst vom Brot. Aber wer das Stadion mal besucht sehen will, der geht einfach am Wochenende hin, wenn unsere Borussia da spielt. Dann ist Schluss mit bunt. Dann wird einem auch nicht schwarz vor Augen, sondern weiß. Wenn man nämlich genügend Fans hat, kann man sich solche Peinlichkeiten wie bunte Sitze sparen.

Grün ist die Hoffnung, blau die Kurve!

Grün ist nun also die Hoffnung. Das ist schon eine Herausforderung für viele,etwas Grünes mit Bezug zu Borussia aus dem Kleiderschrank zu kramen. Grün ist ja nicht die Farbe, die den reißendsten Absatz findet, wenn unser geliebter Verein Fanartikel auf den Markt wirft.

Immerhin könnte der ein oder andere das aktuelle oder eines der älteren Auswärtstrikots im Bestand haben. Auswärts laufen wir ja gerne in Grün auf, wenn auch leider viel zu selten mit Erfolg. Da wollen wir doch mal alle gemeinsam hoffen, dass das in Cottbus der Beginn einer langanhaltenden Serie von Auswärtssiegen ist.

Gott sei Dank ist bisher niemand auf die Idee gekommen, dass wir Fans alle in Blau erscheinen. Blau waren und sind ja schließlich unsere Ausweichtrikots. IN Blau, liebe Leute, gemeint ist die Farbe der Textilien, nicht der Zustand des Trägers derselbigen… Letzteres wäre vermutlich weniger das Problem, aber ob das der Mannschaft weiterhilft?

Münchner Sitten

Gerne hätte ich am Samstag in der Allianz-Arena einer Münchener Großbrauerei und einem bekannten bajuwarischen Wurstfabrikanten mehr Umsatz beschert. Das ging aber nicht, da vor allen Gästeblockeingängen zu lesen war, dass „die Mitnahme von Speisen und Getränken in den Tribünenbereich nicht gestattet!“ ist. Na, toll! Da musste das Ganze eben unter dem Trikot verschwinden

Es hatte eh vorher geregnet, und man war platschnass; da war das mit dem Bier kein Problem. Nur der Senf machte sich unter dem Trikot auf nackter Haut nicht so tolle. Die Security wusste zu erzählen, dass das Verbot nach einem Heimspiel gegen Cottbus nötig geworden war. Die Cottbusser hatten wohl die unten sitzenden Bayern-Fans mit Bier und Bratwurst getauft … Eigentlich schade um Klick für Großansicht!diese für einen Fußballfan so immens wichtigen Grundnahrungsmittel.

Mal sehen, wie das weiter geht. Ob wir Fans selber im nächsten Jahr überhaupt noch Zutritt haben werden? Schließlich könnten wir uns auch selbst nach unten stürzen und so eine Gefahr für die schutzbedürftigen Besucher im Parterre darstellen? Wäre ja nicht auszudenken, wenn ab Sommer auf den Schildern stehen würde: „Der Zutritt in den Tribünenbereich ist für Gästefans verboten!“.

Liebe Münchener, wird Euch jetzt auch endlich klar, dass Ihr eine suboptimale Stadionarchitektur habt??!! Dumm gelaufen, was? Außerdem, wer die Leute unter dem Gästeblock mit irgendetwas bewerfen will, der wird das auch trotz des Verbots machen. Hoffentlich begreift Ihr das bald und schraubt die Schilder wieder ab!!!

Zeitschleife

Hilfe, ich bin in einer Zeitschleife gefangen, das MUSS einfach ein Paralleluniversum mit einer Repetitivfunktion sein. Jupp Heynckes ist Trainer bei den Bayern?!?!? Wenn er also wieder quasi von Gladbach nach München wechselt, wird er dann auch wieder elf Jahre später Champions League-Sieger mit Real Madrid? Und ist dann 2024 wieder Trainer bei uns?

Wenn sich jetzt wirklich alles wiederholt, kommen sie dann alle wieder??? Also nicht nur bei Bayern, sondern auch bei uns in Gladbach? Lienen, Fach, gar Advocaat??? Meyer ist ja schon wieder da. Uuuaaahhh, da muss ich ja auf Knien dankbar sein, dass Horst Köppel gerade in Ingolstadt unterschrieben hat. (Aber gut, vielleicht brauchte er ja auch nur ein neues Auto.)

Und das Allerschlimmste ist: Wenn wirklich alles nach einer geheimen, sich wiederholenden Zeitleiste abläuft, dann heißt das auch, dass wir erst wieder 2025 – 30 Jahre haben wir ja auch beim ersten Mal gewartet – in München gewinnen. Aber dann ist ja eventuell Heynckes noch Trainer in Gladbach, wenn er 2024 wieder bei uns anfängt.

Eigentlich wäre ich froh, wenn es uns bis dahin überhaupt noch gibt...

Deutschland ist schön

Den Norden dieser unserer Republik finde ich persönlich zum Beispiel ganz charmant. Da gibt es Wattenmeer und Altes Land, Weserauen und Elbchausseen, immerhin.

Aber jetzt haben sie fußballtermintechnisch da oben im Norden ein ganz besonderes Problem. Hamburg gegen Bremen, Bremen gegen Hamburg, das dann auch noch insgesamt vier Mal in 19 Tagen, und zwar in drei verschiedenen Wettbewerben: DFB-Pokal, UEFA-Cup und Bundesliga; das nennt man wohl fantermintechnisch und polizeitaktisch eine Herausforderung. Wie sieht er nach diesen Begegnungen wohl aus, der Norden? Man stelle sich vier Mal Gladbach gegen Köln oder andersherum vor… Au weia! Also ich bin ganz froh, dass unserem Derby diese Frequenz erspart bleibt. Die Ordnungshüter sind sicher meiner Meinung, wenn ich sage: Da sind wir ja noch mal mit ’nem blauen Auge davon gekommen. Kein DFB-Pokal mehr, UEFA-Cup scheidet völlig aus und das Thema Bundesliga ist auch erledigt.

Und der Niederrhein, die Niersniederungen, die Kopfweiden und die Silberpappeln atmen auch hörbar auf. Deutschland ist schön.

2. Mannschaft

Als Traditionalist besuche ich ja auch häufiger die Spiele unserer „Zwoten“. Früher auf der Alm, dann eine kurze Zeit auf dem Bökelberg („Gott hab ihn selig.“) und nun im Grenzlandstadion. Den selbstgebackenen Kuchen vermisse ich ja schon ein bisschen, obwohl das „Schlemmermobil“ sein bestes gibt.

Die RP schickt auch gelegentlich mal den dritten oder vierten Mann des lokalen Sports zum Spiel und der darf dann montags einen Zehnzeiler schreiben oder (wie heute) mal den drohenden Abstieg unserer U23 dokumentieren, und da darf sich der Fachmann sogar ein Spielerfoto für seinen Bericht aussuchen. Leider ist aber nicht Tim Heubach, sondern Sören Seidel abgebildet. O.k. – beide blond, beide meist mit Stirnband unterwegs, allerdings liegen 15,5 Jahre Altersunterschied zwischen den beiden und das sollte man dann als Fachmann schon erkennen.

Beim zehnjährigen Schülermeister über 50m Rücken oder der Ü40-Kraulstaffel wäre das nicht passiert, da hat sich die RP ja Fachpersonal eingekauft.

Wenn man keine Ahnung hat...

Eindrucksvoll hat mein Lieblingsboulevardjournalist mal wieder bewiesen, dass er von Fußball keine Ahnung hat. Wundert mich das? Nö. Nicht im Mindesten. Aber es amüsiert mich doch.

Da hat also unsere Borussia beschlossen, in den wichtigen und vermutlich eher spärlich besuchten Heimspielen den Preishebel an der Südkurve anzusetzen (15€ Pro Ticket, normalerweise 25€; das ist nicht doppelt so teuer, aber wenn man keine Ahnung hat, kann man wohl auch nicht rechnen…), um mehr Leute zur Unterstützung der Borussia ins Stadion zu holen. Bei diesen Heimspielen handelt es sich um die Partien gegen Wolfsburg und Bielefeld.

Nun behauptet unser Nichtschwimmer, dass es sich um Dumping-Preise handele, und das, obwohl es gegen den Spitzenreiter gehe. Andere Clubs würden da Zuschläge erheben, aber Borussia sei ja so doof, da gäbe es gegen den Tabellenführer noch Ermäßigung.

Dabei weiß doch jeder Schlumpf, dass Wolfsburg den Weltpokal holen könnte, deswegen käme kein Mensch zusätzlich ins Stadion. Noch nicht mal ein Wolfsburger. Wolfsburg interessiert nämlich die Fußballwelt soviel wie der Sack Reis, der schon tausend Mal umgefallen ist. Und selbst der hat noch mehr Esprit und Charme. Aber wenn man keine Ahnung hat...

Skandal im Werbeblatt

Um mir trotz meiner mickrige Maskottchen-Rente noch die ein oder andere Auswärtsfahrt leisten zu können, spare ich jeden Cent und gucke am Wochenende immer in die Angebotsblättchen der örtlichen Lebensmittelhändler. Erstes Augenmerk wird natürlich auf das Grundnahrungsmittel Nummer 1 gelegt. Mittlerweile kann man auch viel besser vergleichen, da der Preis pro Liter angegeben werden muss und 88 Cent für einen Liter Hannen Alt ist wirklich preisgünstig.

Dann bin ich noch über die Riesen-Krakauer für 59 Cent je 100 g gestolpert und finde auf den hinteren Seiten des Prospektes „Bettwäsche“. Meine Borussia-Bettwäsche von 1977 müsste wirklich mal dringend erneuert werden, allerdings gibt es in diesem Laden IN MÖNCHENGLADBACH tatsächlichn nur Bettwäsche unseres Rivalen aus den 70ern, was mir Schauder über den Rücken treibt.

Zudem kann man noch Bettwäsche zweier Vereine aus dem Norden sowie zweier Ruhrpottvereine erwerben. Ich habe das Prospekt direkt verrissen und mich der Lektüre des aktuellen Fanartikelkatalog UNSERER Borussia gewidmet. Montag gibt es jetzt erstmal neue Bettwäsche! Muss ich halt mal zwei Wochen mit Wasser und Brot vorlieb nehmen. Ist ja eh Fastenzeit.

Bumsi nostalgisch

Gestern Nacht bin ich beim Zappen bei der Sendung „Tagesschau vor 20 Jahren“ hängen geblieben, Moderatorin war die unvergleichliche Dagmar Berghoff. Und auch vor 20 Jahren war natürlich der 01. April, in der Bundesliga lief der 24. Spieltag, der ärgste Verfolger des FC Bayern war ein gewisser 1. FC Köln, und die Borussia überholte durch einen 2:1 Heimerfolg gegen die Bayern den HSV und schob sich auf den 4. Platz.

Was mir aber Pippi in die Augen getrieben hat, waren die Bilder vom proppevollen Bökelberg, Sonnenschein, 34.500 Zuschauer und die Nordkurve ein buntes Meer aus Fahnen, Papierschnipseln und Fans. Unsere Borussia drehte eine 0:1 Rückstand durch Tore von Jörg Neun und Christian Hochstätter und der Jubel war grenzenlos.

Sehr amüsant waren noch weitere Ergebnisse des Spieltages, Waldhof Mannheim gewinnt mit 2:1 in Dortmund und die Stuttgarter Kickers siegen in Leverkusen mit 3:1, während Uerdingen in Stuttgart „nur“ zu einem 2:2 kommt.

Ja, so war das damals, als Fußball noch ein Männersport war und uns sich nicht die gesamte Medienlandschaft über einen Nebenkriegsschauplatz Ballack vs. Podolski aufgeregt hat.


Bumsi besinnt sich

So, Leute, Zeit zum Durchschnaufen. Borussia hat kein Pflichtspiel an diesem Wochenende, aber einige Borussen sind natürlich trotzdem sportlich in ihren Nationalmannschaften aktiv. Ob auch in der deutschen, das wird sich am Samstag und am Mittwoch zeigen.

Ich bin ganz froh, dass jetzt erst mal Ruhe einkehrt und man sich ein wenig auf das besinnen kann, um das es wirklich geht, nämlich um den Klassenerhalt meiner, unserer geliebten Borussia.

Und ich hoffe ganz ehrlich, dass auch die Becherwerfer, Feuerzeugschmeißer, Zündler und sonstige Nervensägen sowie die ewigen Nörgler und Besserwisser die Zeit zur Besinnung nutzen. Haben wir nicht alle ein Ziel? Dann schadet nicht unserer Borussia oder der Fanszene durch unbedachtes Handeln in und außerhalb des Stadions! Lasst uns nach einer kurzen Zeit des Nachdenkens im Spiel gegen Karlsruhe zeigen, dass wir alle das Ziel „Klassenerhalt“ gemeinsam verfolgen. Für Nebenkriegsschauplätze haben wir wirklich keine Zeit mehr...

Ich bin schuld.

Also, Leute, ich möchte mich auf das wichtige Spiel gegen Bochum konzentrieren, deswegen mache ich es zum Abschluss aller Diskusionen mal kurz: Ich bin schuld.

Ich bin schuld an der Finanzkrise, an der Erderwärmung, an der Verwahrlosung der guten Sitten, am Alkoholmissbrauch, an den Spritpreisen, an der Entlassung von Jos Luhukay, an sämtlichen allergieauslösenden Pflanzenblüten, am Streik der niedergelassenen Ärzte, an den Mängeln der Lehrerausbildung, an der Rechtschreibreform und an der Pleite von Märklin.

Und selbstverständlich bin ich schuld an allen negativen Ereignissen rund um das Köln-Spiel. Aus meiner Feder kam das Einsatzkonzept der Polizei, ich habe möglichst viele Leute, die sich nicht zu benehmen wissen, zusammengetrommelt und sie aufgefordert, die Schweigeminute zu stören, ich habe die Pyrotechnik ins Stadion geschleust, ich habe die Straßenbahnen mit Steinen beschmeißen lassen und ich habe die Warteschlange vor dem Eingang angegriffen.

So, können wir uns jetzt auf Freitag konzentrieren?

Derby hin, Derby her.

Ich kann es echt nicht mehr hören. Ich mache das jetzt seit Jahrzehnten mit und Spaß macht mir dieses ganze Buhei schon lange nicht mehr. Damit meine ich nicht natürlich nicht einen möglichen Auswärtssieg, der würde mir selbstverständlich Spaß machen.

Vielleicht ist Köln kein Gegner wie jeder andere, gut, die räumliche Nähe, die Rivalitäten in der Historie, aber allzuviel Aufhebens sollte man nun wirklich nicht darum machen. Und wisst Ihr auch warum? Ganz einfach, indem ich die Kölner zum Derbygegner, zum großen Rivalen, die Partie zum wichtigsten Spiel des Jahres erkläre, werte ich sie ohne Not auf. Haben sie das verdient? Nö. Völliges Ignorieren träfe sie viel härter.

Da können sie zig Mal Schals verkaufen, mit dem sie vehement ihren Hang zur Sodomie negieren (Dann muss ja eigentlich was dran sein, oder?), das macht sie nicht zu einem ebenbürtigen Gegner, im Gegenteil. Es zeigt nur, dass sie ihre Minderwertigkeitskomplexe „Große Stadt, großer Verein, trotzdem kein Erfolg“ immer noch nicht abgelegt haben und außerdem (?) die Poldi-Millionen irgendwie eintreiben müssen.

Der nächste Schwachsinn

Ja, auch wenn es nicht meine Generation ist und man zu meiner Zeit noch anderes Liedgut zum Besten gab, habe ich die Auflösung von B.O. bedauert. Aber verstehen kann ich die Jungs natürlich schon, es gibt leider zu wenig Neues rund um meine und auch B.O.s geliebte Borussia zu besingen und Tauermärsche lassen sich schlecht in Rockmusik umwandeln.

Jetzt hat auch die Boulevardpresse dieses Thema aufgegriffen, was vermuten lässt, dass sie unsere Homepage lesen. Prima, dann machen sie wenigstens einmal am Tag was Vernünftiges. Allerdings sind natürlich wieder Tatsachen verdreht, Zitate aus dem Zusammenhang gerissen worden, aber das ist ja nix Neues für mich, das kostet mich nur noch ein müdes Arschrunzeln.

Eine absolute Lüge ist es jedoch, Tower als Oberfan zu bezeichnen. Ja, Herrschaftszeiten, wie kann man denn nur auf so einen Schwachsinn kommen. Ich bin wirklich zutiefst erschüttert. Es kann schließlich nur einen Oberfan, nämlich MICH! Tower, pah, der war ja fast noch flüssig, als ich auf dem Bökelberg schon alles gegeben habe.

Da bin ich ja jetzt mal gespannt, ob unsere Homepage wieder so eifrig studiert wird, vielleicht führt das ja zu einer Richtigstellung in der nächsten oder übernächsten Ausgabe? Wohl nicht, Humorlosigkeit ist ja euer zweiter Vorname.

Erst denken, dann sprechen!

Da ist die Aufregung um meine Borussia mal wieder groß. Ein Grund zur Scham sei der Einspruch (Effenberg), ein Witz (Völler) sowie unsolidarisch (Beiersdorf). Hmpf, das ist starker Tobak. Merkwürdigerweise kann ich gar nicht erkennen, was der Verein jetzt genau verbrochen hat? Sind denn die Borussenspieler verspätet zum Kontrollpinkeln erschienen oder die Hoffenheimer?

Aus welchem Grund jetzt auch immer, darum geht es ja gar nicht. Es gibt für Millionen von Regelverstößen Millionen gute Gründe. Aber so gut der Grund auch sein mag, ändert er ja erst mal nichts am Regelverstoß. Und dann weiß man noch nicht mal, welche Folgen der Regelverstoß hat, weder für einen selbst, noch für jemand anders, das einzige, was man weiß, ist, dass binnen 48 Stunden Einspruch eingelegt werden muss, damit es überhaupt Folgen haben kann. Verwirrend? Ja, finde ich auch.

Noch verwirrender finde ich allerdings insgesamt die Äußerung von Dietmar Beiersdorf „Das hat mit Solidarität nichts zu tun. Da sollte man eine sportliche Lösung finden.“ Aha. Mit wem sollte sich denn Borussia solidarisch zeigen? Mit allen Zuspätkommern? Mit eventuellen Dopingsündern? Gar mit allen Hoffenheimern??? Also irgendwann ist ja auch mal Schluss mit Solidarität, oder? Und was für eine sportliche Lösung schwebt Herrn Beiersdorf vor? Ein neuer Kick, bei dem dann alle ganz solidarisch zu spät kommen oder alle ganz solidarisch eine Dopingprobe abgeben? Oder sollen die Jungs sich zum Minigolf, Tischtennis oder rhythmischer Sportgymnastik treffen?

Manchmal ist es aus Solidarität gegenüber seinen Mitmenschen gut, erst zu denken und dann zu sprechen.

Einfach nur dämlich

Eigentlich will ich ja meinem Kollegen Jünter keine Konkurrenz machen, deshalb überlasse ich ihm den Spott über Irrtümer und Verschreiber gegenüber den Journalisten, die gerne große Buchstaben benutzen. Aber nach der Lektüre des heutigen Verdummungsexkrements muss ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.

Mikael Forssell kehre mit den Auswärts-Deppen (kein Sieg!) aus Hannover nach Gladbach zurück. Mal abgesehen davon, dass die Klammerinhalte in diesen Artikeln nicht dööfer sein könnten – wenn sie ewig siegen würden, wären es ja keine Auswärts-Deppen – macht mich doch der Begriff Auswärts-Deppen stutzig. Kommt mir (Bumsi! ) irgendwie bekannt vor.

Waren wir (Fans aus MG!) das nicht? Kam nicht diese Bezeichnung aus unserer Fanszene? Waren wir nicht die Bösen (Pfui!), die diesen Begriff einführten? Komisch, wir waren damals die gemeinen Fans und jetzt darf Herr Stümpermann (männlich!) einfach so die Hannoveraner (Niedersachsen!) als Auswärts-Deppen bezeichnen? Und dann auch noch völlig überflüssigerweise mit Bindestrich (länglich, meist schwarz!). Oder will er damit vertuschen, dass mal wieder Ideenklau angesagt war? Da rettet auch ein Bindestrich keine Journalistenehre (Welche?), unoriginell, geklaut und tumb (dämlich!).

Und zu dem anderen Blättchen der gleichen Machart muss ich mich auch noch mal kurz äußern: Da beschwerte sich ein Fan, dass er nicht beim nicht-öffentlichen Training zugucken durfte. 150km sei er extra aus Hilden gekommen. Gut, der Mann ist alt, da kann man sich schon mal irren, aber selbst der blödeste Heimtkundeversager weiß, dass man quasi über den Nordpol fahren muss, um für die Strecke von Hilden nach Gladbach auf 150km zu kommen. Und wenn man als Journalist solche Aussagen einfach übernimmt, dann ist man (siehe oben) einfach nur dämlich.

Logan lässt Fanherzen höher schlagen

Also, wenn Männer als sexy gelten, dann interessiert mich das normalerweise überhaupt nicht. Wenn es dann um sexy Fußballer geht, dann denke ich eher an Hans-Günther Bruns und nicht an David Beckham, also an gute Penger mit Herz und nicht an irgendwelche popstarähnlichen Modepüppchen.

So, und mit diesem Gedankengut muss ich nun zur Kenntnis nehmen, dass unser neuer Keeper als der sexieste Fußballer von Belgien gewählt wurde. Gut, die Bilder, die ich so von ihm gesehen habe, da kann ich mir schon vorstellen, dass Frauenherzen höher schlagen, aber Fanherzen?

Seit letzten Samstag muss ich den belgischen Damen zu ihrer Wahl gratulieren. Ich fand es auch richtig sexy, was Logan da im Tor geleistet hat. Ob er sich eine Rose auf den Hintern hat tätowieren lassen, interessiert mich immer noch nicht, aber unser auf anzügliche Banalitäten spezialisierte Journaille wird es mir sicher zeitnah berichten. Mit Sex als Thema machen sie ja schließlich eine Menge Auflage.

Spaß ist, wenn man trotzdem lacht

Manchmal muss ich gar nicht nachdenken, um mir skurrile Alltagsanekdoten rund um meine Borussia auszudenken. Das trifft sich gut, denn mein Kopf ist wegen des ganzen Theaters zur Zeit ohnehin leer. Da freu ich mich, wenn sich andere mal so richtig über die von mir verachtete Boulevard-Presse lustig machen wie jetzt das Forum www.borussen.net. Dort fand ich folgende fiktive Schlagzeilen unseren Zauberzwerg und seine Nationalmannschaftskarriere betreffend:

/ Löw macht Marin kaputt! / Wegen Jogi: Marin hört mit Fußball auf!!! / Nach Marin-Schelte: Löw zurückgetreten!!! / Nach Löw-Rücktritt Marin neuer Bundestrainer! / Merkel ruft Notstand aus! Pressekonferenz auf n-tv! / Marin ab sofort neuer Bundeskanzler! / Marin wird 1,80 m! / Marin befreit den Nordpol vom Schnee! / Sondermeldung: Marin kriegt 20% auf Tiernahrung! / Enthüllung: Marin ist der Osterhase! / Wunder: Marin gewinnt Defensivzweikampf! / Marin ab sofort defensiver Mittelfeldspieler! / Marin bezeichnet Matthäus als besten Trainer der Welt! / Marin hat bis Unendlich gezählt!! 2 Mal!!! / Marin ist Baillys Vorbild! / Marin hat Chuck Norris verprügelt! / Marin ist Chuck Norris Sohn! / Marin ißt Chuck Norris Sohn! / Marin konzentriert sich nur auf Borussia! / Wegen Marin: Bundesliga stoppt Spielbetrieb! / Marko Marin neuer Dschungelkönig! / Marin greift Löw an: "Verstanden habe ich es nicht warum ich so lange auf der Bank sitzen musste. Na ja, vielleicht weiß der Trainer ja mehr und sagt es irgendwann. Ich würde gerne mal wieder einen Titel holen. Ich weiß nicht ob das mit dieser Mannschaft machbar ist." /

Wenn ich mir so unsere Situation angucke, dann kann ich nur sagen: Weiter so, liebe Borussen-Fans. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Bumsi erklärt die Bild

Also Leute... es ist ja eigentlich ganz einfach. Ich versuch es mal am Beispiel einer Familie zu erklären. Da wären Vater, Mutter, Kinder, hin und wieder trifft man sich an Weihnachten oder Ostern mit Tanten, Onkeln, Opas, Omas und Cousins und Cousinen... Während der Woche trifft man in der Regel nur Vater, Mutter und die Geschwister...

Und jetzt hat sich Euer großer Bruder verliebt. Du findest die Frau schrecklich. Sie kommt aber jeden Tag vorbei und geht Euch auf die Nerven... Es wäre ja nicht so schlimm, wenn sie nicht jeden Furz den Ihr von Euch gebt, direkt mit Hilfe ihres Blogs in die Welt pumpen würde... mit der Zeit erhält sie für ihren Blog über die Familie Borussia immer mehr Beachtung, da aber Eure Familie weitgehend ereignislos vor sich hinlebt, muss sie sich ab und zu etwas ausdenken.

Nach mehreren Monaten stellt sie fest, dass die erfundenen Geschichten besser ankommen, als die wahren... Und so in etwa verhält es sich auch mit dem Boulevardjournalismus. Jetzt kommt es halt drauf an, dass wir Kinder nicht alles glauben, was da steht und wir uns von dem Müll nicht beeinflussen lassen.

Euer Bumsi

Dämon Alkohol

Es ist absolut schrecklich, wenn ein Fußballfan im Stadion sein Leben verliert, und da ist es mir sogar egal, ob Kölner, Schalker oder Dortmunder. Der BvB-Fanfamilie deshalb an dieser Stelle mein Beileid.

Und der Schuldige ist natürlich auch schon gefunden, der Dämon Alkohol war es mal wieder. Dieser Bösewicht, der in allen Stadien sein Unwesen treibt, der aus vernünftigen Menschen lauthals grölenden Monster macht, der außerdem im Bechern serviert werden muss, die man ja auch wegschmeißen könnte. Eine Geißel der Fußballwelt.

Ohne Zweifel birgt der Genuss von Alkohol gewisse Gefahren, wer wüsste davon kein Lied zu singen. Aber ein Bier gehört nun mal zum Fußball dazu. Wenn sich jetzt jemand an einer Bratwurst verschluckt, wird dann auch deren Verbot erörtert?

Ach, machen wir uns doch nichts vor. In den VIP-Logen wird das kühle Helle, der Schampus oder die kernige Südlage nie verboten werden. Es geht nicht um die Gefahren, die der Alkohol mit sich bringt (Stürzen kann man ja schließlich auch im VIP-Bereich.), es geht einzig und alleine darum, das Bild eines klinisch reinen, gesellschaftlich makellosen und deshalb gut vermarktbaren Fußballs zu schaffen.

Auf den Schreck dieser Erkenntnis gehe ich jetzt erst mal ein Bier trinken. Prost.


Armer Roman

Ein Mann muss einem in diesen Tagen besonders leid tun: Roman Abramovitsch. Der Arme hat durch die globale Wirtschaftskrise mittlerweile so viel Geld verloren, dass ihm sein kleines Spielzeug in London zu kostspielig geworden ist. Er will es loswerden. Michael Ballack muss um sein täglich’ Brot aber trotzdem nicht fürchten, denn Hilfe ist bereits im Anmarsch: Scheich Mansour bin Zayed Al Nahya, der sich in der Premier League bereits an Manchester City belustigt, will sich nicht mehr mit Peanuts abgeben, wie z.B. dem geplatzten 125 Millionen Transfer von Kaka, sondern ließ verlauten, dass die Übernahme von Chelsea zwar „nicht billig“, aber machbar sei.

Könnte also gut sein, dass der Ölmulti vom persischen Golf bald zwei englische Clubs sein Eigen nennen wird. Da die Jungs in den weißen Gewändern kluge Kaufleute sind, wird er schnell feststellen, dass es kaum Sinn macht, zwei – auch noch konkurrierende – Unternehmen im selben Markt ... äh Vereine in derselben Liga zu unterhalten. Eine Fusion der beiden Clubs dürfte aufgrund der zu erwartenden Synergieeffekte – wie es immer so schön heißt – die logische Konsequenz sein.

Passenderweise werden beide Vereine „The Blues“ genannt. Da müssen die Fans gar nicht groß umdenken. Die blauen Trikots, in denen beide Vereine des Öfteren zu sehen sind, passen auch ganz gut zusammen. Selbst die Spieler würden profitieren; die müssten sich nämlich tatsächlich mal den Allerwertesten aufreißen, um in dem Verdrängungsspielchen zu überleben. Wer das schafft, ist dann ein wahrer Held … Wenn das alles nicht so traurig wäre, könnte ich glatt drüber lachen.

Als Maskottchen bin ich natürlich in großer Sorge um meine Kollegen dort drüben. Was wird nur aus dem Chelsea Stamford Mascot und aus Moonchester und Moonbeam??? Von denen wird ja dann auch nur noch einer gebraucht. Da hätte ich aber schon eine Idee: In unserer Nachbarschaft treibt ein unendlich hässlicher Ziegenbock sein Unwesen. Der muss dringend ersetzt werden …


Als Fußball noch ein Männersport war

Ach, nee, was war das für ein enttäuschendes Spiel gegen Dortmund. Ganz anders als früher, als Fußball noch ein Männersport war. Aber was soll ’s. wir müssen den Blick nach vorne richten, für langsam verbleichende Titel – die von früher – gibt es nicht die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt.

Früher, das war die Zeit als die Hosen knapp und die Trikots eng waren, als Männer noch Frisuren trugen und keine Haarbänder oder Haarreifen, als Schnauzbärte und Körperbehaarung im Allgemeinen nicht als unschön, sondern als normal galt, als sich noch Kalle und Berti Zweikämpfe lieferten und nicht Kevin-Prince und Jan-Ingwer.

Der Wandel der Geschichte ist an den Männern nicht spurlos vorüber gegangen, wie auch. Im Prinzip ist mir das auch wurscht, aber meine Borussia ist halt eine Dame, die auf jeden Fall Spieler verdient hat, die ihren Mann stehen, wenn es um den Klassenerhalt geht. Dann sehen wir vielleicht auch wieder richtigen Männersport in der Rückrunde.

Ohne Köpfchen

Männerbeine sind toll, Fußballerbeine besonders. Ich habe ja nur einen Fußballkopf, Beine habe ich im Prinzip gar nicht, vielleicht daher meine Begeisterung. Die Homepage-Macher bei Borussia teilen meine Leidenschaft, denn die „Dia-Show“ dort zeigt – wenn nicht unterschiedliche Perspektiven auf den Borussia-Park oder jubelnde Fans (Über was? Sind wohl Archivbilder.) – bevorzugt Beine, manchmal identifizierbare, manchmal unidentifizierbare. Es gibt auch andere Körperteile wie ausgestreckte Arme oder einen Brustkorb sowie einen Oberarm mit Kapitänsbinde zu bestaunen, aber Beine stehen eindeutig im Vordergrund.

Ein paar nicht mehr aktuelle Mannschaftsfotos aus dem Sommertrainingslager und vom Testspiel in Wegberg, da sind mal Menschen mit Köpfen drauf. Einzelaufnahmen von Köpfen gibt es nicht. Vielleicht, weil sie zu schnell rollen?

Dein Bumsi

Dante

So, jetzt sind sie also da, die Neuen. Nun, wir werden uns überraschen lassen müssen, was sie auf dem Rasen für uns tun können. Ich bin da mal zuversichtlich, dass Herr Meyer und Herr Eberl da eine gute Wahl getroffen haben. Ok, was bleibt mir sonst auch übrig…

Besonders angetan hat es mir nur so von den Fotos her unser neuer Innenverteidiger Dante. Nicht nur wegen seines literaturgeschichtlich so imposanten Namens – die göttliche Kömodie inklusive Gang durchs Fegefeuer soll er uns ja eigentlich ersparen – nein, wegen seiner Haartracht.

Ich bin begeistert. Ein Frisurgenosse. Ein echter Krüllekopp, genau wie ich! Selten heutzutage, wirklich. Vom Austerben bedroht wie Vokuhila. Und ich hätte direkt ’nen Tipp für Dante: Geh doch bei der Karnevalssitzung als Bumsi. Meinen Segen hast Du!

Wintersport

Das Leben kann so schön sein. Über die Feiertage konnte ich mal richtig abschalten. Vor Allem dank Eurer vielen Zuschriften … die haben mir sehr geholfen. Meine Lieben waren auch ganz nett zu mir, weil sie ja wussten, wie schlecht es mir angesichts unserer sportlichen Situation so ging. An Fußball habe ich in den letzten Tagen nur ganz kurz gedacht. Nur dann, wenn es etwas von unseren Freunden aus Liverpool zu vermelden gab. Klasse, dass die Tabellenführer sind … und zwar sogar von oben; nicht wie wir … Jetzt kann ich mich aber total entspannt auf den Wintersport konzentrieren. Und da gibt es ja einiges zu bestaunen: Bei der Biathlon World Team Challenge reichte es zwar erneut nicht zum Sieg für ein deutsches Team (muss wohl an der Location liegen), trotzdem werden wir Deutschen im Weltcup-Geschehen aber wohl wieder ganz vorne mitmischen. Den Prolog zur Tour de Ski konnten zwei deutsche Athleten sogar gewinnen. Axel Teichmann ist zuzutrauen, dass er die gesamte Tour „nach Hause fährt“.

Selbst unsere Adler haben sich wieder in der Weltspitze zurück gemeldet. Tot Gesagte leben eben länger. Martin Schmitt & Co. waren in Oberstdorf mit vier Mann unter den besten 15 vertreten. Schade, dass es bei der Vierschanzentournee keinen Teamwettbewerb gibt. Den Jungs hat ein neuer Trainer (ausgerechnet auch noch aus Österreich) zu neuem Selbstvertrauen verholfen.

Unser Trainer stammt ja auch aus einer Wintersportweltmacht. Angesichts derartiger Parallelen zu unseren Skispringern darf man ja guter Hoffnung sein, was die Rückrunde angeht. Ist zwar etwas weit hergeholt, aber an was soll man sich sonst klammern...

Diese Woche war noch mal Europapokal.

Vier Bundesligisten dürfen sich über den Verbleib im UEFA-Cup freuen: Wolfsburg, Stuttgart, Bremen und Hamburg. Ebenso wie die Bayern in Europas Eliteliga. Die Fans all dieser Vereine dürfen dem kommenden Jahr also optimistisch entgegen blicken. Unsere beiden Mitaufsteiger können ebenfalls zufrieden auf die erste Saisonhälfte zurück schauen. Die K***** haben doppelt so viele Punkte wie wir, und die Ho$$enheimer sind gar Herbstmeister. Vielerorts wird es nun zu recht richtig fröhliche Weihnachtsfeiertage geben.

Und bei uns? Anstatt den positiven Trend aus der letzten Saison in Richtung Mittelfeldplatz fortzusetzen, stecken wir im größtmöglichen Schlamassel. Wir haben gerade mal 11 Punkte und sind nach diversen peinlichen Niederlagen Tabellenletzter. Zumindest bei mir mag da so gar keine (vor-)weihnachtliche Freude aufkommen. Ich bin einfach nur traurig … und auch ein bisschen wütend. Statt uns über Weihnachten so richtig schön auf 2009 freuen zu können, werden wir in den nächsten Tagen wohl eher erfahren, wer das sinkende Schiff so alles verlassen wird. Ob richtig gestandene, neue Seefahrer hinzukommen, um unseren lahmenden Kahn wieder flott zu machen, bleibt abzuwarten. Ob unserem Käpt’n ausgerechnet in der spielfreien Winterpause etwas einfällt, das uns wieder auf den richtigen Kurs bringt, steht ebenfalls in den Sternen.

Die vielen Enttäuschungen der Hinrunde sitzen tief; da kann ich nicht einfach zur (Weihnachts)-Tagesordnung übergehen. Ich leide ganz schön. Weniger unter den hämischen Kommentaren von Freunden und Kollegen aus der Maskottchenszene; an die hat man sich in den letzten Jahren eh gewöhnt. Nein, es ist die Enttäuschung darüber, dass von all der Euphorie des Aufstiegs nur sechs Monate später einfach nichts mehr da ist … nichts mehr. Es ist zum Heulen.

Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie Weihnachten auch für mich noch zum „Fest der Freude“ werden kann? Wenn ja, dann schreibt mir einfach mal unter Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst . Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Bis dahin sitze ich hier jetzt einfach weiter rum und bin traurig...

Vergebene Liebesmühe

Kai Pflaume ist ja im Fernsehen für die großen Gefühle zuständig. In einer seiner Shows hat schon manch Einer tränenreich seiner Verflossenen gestanden, wie sehr er sie noch liebt und wie sehr er sich eine (wieder) gemeinsame Zukunft wünscht. Manchmal klappt das auch. Manchmal nicht; dann endet die ganze Liebesmüh’ – erneut tränenreich – ohne Happy End.

Die Herren Meier, Daum und Overath von unserem rheinischen Rivalen aus der Domstadt bemühen sich derzeit auch um einen Verflossenen – Prinz Poldi, der jetzt mit „König“ Uli verheiratet ist, wegen dem er sich einst vom ÄffZeh trennte, um in der bayrischen Weißwurstmetropole ein paar Hunderttausender mehr zu verdienen.

Wann immer in diesem Tagen eine Fernsehkamera in der Nähe ist, die drei fallen sofort auf die Knie und flehen um ihren Lukas. Das wirkt manchmal ganz schön lächerlich … und ist darüber hinaus auch noch gefährlich: das permanente Gebuhle treibt Poldis Preis nach oben, und wenn die Sache schief geht, sind sie die Deppen der Nation … so, wie manch Einer in „Nur die Liebe zählt“.

Und die Fans? Statt zu begreifen, dass auch der kürzlich begonnene Karneval die Gesetze im Fußball nicht außer Kraft setzen wird, halten sie Papptafeln in die Luft, auf denen lustige Sätze stehen, wie „Poldi, komm’ nach Hause!“

Der FCB hat Anderes im Kopf. Deshalb wird Poldis neues Zuhause eine schicke mediterrane Villa sein … oder ein schmuckes englisches Landhaus. Aus diesen Gefilden kommen höhere Ablösesummen. Da kann die selbsternannte Medienstadt südlich von Düsseldorf leider nicht mithalten. Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis die K***** das kapieren. Solange können wir das karnevalistische Treiben dort belustigt beobachten…

Italienische Fallsucht

Die Bayern haben ja einen Italiener in ihren Reihen. Gestern hat der sogar ein Tor gegen uns gemacht. Darüber hinaus war er bei Filip und Roel aber in besten Händen. Vermutlich fing er wegen dieser guten „Betreuung“ an, uns Borussen etwas ganz Besonderes vorzuführen, nämlich das „Ich setze mich jetzt mal auf den Boden und fordere vehement Foul“ - Spiel. Das hat Luca Toni richtig gut drauf. In fast jeder Szene, in der der Ball sich mal in seine Nähe traute, ging er zum Sitzstreik über und riss flehend die Arme in die Höhe. Die von der Schauspielkunst begeisterte Nordkurve feuerte ihn mit Worten, wie „Sch… Italiener“ an. Man hatte sich also richtig lieb.

Lieber Luca, das war ganz schlecht! So verdient Ihr Bayern es nicht, Herbstmeister zu werden, was ja erklärtes Ziel eures Trainers ist.

Ob er wohl bei Ottmar Hitzfeld das Schauspielen gelernt hat? Oder bei Jürgen Klinsmann? Oder etwa schon in seiner Heimat? Ich wollte es herausfinden und bin deshalb gestern noch mal kurz zu meiner Lieblingspizzeria. Von Pepe wollte ich wissen, ob junge Fußballer in Italien so etwas beigebracht bekommen. Pepe ist selber sauer, dass ein Landsmann von ihm sich auf diese Weise blamiert hat. Keinesfalls, so meinte er, würde man das in Italien den Spielern beibringen. Das hätte mich auch gewundert.

Ach ja, um die Herbstmeisterschaft werden nun wohl Vereine spielen, mit denen wir ja auch nicht so viel am Hut haben. Ist mir aber egal, ich freue mich mit Pepe jetzt erstmal weiter über unser tolles Spiel gegen die Bayern.

Alles richtig gemacht

Gestern durfte Armin Veh sein 1000tägiges Dienstjubiläum als Trainer beim VfB Stuttgart feiern. Passend dazu gab es von seiner Mannschaft ein 2:0 Geschenk im UEFA-Cup. Aus seiner Zeit als Spieler bei der Borussia kennt er derartige Kontinuität sicher noch bestens. In insgesamt fast sieben Jahren am Bökelberg lernte er mit Jupp Heynckes nur einen einzigen Trainer kennen. Ach, was waren das noch für Zeiten!!!

Unser VfL hatte in den letzten 1000 Tagen fünf Trainer. Ist das jetzt gut oder schlecht? Ich seh’s mal so: Wir sorgen dafür, das möglichst viele Trainer bei uns die Gelegenheit bekommen, Erst- und/oder Zweitligaerfahrung zu sammeln, die sie dann bei anderen Vereinen tatsächlich auch mal kontinuierlich einbringen können. Damit unterstützen wir die Trainerzunft nachhaltig und tun sogar etwas für unsere Konkurrenten. Da ist es doch richtig gemein, dass die Stuttgarter oder auch diese Bremer sich derart eigensinnig zeigen, dass sie niemals neues Trainerpersonal zum Zuge kommen lassen!

Wir produzieren quasi am Fließband hochflexible Fußballprofis, die sich in jeder Lebenslage auf immer wieder neue Übungsleiter und deren taktische Konzepte einstellen können. Wenn Mario Gomez im Sommer nächsten Jahres endlich zu einem europäischen Topclub wechselt, wird ihm diese Flexibilität fehlen – wie schade für ihn.

Durch viele neue Trainer wird auch die Motivation der Spieler auf hohem Niveau gehalten, da sie ihr Können ja immer wieder neu unter Beweis stellen müssen – sonst ist der unter dem alten Trainer noch sicher geglaubte Stammplatz bald futsch. Insofern haben wir in den letzten 1000 Tagen doch wieder einmal alles richtig gemacht. An Neckar und Weser läuft definitiv was falsch, und das wird man bestimmt auch bald in der Tabelle sehen können … oder etwa nicht???

Mensch Meyer

Von einem Wurm, der drin ist, kann keine Rede mehr sein. Myriaden von Würmern sind es, die sich da an meiner Borussia zu schaffen machen. Ich weiß gar nicht mehr, worüber ich nachdenken soll, über Angriff, Mittelfeld, Verteidigung oder über den Torwart?

Über Taktik, Stammformation, Mannschaftsstruktur, Konzept oder Aufstellung? Über Führungsspieler, Ergänzungsspieler, Neuzugänge, Talente oder altgediente Borussen? Über Flanken aus dem Mittelfeld, Fehlpässe, Abschlussschwäche, Zweikampfverhalten?

Mensch Meyer, es gibt viel zu tun. Bielefeld kann da nur ein gutes Omen sein, denn wenn wir mal auswärts gewonnen haben in schwierigen Zeiten, dann in Bielefeld. Und die Bayern sind auch der richtige Heimspielgegner zur richtigen Zeit, denn da kann man unbeschwert alles geben, die Erwartungen sind meist nicht allzu hoch, das kann beflügeln.

Also, Borussen, lasst uns weiter zusammenstehen, damit nach der Eintracht nicht die Zwietracht kommt.

Euer Bumsi

Turm auf e1

Turm auf e1. Sagt Euch das was? Nicht? Gut, mir auch nicht. Und trotzdem gilt das als der überraschende Zug, mit dem Wladimir Kramnik sich bei der Schachweltmeisterschaft die Chancen auf den Titel gewahrt hat. Und noch einige andere Tricks hatte der Herausforderer des Weltmeisters in petto: Er kam durch das Publikum an den Tisch, er trank Espresso statt Wasser, er trug Anzug und Krawatte statt Hose und Pullover.

Oha, das sind ja tolle Methoden. Aber wenn’s hilft. Dann könnten von mir aus auch meine Borussen von der Tribüne aus auf den Platz laufen und sich am Seitenrand eine Tasse Kaffee (Malzkaffee versteht sich – wegen der Dopinggefahr…) reichen lassen statt immer nur Wasserflaschen. Schöne Vorstellung: „Hier, Rob, Dein Kaffee.“ „Ist schon Milch drin?“ „Oh, nein, hier. Warte, ich rühr noch schnell um. Und pass auf den rechten Verteidiger auf.“ Das wären doch mal ganz neue Gespräche an der Seitenlinie…

Anzug und Krawatte lassen wir wohl besser weg, entspricht bestimmt nicht den Richtlinien. Aber vielleicht brauchen wir solche Tricks gar nicht. Vielleicht fällt unserem neuen Übungsleiter Herrn Meyer auch ohne viel Firlefanz etwas ein, mit dem wir gegen Wolfsburg und Frankfurt unsere Chancen auf Punkte wahren und eventuell gar sichern. Ich vertraue da mal auf seine Erfahrung.

Von englischen Verhältnissen

Jeder weiß, dass England das Mutterland des Fußballs ist. Die fürsorgende Mutter wurde allerdings jüngst einfach abgeschafft und durch Scheiche und Großindustrielle ersetzt. Die haben mit ihren Milliarden die große Fußballfamilie dort drüben ganz schön durcheinander gewirbelt. Die Fans leiden darunter am meisten. Stehplätze? Fehlanzeige.

Ein Arsenal-Fan muss für die billigste Dauerkarte 1.040 EUR berappen. Der Spielplan ist in fanunmögliche Anstoßzeiten zerstückelt, und das Familienerbe der 20 Premiere League Clubs wurde auf etwa 3,85 Mrd. EUR!!! Schulden „herabgewirtschaftet“. Und wehe, wenn diese Stiefväter auf Zeit irgendwann mit ihren Milliarden wieder von dannen ziehen…

Dafür darf nun jeder englische Fan „stolz“ auf die (rein sportlich) stärkste Liga der Welt sein. Will ich in meiner Familie so etwas erleben? Ein klares Nein!!! Wir haben Stehplätze mit fairen Eintrittspreisen und akzeptable Anstoßzeiten. Viele Fans in England beneiden uns mittlerweile darum. Drei deutsche Mannschaften im Champions-League Halbfinale muss ich nicht haben, wenn ich mir das Eintrittsgeld dann sowieso nicht leisten könnte.

Die 50+1-Regel bleibt bei uns erhalten. Wie schön für unsere Fußballfamilie. Zu verdanken haben wir das übrigens auch einer gut organisierten Fanszene, die sich lautstark dafür stark macht, dass der Fußball unser Fußball bleibt. Das FPMG hat dabei schon immer eine führende Rolle eingenommen. Klasse! Schließlich profitiert davon insbesondere auch unsere eigene Fußballfamilie. Ich jedenfalls bin schon lange Mitglied im Fanprojekt, das mit rund 4.000 Mitgliedern zu den größten Vereinen unserer Stadt gehört.

Rund um den jetzt schon 20. Geburtstag kann ich mir nur wünschen, dass viele, viele mehr mit ihrer Mitgliedschaft einen Beitrag dazu leisten, dass wir alle weiter so schön Fußball feiern dürfen, wie es bisher möglich ist. Happy Birthday FPMG.

"Hans, wir sagen Dankeschön"

Als ich noch ein ganz kleines Maskottchen war, da hatte ich so eine Schachtel. Wenn ich den Deckel aufmachte, kam ein Männlein hervorgelugt und rief „Kuckuck, da bin ich wieder!“ Und die Wiederverpflichtung von Hans Meyer erinnert mich irgendwie an meinen „Jack in the box“. Kuckuck, da bin ich wieder!

Als Retter in der Not mag ein Trainer wie Hans Meyer uns kurzfristig helfen, aber was ist mit dem Traum eines langfristigen Konzepts? Wohl kaum mit einem 65jährigen, aber vielleicht beweist uns Hans ja, dass mit 66 Jahren das Leben erst richtig anfängt.

„Hans, wir sagen Dankeschön!“ sangen wir beim ersten Aufstieg, doch viel von der Dankbarkeit ging verloren, denn entgegen zuvorigen Aussagen übernahm Herr Meyer nach der Borussia noch den Trainerposten in Berlin und in Nürnberg. Davon, in Ruhe Rotkäppchen-Sekt zu schlürfen und Rosen zu züchten war keine Rede mehr. Derlei widersprüchliches Verhalten sieht man in großen Teilen der Fanszene nicht gerne.

Aber sei’s drum, ob jetzt langfristiges Konzept oder kurzfristige Rettungstat: Entscheidend ist, dass wir am Ende der Saison den Klassenerhalt auf der Tabelle ablesen. Dann wird vielleicht auch wieder gesungen: „Hans, wir sagen Dankeschön!“

Paule, sach doch watt!

Dass das Maskottchenleben kein leichtes ist, das wissen wir alle, meine jungen Kollegen im deutschen Ligaalltag und auch ich als alter Hase. Aber wieviel es einem wirklich abverlangen kann, das wurde beim Länderspiel gegen Wales deutlich.

Aus dem ehrenwerten Bundesadler hat der DFB flugs einmal einen nahezu flügellosen Geier namens Paule gemacht. Und Paule sollte gestern Abend im etwas mundtoten Borussia-Park für Stimmung sorgen. Das ist ihm mehr schlecht als recht gelungen. Auf der Tribünenbalustrade herumhüpfend, mit den Stummelflügelchen wedelnd konnte Paule die zahlende Kundschaft nicht wirklich zu supportmäßigen Großtaten animieren.

Aber vielleicht haben sie auch gar nicht erkannt, wer das sein sollte? Vermuteten vielleicht den Werbeträger einer Legebatterie, eine Umweltschutzaktion zur Rettung der Zwergdommel oder sonstiges. Vielleicht wäre angesichts der vergeblichen Bemühungen von Freund Paule als deutsches Maskottchen einfach der deutsche Michel besser, im Nachthemd, mit Schlafmütze und Kerzenhalter im Stadion umherschleichend.

Also ich finde, das hätte was. Zumindestens besser als eine missratene unfreiwillige Verhohnepiepelung des Bundesadlers. Was habe ich für ein Glück, dass ich nur ein Fußball mit lustigen Haaren bin. Das ist schlicht und ergreifend und jeder weiß sofort, woran er ist.

Bumsi für Deutschland

So, am Mittwoch ist es also endlich soweit, das erste internationale Pflichtspiel wird im Borussia-Park ausgetragen. Gastfreundlich wie wir Borussen nun mal sind, habe ich Paule, das Maskottchen der Nationalelf, dazu auch eingeladen. Im Gegenzug durfte ich am Samstag im falschen Park der falschen Borussia das Länderspiel gegen Russland genießen. Mit auf den Platz durfte ich leider nicht, deswegen habe ich es mir in der Nordkurve gemütlich gemacht. Spieltagsfähnchen in den Farben unseres Landes lagen überall aus, wurden auch fleißig geschwenkt, leider musste ich wieder feststellen, Fahnen machen keinen Krach und kaum Stimmung, betrunkene Russen aber sehr wohl J!

In der größten Südkurve Dortmunds gab es eine Choreo, die ich von meinem Platz leider nicht erkennen konnte, sachdienliche Hinweise bitte per Mail, ich hab keine Ahnung, was das war, bei der Europameisterschaft war das deutlicher. Die ersten 30 Minuten waren ja noch ganz okay, beflügelt durch die Tore der Jogi-Elf, aber dem selbsternannten Fußballfachmann eine Reihe vor mir im orangefarbenen Pullunder musste ich erst mal ein gepflegtes "Orange trägt nur die Müllabfuhr" entgegen schleudern. Was hat der Typ genervt. Und als die ca. 55-jährige Zuschauerin zwei Plätze neben mir in der Halbzeit das Strickzeug rausgeholt hat, habe ich mich erstens gefragt, wie sie das ins Stadion bekommen hat, und zweitens, ob ich noch bei der richtigen Veranstaltung bin.

Aber dafür hat sich eine andere große Frage für mich durch einen Blick in das Spieltagsmagazin geklärt: Ich weiß endlich, wie die Trikots der Saarländischen Nationalmannschaft aussahen, und das ist ausnahmsweise mal mein voller Ernst.

Wir sehen uns im Park,

Euer Bumsi

Dortmund kaufen!

Und, habt ihr Aktien? Geht Euch die Muffe? Angst vor Verlusten? Ich selbst bin ja kein großer Sparer, was soll auch noch großartig übrig bleiben, wenn man der Borussia landauf landab auf Schritt und Tritt folgt. Nichts, zumindestens nicht viel. Aber die internationale Finanzkrise, die so viele in Trübsal versinken lässt, hat für die Freunde der einzig wahren Borussia auch etwas Positives.

Die andere Borussia hat nämlich seinerzeit Aktien ausgegeben, galt damit als fortschrittlicher Trendsetter, ein Zeichen für den Fußball der Zukunft. Davon ist jetzt nicht viel übrig geblieben, im wahrsten Sinne des Wortes. 94 Cent ist die Aktie der Nordlüdenscheider noch wert, ausgegeben wurden sie für 11,00€. Satte 91,45% Verlust, da hätte man sich vielleicht besser gestanden, sein Geld direkt zu verbrennen, die Abwärme wäre wohl ertragreicher gewesen.

Aber zurück zum Positiven: Wer macht mit? Wenn wir zusammenlegen, können wir vielleicht einen schönen Batzen BvB kaufen. Nicht, weil ich wirklich was davon haben möchte, aber wenn wir dann einen ordentlichen Anteil besitzen, können wir vielleicht auf der nächsten Hauptversammlung den Antrag auf Umbenennung stellen. Lässt sich vielleicht besser vermarkten, der neue Name. Damit kann man ja die gewinnsüchtigen Hauptaktionäre normalerweise immer überzeugen. Und Blau-Weiß Dortmund klingt doch toll. Und die einzig wahre Borussia wäre endlich auch die einzige...

Wenn der Name Programm ist

Streit will im Winter weg, so berichten die Medien. Ja, wer will denn auch schon Streit haben… Wir haben ja noch nicht mal mehr einen Trainer, aber zurück zum Streitthema. Albert Streit will mal wieder weg, so müsste es eigentlich heißen und zwar spätestens im Winter. Man könnte fast meinen, dass der gute Albert einen neuen Rekord im „Winterwechseln“ aufstellen will.

Bereits in den Wintern 2003 (von VW nach K**n) und 2007 (von Frankfurt nach Schalke) hielt es der liebe Albert bei seinen Arbeitgebern nicht mehr aus. Nun werden die Intervalle offensichtlich immer kürzer, und so mancher Fan beißt sich jetzt schon vor Erregung in die Fäuste bei dem Gedanken, dass der Sportdirektor seines Vereins kein Statistikfreak ist.

Lieber Christian, auch wenn Du vielleicht jetzt andere Sorgen hast, bitte verschone uns und lasse Albert dort versinken, wo es sich für einen solchen Arbeitnehmer gehört, nämlich in die Niederrungen des Amateurfußballs. In Erinnerung werden uns dann nur sein Geheule wegen seiner Nichtberücksichtigung in der Nationalelf und der sensationelle Doppelkopfstoß mit Norbert Meier bleiben. Und wir brauchen ja jetzt wirklich zuallerst mal einen neuen Trainer und ganz bestimmt keinen Streit.

Trauriger Bumsi

Tja, nun ist es also wieder so weit. Ich bin traurig, wirklich richtig zutiefst traurig. Es hat mal wieder nicht geklappt, es wird trotz aller Beschwörungen, dass man eine langjährige Zusammenarbeit anstrebt, kein Training und kein Spiel mehr mit Jos Luhukay geben. Es war mal wieder die schon so oft benötigte Notbremse, die gezogen werden musste.

Musste? Ach, wenn man das immer alles wüsste. Ja, vielleicht hätten wir in Bochum und dann gegen Karlsruhe mit Luhukay gewonnen, aber wer weiß das schon? Wenn es dann wieder zwei Niederlagen gesetzt hätte, wer will dann die Verantwortung dafür übernehmen, dass man den Trainer nicht schon früher entlassen hat?

Es ist mir völlig schleierhaft, was da mal wieder bei meiner Borussia passiert ist. Ich verstehe wie so viele andere auch nicht, warum nicht einfach erst mal die Aufstiegsmannschaft gespielt hat. Oder warum ständig die taktische Formation geändert wurde. Oder warum ehemalige Stammspieler auf der Bank saßen. Aber dass ich das nicht verstehe, muss nicht heißen, dass es nicht vielleicht notwendig war.

Eines ist auf jeden Fall sicher: Wir sind wieder da, wo wir in den letzten Jahren in der Bundesliga immer waren: in unteren Tabellenregionen, in einem bitteren Tief und in allen Medien mit nicht gerade positivem Image vertreten. Und das macht mich einfach nur traurig.

Euer Bumsi

Meine Meinung!

Ich bin hocherfreut, ja, beinahe ein bisschen stolz. Meine Meinung ist gefragt! Nach meinem letzten Kommentar habe ich einige Zusendungen von mehr oder weniger begeisterten Lesern erhalten. Und dazu möchte ich mich noch einmal kurz äußern.

Wie die Überschrift schon sagt, ist das meine Meinung. Die ist höchst subjektiv und deshalb keineswegs unangreifbar. Gerade über Geschmack lässt sich ja nun trefflich streiten, denn die Geschmäcker sind wie allseits bekannt verschieden. Meine Lieblingsfarben sind schwarz, weiß und grün, die anderer sind rot und weiß.

Nun möchte ich mich aber doch noch einmal zu dem imposanten Gebäude in der Innenstadt unseres nächsten Gegners äußern. Als gotische Kathedrale gehört es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Die zahlreichen gotischen Türme, Verzierungen und Figuren ermöglichen es, dass man immer wieder neues entdeckt. Insbesondere hervorzuheben sind auch die Reliquien der Drei Heiligen Könige im Dreikönigsschrein im Inneren. Das Bauwerk ist eine architektonische Meisterleistung und sicher nicht zu Unrecht mittlerweile Weltkulturerbe.

So. Aber hässlich finde ich die Kirche trotzdem.

Euer Bumsi

Hallo? Es geht um Fußball!

Fußball, das ist doch diese Geschichte, bei der 22 farbig gekleidete Herren in kurzen Hosen auf einem Rasenrechteck mit weißen Linien einem Ball hinterherhechten und versuchen, diesen in ein Gestänge an der jeweils kurzen Seite des Rechtecks zu befördern. Oder? Und Fußballfans versuchen dabei, dieses Rasenrechteck umstehend oder umsitzend, die Jungs in ihren Farben zu unterstützen, anzufeuern, aufzumunter. Oder?

Dass Fußballvereine in Konkurrenz zueinander stehen, liegt im Wesen des Sports. Dass Fussballfans ebenfalls in Konkurrenz zueinander stehen, wenn es eben um Fußball geht, ist ebenfalls eine logische Konsequenz. Das verstehe ich, aber ich bin altmodisch. Deswegen verstehe ich nicht, dass Fans sich auch unabhängig vom Spiel bekämpfen, ja regelrecht bekriegen. Das hat mit Fußball nichts und mit Fansein schon mal gar nichts zu tun.

Vor unserem Spiel gegen den Verein aus der Stadt mit der hässlichen Kirche scheint bei einigen „Fans“ das wesentliche in den Hintergrund zu geraten. Da fahren angebliche Fans nach Köln und machen „Buh!“, da kommen angebliche Fans nach Mönchengladbach und versuchen noch lauter „Buh!“ zu machen, woraufhin natürlich wieder nach Köln gefahren wird usw. usf.

Gut, Kinder (was anderes seid ihr nämlich nicht), macht was ihr wollt, aber tut mir den Gefallen, lasst dabei erstens meine Borussia aus dem Spiel, denn diese Art von Unterstützung hilft ihr nicht. Und zweitens lasst bitte dabei alle anderen Fans aus dem Spiel, denen es wirklich um Fußball geht, und nicht darum spätpubertäre Machtphantasien auszuleben.

Mit was für einem Unsinn man sich heutzutage auseinandersetzen muss...

Armer Dietmar Hopp

Was waren das früher für goldene Zeiten im Fußball… Ja, sicher auch für unsere Borussia, nach dem Pokalspiel jetzt sind erneute goldene Zeiten Lichtjahre, ach, ganze Universen weit entfernt, aber das meine ich ausnahmsweise mal nicht. Ich denke vielmehr an unbeschwerte, da völlig harmlose, wenngleich vielleicht doch auch schon damals geschmacklose Pöbeleien von den Rängen. Unseren eigenen Sportdirektor haben wir früher mit „Ziege in den Zoo!“ verspottet, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Nun ist Schluss mit derlei schamlosen Treiben, zumindestens wenn es gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp geht. Ach, der arme Mann kann einem wirklich leid tun, die Fans wollen seine Bemühungen um den deutschen Fußball einfach nicht verstehen. Dabei ist es doch sein Heimatverein, seine große Liebe, sein schönstes Hobby. Das wollen sie uns zumindestens jetzt alle erzählen.

Dass vor nicht mal drei oder vier Jahren dieser angeblich so vereinstreue und heimatverbundene Geldautomat seinen Verein opfern wollte, um mit dem FC Astoria Walldorf und dem SV Sandhausen zum FC Heidelberg 06 zu fusionieren, dem er selbstverständlich dann ein Stadion geschenkt hätte, davon spricht heute kein Mensch mehr. Komisch. Dass in seiner Mannschaft nur zwei Spieler länger als zwei Jahre dabei sind und auch nur zwei aus der ach so gelobten Jugendarbeit hervorgegangen sind, fällt auch keinem auf. Komisch.

Jetzt wird der arme Mann vom DFB gegen weitere Beschimpfungen geschützt. Die DFB-Sportgerichtsbarkeit wird sich zu seinem Schutz aktiv einschalten und massive Pöbeleien und Bedrohungen gegen ihn unnachgiebig verfolgen, so liest man es auf dfb.de. Das nennt man wohl den Kniefall der Obrigkeit vor dem schnöden Mammon. Und der Rest von Fußballdeutschland soll dabei artig zusehen und sich freuen, dass in Hoffenheim so viel für die Jugend und den Frauenfußball getan wird.

Da wünsche ich mir Rainer Calmund zurück. Der hat auch nicht jedes Mal, wenn gesungen wurde „Rainer Calmund, wir sch***** auf dein Geld, wir machen aus dem Bayerwerk den größten P*** der Welt.“ geflennt wie eine Memme.

Fußball lebt von seinen Emotionen

Am frühen Sonntagnachmittag konnte ich in einer Sportsbar in Hannover das Match VFL Osnabrück vs. FSV Frankfurt verfolgen, und das hat mir dann doch fast einen Lederlappen aus meiner Haut gehauen. Die erste Hälfte war langweilig, doch mit einem Handelfer direkt vor der Pause, getreten von Cichon, ging Osna mehr als glücklich in Führung. Jener Cichon war es übrigens, der mit seinem 1:1 gegen Hertha einen der wenigen Rekorde des Clubs aus der Stadt mit der großen Kapelle beendete, 1034 Minuten ohne Tor.

Zurück zum eigentlichen, denn der Aufsteiger aus Hessen schaffte es bis zur 75. mit 2:1 in Führung zu gehen, musste aber dann mit zehn Mann weitermachen und Herr Cichon durfte seinen zweiten Elfer schießen. Links vorbei, der FSV in Führung, aber in Unterzahl. Dann wird hektisch gewechselt, Pele Wollitz bringt u. a. Sykora, der in der 87. das 2:2 macht. Und dann kommt Schiri Bandurksi aus Essen und gibt in der 92. Minute noch einen weiteren Elfer, aus meiner Sicht war jeder der drei Strafstöße zumindest fragwürdig. Und diesmal trifft Herr Cichon wieder.

Ganz ehrlich, Fußball lebt von seinen Emotionen (Ich zahl auch ins Phrasenschein.), aber jetzt werden wahrscheinlich Offizielle und Spieler wegen ihren Äußerungen drei Minuten nach dem Spiel bestraft und gesperrt. Da fällt es einem aber auch einfach schwer zu sagen "Der Unparteiische lag eventuell mit seinen ansonsten durchaus akzeptablen Entscheidungen in wenigstens einer Situation nicht mit mir auf einer Wellenlänge, aber wir werden das, nachdem wir unseren Namen getanzt haben, bei einem frischen Kräutertee wie Männer besprechen und auf der Homepage feststellen, dass der Schiri Recht hatte.“

Kopfschüttelnd, Euer Bumsi


Geliebte und ungeliebte Ex-Borussen

Das Wiedersehen mit alten Borussen ist doch immer etwas Besonderes. Auf einige ehemalige Spieler freuen wir uns. So wie etwa jetzt auf Mikael Forssell, der jetzt bei Hannover 96 kickt. Nun ja, die Wiedersehensfreude geht nicht so weit, dass wir uns wünschen, dass er so auftritt wie bei uns 2003 und den Hannoveranern den Klassenerhalt sichert, und ein Tor gegen die Borussia muss nun auch nicht sein. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass es auch aus dem Gästeblock in der AWD-Arena Mikael-Forssell-Rufe erschallen werden.
Einen solch freudigen Empfang wird ein anderer ehemaliger Borusse am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen die Hertha sicher nicht erleben. Kenner der Szene erinnern sich noch an diesen Kicker zu Zeiten, als er bei den Amateuren auf der Alm oben am Bökelberg gegen die Kugel trat und dabei von seinen lederbemantelten – fußlang versteht sich – Kumpels Alexander Grebenoschko und Alexander Netchiporouk bejubelt wurde.

Warum auch immer es dieser junge Mann aus unserer ehemaligen Russen-Connection geschafft haben mag – die anderen verschwanden in dem schwarzen Loch der hoffnungsvollen Talente in einem Paralleluniversum jenseits unserer Zeitleiste – er hat keinesfalls unsere Sympathien. Er wusste die Ehre, die es bedeutet, die Raute auf dem Herzen zu tragen, nicht zu schätzen. Er verhöhnte seine ehemaligen Fans als Spieler der Pillendreher. Er wechselte zwar zu Liverpool, aber dann wieder zu einem deutschen Verein, der nun eigentlich nicht würdig ist, die Hauptstadt dieses Landes zu vertreten.

„Lieber“ Andrej Voronin, sei gewiss, dein Empfang im Borussia-Park wird kein herzlicher sein. Man soll ja niemandem was schlechtes wünschen, aber es wäre für alle Beteiligten sicherlich besser, wenn du gar nicht erst im Kader wärst. Und falls doch, sagen wir jetzt schon mal: Auf Nimmerwiedersehen!


Länderspielwoche!

Da ist der internationale Fußball in aller Munde. Aber wir Borussen haben den internationalen Fußball ja quasi bei jedem Spiel vor Augen. O.k., wir sind (noch) nicht für den UEFA-Cup qualifiziert, aber unser Spieleraufgebot ist bei genauer Betrachtung an Internationalität kaum zu überbieten. Jetzt aktuell in aller Munde durch sein Beinah-Tor in München ist Sharbel Touma.

Ein libanesischer Schwede! Das ist ja sogar doppelt international und mit dieser doppelten Nationalität ist Sharbel bei weitem nicht der einzige. Außerdem spielen in unseren Reihen je ein Deutscher mit niederländischem, französischem, nigerianischem, polnischem und serbischem Pass, ein französischer Ivorer und gar ein italienischstämmiger argentinischer Isreali! Dagegen wirkt so ein Fußballexot wie Rob Friend als Kanadier schon recht unspektakulär.

Bis Borussia also wieder international auftritt, dauert es noch eine Saison (oder zwei…), aber am Länderspielwochenende sind wir gut vertreten mit unseren Spielern. Da drücken wir doch auch alle unseren Nationalspielern die Daumen. Mach ett, Olli!

Alt-Internationale

Ist es nicht merkwürdig still in letzter Zeit um unsere Alt-Internationalen? Man liest gar keine Meinungen, Kritiken oder Verbesserungen unserer wohlverdienten Ex-Kicker. Effe stellt sich nicht fürs Präsidentenamt zur Verfügung, Loddar erhebt keinen Anspruch auf den Trainerstuhl und Berti scheint durch die Übernahme des Kirchenvorstandes von Kleinenbroich endlich die Erfüllung gefunden zu haben.

Da stellt sich natürlich die Frage: Haben sie jetzt gar nichts zu sagen, wo es doch richtig gut läuft mit „ihrer“ Borussia oder werden sie einfach gar nicht gefragt? Oder aber rufen sie vielleicht permanent in den einschlägigen Verlagshäusern an, um Lobeshymnen auf Luhukay und Ziege zu singen, die aber bei der Journaille nicht auf Interesse stoßen und daher nicht den Weg zum geneigten Leser dieser Druckerzeugnisse finden?

Bei uns scheint das Sprichwort nicht zu stimmen: „Erfolg hat viele Väter, Misserfolg ist ein Waisenkind.“ Denn bei Misserfolg strömen die weisen, väterlich gemeinten Ratschläge ungefragt herbei, so dass sich sogar Horst Köppel zur taktischen Ausrichtung äußern darf. Ist denn Borussia nur bei Misserfolg sexy oder bietet sich nur dann eine Plattform in Sachen Selbstmarketing?

Alles, wovon wir derzeit verschont bleiben, spielt sich im Süden unseres Tabellenplatzes und im Süden von Mönchengladbach ab. Lautern-Fans fragen sich wie wir so oft zuvor: Alt-Internationale – Fluch oder Segen? Ich bleibe lieber im Norden.

Doppelsechs

Da begleite ich den Fußball nun schon über so viele Jahre, dass ich gelegentlich denke: ‚Nix kann dich mehr überraschen, Bumsi, du bist ein so alter Hase, du kennst alle Tricks, alle taktischen Varianten, alle Aufstellungen.’ Und wieder mal belehrt mich die Realität eines besseren.

Ein völlig neuer Begriff macht in der Fußballwelt die Runde, die so genannte Doppelsechs. Die Doppelsechs kannte ich nur vom Würfelspiel. Bietet natürlich auch in anderer Schreibweise ein bisschen Assoziationsspielraum für das älteste Gewerbe der Welt.Aber gut, wenn’s hilft, dann wird halt mit Doppelsechs gespielt.

Jetzt bin ich nur gespannt, was als nächstes kommt, der Zwischensturm oder das Mittelfeldhexagon, vielleicht auch die ballfreie Liniendeckung oder das Pfostenschusstraining. Ich lass mich mal überraschen.

Bumsi träumt von München

Um 23:22 Uhr fliegen in der Münchner Allianz Arena 2 Torwart-Handschuhe in den pechschwarzen Nachthimmel. Nachdem Rob Friend den entscheidenden 27. Elfmeter im Kasten hinter Michael Rensing versenkt hatte, entledigte sich der Bayern Keeper seiner Arbeitskleidung und rannte vor Wut schnaubend in die Kabine. Auf dem Weg dahin riss er alles ihm im Weg stehende mit sich. Uli Hoeneß wurde mit Blutstau oberhalb des Halses in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert.

Zuvor hatten 11 tapfere Borussen den ca. 12 Millionen Fernsehzuschauern ein atemberaubendes Fußballspiel geboten, jeden Angriff des FC Bayern in 120 Minuten abgewehrt und zudem 6 mal den Pfosten der Bayern-Kiste getroffen. Unterstützt von der frenetischen Anfeuerung der 7.000 Borussen auf den Rängen, die das Pfeifkonzert der Tribünenbazis locker überstimmten, hatte die Elf vom Niederrhein ein denkwürdiges Pokalspiel geliefert.

Kaiser Franz plädierte daraufhin vor laufenden Kameras bei Johannes Baptist, Kloppo und dem schweizer Flötenmann für eine Abschaffung des DFB-Pokals, denn es könne schließlich nicht angehen, dass die kleinen Vereine den FC Bayern aus dem Pokal werfen. Indes sprachen Theo Zwanziger und Kloppo von einer Weltklasseleistung der Borussia, woraufhin Bayern-Präsident Rummenigge der ZDF Live-Übertragung den Strom abstellte.

Theo Zwanziger gesellte sich daraufhin zu den feiernden Borussia-Fans, die im Stadtteil München Schwabing den Weizenbiervorräten den Kampf ansagten, und sangen: „In München weht ein kalter Wind, Menschen hasten tränenblind, weil sie so verzweifelt sind, Bayern hat verloren…“ Ein denkwürdiger Tag neigte sich so dem Ende.

Hach, wenn doch alle Träume so realistisch wären...

Ein Freund, ein guter Freund...

Namen sind halt doch mehr als Schall und Rauch. Denn mit dieser Torausbeute wird Rob Friend tatsächlich jedermanns Freund. Zugegebenermaßen erinnerte mich der Name Rob Friend zunächst eher an eine Kinder-Comic-Figur, irgendetwas in Richtung „Bob, der Baumeister“.

Aber andere Spieler haben und hatten ja auch merkwürdige Namen, die mir Spielraum für Assoziationen bieten und boten. Bei „Sixten Veit“ dachte ich immer an eine Rockband, so zwischen Grunge und Heavy Metal, mit einem langhaarigen Lead-Sänger, der sogar im Gesicht tätowiert ist.

„Wagner Love“ (Brasilien, spielt bei ZSKA Moskau) könnte eigentlich auch eine postmoderne und für den Normalbürger völlig unverständliche Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen sein und „Lua Lua“ (Demokratische Republik Kongo, z. Zt. bei Piräus aktiv) klingt wie ein Atoll im Pazifischen Ozean, erinnert an Pina Colada in der Hand, spärlich bekleidete Schönheiten der einheimischen Inselbewohner vor den Augen…

In der Politikszene ist mein aktueller Lieblingsname (Hat immerhin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger den Rang abgelaufen!) übrigens Roswitha Müller-Piepenkötter. Hoffen wir nur dass Frau Müller-Piepenkötter keinen fußballtalentierten Nachwuchs hat, denn Trikotbeflockung mit diesem Namen ist sicher eine Herausforderung und außerdem lässt sich der Name nun wirklich nicht gut skandieren. Da bleiben wir doch lieber bei Rob Friend und singen weiterhin: „Ein Freund, ein guter Freund…“

Was für ein Zirkus

Was ist denn das bloß für ein Zirkus am FanHaus? Da geht ja tierisch was ab! Nach so einem Derby sollte doch erst mal Ruhe einkehren, aber am FanHaus sind die Löwen los. Da will ich mal in Ruhe ein paar Bierchen trinken und mit Gleichgesinnten am Tresen in netter Gesellschaft noch mal das Spiel Revue passieren lassen, da trifft mich doch glatt der Schlag. Da steht der ganze Parkplatz voll, überhaupt kein freies Plätzchen mehr.

Als ich rausgehe, stehen sie da und glotzen mich an, diese Kamele! Da fragt man sich ja schon fast, ob es den Kölnern bei uns so gut gefallen hat, dass sie sich hier häuslich einrichten. Im Hintergrund die ganze Zeit dieses Ziegengeblöke, furchtbar.

Ich mach mich lieber auf den Weg gen Süden, mal sehen, wohin das Fürth.

Bumsi träumt

Geplatzte Träume sind was Schreckliches. Das weiß jeder, der schon mal eine solch bittere Erfahrung machen musste. Stellt euch mal vor, ihr hättet Großartiges vor und würdet dafür einen tollen Partner suchen. Nehmen wir mal an, ihr wärt ein Fußballverein und würdet einen einzigartigen Sponsor suchen und dann böte sich eine beliebte Mittelmeerinsel, sagen wir mal Zypern, als Sponsor an und verspricht euch über eine Beraterfirma das Blaue vom Himmel. Und dann stellt sich heraus, dass ein Fan eures Erzrivalen – als Berater – sich einen Scherz erlaubt hat und euch der Lächerlichkeit preisgibt. Bitter.

Oder – bleiben wir mal bei dem Verein – ihr träumt vom Sieg in einem wichtigen Spiel, am besten gegen den o. g. Erzrivalen, um den Durchbruch und womöglich den Aufstieg zu schaffen, und dann reicht es trotz Führung und einem Tor mit nur zehn Mann nicht zum Sieg. Bitter.

Ach, das Leben kann so grausam sein. Stellen wir uns mal vor, wir hätten als der besagte Verein endlich den Messias unter den Trainer auf der Bank („Pst: Fußballspiele gewinnt man nicht durch ‚feste dran glauben’, sondern durch guten Fußball:“), und es bringt gar nix außer einer peinlich-medienträchtigen Hochzeit im Mittelkreis. Und dann träumt man von dem anderen Heilsbringerprinz, der die Tore schießt, aber der wird, wie sich heute herausstellt, durch übermäßige Bezahlung im Feindesland festgehalten und nicht wieder freigelassen. Bitter.

Ach, was bin ich froh, dass ich nicht träumen muss. Mir reicht ein Blick in die Zeitung.

Bahnstreik

Ach herrje…dass man auch immer auf andere Leute angewiesen ist. Jetzt drehen mal wieder die Jungs von der GDL am Rad…ob die wohl mit denen von der DFL verwandt sind?? Am Wochenende soll also nicht gestreikt werden. Danke, wie gnädig! Dafür aber vielleicht am Montag wieder. Und das wird dann gar nicht lustig.

Ich mache mir ernsthaft Sorgen, was dann mit den tausenden von Fans passiert, die ihre Anreise zum Lokalderby mit dem Zug geplant haben! Kommen die dann alle mit dem Auto? Na prost Mahlzeit! Da werden selbst die 10.000 Parkplätze am BORUSSIA-PARK nicht ausreichen, zudem ist eine Spur auf der A61 gesperrt. Ein Verkehrschaos ist also vorprogrammiert. Ich werde wie immer schon so früh am Stadion sein, dass ich mit all dem Theater nichts an der Mütze habe. Trotzdem mein Aufruf:

Bitte, liebe GDL, wärt ihr so nett und würdet am Montag eure albernen Plastik-Ponchos ausziehen, euch in euere Führerhäuschen setzen und eurer Arbeit nachgehen!?!?! Dann gibt’s auch von mir ein GDL, ein Ganz Dickes Lob!!!

Euer Bumsi

Bumsis Boykott

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Lachen müsste ich, weil Borussia erfolgreich und sogar halbwegs ansehnlich Fußball spielt. Die Tränen kommen mir allerdings, wenn ich die Konsequenzen dieses Erfolges berücksichtige.

Natürlich stürzt sich die „Fußballberichterstattung“ auf die als Zugpferd für hohe Einschaltquoten trefflich geeignete Borussia wie eine Möwe auf eine fettige Fritte, und verkauft dies auch noch als Dienst am Fan. Weit gefehlt, nicht um uns Fans geht es, sondern um die möglichst lukrative und ertragreiche Präsentation von Werbung.

Statt schmollend vor dem Fernseher zu sitzen, schlage ich vor, keines der in Werbeunterbrechungen angebotenen Produkte zu kaufen, also kein beworbenes Bier trinken, den Kauf des Autos sowie der beworbenen Rasierklingen boykottieren. Revolutionsromantik? Schon, aber ein gutes Gewissen im Sinne aller Fans.

Trikotkauf

Seit längerem liebäugle ich mit dem Gedanken, mir nach Jahren mal wieder ein Trikot zu kaufen, schließlich sind wir im Aufwärtstrend, da kann man sich ruhig mal öffentlich durch sein Outfit zur Borussia bekennen.

Aber welcher Name kommt dann hinten auf das Trikot, welcher Spieler passt zu mir? Wenn ich so am Spieltag durch den BorussiaPark schlendere, fallen mir nämlich immer wieder groteske Mensch-Trikot-Kombinationen auf: Der 1,60m kleine, abgemagerte Opi im Rob-Friend-Dress oder der 2,10m lange, 150kg schwere Schrank mit Marin-Schriftzug auf dem Rücken. Ob das die Träger dieser Trikots nicht selbst komisch finden?

Na ja, im Prinzip geht es ja um die Mannschaft, um den Verein, um den Zusammenhalt, den es zu zeigen gilt. Also gehe ich in den Shop und bestell mir ein Trikot mit der Aufschrift „Bumsi“, schließlich gehöre ich ja auch dazu, und was würde besser zu mir passen als mein Name?

Beweise...

So ein Maskottchenleben unterscheidet sich gar nicht so sehr von eurem Fanleben, wirklich nicht. Ich habe einen geregelten Tagesablauf, denke die ganze Zeit an das nächste Spiel und wenn mir langweilig ist, höre ich Radio oder gucke Fernsehen.

Und da ist dann neulich – obwohl ich mich nun gar nicht für Politik interessiere – in einer Nachrichtensendung folgendes in meine Ohren gedrungen: „Der Staat ABC sei verpflichtet zu beweisen, dass er bestimmte XYZ-Waffen nicht baue.“ Gegen Waffen bin ich natürlich sowieso, außer gegen die unschlagbare Waffe des Vollspannschusses, aber trotzdem muss mein Bumsi-Hirnchen das erst mal verarbeiten.

Da soll also jemand beweisen, dass er etwas nicht tut. Das ist schon ziemlich grotesk. Wie soll man denn das Unterlassen einer Tätigkeit (im Nachhinein) beweisen? Wie sollte ich euch z. B. glaubhaft den Beweis erbringen, dass ich noch niemals im Kopfstand rückwärts die Elf vom Niederrhein gesungen habe? Irgendwie doch völlig unmöglich, oder?

Beweisen, dass man etwas nicht tut, kann man ja nur, indem man es nicht tut, aber wo ist dann der Beweis? Ich kapier das nicht, aber egal, Hauptsache, meine Borussia beweist, wie man Tore schießt, und zwar immer wieder, und für jeden nachvollziehbar.

Alles Gute, euer Bumsi!

"Derby ist am 22.10."

Ihr wisst, ich bin Traditionalist. Mir liegt viel daran, dass man seine Feindschaften und seine Freundschaften pflegt. Schließlich will man immer wissen, dass man sich auf seine Feinde und seine Freunde verlassen kann, und dass Feind Feind und Freund Freund bleibt.

Und dann gerate ich plötzlich und unvermittelt in einen Konflikt. Ich muss meinen Kölner Feinden recht geben! Ich freue mich über ihre Aktivitäten, fühle mich nachgerade geehrt!

Denn eins sollte vor dem Spiel gegen die Kartoffelkäfer aus der Printenstadt jedem klar sein: „Derby ist am 22.10.“ Danke, ihr eigentlich feindlichen Kölner. Mit diesem Spruchband bei Eurer Partie gegen Aachen habt ihr es auf den Punkt gebracht. Wir sind - was sicherlich sehr selten ist - einer Meinung. Aber meine Freunde seid ihr wohl leider trotzdem noch nicht…

Euer Bumsi

Hochmut kommt vor dem Fall

Mensch, was für ein Hochgefühl! Drei Siege in Folge und sogar die Amateure schießen noch mal vier Tore. Wer soll uns noch schlagen? Der Erfolg ist wieder unser Freund, liebe Fans der Borussia! Sieht das nicht nach einem Durchmarsch in die erste Liga, ach was, in die Champions League aus?

Mit einem ja sicherlich in greifbarer Nähe liegenden Sieg gegen die Bayern im Pokal lockt sogar das internationale Geschäft schon dieses Jahr! Bayern schießt ja gegen Karlsruhe auch nicht mehr als vier Tore, so viel besser können die also gar nicht sein. Sind das nicht tolle Aussichten?

Hah, und der nächste Auswärtssieg lacht mich schon aus Hamburg an, da ist doch was drin, oder? Schließlich haben wir da schon mal gewonnen, ich weiß es genau! Wie lange ist noch hin bis zum Spiel? Ich blättere in dem Abreißkalender, den mir Tante Gerda zu Weihnachten geschenkt hat – auf jedem Kalenderblatt steht ein weiser Spruch.

Was? Schon morgen? Und was steht da: Hochmut kommt vor dem Fall. Umpfh…

Borussiafreie Samstage

Sagt mal Kinder, geht es Euch auch so? Samstage ohne Borussia haben etwas für sich. Zum ersten Mal nach langer Zeit hat mein Garten mich wieder zu Gesicht bekommen. Ich wusste gar nicht, was sich da mittlerweile für schöne und weniger schöne Pflanzen angesiedelt haben. Ich habe direkt mein altes Bio-Schulbuch rausgekramt und mir die Namen zu den wunderschönen Pflanzen rausgesucht. Ich habe den „Acker-Rettich“, „Floh-Knöterich“ und die „stengelumfassende Taubnessel“ im Garten, toll was?

Auch mein Auto hat sich bei Borussia für den fußballfreien Samstag ohne langwierige und komplizierte Anreiserituale, welche schon früh morgens beginnen, bedankt. Ich habe es nach langer, langer Zeit mal wieder meinem Nachbar nachgeeifert. Samstags um Punkt 15.30 Uhr verteilt er den Inhalt des Wassereimers über das (eigentlich noch gar nicht so dreckige) Auto, dann wird mit einem Schwamm der Dreck entfernt und anschließend wird das gute Stück mit einem feinem Lappen trocken gerubbelt und poliert. Dazu gibt es stets drei gekühlte Flaschen eines alkohol- und kohlensäurehaltigen Getränks. Ich habe es tatsächlich geschafft, die originale Farbe meines Autos zum Vorschein zum Vorschein zu bringen.

Nur eins habe ich ihm nicht nachgemacht: Er hat „Sport und Musik“ gehört, und das kommt für mich auf keinen Fall in Frage. Mit dieser Liga will ich nichts zu tun haben! Denn die Liga ist da, wo Borussia spielt. Hoffentlich spielt Borussia bald wieder in Liga eins, denn Samstage ohne Borussia sind doch irgendwie doof.

Euer Bumsi

Kein Strom in Aue

Na toll, jetzt habe ich mich so sehr darauf gefreut, endlich mal wieder mit einem Sonderzug zum Auswärtsspiel zu fahren. Die Vorfreude auf Aue war riesig! Und jetzt? Jetzt habe ich erfahren, dass es gar keinen Sonderzug nach Aue gibt. Nun werde ich wohl mit dem Bus fahren müssen. Mir graut es allerdings vor dieser Tour – so ein Bus ist schon gewöhnungsbedürftig, aber lustig wird es bestimmt. Der Grund dafür, dass es keinen Sonderzug gibt, ist allerdings kurios.

Auf den letzten 30 Kilometern von Chemnitz nach Aue gibt es keine Oberleitung. Ach du jeh, wo fahren wir denn da hin. Ist das wirklich noch im selben Land?!? Na ja, der komische Esel hat mir nun erzählt, dass durch fehlende Oberleitung extra eine Diesellok zum Einsatz kommen müsse. Allerdings gibt es im ganzen Osten keine Diesellok, die einfach nur so rum steht. Deswegen müsse eine von Lübeck hoch im Norden nach Mönchengladbach fahren, vor den Zug gespannt werden und komplett nach Chemnitz mitfahren, um dann für die letzten 30 Kilometer gebraucht zu werden.

Sensationelle Kosten fielen da an. Das kann ja keiner bezahlen. Tja, und hinzu kommt ja noch, dass das Deutsche Sportfernsehen „Erzgebirge Aue gegen Borussia Mönchengladbach“ als Topspiel ansieht und wir demnach Montag spielen. Das mit den hohen Kosten wäre dann eher ein gewagtes Unterfangen. So fährt halt der harte Kern mit dem Bus gen Osten – ist doch auch schön.

Makottchentreffen

Vergangen Woche war mal wieder Maskottchentreffen angesagt, und da der alte Esel wegen anderer Verpflichtungen keine Zeit hatte, bin ich gefahren. Die meisten von denen kenn ich gar nicht, aber das ist ein Thema für eine andere Geschichte. Deswegen hab ich mich mit meinem alten Kumpel Dino zusammen an einen Biertisch gestellt, wir kennen uns ja schon seit den 70-igern. „Du sag mal, Bumsi“, sprach er mich an in unverfälschtem Hamburger Dialekt, „als Ihr letztes Jahr im November bei uns im alten Volkspark gespielt habt, das ging doch 1:1 aus, oder? War der 12. Spieltag und ihr hattet 3 Punkte mehr und wir waren auf Platz 15 hatten erst einen Sieg. Kannst Du mir dann mal versuchen zu erklären, warum wir jetzt trotzdem noch UEFA-Pokal spielen und Ihr in der 2. Liga?“

„Weißt Du Dino, wir haben jetzt beide einen holländischen Trainer, aber bei dem einen war direkt eine Verbesserung spürbar, der andere braucht eben noch Zeit. Und wir hatten beide einen Spielmacher, Eurer war verletzt, unserer nicht in Form. Van der Vaart wurde gesund, Insua kam nicht richtig in Form, der brauchte auch noch Zeit. Na ja, davon haben wir ja jetzt ganz viel, aber so klein können die Unterscheide vielleicht manchmal sein“.

Ich hab dann noch zwei Bier getrunken und bin dann doch etwas deprimiert nach Hause gefahren, das nächste Mal kann wieder der Esel fahren, der kennt es ja nicht anders.

Die M-I-S-T Humba

Heimspieltage, das sollten doch eigentlich Festtage sein, nicht wahr? Statt mich nun im Vorhinein schon mit allerlei bedrückendem Gedankengut zu belasten, stelle ich mir lieber vor, dass unsere gefürchtete Fankurve auf ein eventuell fallendes Tor der Lilaweißen nicht mit wortloser Erstarrung (Unterrang) oder mit kollektiver Abwanderung zum Bierstand (Oberrang) reagiert, sondern mit einem völlig neuen Fangesang.

Das ist eigentlich nicht meine Idee. In der Welt der nichtexistierenden Wesen habe ich einen guten Freund gefunden, der mit seiner grundsätzlich pessimistischen Lebensphilosophie – wie sollte es auch anders sein – natürlich Gladbach-Fan ist. Ihr kennt ihn vielleicht: Bernd, das Brot. Und Bernd hat mir halt hinter vorgehaltener Stummelhand anvertraut, dass er ja sowieso nicht klatschen kann, was er auch in Gladbach nicht braucht, dass er sich aber wünscht, dass sein Lieblingswort mal im Stadion ertönt.

Gut, dass ist sicherlich experimentell, doch ich mache hier mal in Bernds Namen folgenden Vorschlag: die Mist-Humba. Die Vorsänger schmettern nacheinander: Gebt mir ein „M“, ein „I“, ein „S“, ein „T“! und die ganze Kurve brüllt lautstark zurück: „MIST!“ Stelle ich mir sehr kultig vor.

Wenn schon auf dem Platz nicht besonders viel Neues zu sehen ist, dann könnten doch wenigstens wir Fans mal was Kreatives versuchen, oder?

Willkommen im Club!

„Was habe ich bloß verbrochen in meinem Leben, dass ich zum Anhänger dieses Vereins geworden bin?“ fragte ein ratloser Anhänger der Borussia in Mainz, der zufällig neben mir im Block stand. Tja, irgendwie dennoch ein selbstgewähltes Schicksal, denn andere Fußballvereine, die sich über Fans freuen würden, gibt es schließlich wie Sand am Meer.

Herr Luhukay und Herr Ziege, meine werten Kollegen im Zeichen Raute, Eure Leidenszeit beginnt diese Woche so richtig. Was bisher gewesen ist, war dagegen eine Schülerlotsenparty. Euer Rausschmiss wird gefordert werden, Eure Kompetenz hinterfragt werden, Eure bisherigen Entscheidungen an den Pranger gestellt werden. Mit anderen Worten, man lässt an Euch kein gutes Haar.

Da kann man nur sagen: Willkommen im Club!

Bumsi Frust nach Hoffenheim

So hatte ich mir den Montagmorgen nach dem ersten Zweitligaheimspiel nun wirklich nicht vorgestellt. Erst habe ich die ganze Nacht gegrübelt, warum unser Rasen nicht das gleiche Glück erfahren darf wie unsere Ersatzbank. Da muss man sich als Spielfeld doch veräppelt vorkommen, fünf Stürmer auf der Bank und keiner auf dem Grün, das ist wirklich ungerecht. „Was hat sie, das ich nicht habe?“ fragt sich da nicht nur der Platz.

Nach Aufstieg, nach klarem Offensivfußball, der doch vor der Saison noch in aller Munde war, nach absolutem Siegeswillen sah das nicht aus. Und ich fürchte, derartige Spiele werden in dieser Saison nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Inklusive des ach so spärlich anreisenden Anhangs. Und weil leider nicht immer Schulanfang ist, kann man ja nicht regelmäßig das Stadion „ausverschenken“. Vielleicht bietet sich Totensonntag dieses Jahr noch an, zu jedem Gesteck gibt’s zwei Tickets gegen Offenbach.

Soll ich ehrlich sein? Ich bin vom Frustniveau der letzen Saison gar nicht mehr so weit entfernt. Optimismus – wozu?

Hoffenheim - ein Verein mit Tradition

Endlich wieder eine Traditionsmannschaft im Borussia-Park! Kinder, was freu ich mich! Ich habe mich ausführlich informiert über die schon 108 (hui!) Jahre alte TSG Hoffenheim. Und die haben es echt drauf da im Badischen! Bis 1979 konnte die Schachabteilung große Erfolge verzeichnen berichtet die Homepage. Vermutlich im Schach, aber was jetzt genau die Erfolge waren, wird leider nicht erwähnt.

Und holla, weiterhin liest man: „Die TSG ist aber auch in anderen Sportarten erfolgreich vertreten: 1978 wird die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik gegründet, deren Leistungen von der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften gekrönt wurden.“ Na bitte, da müssen wir beschämt den Blick zu Boden senken, mit derlei können wir in unserer Vereinsgeschichte leider nicht aufwarten.

Und dann werde ich nachdenklich, als ich lese: „Dank der generösen Unterstützung von Dietmar Hopp, der seinem Heimatverein den sportlichen Aufschwung ermöglichte und der TSG sowie ihren Freunden das Dietmar-Hopp-Stadion quasi schenkte, konnte 1999 dieses Schmuckkästchen seiner Bestimmung übergeben werden.“ Ich will mich gar nicht echauffieren über kommerzorientierte Plastikclubs, die uns die Neuzeit vermehrt in die diversen Ligen spült, richtig Bauchschmerzen macht mir das Wörtchen „quasi“. Was heißt denn quasi geschenkt? Also eigentlich nicht geschenkt? Was mag der EDV-Mogul für Gegenleistungen erwarten? Und wie mag man sich als Verein fühlen, wenn man jemandem so auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist? Erniedrigend ist das, das ist wohl das richtige Wort. Regelrecht demütigend.

„Mit technisch hervorragendem Tempofußball eroberte die TSG in der Spielzeit 2000/2001 die Herzen vieler Fußball-Fans.“ Na ja, die Hoffenheimer Massen werden wir ja am Sonntag bestaunen können. Immerhin weist die Homepage unter dem Titel „Alle Fanclubs auf einen Blick“ neun (9) Fanclubs auf. Hoffenheimer, ich freu mich doch nicht mehr so wirklich. Ehrlich gesagt, selbst wenn ihr gewinnt, tut ihr mir leid. Was euch fehlt, kann man nicht durch 1000 Siege erreichen.

Kaiserslautern - muss das sein?

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber schon, wenn ich Kaiserslautern höre, überkommt mich eine spontane Müdigkeit und ich empfinde heftigen, ja gar körperlichen Unwillen, guckt nur mal, wie mir die Haare zu Berge stehen. Da möchte ich nicht tot überm Zaun hängen, selbst wenn mir ständig jemand ne Tüte Chips aufmacht. Vermutlich hat Kaiser Barbarossa sich damals total laut die Seele ausm Leib geschrien: „ICH WILL WEG HIER!“, daher der Name.

Kaiserslautern ist für mich überhaupt kein sympathischer Underdog, sondern ein Verein, der sich um die Jahrtausendwende selbst ohne Not durch übelste Klüngelei in Misskredit gebracht hat und auf völlig unberechtigte Weise durch die Politik in Person von Gottvater Beck wieder nach oben gepusht wurde. WM-Spielort ohne Autobahnanschluss – das sagt doch eigentlich alles, oder?

Nichts gegen die Fans, die sind zwar schon lange nicht mehr die „brennende Hölle“ auf dem „Betze“, sondern ein recht langweiliger Haufen im Mittelmaß bundesdeutscher Schlachtenbummler, die den Umbau ihres alten heißgeliebten Stadions missmutig erdulden mussten, aber für die Misswirtschaft ihres Vereins können sie wohl wirklich nix.

Das ist Pflichtprogramm, das kann man nur hinter sich bringen, vermutlich in der 92. Minute 2:1 verlieren, heim fahren und hoffen, dass eine erneute Reise dahin möglichst lange auf sich warten lässt. Aber vielleicht – ein Silberstreif am Horizont war ja schon der Sieg in Osnabrück – ist ja auch alles ganz anders diesmal in Lautern. Das Spiel dauert wirklich nur 90 Minuten, Olaf Marschall spielt nicht mehr mit und am Dienstag gehen wir alle wohl gelaunt zur Arbeit.

Bumsi und das Kicker-Sonderheft

Ich war diese Woche am Kiosk und habe im Rahmen der Saisonvorbereitung einem alten Ritual folgend das "Original"-Sonderheft erstanden. Vermag diese eher anachronistisch anmutende Publikation bei noch offener Transferskala und anhaltendem Stoffwechsel auch nur ein unscharfes Abbild der neuen Kräfteverhältnisse zeichnen, sie lässt sich mit Fohlenechos, Fanartikelkatalogen und mitsamt all ihren Vorgängern ganz hervorragend zu Hause stapeln und allein das Studium der neuen Leibchen bietet reichlich Gesprächsstoff.

Auch wenn es sich um die vermeintlich stärkste Zweite Liga aller Zeiten handelt, ich musste auf der Suche nach Gladbach-Schnipseln geradezu archäologische Qualitäten aufbringen. Erst einige Seiten hinter der "Super-Stecktabelle" (in der freien Wildbahn möchte ich neben dem ersten Leverkusenfan denjenigen treffen, der hier wöchentlich alle vier Ligen steckt – es handelt sich vermutlich um ein und dieselbe Person) findet sich endlich unsere Auswahl im neuen Grün. Auf Seite 191, geradezu verschämt weit hinten, darf sich darüber hinaus unser Trainer dem kurzen Frage- und Antwortspiel stellen. Bei der Titelzeile muss der noch traumatisierte Fußball-Ästhet, gefangen im Körper des unentwegten Gladbach-Fans, jedoch förmlich zusammenzucken: "Mein Ziel? Attraktiv und offensiv spielen lassen". Eine Aussage mit nicht zu unterschätzender, leidvoll erfahrener Fallhöhe. Lasen wir im gleichen Heft (wenn auch an ungleich prominenterer Stelle) doch vor erst knapp zwölf Monaten, unsere Elf "wolle auswärts mutigen, attraktiven Fußball spielen"?!

Möge uns nach einer Saison der unerwiderten Liebe und Leidenschaft nicht zuletzt das neue Personal eine spielerische Dividende und somit weiche Landung bescheren. Und wer weiß, vielleicht nutze ich die verbleibenden Tage und "trenne langsam die vorgestanzte" Raute und den Geißbock heraus und "öffne mit einem feinen Messer" die Steckschlitze von Platz 1 und Platz 18. Man wird ja noch träumen dürfen....

Bumsi und der Mythos

Ich traute meinen Augen nicht, als ich neulich beim Lustwandeln in Gladbachs schönen sommerlichen Straßenzügen ein Auto mit dem Aufkleber „Der Mythos kehrt zurück!“ auf der Heckscheibe sah. Liebe Borussen-Fans, es ist allerhöchste Zeit, diesen Aufkleber zu entfernen! Wohin kehrt denn der Mythos zurück? In die 2. Liga? Das ist ja wohl wahrlich kein Grund zur Freude.

Ich als bescheidener Bumsi halte ja ehrlich gesagt sowieso nichts von diesem Mythos-Gerede. Ich will einfach einen klasse Club als meinen Lieblingsverein haben, mit ansehnlichem Fußball, mit viel Ruhe und Beständigkeit im Verein und im Umfeld und mit tollen Fans. Außerdem muss ich bei „Mythos“ immer an ein griechisches Restaurant denken.

Ich kehre deshalb lieber meinen eigenen Hof und der ganzen Mythos-Hybris den Rücken zu.

Euer Bumsi

Bumsi existiert nicht

Kinder, bin ich froh, dass es mich nicht gibt. Also es gibt mich natürlich schon, ihr kennt mich ja alle, aber es gibt mich nicht in einer Plüschversion, als Maskottchenkostüm usw. Die räumliche Dimension hat man mir mehr oder weniger vorenthalten (Es gab mal Schlüsselanhänger und so ne Plastikfigur von mir!), und ich bin wirklich dankbar dafür.

Im Vertrauen hat mir der komische Esel erzählt, was für ein schreckliches Leben er führt. Vom Kindergeburtstag zum Firmenjubiläum, von der Sparkasseneinweihung zum Sportfest, immer der nette und freundliche Bespaßungsautomat, wie furchtbar. Und dann darf er kein Wort dabei reden!

Wie sollen das eigentlich mal später die Zwerge begreifen, dass Jünter einerseits nicht reden kann, aber andrerseits versucht, mir nachzueifern – was ich durchaus begrüße, weiter so, mein Eselfreund! – und auf der Homepage von Borussia durchaus amüsante Einwürfe verfasst?

Na ja, nicht mein Problem. Das Marketingkonzept, das hinter meiner Entwicklung stand, war derartig mager (Macht mal so nen lustigen Ball…), das es zu solchen Widersprüchen nicht kommen kann. Das arme Grautier hingegen ist mit Marketingideen schier überfrachtet, ziert Strampler, T-Shirts, Schnuller, Fahnen, ist erhältlich als Rucksack, Kuscheltier und Bademantel, wiederholt sich tausend Mal und mehr.

Da kann man ja bei meiner Nichtexistenz paradoxerweise quasi von der Leichtigkeit des Seins reden. Dank an die Borussia von damals, dass sie mich dieser Marketingmaschinerie nicht preisgegeben hat.

Bumsi freut sich auf Aue

So langsam habe ich mich nun an den Gedanken gewöhnt, in der zweiten Liga gelandet zu sein, also ist es jetzt an der Zeit, sich mit den kommenden Gegnern auseinanderzusetzen. Und dabei interessieren mich natürlich besonders die Vereine, gegen die wir noch gar kein Ligaspiel absolviert haben. Mal ganz im Ernst, wer will denn schon noch was über Lautern wissen? *gähn*

Aber Aue, Augsburg, Koblenz… Klar, begeistern kann man sich nicht dafür, doch immerhin gibt’s auswärts mal neue Stadien und neue Stammkneipen zu entdecken. Und wie informiert sich das Maskottchen von heute? Natürlich im Internet. Dabei gab es dann tatsächlich allerhand zu entdecken.

Augsburg verkündet stolz, bereits 3868 Dauerkarten verkauft zu haben. Hui, da wird mir ja angst und bange. Auf der Homepage von Wehen gibt es die preisverdächtig langweiligste Webcam aller Zeiten vom Stadionbau mit einem einsamen Bagger zu bestaunen. Aber dann die positive Überraschung auf der elektronischen Heimat des FC Erzgebirge Aue: In der – wenn auch ohne Punkte! – zu bestaunenden Tabelle nimmt die Borussia den zweiten Platz ein, direkt hinter Aue!

Verwirrt versuche ich, irgendeine Systematik in den Platzierungen zu entdecken, finde aber keine. Also beschließe ich, dass der alleinige Grund für diese Anordnungen ein heimlicher Gladbach-Fan in Reihen des Erzgebirgsclubs ist, der seine verborgene Leidenschaft auf diese Weise auslebt. Schließlich habe ich das ja jahrelang genau so gemacht mit meiner Kickerstecktabelle. Und schon freue ich mich fast ein wenig auf Aue….

Bumsi guckt mal weg

Es ist ja nicht so, als hätte ich jetzt den Glauben an das Gute im Menschen verloren. Nein, nein. Es gibt sicherlich viele gute Menschen. Darunter gibt es bestimmt auch etliche Fußballspieler. Vielleicht sogar Marcell Jansen, auch wenn er zu Bayern gewechselt ist. Vielleicht wird man ja doch kein schlechter Mensch, nur weil man im Trikot der Blauroten kickt. Vielleicht wird man nur etwas weniger guter Mensch.

Also auf jeden Fall ist es für mich keinerlei Motivation für einen Spielbesuch, unsere ehemalige Jugendhoffnung da spielen zu sehen. Im Gegenteil, für mich als überaus traditionsbewussten Fan ist das der pure Frust, zu sehen, was aus dem Jungen geworden ist. Erst der dicke Wecker am Arm, die lachhafte Tätowation des eigenen Sternzeichens (Könnte man das sonst vergessen? Selbst wenn man es vergisst, who the fuck glaubt denn noch an Sternzeichen???), dazu die ewigen Beteuerungen, natürlich im Herzen immer ein Gladbacher zu bleiben, und jetzt im Bayern-Fummel rumlaufen.

Nein, ich will das nicht sehen. Ich will lieber meinen Blick auf die nächsten Jugendhoffnungen richten und wieder an das Gute im Menschen, sogar im Fußballspieler, glauben. Auch wenn ich dann enttäuscht sein werde, wenn sich Marko Marin seine Telefonnummer auf die Stirn tätowiert, was ich dann vermutlich nicht mehr lange ertragen muss, weil er dann zu Chelsea wechselt.

Bumsi fährt zur DM

Also ich muss ja ganz ehrlich sagen: Vor ein paar Jahren war DM für mich ja noch die Abkürzung für unsere Währungseinheit oder der Name eines Drogeriemarktes. Aber heute weiß ich es ja viiiiel besser :-)! DM steht für sauviel Spaß mit meinen ganzen Kumpels, denn das ist das Kürzel für die Deutsche Meisterschaft der BMG-Fanclubs. Eigentlich logisch, oder?

So, und gerade bin ich dabei mal wieder mein Überlebensköfferchen zu packen. Das heißt:
1. Zelt (auch wenn ich eigentlich gar nicht schlafe)
2. Fußballschuhe (ich misch mich nämlich heimlich unter die Alles-Fahr-Ladies und zock bei denen mit) und
3. Sonnencreme (man, hab ich mir damals in Polch den Pelz verbrannt)

Für alles andere (also das Füllen meines Bumsi-Bäuchleins sowohl mit festen als auch flüssigen Leckereien) wird ja wie immer reichlich gesorgt sein. Samstag Abend mach ich wieder beim Party-König-Wettkampf mit. Da schnapp ich mir irgendeine nette Bumsiline und dann werden wir dem Zelt mal richtig einheizen *g*. Naja, und den Pokal zum Einzelkämpfer, den hol ich diesmal auch…und dann brauch ich erstmal ne Woche Urlaub :-)!

Also, wir sehen uns in Emmerich!

...goedemorgen, dag, hoe gaat het met jou?, tot ziens ...

Ja, Leute so ist das im Fussball. Kannte ich diese Geräusche bisher nur von meinen Kurzurlauben an der niederländischen Nordseeküste in Domburg und von Länderspielen, so gehören diese Worte seit kurzem zum täglichen Umgangston am und im Borussia-Park. Na gut, denke ich mir, was sich teilweise wie eine Halserkrankung anhört, muss ja keinen schlechten Einfluss auf die fussballerischen Fähigkeiten nehmen und dank unseres niederländischen Trainers bin ich da auch guter Dinge.

Ganz tatenlos wollte ich mich aber meinem Fanschicksal nicht ergeben und habe mich natürlich bei einem guten Freund informiert. Der arbeitet nämlich in Venlo und hat so immer ein Auge und Ohr an der niederländischen "Eredivisie". Seiner Meinung nach solle ich mir nicht so viele Gedanken machen und erst einmal abwarten. Na ja, so wirklich beruhigt hat mich das dann nicht, und so habe ich mich dann selbst ein wenig über unsere neuen Jungs informiert.

Da kamen dann so europäische Spitzenclubs raus wie Roda Kerkrade, Feyenoord Rotterdam oder der SC Heerenveen (Und ich dachte immer, die laufen da nur Schlittschuh!) oder ganz zu schweigen vom AFC Valenciennes aus der französischen Ligue1. Ich möchte jetzt nicht zu schnell über unsere neuen Jungs urteilen und warte daher erst einmal die nächsten Wochen ab. Solange lerne ich weiterhin fleißig mit meinem Freund Niederländisch, in der Hoffung, es in naher Zukunft bei einem europäischen Auswärtsspiel einsetzen zu können!

In diesem Sinne "Tot straks en veel Succes!" Euer Bumsi

Bumsi freut sich auf das Trainingslager

Nachdem ich mich so über die Spieler aufgeregt habe und oftmals geäußert habe, dass ich gerne mit ins Trainingslager fahren würde, hat der alte Esel Jünther mir tatsächlich eine Fahrt nach Bad Kleinkirchheim geschenkt. Ich bin so gerührt, da ich schon so lange kein Geschenk mehr bekommen habe.
Da ich ja ein Glückpilz bin habe ich auch vom 30.06.07 bis zum 07.07.07 Urlaub bekommen, aber ich denke das ich freiwillig was von mir aus Österreich hören lasse. Nachdem der Jünther mir das Geschenk übergeben hat, habe ich mich direkt an den PC gesetzt um erst mal zu gucken wo es überhaupt hin geht.
Auf den ersten Blick scheint Bad Kleinkirchheim nur aus Hotels, Pensionen und Gasthäuser zu bestehen. So, lern ich aber nie die Frau fürs Leben kenne. Ich kann doch nicht von Hotel zu Hotel oder von Hotel zu Pension oder von Pension zu Gasthof laufen und gucken ob da nette Frauen und Männer sind. Da der Jünther ja auch nicht kann bin ich auch allein unterwegs.
Das wird schwierig. Aber die Spieler und ein paar Fans sind ja auch da. Ich werde mich dann an denen orientieren. In die ein oder andere Tasche werde ich wohl passen und außerdem muss ich ja noch ein Hühnchen mit den alten Spielern rupfen und die neuen genau unter die Lupe nehmen – bevor die anderen das wieder vergessen.
Und die Therme habe ich auch ganz vergessen. Da lern ich bestimmt jemanden kennen. Das wird so super. Ich bin schon so aufgeregt und weiß gar nicht was ich alles einpacken soll. Ich glaube ich lasse einfach den Zeugwart packen, der wird schon was für mich dabei haben und außerdem ist es ja noch ein bisschen...

Bumsi beim Friseur

Ach, irgendwie bin ich ja schon seit Wochen unzufrieden! Mein Haar, also mal ehrlich, ich sehe doch aus als wäre ich vor ein paar Jahrzehnten schwer hängen geblieben! Diese gekräuselten Haarmatten trägt doch kein Mensch mehr.

Na ja, gestern bin ich dann endlich tätig geworden und hab mich in einen Friseursalon getraut. Das war zunächst gar nicht so einfach, denn der Laden in dem ich beim letzten Mal war, den gab es nicht mehr, wohl schon seit 20 Jahren, wie man mir mitteilte. Eine neue Besitzerin gab es, aber ich hatte kein gutes Gefühl mich dieser neumodigen Cindy anzuvertrauen. Ich ging weiter und stoß einige Straßen weiter auf Helene`s Haarstübchen. Die Friseurin mittleren Alters erschien mir schon seriöser und so ließ ich mich hier zunächst auf eine gründliche Beratung ein.

Helene machte zunächst ein Foto von mir, um dieses dann in so einen Personal Computer einzugeben. Das kam mir ja alles nicht so ganz geheuer vor. Was würde sie im Anschluss mit meinen Bildern machen? Vor allem als sie mir einige Ergebnisse präsentierte, wusste ich, dass ich hier auch nicht richtig war. Auf einem Bild sah ich aus wie dieser Pille, auf einem anderem wie David Beckham. Das wäre ja im Grunde nicht so schlimm, diese Frisur betonte aber meine hübschen Augen nicht.

Ich verließ den Laden wieder ohne neuen Haarschnitt, „Hier werde ich nicht glücklich“, sagte ich zu Helene. Jetzt seid ihr gefragt! Könnt ihr mir nicht helfen??

Das arme Kind

Ich habe soeben eine Geschichte gehört, die ist so entsetzlich, dass ich sie euch gleich erzählen. Aus beruflichen Gründen musste ich gerade mit meinem alten Arbeitskollegen, dem Kartoffelkäfer auch Aachen telefonieren. Das ist übrigens keine Beleidigung, er ist wirklich ein echter Kartoffelkäfer. Der hat auch nur Stress bei seinem Verein und ist nur am jammern, wie schlimm doch alles ist. Na ja, das ist mit eigentlich aber ziemlich egal, ich habe auch kein weiteres Interesse an seine Leidensgeschichten gezeigt. Mit Jünter, dem Esel, habe ich ja schon einen Pflegefall.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Ich sage euch, die Geschichte ist so schrecklich, ich bin immer noch ziemlich durch den Wind. Das Ding hat mich umgehauen. Als der Käfer mich fragte, ob es jemanden gäbe, der seine Tochter „Borussia“ genannt hatte. Stimmte ich zu, fügte aber an, dass es sich hierbei um den zweiten Vornamen handele. Ganz stolz erzählte er mir dann, dass sie jetzt ihre erste „ Alemannia“ hätten. Im stillen dachte ich mit, dass es diesen Verein aber schon etwas länger gäbe. Aber nein, er meinte tatsächlich einen lebenden Menschen – ein Mädchen.

Ich konnte es nicht glauben, habe es mir deswegen drei mal bestätigen lassen. Sogar die Geburtsturkunde habe ich gesehen. Mir tut das Kind so leid, gestraft fürs Leben. Aber liebe Alemannia, solltest du einmal in dem Alter sein, in dem Du Dich lieber mit Deinem Zweitnamen „Alina“ rufen lassen möchtest, hiermit weißt du, dass ich auf Deiner Seite bin....

Bumsis Gedicht

Hallo Dichter und Poeten,

da nun ja endlich feststeht, wer in der nächsten Saison mit und gegen uns spielen wird, habe ich mir mal die Zeit genommen, ein Gedicht zu verfassen:

Ich bin ein freundlicher Ball,
Gladbachfans kennen mich überall.

In der "Zeitung" seh’ ich 2. Liga pur,
11.200km durch Deutschland – welch Tortur.

Köln und Aachen mag ich allerdings nicht sehen,
dann fahr ich doch lieber nach Hoffenheim und Wehen.

In Osnabrück und Aue
gibt es garantiert nur Haue.

In Augsburg fahr ich zur Puppenkiste
und geh mit Jim Knopf & Co. auf die Piste.

Von Kopfschmerzen dann geplagt,
geh ich in München auf Löwenjagd.

In Jena wird dann kräftig gefeiert,
in Paderborn hoffentlich nicht nur rumgeeiert.

Offenbach, Koblenz, Mainz werden ganz fein,
von Party zu Party wird gefahren an Main und Rhein.

Auf den Betzenberg rauf wird eine Qual,
bis dort oben wird mein Bier ja schal.

Montagsabends in den Breisgau,
das gibt auf der Autobahn einen Stau.

Und nach Fürth, das ist doch klar,
wird der ungeliebte Termin auch wahr.

Aber egal, ob Freitags oder Montags, wir fahrn
– natürlich wie jedes Jahr – auf die Reeperbahn.

Doch am schönsten ist, und das ist stark,
alle 14 Tage Heimspiel im Borussia-Park.

Bumsi hat frei

Uff, das waren harte Tage! Ich glaube ich habe gefühlte eine Millionen Trikots entflockt und bin dadurch echt erledigt! Aber wie der Zufall so will, steht ein freies Wochenende an. Und wenn ich frei sage, dann meine ich das auch genau so: kein Fußball, keine Party, kein gar nichts, alle mit der Raute im Herzen sind gezwungen, einfach mal nichts, bzw. die Dinge zu tun, die sie schon lange mal erledigen wollten.
Ich hab mir das Wochenende schon konkret verplant, damit ich auch an alles denke. Gleich morgens leg ich los und werde die Fenster putzen. Seit Monaten hab ich das Gefühl, dass das Wetter gar nicht so schlecht ist, wie es von meiner Stube aus aussieht. Danach werde ich mein Auto waschen. Schwarze Autos gefallen mir zwar gut, aber damals, als er noch rot war, gefiel mir mein Wagen auch…
Danach geht’s dann zur Oma, von der ich hoffe, dass sie sich noch an mich erinnern kann.
Abends wird dann der Grill angeschmissen. Wobei ich noch nicht einzuschätzen weiß, ob Grillen tatsächlich spaß macht, wenn kein Fußball in der Kiste läuft und gerade mal kein Fanclub ein Jubiläum feiert. Da ist ja auch wohl auch in der Planung irgendetwas schief gelaufen.
Aber dann kommt mein bester Programmpunkt. Ich werde mich auf mein Sofa legen und werde einfach nicht mehr aufstehen! Außer zum Pipi machen, einnässen ist meiner Meinung nach nicht sonderlich cool.
Ich hoffe ihr entspannt ähnlich schön, euer Bumsi

11 Freunde

Ui! Da bin ich ja völlig baff, ich scheine wichtig zu sein und mich mit meinem Ruf als Kenner des Umfelds rund um unser aller geliebte Borussia durchgesetzt zu haben. Vor kurzem stellte ich der geneigten Leserschaft doch die Frage, ob jemand wisse, wie und ob sich die Öffnungszeiten der Einzelhandelsunternehmen rund um den Borussia-Park an die veränderten Anstoßzeiten der gewechselten Liga anpassen oder nicht.

Und nun lese ich just diese meine Gedanken in einer bekannten Fußballzeitung. Das hellt mein kleines vom Abstiegsschmerz getrübtes Bumsi-Seelchen wieder ein wenig auf. Aber mal im Ernst, Herr Lessenich, fallen Ihnen keine eigenen lustigen Einwürfe für die Gladbach-Spalte in der besagten Zeitschrift ein? Wenn Sie oder Ihre elf Freunde nicht weiter wissen, Bumsi hat immer ein offenes Ohr für Sie und sprudelt auch geradezu über vor satirischen Einfällen und ironischen Geistesblitzen.

Fragen Sie mich einfach, dann müssen Sie nicht mehr abschreiben. Das ist doch was für Drittklässler, und wir sind ja erst in der zweiten.

Ihrer Anfragen harrend verbleibe ich als
Bumsi

Sie ist weg

Sie ist weg! Die Erste. Auf ein Neues! Wieder neu anfangen in der Zweiten! Mit wem? Oder mit wem nicht? Stelle ich mir die Frage nach Spielertypen, die uns zurück ins Oberhaus bringen sollen, welche meine Mannschaft braucht um wieder erstklassig zu sein, gelangen meine Gedanken unweigerlich in eine ferne Zeit.

Für mich einfach unvergessen Brunos Lauf durch das Münchner Olympiastadion. Er bekam am eigenen 16er den Ball an den Fuß und lief los. Meine Augen folgten ihm, und mit jedem Meter den Bruno in die Bayernhälfte vorstieß, wurden diese größer. Mir war so, als würden die Münchner voller Respekt unserem blonden Recken eine Gasse bilden. Was wird sich Jean-Marie Pfaff wohl in diesen Momenten gedacht haben, als er das weiße Trikot und die wehenden Haaren immer näher auf sich zu kommen sah? Bestimmt konnte er es nicht fassen, dass wir Borussen im Begriff sind, sein Stadion zu stürmen! Bruno schoss! Unten links! Pfaff war chancenlos! Tor? Nein! Der Ball knallte an den Innenpfosten! Jetzt aber Tor! Nein! Er rollte auf der Torlinie! Pfaff bereits geschlagen konnte diesem nur noch hinterher schauen! Wie er ins Tor rollt… Nein, unglaublich! Der Ball prallte an den zweiten Torpfosten und wie programmiert Jean-Marie Pfaff in die Arme!
Wir haben dort natürlich (noch) verloren, trotzdem hatte ich damals das Gefühl als Borusse mit erhobenem Haupte wieder gen Westen fahren zu können – nicht als Sieger oder als Tabellenführer. Nicht als erfolgreichster Verein. Nein! Jedoch im Herzen als bester Bundesligaverein – von der Vereinsführung bis zur Ballpumpe!!!

Ob wir dieses Gefühl bald wieder bekommen?

Hoffnungsvolle Grüße, Euer Bumsi

Bumsi räumt auf

Oje, oje… Koordiniertes Aufräumen mit Kopfschmerzen ist echt nicht schön. Da weiß man doch manchmal gar nicht, wo oben und unten ist. Uiuiui. Habe doch gestern bis in die Puppen im Fanhaus den Ligawechsel meiner geliebten Borussia runtergespült. Mein kleines Bumsi-Herz war ganz schön schwer und ich hab auch ein bisschen geweint, aber pssst!!!! Na ja, und jetzt, 10 Stunden später düse ich hier inmitten von den ganzen FPlern mit Kehrblech und Putzeimer rum. Beim Anblick des Fanhauses und des Parkplatzes fragt man sich doch manchmal echt: „Warum machen die Leute denn sooo viel Dreck???“. Die sollen ihr Bier doch trinken und nicht den Boden damit tränken. Wie soll das denn hier aussehen, wenn wir wieder aufsteigen??? Aber jetzt werd ich mich erstmal hier auf nen Hocker werfen und mir mal schön die Zweitligapartien anschauen, dabei immer noch ein bisschen ausnüchtern und mir den Wanst mit Grillgut voll schlagen *g*. Dann kann ich ja schon mal planen, wo es nächste Saison hingeht. Diesmal mit dem Planwagen nach Köln oder im Sonderzug nach Aue? Außerdem noch zwei Kaffeefahrten auf’m Dampfer nach Mainz und Wehen? Achja, das kann ja doch ganz lustig werden im nächsten Jahr. Aber nun geht’s erstmal in die Sommerpause. Viel Spaß in dieser Zeit wünscht euch Euer Bumsi!

Moshimoshi!

Die Tage habe ich ein ganz tolles Geschenk bekommen! Einen richtig tollen Drucker von Kyocera. Nur gab ’s da leider ein kleines Problem, die Anleitung war nur auf japanisch vorhanden. Nun gut, lern ich halt die Sprache, dachte ich mir, japanisch wird ja immer wichtiger, allerorten japanische Hersteller, sogar japanische Spieler und bei uns ein japanischer Sponsor, und hab gleich losgelegt.
Leider kenne ich keinen japanischen Mitbürger und einen ‚sakka-sénshu’ aus dem fernöstlichen Land haben wir auch nicht. Schade… Also bin ich mal in den China-Imbiss bei mir um die Ecke. Japanisch und chinesisch, das ist doch bestimmt wie Bayrisch und Deutsch!
Na ja, weit gefehlt! Die kleine hübsche Bedienung (Ich glaub, die stand auf mich!) musste mir leider eine Abfuhr erteilen und konnte mir nicht weiterhelfen. Japanisch könne ich nur bei einem ‚hojin’ erlernen, aber wer weiß schon, was das ist?
Also ging ich armer kleiner ‚témari’ ohne auch nur ein Wort japanisch gelernt zu haben nach Hause. Würde dieser Nakamuro doch für uns spielen… Ich versuchte mich ohne Anleitung an meinem Drucker, aber wer kann schon ahnen, dass man die Tinte nicht einfach so in das Teil hineinschüttet?
Völlig schwarz (auch vor Ärger) ging ich an diesem Abend in mein Bett. Ich träumte von einer japanischen Schönheit… Diese liebkoste mich jedoch nicht, sondern wies mich nüchtern darauf hin, doch einmal weiter hinten in der Anleitung zu schauen, da stände es auch auf deutsch!
Sayonára!

Da sind sie wieder

Ich habe es kommen sehen! Nachdem unsere Borussia am 22. Spieltag erstmals in dieser Saison den 18. Tabellenplatz einnahm, wusste ich es. Es wird nicht mehr lange dauern und dann kannst Du sie wieder sehen, sagte ich zu meiner Freundin.

Und tatsächlich, letzte Woche war es dann endlich so weit.

Ein ca. achtjähriger Junge kam gut gelaunt und fröhlich pfeifend auf seinem frisch polierten Mountainbike um die Ecke und bog auf meine Heimatstrasse ein. Schon von weitem konnte man es sehen. Ja, es schien fast so, als ob der Junge absichtlich langsam fahren würde, damit es jeder, aber auch wirklich jeder es sehen kann. Nicht, dass ich dem Jungen irgendwelche Vorwürfe machen würde. Nein, es ist sein Elternhaus, welchem ich gerne mal einen Besuch abstatten würde. Ich hätte auch nix dagegen, wenn der Junge ein Trikot von Teutonia Kleinenbroich, Grün-Weiß Holt, Thomasstadt Kempen oder dem STV Horst-Emscher Husaren getragen hätte. Aber muss es denn unbedingt ein Trikot dieser unsäglichen Königsblauen sein? Nach dem letzten Abstieg 1999 waren es Trikots der falschen Borussia, welche mir den Nerv raubten. Tatsächlich habe ich damals sogar an einer Bushaltestelle einen Jungen im gelben Leibchen und der geflockten 11 auf dem Rücken gesehen. Ich hoffe nur, dass es den Bremern oder Stuttgartern gelingt, die Königsblauen noch abzufangen und dann, mein lieber Junge, dann fahre ich mit meinem Borussia-Trikot an dem Haus Deiner Eltern vorbei.

Kahn hats verdient

Was lese ich da auf der Homepage des FC Bayern: „Ich habe mich entschlossen, dass Oliver Kahn zu Hause bleibt und Michael Rensing im Tor steht. Er hat es verdient“, sagte der FCB-Chefcoach.

Ja, wer hat denn nu was verdient? Hat Kahn verdient, dass er zu Hause bleiben darf, oder hat Rensing verdient, dass er im Tor steht? Also, wenn Kahn es sich verdient hat, zu Hause zu bleiben, dann muss das wohl für ’nen normalen Arbeitnehmer so etwas wie ein Überstundenausgleich sein oder so. Wollen die Bayern Herrn Kahn etwa keine Überstunden auszahlen?

Noch kurioser allerdings, dass Rensing es verdient hat, im Tor zu stehen. Eigentlich verdient der doch damit seinen Unterhalt, dass er im Tor steht, und jetzt hat er sich für besonders tolles Im-Tor-stehen verdient, im Tor zu stehen? Häh?

Und wovon soll sich der arme Kerl denn was zu essen kaufen, wenn sein Verdienst aus Im-Tor-stehen besteht? Er kann ja schlecht im Supermarkt an der Kasse sagen: „Ich kann so toll im Tor stehen. Ich stell mich mal für eine Stunde in euer Tor hinten an der Warenannahme, dafür kriege ich dann bitte das Brot und die Wurst, ja?“

Na ja, traurig eigentlich, dass die Bayern offensichtlich vorhaben, mit ihrer B-Elf gegen uns aufzulaufen. Aber wahrscheinlich haben sich unsere Jungs aufm Platz das auch durch besonders gelungenes Auf-dem-Platz stehen verdient. Ich habe es nicht verdient, weder den Abstieg noch eine zweitklassige Bayern-Mannschaft, aber mich fragt ja keiner.

Macht ALDI montags zu?

Es ist soweit, meine geliebte Borussia ist abgestiegen. Nachdem ich die ein oder andere Träne verdrückt und den Spott meiner Maskottchenkollegen schmerzhaft verdaut habe, ist es nun an der Zeit, sich wieder den praktischen Dingen des Lebens zu widmen. Also, Bälle aufpumpen, Schuhe fetten, Trikots waschen, einkaufen…

Apropos einkaufen: Da muss ich jetzt einen ganz neuen Rhythmus finden, oder? In Erstligazeiten habe ich ja am Montagabend meine Einkäufe erledigt, denn samstags war es ja zeitlich immer so knapp, da der ALDI am Borussia-Park um 12:00 Uhr – also dreieinhalb Stunden vor Anpfiff – schloss, um wildes Parken auf dem Parkplatz vor dem Discounter zu verhindern.

Und jetzt? Macht ALDI jetzt montags auch um 16:30 Uhr zu? Und freitags um 14:30 Uhr? Herrgott, wie verwirrend ist das denn? Da wird ja möglicherweise durch diesen ohnehin überflüssigen Abstieg noch die ganze Einzelhandelswirtschaft der Stadt in Mitleidenschaft gezogen.

Ich will mich gar nicht weiter aufregen, aber wissen möchte ich jetzt schon gerne: Macht ALDI montags zu?

Charakter zeigen

Ja, jetzt ist aber mal wirklich Zeit, um Charakter zu zeigen, genau, Jungs. Ein toller Titel fürs Fohlenecho, wirklich. Der Zeitpunkt für dieses Motto ist optimal gewählt. Fast bin ich schon versucht, innerlich den Handball-Hit "Wenn nicht jetzt, wann dann" anzustimmen. Als hätte man nicht vorher schon dreißig Spiele Zeit gehabt hätte, Charakter zu zeigen.
Aber Quatsch, man hat ja einen Charakter gezeigt, zwar nicht den, den ich mir gewünscht hätte, sondern einen, der letztendlich dazu führt, dass man absteigt. Schon komisch, dass man erst kurz vorm Abstieg stehen muss, bevor man von Vereinsseite bemerkt: "O. k., die Spieler müssen nicht nur halbwegs geradeaus laufen können, sondern auch noch charakterlich zum Verein passen, sie müssen Willen, Einsatz, Kampfgeist und eben Identifikation mit dem Verein zeigen."
Vielleicht sollte sich der Verein mal ein Beispiel an meinem Charakter als Fan nehmen: Ich stehe immer 100%-ig zu meiner Borussia, ich bin ehrlich, ich nehme für Borussia alles auf mich, stelle alles andere in meinem Maskottchen-Leben zurück und bin extrem leidensfähig. Und mich muss man nicht erst dazu auffordern, Charakter zu zeigen, ich habe Charakter.

Traurige Grüße, Euer Bumsi

Bargeld lacht

Tja, viel Positives kann man vom Spiel in Hannover nicht berichten, leider. Ach ja… Aber trotz der Niederlage meiner geliebten Borussia gab es doch eine Wende zum Besseren in Hannover. Gut, wir werden in den nächsten Jahren nichts davon haben, aber vielleicht ist ja Hannover hier Trendsetter (Eigentlich zwei Wörter, die sich gegenseitig ausschließen, Hannover, Trendsetter…) und von Hannover aus verbreitet sich wieder die Barzahlung in deutschen Stadien. Ja, richtig, die Barzahlung.

Den Getränkekonsum prinzipiell verweigernd, wenn ich mir erst für teuer Geld so eine überflüssige Aufladekarte „leihen“ muss, hatte ich mich trotz der nach Flüssigkeitszufuhr verlangenden Temperaturen auf ein getränkefreies Spiel vorbereitet. Doch dann, Barzahlung war möglich, überhaupt kein Problem.

Ob es vielleicht daran liegen mag, dass es bei „Kartenzahlung“ diverse Trinkverweigerer in anderen Spielen gegeben hat, was im Getränkeverkauf zu desaströsen Umsatzeinbußen führte? Hat man vielleicht erkannt, dass je schikanöser der Zugang zum Bier gestaltet wird, desto weniger auch konsumiert ergo bezahlt – mit welchem Zahlungsmittel auch immer – wird?

Schön, dass man auch in Hannover zu der Erkenntnis gekommen ist: Bargeld lacht. Dann schmeckt auch wieder das Bier.

Prost meint dazu euer Bumsi.

Auswärtsüberraschung

Mensch Leute, braucht Ihr eigentlich auch immer so lange um Euch von den Spieltagen zu erholen. Ich knabbere immer noch an dem vorletzten Wochenende. Da gewinnt doch der VfL Bochum 4-1 in Leverkusen. Ich habe gedacht: „Bumsi, Du guckst nicht richtig!“. Da werde ich doch nachdenklich. Vor allem frage ich mich: „Mensch, wann haben wir eigentlich das letzte Mal auswärts so eine richtig dicke Überraschung gelandet?“ Bei einem Top 8 Club der Bundesliga einen Auswärtssieg gelandet? So ein Spiel wo man vorher ohne große Hoffnung hinfährt, wie in Schalke oder in Leverkusen, Stuttgart, Bayern, Bremen. Dortmund und Hamburg kann man hier zumindest in der letzten Saison auch aufführen. Also ich muss schon lange, lange zurückblicken. Und glaubt nicht, nur weil mein guter Freund Jünter mich als offizielles Maskottchen der Borussia abgelöst hat, würde ich den Weg meiner heißgeliebten Borussia nicht mehr verfolgen. Nein, nach wie vor bin ich bei jedem Spiel. Meistens treffe ich die alten Leute, die mich noch kennen am Bierstand.

In Stuttgart hat es voriges Jahr fasst geklappt, dann hat in der letzten Minute unser Jeff kurz den Überblick verloren. Mit gutem Willen kann man Anfang 02/03 das 2-1 bei Hertha in diese Kategorie geben aber so richtig, zählt das auch nicht. Beim Nachschlagen habe ich jetzt ein Spiel entdeckt 97/98, 2-1 in Doofmund, Torschützen Pflipsen und Pettersson, 10 Jahre her. Uff.

Halt, da fällt mir doch ein Spiel ein. In Leverkusen hätten wir 02/03 fast gewonnen, hätte Bierofka sich in der Schlussminute nicht den Ball mit der Hand zum Tor vorgelegt. Also, doch alles nur die Schiris schuld.
Naja, es nutzt ja nix. Ich werde weiter jedes Spiel fahren. Vielleicht geht ja am Samstag… Ach lassen wir das, passiert eh nicht!

Tschüss. Euer Bumsi

Bumsis Fahnenpass

Also Fahnen waren ja immer schon mein Traum, toll, wenn alles so prächtig in unseren geliebten Farben schwarz und weiß und grün erstrahlt. Ja, Kinder, früher, damals, lang ist’s her, da war die Fahne das Fanutensil überhaupt, der Traum jedes Acht- bis Zwölfjährigen. Da war jeder Spieltag Fahnentag, logisch!

Und jetzt weiß ich in der Zeit der modernen Fanartikel wie per Fremd- oder Eigenspeichel aufklebbarer Tattoos etc. gar nicht, ob alle noch eine Fahne haben, die sie mitbringen könnten. Selbst ich müsste ja schon lange suchen, bis ich mein altes Fähnlein fände. Was aber, wenn das der ein oder andere falsch versteht und sich vor dem Spiel unter Zuhilfenahme diverser Getränke seines frischen Atems zu entledigen versucht, um sich mit einer Fahne der ganz besonderen Art zu schmücken? Ach, ich glaube, ich weiß schon: Das sind bestimmt genau die, die dann bei den Fanbeauftragten den Fahnenpass beantragen müssen, um unbehelligt ins Stadion zu kommen. Ich glaube, ich nehme zwar auch meine Fahne mit, aber geh lieber vorm Spiel noch auf eine Erfrischung ins FanHaus und beantrage hiermit schon mal sicherheitshalber Bumsis Fahnenpass. Vielleicht bringt ja die „doppelte Fahne“ Glück...

Euer Bumsi!

 

Am frühen Sonntagnachmittag konnte ich in einer Sportsbar in Hannover das Match VFL Osnabrück vs. FSV Frankfurt verfolgen, und das hat mir dann doch fast einen Lederlappen aus meiner Haut gehauen. Die erste Hälfte war langweilig, doch mit einem Handelfer direkt vor der Pause, getreten von Cichon, ging Osna mehr als glücklich in Führung. Jener Cichon war es übrigens, der mit seinem 1:1 gegen Hertha einen der wenigen Rekorde des Clubs aus der Stadt mit der großen Kapelle beendete, 1034 Minuten ohne Tor.

Zurück zum eigentlichen, denn der Aufsteiger aus Hessen schaffte es bis zur 75. mit 2:1 in Führung zu gehen, musste aber dann mit zehn Mann weitermachen und Herr Cichon durfte seinen zweiten Elfer schießen. Links vorbei, der FSV in Führung, aber in Unterzahl. Dann wird hektisch gewechselt, Pele Wollitz bringt u. a. Sykora, der in der 87. das 2:2 macht. Und dann kommt Schiri Bandurksi aus Essen und gibt in der 92. Minute noch einen weiteren Elfer, aus meiner Sicht war jeder der drei Strafstöße zumindest fragwürdig. Und diesmal trifft Herr Cichon wieder.

Ganz ehrlich, Fußball lebt von seinen Emotionen (Ich zahl auch ins Phrasenschein.), aber jetzt werden wahrscheinlich Offizielle und Spieler wegen ihren Äußerungen drei Minuten nach dem Spiel bestraft und gesperrt. Da fällt es einem aber auch einfach schwer zu sagen "Der Unparteiische lag eventuell mit seinen ansonsten durchaus akzeptablen Entscheidungen in wenigstens einer Situation nicht mit mir auf einer Wellenlänge, aber wir werden das, nachdem wir unseren Namen getanzt haben, bei einem frischen Kräutertee wie Männer besprechen und auf der Homepage feststellen, dass der Schiri Recht hatte.“

Kopfschüttelnd, Euer Bumsi

 

Geliebte und ungeliebte Ex-Borussen

Das Wiedersehen mit alten Borussen ist doch immer etwas Besonderes. Auf einige ehemalige Spieler freuen wir uns. So wie etwa jetzt auf Mikael Forssell, der jetzt bei Hannover 96 kickt. Nun ja, die Wiedersehensfreude geht nicht so weit, dass wir uns wünschen, dass er so auftritt wie bei uns 2003 und den Hannoveranern den Klassenerhalt sichert, und ein Tor gegen die Borussia muss nun auch nicht sein. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass es auch aus dem Gästeblock in der AWD-Arena Mikael-Forssell-Rufe erschallen werden.

Einen solch freudigen Empfang wird ein anderer ehemaliger Borusse am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen die Hertha sicher nicht erleben. Kenner der Szene erinnern sich noch an diesen Kicker zu Zeiten, als er bei den Amateuren auf der Alm oben am Bökelberg gegen die Kugel trat und dabei von seinen lederbemantelten – fußlang versteht sich – Kumpels Alexander Grebenoschko und Alexander Netchiporouk bejubelt wurde.

Warum auch immer es dieser junge Mann aus unserer ehemaligen Russen-Connection geschafft haben mag – die anderen verschwanden in dem schwarzen Loch der hoffnungsvollen Talente in einem Paralleluniversum jenseits unserer Zeitleiste – er hat keinesfalls unsere Sympathien. Er wusste die Ehre, die es bedeutet, die Raute auf dem Herzen zu tragen, nicht zu schätzen. Er verhöhnte seine ehemaligen Fans als Spieler der Pillendreher. Er wechselte zwar zu Liverpool, aber dann wieder zu einem deutschen Verein, der nun eigentlich nicht würdig ist, die Hauptstadt dieses Landes zu vertreten.

„Lieber“ Andrej Voronin, sei gewiss, dein Empfang im Borussia-Park wird kein herzlicher sein. Man soll ja niemandem was schlechtes wünschen, aber es wäre für alle Beteiligten sicherlich besser, wenn du gar nicht erst im Kader wärst. Und falls doch, sagen wir jetzt schon mal: Auf Nimmerwiedersehen!

Das 1000. Schaf hieß Harald...

Langfristig denken …
… so heißt es doch immer. Unternehmen machen Langfristplanungen, Politiker wollen langfristig die Energieversorgung sichern oder Global Warming verhindern und Forscher führen Langzeitstudien an Mensch oder Tier durch. Fußballvereine denken ähnlich. Unsere Borussia will mittelfristig in die obere Tabellenhälfte und langfristig sogar ins internationale Geschäft. Bravo! Fußballprofis sind schlau, denn auch sie befleißigen sich des langfristigen Denkens. Sie sind immer ganz begeistert, wenn sie bei einem Verein „mit Perspektive“ beschäftigt sind. Oft gefällt Ihnen diese Perspektive sogar so gut, dass sie bei diesen Vereinen langfristige Verträge unterschreiben.
Marcell Jansen gefiel vor einem Jahr die Perspektive in München; deshalb ging er – mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet – dorthin. Nach nur einem Jahr zieht es ihn jetzt in den hohen Norden, wo er wieder einen langfristigen Vertrag bekommen hat. Hier hat er jetzt eine ganz andere Perspektive: keine nah gelegenen Berge, dafür ganz viel flaches Land und Seeluft. Was mag ihn nur zu diesem Perspektivwechsel bewogen haben? Bis auf die Buddhas war in München auch schon vor einem Jahr alles so, wie es jetzt ist: Ein riesengroßer Kader mit viel Konkurrenz; und speziell „sein“ Konkurrent, dieser Philip Lahm, war ja auch schon letzten Sommer da.
Hätte er mal mich gefragt, was ihn in München erwarten würde! Da hätte er sich ein Jahr Misserfolg ersparen können. Zu allem Überfluss ist nun auch noch sein Marktwert um ein paar Millionen gefallen, wie man so hört. Was das alles mit langfristig intelligentem Denken und Handeln zu tun haben soll? Keine Ahnung! Naja, ich muss es ja auch nicht begreifen. Unsere Borussia hat vor einem Jahr ein ganz gutes Geschäft gemacht und jetzt verdienen wir ja auch wieder mit ... das ist langfristig intelligent.

Wieder kein Heimspiel

Auslosungen im DFB-Pokal habe ich früher voll Vorfreude erwartet. Das hat sich grundlegend geändert. Heutzutage sitze ich mit schlotternden Knien vor dem Fernseher. Das Schlottern resultiert weniger aus Angst vor den möglichen Gegnern, sondern vielmehr aus der immer wieder enttäuschten Hoffnung, endlich mal ein Pokal-Heimspiel im Borussia-Park erleben zu dürfen.

Gestern war es dann wieder soweit. Natürlich ein Auswärtsspiel. Und dann nicht irgendeins, sondern quasi „worst case“, nach Cottbus, und das mitten in der Woche. Es ist doch wirklich zum Mäusemelken. Nicht nur unsere Partie, die ganze Ziehung war eine einzige Enttäuschung. Dass Poschi dann versucht, dem FC Oberneuland Wolfsburg als großartigen, attraktiven Gegner schmackhaft zu machen war genauso misslungen, wie Aue gegen Bremen als überaus interessante Begegnung zu bezeichnen.

Selten war eine DFB-Pokalauslosung langweiliger. Auch Bayern gegen Nürnberg wäre nur interessant gewesen, wenn das Spiel in Nürnberg stattgefunden hätte, aber den Bayern war mal wieder der sprichwörtliche Dusel hold. Wir warten auf den Tag, an dem das Losglück zu uns zurückkehrt. Wenn wir Cottbus schlagen, können wir weiter auf ein Heimspiel hoffen.

Schlechte Idee, Leverkusen...

Freudige Ereignisse und Erfolge feiert man gerne mit seinen Freunden. Freunde kann man sich ja im Gegensatz zu Verwandten aussuchen, deshalb macht das Feiern dann auch meist unbeschwert Spaß. Leider rufen freudige Ereignisse und Erfolge immer auch Leute auf den Plan, die gerne mit einem befreundet wären, die aber in Wirklichkeit keiner leiden kann.
Sicher, das sind im Grunde genommen bemitleidenswerte Kreaturen, aber oft ist es ja so, dass sie sich ihre Unbeliebtheit selbst zuzuschreiben haben. Meist handelt es sich um Angeber, Besserwisser, Lautsprecher oder Feiglinge. Oder um Bayer Leverkusen. Dieser Club versucht nun, durch eine Anzeige im Mönchengladbacher Lokalteil der führenden Tageszeitung und im aktuellen FohlenEcho mit Glückwünschen zum Aufstieg sein dauerhaft schlechtes und unsympathisches Image als – neben Wolfsburg – ungeliebtestes Kind des Profifußballs abzulegen.

Liebe Leverkusener, schlechte Idee, das weckt keinerlei Sympathien, sondern manövriert Euch nur noch weiter in die Ecke der Kinder, mit denen keiner spielen will. Seid gewiss, solltet Ihr – hoffentlich bald – absteigen, werden wir auch inserieren: „Lebt wohl, um zu verschwinden. Für immer, Leverkusen! Die Fohlenelf gratuliert Bayer Leverkusen zum Abstieg und hofft auf das Versinken im Nirwana der bedeutungslosen Clubs.“

Große Ziele...

Nun, so langsam kann man sich ja Gedanken machen, wie die nächste Saison für Borussia laufen wird. Innerlich bereite ich mich schon mal wieder auf die ein oder andere Auswärtsschlappe vor, auf den Klassenerhalt im Sommer 2009 hoffe ich natürlich schon. Wer nicht…

Die letzten Jahre meiner geliebten Borussia haben mich bescheiden werden lassen. Tradition hin oder her, alte Erfolge sind kein Garant dafür, dass man ein Abo auf die Bundesliga oder das internationale Geschäft hat, und die Vereinspolitik der letzten Jahre hat gezeigt, dass wir uns lieber wieder darauf besinnen, Stars hervorzubringen und sie nicht zu kaufen

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser geht es ohne ihr.“ Das ist wohl eher das Motto unserer Freunde aus der Stadt mit der großen Kirche, die selbige mal wieder nicht im Dorf lassen. Denn mit dem Ziel Klassenerhalt könne man keine Kräfte freisetzen. Aha. Ein Mittelfeldplatz wird angestrebt.
Jetzt muss man allerdings sagen, dafür dass sie in Köln ja den Fußball erfunden haben, die Stadt der Mittelpunkt der Welt ist und es sich natürlich um den beliebtesten Klub des Universums handelt, nimmt sich auch ein Ziel wie „Mittelfeldplatz“ relativ bescheiden aus. Wahrscheinlich war der „Startrainer“ mal gerade nicht medikamentös benebelt, sonst wäre ganz klar der Gewinn der Champions League ausgelobt worden...

Perspektive Hoffenheim

Fohlenelf! Das war in den 70ern der klangvolle Name unserer Borussia und Zeichen dafür, dass wir mit jungen hungrigen Spielern frischen, begeisternden Fußball gespielt haben. Und man mag es nach der fragwürdigen Personalpolitik der letzten Jahre kaum glauben, aber es sieht so aus, als wären wir wieder auf dem Wege zurück dahin.
Richtig tolle Talente haben wir in unserem Club, das bekannteste von allen ist wohl unser Wirbelwind Marko Marin. Da haben unsere Jugendscouts richtig gute Arbeit geleistet. Aber natürlich sind auch die Scouts anderer Clubs unterwegs und suchen nach jungen Talenten.
Selbstverständlich auch in Hoffenheim. Entgegen allen Beteuerungen des Club-Mäzens Dietmar Hopp kann ich allerdings nicht glauben, dass die jungen Spieler aus Begeisterung für den Verein TSG 1899 Hoffenheim oder wegen der grandiosen sportlichen Perspektive dorthin wechseln. "Es stimmt nicht, dass wir in jedem Fall mehr zahlen.“ verkündet Herr Hopp.
Rechtfertigung misslungen, lieber Didi, „nicht in jedem Fall“ heißt, dass ihr halt meistens doch mehr zahlt als andere und ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass ihr nichts anderes seid als ein neureiches Krebsgeschwür des Fußballkommerzzeitalters.

Ein Herz für Fußballfans

Im Fußball wird heutzutage richtig Geld bewegt, wer wüsste das nicht? Die wenigsten Vereine können es sich leisten, auf finanzstarke Sponsoren zu verzichten. Eigentlich nur der FC Barcelona, dessen Brust nicht Name und Logo eines internationalen Wirtschaftsunternehmens zieren, sondern der stattdessen für einen guten Zweck, für Unicef, Werbung läuft.

Vielleicht hat sich der VfL Wolfsburg ja die Katalanen zum Vorbild genommen, als man entschied, eine Halbsaison mit „Ein Herz für Kinder“ auf dem Leibchen aufzulaufen. Nette Idee, könnte man meinen… Nur, dass in Wolfsburg zu Gunsten der Aktion quasi auf nichts verzichtet wird. Denn trotzdem bekommt der Werksclub 15 Mio. von VW. Also eigentlich 30 Mio., wenn man das auf die Saison hochrechnet? Komisch, dabei interessiert die Brust eines Wolfsburger Spielers nicht wirklich jemanden in der deutschen Fußballwelt, weil halt Wolfsburg schon an und für sich niemanden interessiert.
15 Mio., damit ist Wolfsburg nach den unvermeidlichen Bayern an zweiter Stelle, was das Trikot-Sponsoring angeht. Wenn ein Verein derartig künstlich von einem Konzern nach oben gepuscht wird, kann man ja nur hoffen, dass der Fußballgott ein Erbarmen hat und den VW-Verein in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lässt, in die er gehört. Vielleicht zeigt der Plastik-Club ja mal „Ein Herz für Fußballfans“...

Fußball im Free-TV

Fußball im Fernsehen, das ist ein Thema, welches mich seit Jahren bewegt. Klar, in meinem Alter kann man nicht mehr zu jedem Auswärtsspiel reisen, da bin ich glücklich, wenn ich in meinem alten schwarzweißen Loewe Opta wenigstens in der Sportschau ein paar Bilder der Borussia genießen kann.

Jetzt streiten sich also die DFL, das Kartellamt und die Vereinsfunktionäre um die beste Vermarktung der Bundesliga im TV. Die einen – DFL und Vereinsfunktionäre – wollen mehr Geld verdienen, die anderen – Kartellamt und Verbraucherschützer – wollen möglichst viel Fußball frei zugänglich auf die Flimmerkiste bringen. Hört sich kompliziert an, muss es aber nicht sein.

Heribert Bruchhagen von den Frankfurtern kommentierte die Entscheidung gegen die weitere einnahmenträchtige Vermarktung mit: „Wenn wir weniger Einnahmen haben, geben wir weniger aus.“ Schön, dass es im Profigeschäft noch Entscheidungsträger gibt, die auf diesem Niveau argumentieren, so à la: „Wenn es regnet, warten wir auf den Sonnenschein.“ Oder: „Wenn Schokoladeneis aus ist, nehme ich Vanille.“

Hoffentlich denken unsere Funktionäre bei Borussia in etwas komplexeren Zusammenhängen. Und ansonsten freue ich mich auf die Sportschau und fiebere einer – hoffentlich! – Wiederbelebung des Fußballballetts entgegen.

Schönes Wochenende!
Euer Bumsi!

Tour de Farce

Was hatte ich mich auf diesem Sommer gefreut. Nach dem Finale in der Bundesliga die Euro gucken, anschließend in Wimbledon mitfiebern, und vor den Olympischen Spielen die Etappen der Tour de France verfolgen.

Aber nee Kinder, auf diese Spritztour hat ja mittlerweile niemand mehr Lust. Und wohl nicht nur ich. Radfahren ist bei uns so was wie der Volkssport Nr. 1, ein Fahrrad hat so ziemlich jeder vor der Tür stehen, aber dabei zugucken mag mittlerweile kaum noch jemand. Man weiß ja nie, ob der Fahrer in Gelb morgen noch dabei ist oder bei seinem Hausarzt Fuentes einen Termin wahrnehmen muss. Und ob der Erste auch wirklich der Sieger ist oder 2 Tage später der allerletzte. Und was habe ich vor ein paar Jahren noch mit Jan Ullrich und Erik Zabel mitgefiebert und mich über die Erfolge des Teams in Magenta gefreut. Aber heute? Nee, da trete ich doch lieber selber in die Pedale und dope mich mit einem Radler und warte auf die Spiele in Peking.

Sommerloch

Habe ich was verpasst? Ist doch Sommerpause, oder? Zumindest steht in der Zeitung noch keine Bundesligatabelle, also muss doch Sommerpause sein, oder? Aber – ich Idiot! – es kann ja gar keine Sommerpause sein, denn es ist ja auch gar kein Sommer. Da gebt ihr mir doch wohl recht.

15° Grad, Regen, nasskalt und windig, das ist kein Sommer, egal was der Kalender sagt. Juli soll das sein??? Igittigittigitt.

Da bekommt das Wort Sommerpause eine ganz neue Bedeutung, mit Fußball hat das gar nix zu tun! Es heißt, dass der Sommer eine Pause macht. Na, dann hoffe ich mal, dass er seine Stullen bald aufgegessen hat. Derweil setze ich mich ins Volksbad auf die Wiese und gucke zu, wie die Regentropfen Kringel auf dem Wasser machen.

Dauerkarten

So, nun gibt es also einen neuen Rekord bei Borussia zu vermelden: 26.000 Dauerkarten sind verkauft worden. 26.000 Fußballinteressierte sind also eine freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen, die Borussia zu Hause durch diese sicher nicht ganz so einfache Saison zu begleiten.

In der zweiten Liga waren es in der letzten Saison immerhin auch über 18.000 Fans, die ein Saisonticket erworben haben, in der letzten Bundesligasaison 25.200. Da stelle ich mir schon ein bisschen die Frage, wo das noch hinführen soll.

Warum? Tja, die geschäftsfördernde Kraft eines Abstiegs darf man nicht unterschätzen. Wenn wir immer wieder erst absteigen und dann direkt wieder auf und in der Bundesligasaison nach dem Abstieg jeweils 800 Dauerkarten mehr verkaufen, dann brauchen wir noch 35 Abstiege bis der Borussia-Park mit Dauerkarten ausverkauft ist. Ich werde das in 70 Jahren, also in der Saison 2078/79, noch mal überprüfen.

Doppel-Bindestrich

Es ist ja nun mittlerweile wohl jedem klar, dass unter Christian Zieges sportlicher Leitung die Zeit der Elbers und Insuas vorbei ist. So wundert man sich kaum über die Verpflichtung unbekannter Fußballer, vielmehr vertraut man auf Herrn Zieges Gespür und deren fußballerisches Können.

Nun also Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Ein zweifacher Doppelname, das ist doch mal was neues und ist auch eine schöne Herausforderung für den Beflockungsservice. Dass Jan-Ingwer ein Bindestrichfetischist ist, kann man auch an seinem ersten Verein erkennen, am TSV Bollingstedt-Gammellund. Hoffen wir mal, dass es für ihn dann bei uns nicht Borussia-Mönchengladbach heißt…

Die fußballerischen Highlights in Jan-Currys… äh… Ingwers Karriere lassen trotz Champions League mit den Pillendrehern noch durchaus Spielraum nach oben. Wenn Jan-Ingwer als absolutes Highlight ein mäßig interessantes Bundesligaspiel gegen den Hauptstadtclub ansieht, dann wollen wir ihm in Gladbach doch zeigen, dass der Fußball an und für sich mehr zu bieten hat, als Bangen um UEFA-Cup-Teilnahme vor 25 mitgereisten Leverkusenern…

Willkommen, Jan-Ingwer, am Niederrhein, bei Borussia, da wo Fußball nicht nur gespielt, sondern gelebt wird.

Tickets

Morgen wird wieder so ein Tag sein. So ein Tag, an dem man weiß: Hier geht heute nix. Damit meine ich nicht das Sportliche. Wenn Jogis Mannen auf die Türken treffen, können wir schon hoffen, dass sportlich einiges geht. Aber für die Fans, die in Scharen vor dem Basler Stadion um Tickets kämpfen werden, wird absolut nix gehen.

Wohlgemerkt, ich spreche hier von echten Fans, egal ob nun türkischer oder deutscher Nationalität. Natürlich wird es vor dem Stadion freundliche Mitmenschen geben, die einem noch den Erwerb einer Einlassberechtigung ermöglichen würden, aber zu welchem Preis? Und das ist genau das Problem: Die Preise werden für Fans völlig inakzeptabel sein, aber es werden massenhaft sensationshungrige Eventbesucher – natürlich auch im frisch gekauftem Trikot und Schal – anwesend sein, die einfach jeden Preis bezahlen.

Und dabei wären die echten Fans im Stadion wesentlich besser aufgehoben. Vielleicht sollte ich bei der UEFA mal anregen, dass die Eventfans doch vielleicht alternativ am Wettbewerb für bescheuerte Kopfbedeckungen teilnehmen können. Von bescheuerten Hüten haben sie nämlich meist mehr Ahnung als von lautstarker Unterstützung.

Große Rhetoriker

Nun sind ein paar EM-Spiele ins Land gegangen, und ich habe sie mir – Borussia spielt ja zur Zeit nicht – vor dem Fernseher alle angeschaut. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Spiele lösten nicht wirklich eine Fußballeuphorie bei mir aus.

Wesentlich dazu beigetragen haben auch die Kommentatoren des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Neulich bereits echauffierte ich mich ein wenig über die Verkümmerung der deutschen Sprache, aber das ich dies nun auch von unseren Fernsehkommentatoren hören muss… Wolf-Dieter Poschmann sprach bei der Partie Schweiz vs. Tschechien von „einer Situation wie Bierhoff“, Béla Réthy im Deutschlandspiel von „einer Ecke wie Schweinsteiger.“ Für Steffen Simon spielt Cristiano Ronaldo auf links wie in Chelsea(?) und Beckenbauer unterhält sich auf der Tribüne mit Michael(?) Platini.

Da kann man nur empfehlen: Wenn das Spiel in Klagenfurt stattfindet, könnte man ja vorher noch im Wörthersee fischen gehen (*kalauer*). Und wenn man an einem anderen Spielort ist, empfiehlt sich vielleicht mal der Genuss einer Buchstabensuppe…

EM

Nu is se also rum, die Vorrunde der Euro 2008. Auf Einladung meiner beiden Maskottchenkollegen Trix & Flix war ich auch ein paar Tage vor Ort, deswegen habt Ihr auch so lange nix mehr von mir gehört.
Und wer hat es alles geschafft bzw. nicht geschafft? Trix & Flix waren schon sehr traurig, dass ihre Teams bereits in der Vorrunde ausgeschieden sind, das hatten sie sich anders vorgestellt.
Die türkischen Fans haben mich bis jetzt schon zweimal mit Ihren Hupkonzerten vom Schlaf abgehalten, die Kroaten genauso, und eins der beiden Fanlager wird am Freitag wieder mit dem Autocorso durch die Stadt fahren. Gegen die Portugiesen sind wir ja dran, vielleicht schafft es unser Olli ja wieder, kurz vor Schluss das Spiel zu entscheiden, gegen Österreich war er ja schon knapp davor.
Etwas unglücklich rausgeflogen sind die Tschechen, bis zur 75. Minute sahen sie noch wie der klare Sieger aus. Und wenn Mutu in der 81. gegen Italien den Elfer verwandelt hätte, wäre neben dem Vizeweltmeister auch der Weltmeister raus gewesen. Oder die Holländer hätten Rumänien gewinnen lassen können, haben sie aber nicht. Wenn sie jetzt im Halbfinale gegen Italien verlieren, sind sie selber Schuld.
Und der Europameister? Ohne Punkte und mit nur einem Tor sind die Griechen rausgeflogen, tja, da wird aus Rehakles wieder Torhagel.

Und wer wird nun Europameister? Ja, die Portugiesen spielen stark, eindrucksvoll auch die Holländer und Spanier, trottzdem tippe ich auf ein Endspiel Deutschland vs. Italien, weil es halt oft so kommt, wenn sie die Vorrunde überstehen. Und dann kommt die Revanche für 2006…

Neuzugänge

Was ist das schönste an der Sommerpause? Die Spekulationen über Neuzugänge für die neue Saison natürlich, was sonst? Ich studiere regelmäßig die Tageszeitungen, die einschlägigen Fachmagazine und die entsprechenden Internetseiten.

Und ich muss zugeben: Unsere sportliche Leitung bei Borussia hat mich – wieder mal – überrascht. Keinen der bisher vermeldeten Neuzugänge hatte ich auf dem Zettel, geschweige denn, dass ich von ihnen – mal abgesehen von Matmour – überhaupt schon mal gehört hatte.

Jaures, ein französischer Verteidiger, Alberman, ein israelischer Mittelfeldspieler? Da fragt man sich schon, wie Borussia solche Leute aus dem Hut zaubert und woher die Überzeugung resultiert, dass sie uns helfen könnten. Da möchte ich ja die Reisekostenabrechnungen unserer Scoutingabteilung gerne mal inspizieren. Kommt noch ein mongolischer Angreifer? Ein equadorianischer Torwart? Ein vietnamesiches Ausnahmetalent?

Egal, seit Rob Friend – ein kanadischer Mittelstürmer??? – habe ich Vertrauen in jede noch so absurd erscheinende Verpflichtungen. Allemal besser als ein Insua, ein Elber oder ein Delura.

Bad Lipp....waaas?

Die Wanderschuhe waren eingefettet, der Rucksack fest verschnürt und die Vorfreude auf Kaiserschmarrn, Puntigamer und Germknödel war groß, als überraschend das Trainingslager in Kärnten abgesagt wurde, Nun gut, kurzerhand habe ich meine Englischkenntnisse aufgefrischt, mir noch ein paar alte Aufzeichnungen von „Dallas“ und „Denver“ angeschaut, um mich mit der texanischen Lebensart vertraut zu machen, und dann?

Wieder waren die Vorbereitungen umsonst, und ich bin ehrlich gesagt langsam ein bisschen sickig geworden. Und jetzt verblüfft Borussia mit der Meldung: „Trainingslager in Bad Lippspringe!“ Nichts gegen Bad Lippspringe, das ist ein heilklimatischer Luftkurort mit Planetenweg und Themengottesdiensten, aber soll ich mich auf einen Trainingslagerbesuch dort freuen? Von Abenteuer, Urlaub, Spannung keine Spur mehr.

Von mir aus hätten wir dann auch direkt in Hückelhoven, Hochneukirch oder Holzheim trainieren können. Na ja, ist ja auch egal, wenn es dem Klassenerhalt in der Bundesliga dient, bitte schön. Aber enttäuscht bin ich trotzdem.

Bundesverband

Nun ist ja derzeit der Milchboykott und der Bundesverband der Milchviehhalter in aller Munde. Mich schreckt dabei nicht der Gedanke an leere Kühlregale (Milch gehört eh nicht zu den von mir favorisierten Getränken…), aber mich fasziniert, dass es einen Bundesverband der Milchviehhalter gibt.

Flugs gab ich mal „Bundesverband“ in meine bevorzugte Suchmaschine ein und 4.330.000 Treffer dokumentieren, dass es im Prinzip für fast alles einen Bundesverband geben muss. So gibt es z. B. den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, den Bundesverband Rettungshunde, den Bundesverband Psychatrie-Erfahrener und natürlich auch den Bundesverband Porenbetonindustrie.

Nach einer gewissen Zeit langweilte mich das Lesen absurder Bezeichnungen für Bundesverbände und ich hätte das alles schon längst wieder vergessen, wäre nicht just heute der absurdeste aller Bundesverbände durch die Zeitungslektüre in mein Leben getreten. Zu den durch das Unwetter beschädigten Autos äußerte sich nämlich der Vorsitzende des „Bundesverbands für Dellenentfernung ohne Lackieren“.

Also wenn man wirklich einfach für alles einen Bundesverband gründen kann, dann gründe ich jetzt den Bundesverband der ausrangierten Maskottchen von Fußballvereinen. Den gibt es nämlich tatsächlich noch nicht…

"Ich geh' Borussia"

Früher fand ich umgangssprachliche Kuriositäten amüsant. Es erschien mir damals nicht so, als ob der Verfall der deutschen Sprache damit einherging, im Gegenteil. Grammatikalische, orthographische und phonetische Ausrutscher waren liebenswerte Ausnahmen, nicht die Regel.

Gerne erinnere mich an eine Begebenheit vor gut 20 Jahren, als ich auf der Rolltreppe im Mönchengladbacher Kaufhof gen Untergeschoss – in dem sich damals noch die Lebensmittelabteilung befand – fuhr, vor mir zwei füllig beleibte Damen in damals modernen kleingeblümten Kleidern. Am Fuße der Rolltreppe sprach die eine Dame zur anderen: „Waat enns hä op misch, isch geh ma eben am Fleisch.“

Jetzt wurde ich beim Einkaufen wieder Zeuge einer sprachlichen Entgleisung, die mich allerdings nicht nur amüsierte, sondern auch nachdenklich machte. In der Obst- und Gemüseabteilung des Supermarktes meines Vertrauens fragte der eine jugendliche Mitarbeiter seine ebenfalls jugendliche Kollegin: „Warst du schon Pause?“ Aber wenn man sich so umhört, ist diese Reduktion, das Auslassen von Artikeln und Präpositionen, leider nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.

Da sagt Bumsi nur: „Kommst du mit Fußball? Ich gehe immer Borussia.“

Olli

Nu isser fott, der Olli… Nein, nicht unser Olli, der ist zwar auch fott und zwar zur EM, aber er kommt ja wieder. Und zwar hoffentlich unverletzt und in Topform. Nein, ich meine den anderen Olli, den aus München. Olli und Otti sind nun beide Geschichte und werden in die Annalen der Bayern eingehen.

Und nicht nur in die Annalen des Schickeria-Clubs an der Isar, auch in unserer Borussengeschichte hat Olli seinen festen Platz, nämlich als Opfer des Kastanienwurfes beim Pokalspiel gegen den KSC 1993. Man munkelt, die Kastanie soll eine eigene Vitrine in Borussias geplantem Museum bekommen…

Der Kastanie folgten im Laufe der Jahre zahlreiche Bananen, die Olli gelegentlich zurückwarf (Kein Hunger?!?). Man merkt schon, er hat sich nicht in die Herzen aller Fußballfans, geschweige denn aller Borussenfans, gespielt und nicht wenige werden über Ollis Abgang erleichtert sein. Ich fürchte nur, die Erleichterung wird von kurzer Dauer sein, denn ich ahne schon, wer neuer Fußballexperte auf diversen Sendern sein wird. Olli ist tot, es lebe der Olli!

Paderborn

Wenn ich an Paderborn denke, dann fällt mir der Kölner Dom ein. „Warum?“ fragt ihr euch sicherlich. Also für den Bau des Kölner Doms hat man 632 Jahre gebraucht (..waren ja auch Kölner…), für den Bau eines neuen Fußballstadions braucht man in Paderborn nun immerhin schon drei Jahre.

Der Münsterländer im allgemeinen und der Paderborner im besonderen ist nämlich stur. Ein neues Stadion vor meinem Jägerzaun? Da protestierten die Anlieger der neuen Arena mal fix und schon war Baustopp. Dann ging’s weiter, aber es ging das Geld aus. Dann gab’s Geld, jetzt geht’s erst mal weiter…

Was will aber der SC Paderborn in der 3. Liga mit diesem Stadion, wenn es denn endlich mal fertig wird und auch benutzt werden darf? Vermutlich sind sie bis zur Fertigstellung in die Verbandsliga abgestiegen. Und spätestens dann wird auch der letzte Paderborn-Fan seufzen: „Ach, wären wir doch der TuS Schloss Neuhaus geblieben…“

Aufstieg

So, nun sind wir also wieder aufgestiegen, Gott sei Dank! Es hat sich ja dann doch noch ein bisschen gezogen, oder war ich einfach ein bisschen ungeduldig? Jetzt haben wir noch zwei Spiele vor der Brust, bei denen unbeschwert gefeiert werden kann.

Doch bei allem Jubel über den Aufstieg kann ich nicht vergessen, was der Preis dafür war: ein völlig unnötiger Abstieg ein Jahr zuvor. Ich bin eigentlich nicht nachtragend, aber das gehört zu den Ereignissen, die ich nicht so einfach vergessen kann. Ein verdammt teuer erkaufter Jubel…

Und bei allem Optimismus: So wird es nicht weiter gehen. In der ersten Liga werden wir nicht Favorit für die oberen, sondern für die unteren Tabellenrängen sein. Es wird also wieder eine Zittersaison werden, nicht zittern für den Aufstieg, sondern zittern für den Klassenerhalt. Ich glaube, ich genieße erst mal die Matches gegen Freiburg und Paderborn, Zeit sich zu grämen werden wir noch genug haben.

Frankfurter Rückblick

So, jetzt habe ich den 7:1-Erfolg verdaut und muss doch noch mal an meine letzten Gedanken zu den Stadionnamen anschließen. Auf dem Weg nach Offenbach kam ich nämlich durch Frankfurt und weil ich mich ja nun mal für Fußball interessiere, habe ich mich auch noch mal über die Stadien dort informiert.

Mit dem Bieberer Berg kann keines von beiden mithalten, weder von der Atmosphäre noch vom Namen. Aber die Namen der beiden größten Stadien sind so symptomatisch, dass ich da doch noch kurz was zu sagen muss. Der FSV Frankfurt – kurz vor dem Aufstieg in die zweite Liga stehend – spielt im „Volksbankstadion“, die Eintracht in der „Commerzbank-Arena“.

Lassen wir doch mal spielerisch jeweils das Wörtchen „Bank“ im Namen weg. Dann ergibt sich ein Stadion fürs Volk und eine Arena für den Kommerz. Kein Grund in der zweiten Liga zu bleiben, aber welches Stadion mich eigentlich mehr reizt, brauch ich wohl keinem zu erklären.

Ich will zurück nach Müngersdorf

Ja Leute, und das aus meinem Mund. Aber seien wir doch mal ehrlich, in Kaiserslautern steht der Betzen, in Hamburg das Volksparkstadion, und das Ruhrstadion ist in Bochum (und in Deutschland eines der schönsten! Stadien, nicht Städte). Aber seitdem ich damals auf dem Weg nach Rostock auf der Autobahn erfahren habe, dass es in Hamburg nun die AOL-Arena gibt und ich einen Beinahezusammenstoß noch eben so vermeiden konnte, ist doch schon einiges passiert. Ich möchte die Namen nicht aufzählen, sonst hätten die Werbestrategen ihr Ziel ja erreicht.

Die Idee, dass es neben den vielen Arenen einen BORUSSIA-PARK gibt (in Anlehnung an Goodison- oder Ibrox-Park), kommt übrigens aus der Fan-Ecke des VFL. Dass die Kleinen Gelb-Schwarzen aber auch direkt drauf springen und dabei ihre Farben vergessen, das haben wir nicht gewollt. Signal ist Zahncreme, was ist aber Iduna???

Und so musste ich diese Woche lesen "Proteste gibt es nicht mehr", in Nürnberg hat man hingenommen, dass das es jetzt nicht mehr Frankenstadion heißt. Okay, es ging nicht nur um Nürnberg, in Franken liegt nicht die Mitte der Erde, aber gibt es außer auf St. Pauli und bei der TAZ niemanden mehr, der sich noch wehrt? Da blutet das Bumsi-Revoluzzer-Herz, und außerdem verliere ich immer im Stadion-ABC, weil das Giuseppe-Meazza-Stadion für mich immer noch das San Siro ist, und deswegen steht in Kölle immer noch das Müngersdorfer Stadion. Das Lied von Zeltinger würde sich auch doof anhören…

Erwähnen muss ich aber auch, in unserer Heimatstadt auf der JHV werden manchmal Stimmen laut "Wann bekommen wir den endlich die 50 Mio. für die Punica-Arena?" Wirklich große Vereine haben das nicht nötig, ich kenne das Maskottchen von Barcelona zwar nicht so gut, aber auch ohne kompletten Ausverkauf kann man eine ordentliche Fußballtruppe auf den Rasen stellen, mit Leidenschaft, mit Tradition und mit Erfolg.

Euer Bumsi

Schummelei und Pfuscherei

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich gab es immer schon Vereine im deutschen Fußball, die mir sympathisch waren, solche die mir ausgesprochen unsympathisch waren und natürlich solche, die mir völlig egal sind. Zu den Vereinen, die ich seit Jahren in die Kategorie „unsympathisch“ einstufe, gehört der traditionsreiche FCK aus der Pfalz.

Ich möchte betonen, dass das nix mit den Fans zu tun hat, überhaupt nicht. Im Gegenteil, die ehemals gefürchtete Atmosphäre am „Betze“ ist ganz klar ein Verdienst der Fans und hat meine und unsere volle Anerkennung verdient. Trotzdem hat es hier ein Verein mit Tradition, die ich ja sonst so liebe, geschafft, jegliche Sympathien zu verspielen.

Die Hybris, mit der der FCK sich in den letzten Jahren präsentiert hat, ist einfach ekelhaft. Statt „Fußballverein, bleib bei denen Wurzeln!“ hat man hier mit Geld und politischem Einfluss versucht, Erfolg zu kaufen und das ging – sehr zum Leidwesen der Fans – völlig in die Hose. Jegliches Ansehen, was der Verein verdient hatte, hat er durch sein inkompetentes Auftreten in der Führungsriege, in der sportlichen Leitung und im Stadionumbau verspielt. Jetzt heißt es: „Hochmut kommt vor dem Abstieg.“

Oder? Denn plötzlich profitiert der FCK vom Punktabzug für Koblenz, welch merkwürdiger Zufall! Denn zufällig liegt Koblenz geographisch am nächsten, zufällig diente der jetzige Lauterer Trainer zuvor den Koblenzern, zufällig wurde ein ähnliches Vergehen der Lauterer vor einigen Jahren völlig anders und weit milder geahndet.

Man könnte den Eindruck haben, statt großer Fußballtradition setzt der FCK seine neue Tradition der Schummelei und Pfuscherei fort. Leidtragende sind – wie so oft – die Fans: Die Fans vom FCK voller Scham über die sportliche Leistung und die Tatsache, auf solche politischen Entscheidungen angewiesen zu sein, und die Fans von Koblenz voller Wut, möglicherweise zu Unrecht dem Abstiegskampf ausgeliefert zu werden. Wem soll man da mehr Mitgefühl zeigen?

"Ich bin ein Fan von Israel"

Puh, da haben wir ja noch mal Schwein gehabt! Mein armes kleines Bumsi-Herz hat ganz schön laut gepocht, als Lothar seiner Fanseele freie Luft gemacht hat. Auf seiner Homepage hat sich unser Elfmeter-Verschießer als Fan von Israel geoutet. Er habe viele Freunde in Israel und deswegen sei der Wechsel nach Netanya auch privat eine gute Sache für ihn.

Na, da bin ich ja froh, dass seine privaten Kontakte in unsere schöne Heimatstadt wohl mittlerweile gänzlich eingeschlafen sind und zu dem Streit auf Kindergartenniveau mit seinem Ex-Trainer Vogts aus dem wunderschönen Kleinenbroich möchte ich auch nicht näher eingehen.

Ich habe mal meinen Kumpel Roberto gefragt, ob Israel nicht schon genug Probleme hat und sich wirklich noch Loddar ans Bein binden will. Ich konnte Roberto aber dann beruhigen und habe auf Loddars Fluktuation im privaten Lebensbereich verwiesen. Israel hat allerdings den Nachteil, dass es nicht viele jüngere Staaten auf der Welt gibt.

Zunächst muss sich Loddar allerdings auf den, nach eigenen Worten, sehr anstrengenden Kurzlehrgang zum Fußballlehrer konzentrieren. Da würde ich Loddar liebend gerne mal eine Woche zum Phosphat-Abbau auf Nauru schicken. Dann weiß er was wirklich anstrengend ist.

Es grüßt ein erschöpfter Bumsi.

Sorgen um Nauru

Es ist ja allgemein bekannt, dass ich immer gerne mit den „Kleinen“ dieser Welt halte. Schließlich ist die Borussia ja auch, als der „kleine aber feine Club vom Niederrhein“ bekannt geworden.

Mit Entsetzen habe ich in den letzten Tagen festgestellt, dass die kleinste Republik der Welt in argen Nöten ist und meine Bumsi Augen mal in die Südsee gerichtet. In Nauru wurde der Notstand ausgerufen und Staatspräsident Marcus Stephen – ein ehemaliger Weltklassegewichtheber – hat für den kommenden Samstag Neuwahlen ausgerufen. Stephen ist dort der Volksheld schlechthin, schließlich hat er mehrere Medaillen in seinem Sport (u.a. bei Weltmeisterschaften) für sein Land gewonnen.

Grund für den Notstand waren stetige Machtkämpfe zwischen der Regierung und Oppositionsführer David Adeag. Die folgenden Unruhen unter den nur knapp 12.000 Einwohnern des Staates gipfelten darin, das einzelne Gangs die Polizeiwache verwüsteten. Zeit haben die ja bei knapp 90% Arbeitslosen. Nauru war mal aufgrund von – man glaubt es kaum – VOGELSCHEISSE eines der reichsten Länder der Welt. Mit Hilfe der Witterung wurde über die Jahre aus Vogelscheisse Phosphat. Dieses ist nun abgetragen, die Insel gleicht einer Mondlandschaft, die Milliardenerträge aus der Gewinnung wurden von korrupten Politikern verprasst und die Einwohner versinken nicht nur irgendwann im Meer, sondern auch im Chaos.

Ich wünsche Präsident Stephen jedenfalls viel Glück beim Heben seiner wahrscheinlich schwersten Last und seinem Gewichtheber Nachfolger Yukio Peter viel Glück in Peking gegen die Chinesen in der 77 kg-Klasse.

NAURU EKO DOGIN!

Bruno wird Sportdirektor

Immer, wenn ich denke, ich habe im Fußball alles erlebt in meinen langen Jahren als Maskottchen, dann kommt doch auf einmal wieder eine Meldung auf den Tisch geflattert, von der ich dann glaube: „Das gibt ’s doch gar nicht!“ Diesmal überraschte mich unser ehemaliger Lieblingsspieler Hans-Günter Bruns und Rot-Weiß Oberhausen mit einer unerwarteten Mitteilung.

Mit den Worten „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ hat „Bruno“ mitgeteilt, dass er in der kommenden Saison nicht mehr länger Trainer ist, sondern lieber Sportdirektor werden möchte, weil man dann auch nicht immer „bei Regen, Schnee und brütender Hitze“ auf dem Platz stehe. Bruno als Sesselpupser? Na, an der entsprechenden Körperstatur hat er ja schon gearbeitet. An seiner Stelle wird nun kurioserweise der ehemalige Sportdirektor Jürgen Luginger zum Trainer.

Nicht dass dieses Beispiel Schule macht! Lieber Jos, bitte hör nicht auf, nur weil es gerade am schönsten ist! Lieber Christian, nichts gegen Dich, aber bleib doch bitte Sportdirektor! Und wenn ich zurückdenke und mir dabei diesen Tausch vorstelle, wird mir ganz übel: Pander als Trainer??? Heynckes als Sportdirektor??? (Außer Heimeroth waren seine „Talente“ ja nicht wirklich überzeugend…). Oh je…

Was immer Dich antreibt, lieber Bruno, erwarte nicht, dass ich das verstehe...

Sonntagsfahrer

Früher war das Leben so einfach. Alles war übersichtlich, erklärbar und verständlich. Heute bin ich immer häufiger verwirrt, muss ich gestehen. Diese modernen Zeiten überfordern mich einfach. Vielleicht bin ich einfach nur geschafft, denn die Heimfahrt von Jena war anstrengend. Ich fahre nämlich nicht mehr gerne Auto, wirklich nicht. Früher… ja, früher machte Autofahren noch Spaß. Da hat man sich gefreut, wenn es mal einen Lkw zum Überholen gab, heute freut man sich, wenn man mal eine Lücke zwischen zwei Lkw findet, wenn man mal gerade nicht überholen will.

Und erst die Pkw und ihre Fahrer… Früher gab es verlässliche Indikatoren für die Pkw, die man am besten zügig überholte oder weiträumig umfuhr. Das waren lindgrüne Mercedes 200 D (gefühlte 25 PS), umhäkelte Klopapierrolle auf der Hutablage, die goldene ADAC-Plakette auf dem Kofferraum neben dem „Ein-Herz-für-Kinder“-Aufkleber und ein Fahrer mit Hut. Man nannte sie unabhängig von dem Wochentag, an dem man ihnen begegnete, „Sonntagsfahrer“.

Jetzt bin ich eben hinter einem schwarzen, sportlich wirkenden Mittelklassewagen fast ausgerastet. Mit 82km/h fuhr der mit Baseball-Cap bemützte Fahrer an einer Lkw-Kolonne sondergleichen vorbei und ich fluchte vor mich hin: „…telefoniert wahrscheinlich… sucht ne CD ausm Handschuhfach… oder streitet der mit seiner Freundin…die Jugend von heute…“ Als ich endlich überholen konnte, war der Fahrer ca. 85, seine Beifahrerin kaum jünger. Ich bin für eine Altersbegrenzung bei Baseballkappen… Wie um alles in der Welt soll man noch die Sonntagsfahrer erkennen können?

Getafe Mönchengladbach

Wie viele suche auch ich abends die Zerstreuung vor dem Fernseher, und da bei mir die Fernsehproduktionen von Uta Danella Romanen im ZDF zu einer fingierten Bulimie führen, gucke ich eben Fußball, wenn mir der Jünter schon ein Premiere-Abo geschenkt hat.

Also habe ich am Dienstag das Spiel der Reds gegen Arsenal verfolgt (dabei muss ich immer noch an unseren Sieg in Highbury denken, seufz), nach 1:1 im Hinspiel und Rückstand in der 1. Hälfte, die 2:1 Führung, Ausgleich 84., Elfmeter 85., dann der endgültige 4:2 Siegtreffer in der 92. Minute, da hatte ich das Derby doch glatt wieder vergessen. Die Anhänger des Vereins aus der Stadt mit der großen Kirche glauben übrigens heute noch, dass sie eine Fanfreundschaft mit Liverpool hätten. Lass Dir gesagt sein Hennes, in Europa kennt Dich kein Maskottchen.

Dabei fällt mir ein, wenn 3 der 4 Clubs im Halbfinale der CL aus England kommen, wieso sind die dann nicht bei der EM dabei?

Aber zum eigentlichen: Vor ein paar Jahren hat eine Tageszeitung mit der Schlagzeile „Getafe Mönchengladbach“ einen Artikel über die Spielweise des Clubs aus der Nähe von Madrid betitelt. Gemeint war natürlich die offensive Spielweise, mit der man lieber 5:5 spielt, als ein 1:0 über die Zeit zu retten. Aber die Journalisten haben sicher nicht geahnt, wie sehr sie damit die Zukunft dieses Clubs beeinflussen würden. Spätestens seit dem 3:3 gegen die Bayern von gestern ist klar, dass der Verein, der laut Wikipedia 1983 aus einem Fanclub von Real Madrid hervorgegangen ist, ab 2010 mindesten 5 x spanischer Meister wird und 2 x den UEFA-Pokal gewinnen wird, wahrscheinlich holen sie 2013 auch den spanischen Pokal. Trotz Unterzahl die Führung verteidigt, Ausgleich erst in der 89., dann mit 3:1 in Front, nur noch 5 Minuten zu spielen, und am Ende trotzdem ausgeschieden, dass sind Heimsuchungen, wie ich sie bislang nur bei Borussia miterlebt habe. Vielleicht sollten die Verantwortlichen wirklich über eine Umbenennung in Borussia Getafe nachdenken, dann wäre auch das hässliche FC im Vereinsnamen weg.

Diebe, Lügner und Feiglinge

So, nun sind einige Tage vergangen und die erste Aufregung hat sich gelegt, das Derby ist vorbei. Lassen wir mal das Ergebnis beiseite, obwohl es schon eine Unverschämtheit ist, dass der 2. FC auf seiner Homepage behauptet, es habe sich um einen berechtigten Elfmeter gehandelt. Auch hier zeigen sie keine Größe, sondern leider ihr wahres Gesicht, nämlich die hässliche Fratze des Lügners. Jeder Inhaber von Augen konnte zumindest in den Fernsehaufzeichnungen sehen, dass das Foul – wenn es überhaupt eins war – vor dem Sechzehnmeterraum war.

Nun hatte sich unser Fanprojekt zuvor mit dem Fanprojekt und den Fanbeauftragten des 2. FC ganz gut verstanden, wie man so hört. Jetzt wird sich das Blatt wohl wenden, denn verarschen lässt sich auch unser Fanprojekt nicht, zu Recht! „Was können die denn dafür? Was haben die denn Schlimmes gemacht?“ mag sich der geneigte Leser fragen. Nun, gemacht haben sie eben nichts. Sie haben nicht auf ihre „Fans“ eingewirkt, Provokationen zu unterlassen, sie haben nicht verhindert, dass das Banner der Ultras ins Stadion gelangte, sie haben nicht das Ordnungspersonal angewiesen, dass Entfalten des Banners zu verhindern.

Leider macht man sich aber durch Unterlassung genauso schuldig wie durch Handeln. Etwas bewusst zu unterlassen heißt auch, die Folgen dieser Unterlassung billigend in Kauf zu nehmen, und das kann man dem Kölner Fanprojekt und der Fanbetreuung durchaus zum Vorwurf machen. Fast könnte man meinen, auch sie hätten nur auf die Aktion gewartet und auf Spielabbruch spekuliert, um feige auf eine positive Wertung des Spiels für Köln am grünen Tisch zu hoffen.

Fazit dieses Derbys sind also drei neue Erkenntnisse über den Äffzeh und seine „Fans“: Es handelt sich um Diebe, Lügner und Feiglinge. Schlimm, dass so was im Profifußball Platz hat.

Kein Platz

Man muss mit der Zeit gehen, sage ich immer, und deshalb nutze ich ausgiebig das weltweite Netz. Und bin immer wieder verblüfft, was man da so alles findet, wirklich. Nicht nur Informationen, Meinungen, Kommentare, sondern richtige Kuriositäten.

Mit skeptischem Interesse verfolge ich seit Saisonbeginn das Fanleben der „Emporkömmlingsvereine“ Hoffenheim und Wehen. Und da stieß ich doch auf der Homepage eines Wehen-Fanclubs auf einen sehr erstaunlichen Aufruf. Die „Eppstein Fighter“ wünschen sich nämlich für ihre Nordwand, also ihren Fanbereich: Hier ist kein Platz um den SVWW zu unterstützen.

Gut, wer schlau ist, hätte auch so gewusst, dass eigentlich nirgendwo auf der Welt der geeignete Platz ist, um so einen Verein zu unterstützen, aber schön, dass sogar Fanclubs dazu aufrufen. Wer wirklich schlau ist, hätte auch nicht den Borussenkodex so sagenhaft schlecht kopiert und dabei noch die deutsche Sprache orthographisch geradezu vergewaltigt. Wenn es nicht so kurios bekloppt wäre, wäre es eigentlich nur traurig, was sich solche „Fans“ anmaßen.

Ganz gewaltig

Statt über den Kampf ums runde Leder zu berichten, schreiben die Zeitungen – insbesondere die mit den großen, bunten Buchstaben – immer häufiger über Kämpfe abseits des Platzes. Von Gewalt im Stadion, von einer neuen Hooliganwelle, gar einer gesellschaftlichen Bedrohung ist die Rede (mal ganz abgesehen davon, dass eine Differenzierung zwischen ganz normalen Fans, ultraorientierten Anhängern und wirklichen Hooligans überhaupt nicht stattfindet, weil sie halt auch nicht interessiert).

Leute, ich als alter Hase sage Euch: Das ist einfach Quatsch. Denn es misst einem Randphänomen eine Bedeutung bei, die es nicht verdient hat. Warum das aber für die Journaille so interessant ist? Weil der Fußball so langweilig ist, in erster und zweiter Liga kristallisieren sich Meister und nachfolgende Plätze mehr als deutlich heraus, spannend ist nur noch der Abstiegskampf und der euphorisiert halt leider die Massen nicht so sehr, dass er sie zu übermäßigem Zeitungskauf animieren würde. Dann muss halt Gewalt im Stadion her.

Nicht dass man mich missversteht: Gewalt auch in geringstem Maße am und im Stadion ist Mist (Gewalt ist übrigens meiner Meinung nach immer Mist, denn sie löst keine Probleme, sondern schafft welche). Aber durch die intensive Berichterstattung wird Gewalt für die potentiellen Gewalttäter erst attraktiv, die Idioten wollen ja Bilder und Berichte ihrer Aktivitäten veröffentlicht sehen.

Bumsis Tipp: Gepflegtes Desinteresse gegenüber Gewalttätern in den Medien, aber couragiertes Bekämpfen von Gewalt vor Ort. Und den Ball immer schön flach halten…

Ehre, wem Ehre gebührt…

Tja, wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung, oder wie war das? Ehrlich gesagt, tun sie mir leid, unsere Ex-Ultras. O.K., ich bin als Bumsi natürlich auch so ein Old-School-Fan und mir hat nicht alles gefallen, was die jungen Leute so gemacht haben, aber ich muss wirklich anerkennen, dass die Ultras mir auch ganz wunderbare Momente beschert haben.

Ich denke dabei an die sehr aufwändigen Choreographien, an nicht enden wollenden Dauersupport und an ihr ehrgeiziges Bemühen, die Stimmung in der Kurve insgesamt zu verbessern. Und ich denke, dass auch viele andere Skeptiker gegenüber dieser Fanbewegung das insgeheim anerkennen müssen.

Es ist schade, dass durch einen feigen Diebstahl, den Ultras das Herz herausgerissen wurde, was sie dazu veranlasst hat, sich aufzulösen. Auch wenn diese Auflösung vielfach auf Unverständnis stößt, akzeptiere ich das. Wenn man einmal gesagt hat, dass das ein wichtiges Statut für die Gruppe ist, dann sollte man auch dazu stehen. Das zeugt auf jeden Fall von sehr viel mehr Stil, Konsequenz und Ehrgefühl als der heimliche Fahnenklau.

Von daher rät Bumsi: Kopf hoch, nach vorne gucken, und bedenken: Es geht um Borussia und vor der Raute sind alle Menschen gleich, ob Ultra, Ex-Ultra oder vielleicht bald Mitglied einer neuen Fanbewegung.

Pokalgedanken

Bayern im Pokalfinale, das ist ja nun nicht wirklich überraschend. Nicht dass mich das ernsthaft interessieren würde – Borussia ja spielt ja leider nicht mehr mit. Trotzdem birgt diese Meldung für mich als Fußballfreund einen negativen und eine positiven Aspekt.

Beginnen wir – psychologisch wertvoll – mit dem positiven Aspekt: Dem VfL Wolfsburg wird es nicht gelingen, seine Bedeutungslosigkeit durch einen Titelgewinn zu schmälern. Nicht auszudenken, wenn so ein Plastikclub mit Sponsorenmillionen sich auch noch mit einem Titel schmücken könnte. Ganzseitige Werbeanzeigen von Volkswagen „Das Auto der ‚Pokalsieger“ in allen deutschen Tageszeitungen wären vorprogrammiert gewesen.

Nun zum negativen Aspekt: Ohne wirkliche Qualifizierung wird es die kleine Borussia aus Lüdenscheid-Nord nun ins internationale Geschäft katapultieren. Als einzigen ernstzunehmenden Gegner haben sie Bremen besiegt, ansonsten war der Weg ins Finale für die Doofmunder ein Spaziergang. Bin ich neidisch? Ja, bin ich. Wie gerne würde ich nämlich meine wirklich wahrhaftige einzige Borussia da sehen. Immerhin können wir für uns verbuchen, am vermuteten Pokalsieger Bayern überaus ehrenhaft gescheitert zu sein…

Mysterium Rafati

Wunschtraum eines jeden kleinen Jungen ist es natürlich, ein europäischer Top-Torjäger zu werden, umjubelt in Mailand, Madrid, Barcelona, London usw. Nun gut, das klappt in den seltensten Fällen. Die, die nicht so gut sind, aber clever, wenden sich im Alter von 15 Jahren dann entweder dem weiblichen Geschlecht, dem Alkohol oder dem Schützenzug zu (was letztlich nur die Kombination aus den beiden ersten Punkten ist…) zu. Die weniger Cleveren werden Amateurfunker, Hobbyornithologen oder Schiedsrichter… So nach dem Motto: Mittendrin, doch nur dabei.

Bei den weniger Cleveren trennt sich dann wieder die Spreu vom Weizen: Entweder ist man mit 60 noch schmerbäuchig Schiedsrichter in der Kreisliga C oder aber man dient sich beamtenmäßig hoch und bringt es dann zum Bundesligaschiedsrichter. Dafür braucht man eine gewisse Kompetenz, eine souveräne Ausstrahlung, Entscheidungssicherheit und einen positiven Leumund, wenn man denn schon nicht pengen kann.

Nun zum Mysterium Rafati: Nichts von dem zuvor Geforderten kann man ihm bescheinigen, trotzdem hat er es nicht nur zum Bundesligaschiedsrichter, sondern sogar zum FIFA-Schiedsrichter gebracht. Wie hat er das nur gemacht? Es wird wohl ein Rätsel bleiben. Genauso ein Rätsel ist ja auch die Entscheidung, Rob Friends Tor der ersten Halbzeit nicht gelten zu lassen. Da wir bei Borussia aber nicht Rätsel raten wollen, sondern aufsteigen, hoffen wir mal, dass Rafati sein Unwesen lieber demnächst in Mailand oder Madrid treibt und uns im Borussia-Park verschont.

Bumsi und Babak

Also zum letzten Bundesliga-Wochenende muss ich jetzt doch mal was sagen. Und zwar zu meinem Lieblingsschiedsrichter Babak Raffnixi. Dieser Unparteiische hat auch uns im Borussia-Park schon heitere Partien geliefert, und nun hat er bei dem Spiel Dortmund gegen Hertha – was mich nicht im mindesten interessiert – seiner Liste spektakulären Unfugs eine weitere Anekdote hinzugefügt.

Laut Aussagen in den Medien habe der vierte Offizielle gesagt: „Der muss runter!“, und weil Marco Pantelic gerade am auffälligsten rumzappelte, hat Raffnixi ihm die rote Karte gezeigt. Das Zappeln von Pantelic wollte gar kein Ende mehr nehmen vor Überraschung, währenddessen der vierte Mann wahrscheinlich innerlich zusammenbrach und sich wohl fragte, wie blöd man eigentlich werden muss, um – wenn man denn schon keine Ahnung hat – nicht nachzufragen, sondern einfach jemandem auf dem Platz rot zu zeigen.

Also beorderte er Raffnixi wieder zur Seitenlinie, um ihm angeblich mitzuteilen, „der“ sei der Trainer Berlins, nicht ohne im Geiste vermutlich ein herzhaftes „Idiot!“ hinzuzudenken. Man kann eigentlich nur auf Knien dankbar sein, dass es Raffnixi nur zum Schiedsrichter gebracht hat und nicht zum General in Kriegszeiten (Ach so, das Land sollte ich gar nicht kaputtbombadieren?) oder zum Henker (Huch, der war freigesprochen? Äh, sorry, zu spät...).

Bumsis Sportjahr

Also Wintersport ist nicht ganz so meine Welt. Aber jetzt hat er nun also wieder angefangen, der Fußball, außer in der Regionalliga Süd, aber die interessiert ja nun mal wirklich kaum jemanden. Bin mal gespannt, wie nach einer Saison 3. Liga die Verteilung der Nord- und Südvereine aussieht, im Moment habe ich doch starke Zweifel, dass beide Staffeln gleich stark sind. Und Zuschauermagneten sind mal gleich gar nicht dabei, ob da die Vermarktungsstrategie der ach so weisen Herren aufgeht? Wenn der SV Elversberg bei Dynamo Dresden spielt?

Ende Mai weiß man erst, wer in die 2. Liga aufsteigt, sich für Liga 3 qualifiziert oder die darunter liegenden Staffeln muss. Und eine Woche später kann ich mir dann schon das Eröffnungsspiel der Euro 2008 angucken, vielleicht steht bei Schweiz vs. Tschechien ja der ein oder andere Ex-Borusse auf dem Platz. Bis zum Finale Ende Juni hab ich bestimmt mehrer Stunden TV-Fußball intus, ich werde mir mal den Jünter einladen, da lässt sich immer so schön fachsimpeln. Und wenn wir den Spielausgang tippen, verliert er meistens, aber wir wetten natürlich nicht um Geld.

Erst am 09. August geht es dann wieder mit dem DFB-Pokal los, einen Tag vorher beginnen die Olympischen Spiele in Peking. Hätten man die Spiele nicht zwischen EM und Saisonbeginn legen können? Was mach ich den im Juli? Aber bestimmt macht Borussia wieder ein Trainingslager in Kärnten, dann komm ich wenigstens auch mal wieder an die Luft und tanke ein wenig Sonne und Kraft, denn danach geht es ohne Pause weiter bis Weihnachten. Wir sehen uns im BORUSSIA-PARK!

Abreißen...sofort!

Nun liegt die Wiedervereinigung Deutschlands schon fast 20 Jahre zurück. Ja ja, wie die Zeit vergeht. Sollte man gar nicht denken. Damit man manchmal doch noch denkt, gibt es Denkmäler, die einen an die Vergangenheit erinnern sollen.

Das hat mit den meisten Denkmälern im ehemaligen Osten dieser unserer Republik nicht so gut geklappt. Die meisten Denkmäler hat man nämlich klammheimlich demontiert, als einem klar wurde, dass das eine Vergangenheit ist, an die man lieber mal nicht mehr denkt.

Auch bei Borussia gab es ein Denkmal aus dem Osten, aber das musste man nicht demontieren, das hat sich selbst demontiert. Seinen Status als Kulttrainer hat Hans Meyer lange verspielt. Seine Worte waren nicht von längerer Glaubwürdigkeit als die Parteiparolen aus dem Osten, seine Treuebekenntnisse hohl, seine Versprechungen (Rosen züchten bla bla bla…) leer.

Nürnberger, ihr hab auch Erfahrung im Niederreißen von Denkmälern. Falls ihr Hans Meyer schon eins gebaut habt: Die Abrissarbeiten können beginnen!

Auf Diät

Oh Freunde, war das eine Völlerei in den letzten Wochen und Monaten. Zuerst die Weihnachtsmärkte mit Schlemmerstand und Glühwein. Obwohl, den trinkt fast niemand mehr, bald gibt es heißen Prosecco mit Eierlikör, bäh. Dann der Weihnachtsbraten, Kuchen, Plätzchen, anschließend Silvesterparty im FanHaus, mit leckerem Buffet. Im Trainingslager habe ich dann auch nicht wirklich auf meine Figur geachtet beim Abfeiern im Molly Mallone's, auf der Karnevalssitzung habe ich mir mit Jünter ein kleines Wettfuttern geliefert (ratet mal, wer gewonnen hat J), und dann ging es auch schon los in den Straßenkarneval, mit allem was dazu gehört.

Nur im BORUSSIA-PARK, da gab es erstmal Magerkost, leider. Aber dieses Pfeifen zur Halbzeit werde ich nie verstehen. Liebe(r) Pfeife(n)r, versucht das mal in einem englischen Stadion. Und wie fühlt Ihr euch, wenn der Chef in der Mittagspause so richtig schön rummotzt, da läuft es am Nachmittag umso besser?

Bei mir ist jetzt erstmal Fasten angesagt, sonst sehe ich bald aus wie ein Maskottchen beim Basketball oder der Medizinball einer Gymnastikgruppe. Und wenn unsere Mannschaft genau die gleichen Ergebnisse wie in der Hinrunde erzielt, auch wenn das ein 1:4 gegen Mainz bedeutet, dann weiß ich, wo ich im Mai wieder viel zu viel essen und trinken werde.

Alles richtig gemacht, Herr Grashoff

Die ruhmreiche Vergangenheit unserer Borussia hat uns zahlreiche namhafte Spieler beschert, auf deren erfolgreiche Karrieren am Niederrhein, in der Nationalmannschaft und vielleicht auch noch anderswo wir gerne zurückblicken. Bei den meisten zumindest. Es gibt auch so den ein oder anderen, der es zwar zu Ruhm und Ansehen gebracht hat, bei dem ich mich allerdings mit dem Stolz ein wenig schwer tue.

Da ist zum einen unser Berti, dessen Trainerexistenz in Nigeria gerade noch mal die Kurve gekriegt hat, und der uns neben einem Europameistertitel und vielen unnütz ausgesprochenen, dahingestolperten Sätzen auch so ein sprachliches Juwel wie "Gas! Es riecht nach Gas!" beschert hat.

Bei weitem weniger gerne im Zusammenhang mit Borussia höre ich den Namen "Ich bin so doof, ich brauch Einzelunterricht."- Matthäus... Hier kann ich uns im Nachhinein nur gratulieren, dass wir ihn 84 an die Bayern abgegeben haben, denn nun wird er mehr mit Bayern als mit uns in Verbindung gebracht. Herr Grashoff, alles richtig gemacht...

Düsseldorfer, spielt Eishockey

Stellt euch das mal vor, da trägt man mir aus berufener Quelle zu, in Düsseldorf spreche man bezüglich des Testspiels am Wochenende von einem Derby. Wie bitte? Ein Derby gegen Düsseldorf? Also das würde den Fortunen wahrlich mehr Bedeutung zusprechen, als bei allem guten Willen angemessen. Was Fortuna angeht, empfinde ich ein gelangweiltes Desinteresse, und ihr?

Sicher, die Fortunen mögen das mit anderen Augen sehen, aber – mit Verlaub – sie haben ja auch einen völlig anderen Blickwinkel, immer noch am Rande der sportlichen Versenkung, ungeliebt und kaum beachtet in der eigenen Stadt und – last not least – auf der völlig falschen Rheinseite.

Wenn also dann wie beim letzten Regionalligaspiel gegen unsere U23 eifrig selbst bemalte Tapetenstreifen mit geistreichen Bemerkungen präsentiert werden, dann nehme ich das in der Gewissheit zur Kenntnis, dass die spätpubertierenden Jünglinge auf der anderen Seite vermutlich noch nie ein Bundesliga-Spiel ihres Teams gesehen haben und dass die einzigen internationalen Begegnungen von nennenswerter Bedeutung in einem Düsseldorfer Stadion immer die Spiele meiner Borussia waren.

Düsseldorfer, spielt Eishockey.

Euphorie am Niederrhein

Es war einmal ein mächtiges Rauschen im Blätterwald. Nur weil Bayern einen neuen Trainer verpflichtet hat, konnte man sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter Klinsmann-Hype, Erfolgsspekulationen für die Lederhosenträger und Sommermärchen-Tätärätä.

Und dabei weiß doch wirklich jeder, der halbwegs was von Fußball versteht, dass das wahre Sommermärchen in diesem Jahr nicht in München stattfindet, sondern selbstverständlich am Niederrhein. Wenn nämlich meine geliebte Borussia aufsteigt, wird ganz Gladbach im Freudentaumel versinken und sich kollektive Euphorie von Hardterbroich bis Merreter, von Bettrath bis Güdderath ausbreiten.

Und wenn Jos und die Kumpels in den gestreiften Leibchen ganz feste arbeiten, dann bleibt es vielleicht nicht beim Märchen, sondern dann wird der Aufstieg Realität. Und dann leben wir alle glücklich und zufrieden bis an das Ende unserer Tage.

Schön so, ohne Wintertheater

Das war ja vielleicht ein komisches Gefühl bei dem Freundschaftsspiel gegen Westerlo. Es gab gar keine neuen Spieler, die man kritisch begutachten konnte! Keine Kommentare wie: „Hilft DER uns wirklich weiter?“, „DEN hätte ich nicht geholt, wir brauchen doch ganz klar noch einen für die Abwehr (wahlweise zu ersetzen durch Tor, Mittelfeld, Angriff).“ „Kommt denn jetzt NOCH einer?“

Und, liebe Freunde, seien wir ehrlich: War es nicht auch irgendwie schön? Was haben uns die letzten die letzten Jahre doch für Überraschungen in der Winterpause geboten! Erst letztes Jahr, der Dänenbomber Thygesen, den wir Aachen knapp weggeschnappt haben. Umpf. Oder 2005 die sensationelle Verpflichtung von Giovane Elber. Ähem. Im übrigen neben den Granaten Böhme, Thijs, Sonck und Moore. Gut, auch Keller und Daems waren noch dabei. Insgesamt sieben Verpflichtungen! Das ist doch Wintertheater vom Feinsten!

Die letzte gute Verpflichtung in der Winterpause hieß Mikael Forssell und das ist mittlerweile fünf Jahre her. Was zeigt uns das? Mir zumindest zeigt es, dass Neuverpflichtungen im Winter nicht wirklich helfen. Und wenn es Borussia nicht hilft, dann verzichte ich auch auf das Wintertheater.

Prosit Neujahr

So, jetzt heißt es: Aufwachen aus der Weihnachts- und Neujahrspause. Auch die Presse bietet nun wieder Lektüre über Borussia, wunderbar. Da schmeckt der morgendliche Kaffee doch direkt viel besser. Sascha Rösler kämpft mit Gewichtsproblemen (Kohlsuppe, Sascha, das bringt ’s. Bläht zwar ein bisschen, aber egal.), Marvin Compper wechselt nach Hoffenheim (Pfui bäh, Marvin, trotzdem alles Gute.), und Eugen Polanski will in der Rückrunde noch einmal um einen Platz in der Startelf kämpfen (Auf gutes Gelingen, Eugen, mein Tipp: nicht quatschen, sondern kicken!).

Fanklub oder Fanclub?

Bevor ich nun zur Winterpause alle meine Borussia-Klamotten ein wenig geordnet habe, habe ich noch einmal einen Blick in das letzte Fohlenecho geworfen. Und beim Blättern fiel mir dabei ein Bericht ins Auge, in dem es um Fanklub-Besuche von Spielern ging. Fanklub… Das Wort sieht doch irgendwie komisch aus, mir ist eigentlich nur Fanclub mit „c“ geläufig, aber eine kurzerhand durchgeführte Recherche ergab, dass beide Schreibweisen zulässig sind. Nun gut.

Jetzt stelle ich mir allerdings die Frage, wie Borussia denn nun wohl Fußballclub schreibt. Ist das dann jetzt auch der Fußballklub, abgekürzt der FK? Heißt das, wir beginnen die Rückrunde mit einem Heimspiel gegen den FKK aus der Pfalz? Zugegebenermaßen hat diese experimentelle Schreibweise doch durchaus sehr spaßiges Assoziationspotential.

Man stelle sich nur die Lauterer Fans vor, die lautstark „FKK, FKK, FKK!“ skandieren, woraufhin sich die Spieler die Hemdchen (und mehr…) vom Leib reißen, um den Aufforderungen ihrer Fans genüge zu tun. Oder erst die Domstädter mit ihrem 2. FK. Schade, dass wir da auswärts gewinnen, was könnte man die sonst schön im Fohlenecho verhohnepipeln!

Leidenschaft ist nicht käuflich

Das nenne ich doch mal ein großzügiges Angebot: Der Manager von Ligaprimus Bayern München lädt die Fans in die Allianz-Arena ein, damit sie dort Choreographien und Gesänge einstudieren können. Auf der letzten Jahreshauptversammlung hatten sich ja zahlreiche Fans über die miserable Stimmung bei Bayerns Heimspielen beschwert und den Herrn Elfmeterverschießer damit zu einem Wutausbruch sondergleichen verleitet.

Ich gebe es zu, es freut mich, dass wir es letzten Endes waren, die die bayrische Anhängerschaft so verärgert haben, denn wenn auch nicht sportlich, so hatten wir die Münchener beim Pokalspiel stimmungsmäßig über neunzig Minuten im Sack. Und das ohne vorher zu üben!

Und warum? Ganz einfach: Weil wahre Begeisterung eben nicht eingeübt werden kann, weil Stimmung nicht geprobt werden kann, weil Emotionen nicht – wie sich Herr Hoeness das jetzt wohl wünscht – planbar und einkalkulierbar sind. Wenn es keine Stimmung, keine Leidenschaft im Stadion gibt, dann ist das ein Spiegelbild des anwesenden Publikums, denn dann sind sie eben nicht voller Leidenschaft dabei.

Zwei Schlussfolgerungen meinerseits: 1. Wahre Leidenschaft kann sich nur entwickeln, wenn man auch mal gelitten hat, das steckt ja in dem Wort „Leidenschaft“ drin. Vielleicht täte aus leidenschaftlichen Gründen dem FC Bayern mal ein Abstieg gut, dann wird sich die Leidensfähigkeit der Anhänger nämlich mal zeigen. 2. Geld kauft Tore, aber keine großen Gefühle.

Aber, Uli, lass sie mal schön singen und Fähnchen schwenken üben. Dann wird uns in der nächsten Bundesligasaison vielleicht wenigstens ein bisschen was auf den Rängen geboten.

Sehnsucht nach Heribert

Kinder, was musste ich gestern Abend leiden. Und das in doppelter Hinsicht. Zum einen konnte ich – wie wohl viele andere Fans der Borussia auch – nicht nach Freiburg reisen, da ich durch andere Maskottchenverpflichtungen terminlich gebunden war. Zum anderen musste ich dann vor dem Fernseher die qualitativ kaum zu unterbietende Kommentierung unseres Spiels ertragen.

Es war ja einfach unglaublich, wie viel Stuss ein Fernsehreporter in 90 Minuten von sich geben kann. Der geistige Dünnpfiff, der abgesondert wurde, gipfelte darin, dass Borussia angeblich nach dem Anschlusstreffer (…der ja ein Eigentor war…) „mit dem Rücken zur Wand stand“, was den Reporterdummkopf nicht daran hinderte, nur Sekunden später „vom sicheren Aufsteiger“ zu faseln.

Das eine ist so falsch wie das andere. Weder stand Borussia je mit dem Rücken zur Wand noch steht unser geliebter Club als sicherer Aufsteiger fest. Fest steht allerdings allemal, dass unsere Leistungen auf dem Platz qualitativ hochwertiger sind als die Kommentierung derselben durch die wirklich nur zweitligatauglichen Journalisten. Ich hätte es nie geglaubt, aber ich hatte echt Sehnsucht nach Heribert...

Bumsi wird emotional

Zeit der Besinnlichkeit, Zeit der Einkehr, Zeit der milden Taten, das ist der Advent. Allerdings hoffe ich, dass unsere Borussia gegen Freiburg nichts davon zeigt, keine Besinnlichkeit, keine Einkehr und erst recht keine Mildtätigkeiten. Aber es gibt ja nicht nur Borussia, es gibt auch andere Clubs, und denen geht es zum Teil – auch im Advent – gar nicht gut.

Besinnlich werde ich, wenn ich an meinen Lieblingsruhrgebietsclub denke, den STV Horst-Emscher, den es jetzt seit einigen Tagen nicht mehr gibt. Insolvenz. Wie gerne würde ich mit milden Taten helfen… Genauso erschütternd die Adventszeit für den VfB Lübeck, dem das Wasser bis zum Hals steht, und den das gleiche Schicksal ereilen könnte, wie den STV.

Natürlich kann ich trotz gutem Willen zu milden Taten da wenig ausrichten. Soll man da jetzt die Daumen drücken, dass eine Neugründung gelingt (STV) bzw. ein potenter Geldgeber gefunden wird und möglicherweise die Seele des Vereins verkauft wird (VfB)?

Aber mir geht es gar nicht vorrangig um die Vereine. Mir geht es um die Menschen, die diese beiden beispielhaft genannten Vereine lieben. Den letzten Endes sind es immer Fans wie Du und ich, die am meisten leiden. Da würde ich gerne den Betroffenen von unserem derzeitigen Wohlstand bei Borussia (wirtschaftlich, sportlich, emotional…) etwas abgeben.

Euer Bumsi

Trinken für Tore

Ja, ich bin online, ich bin an das weltweite Netz des Informationsflusses angeschlossen und bekomme deshalb so ziemlich alles rund um das Thema Fußball im Allgemeinen und Borussia im Besonderen mit. Da macht mir keiner so schnell was vor!

Natürlich muss man genau hinschauen. „Rauchen führt zu Toren“, diesen Artikel schickten mir liebe Freunde zu, angeblich eine Publikation der Sepp-Herberger-Universität in Meppen. Ah ja, dachte ich. Universität in Meppen, das ist ungefähr so wahrscheinlich wie ein Kreuzfahrtdampfer in Holzbüttgen. Aber die Idee ist natürlich nicht schlecht. Wir qualmen auf den Rängen wie die Schlote und Borussia schießt ein Tor nach dem anderen durch den Tabaknebel.

Ehrlich gesagt, für unsere Szene viel geeigneter wäre: „Trinken führt zu Toren“. Wenn man Tore herbeitrinken könnte und nicht wie in dem Ulk-Artikel behauptet, herbeirauchen, dann hätten wir wohl Chancen auf die Champions League, oder? Ich wäre einem empirischen Feldversuch beim nächsten Spiel nicht abgeneigt. Haut rein, Fans der Borussia, hoch die Tassen. Ist ja für nen guten Zweck.

Prost sagt euer Bumsi!

Tolle Sonntagszeitung

Mittlerweile habe ich mich abgeregt, aber gestern morgen war ich sauer, wie auch schon an einigen anderen Sonntagen zuvor.

Am Sonntagmorgen zum Frühstück – immer noch den Freudenglanz vom vergangenen Spiel in den Augen – möchte ich es unbedingt noch schwarz auf weiß haben, damit ich in bescheideneren Zeiten noch einen Beweis in den Händen halten kann, dass Borussia auch Spitzenreiter sein kann. Ich nehme die Umsonst-Sonntagszeitung aus dem Briefkasten und möchte noch einmal die Tabelle betrachten. Doch was stelle ich mit Entsetzen fest?

Die Mönchengladbacher Stadtzeitung „EXTRA-TIP“ schafft es nicht, eine Tabelle von meinem Verein abzudrucken! Wie kann das denn sein? Ist die zweite Liga keinen Tabellenabdruck wert? Bin ich der einzige, der am Sonntagmorgen die Tabelle noch einmal mit Wohlgefühl betrachten möchte? Also nee, für eine Stadtzeitung sollte es wohl drin sein, die Tabelle der Liga abzubilden, in der sich unsere Borussia befindet. Oder?

Bumsi macht Diät

Da steht ja jetzt schon Weihnachten fast vor der Tür. Den Eindruck habe ich zumindest, wenn ich so durch die Gladbacher Einkaufsstätten schlendere. Dominosteine, Glaskugeln, Kerzen überall, wo man hinsieht.

Und ich armes Kerlchen habe mir gerade jetzt (gemeinsam mit einem guten Kumpel von Borussia!) eine Diät verordnet. Mein Bumsibäuchlein wurde dicker und dicker, also heißt es für mich, einige Kilos abzunehmen, bevor der Weihnachtsbraten auf den Tisch kommt. Da ich mich ja ob der Entwicklung meiner Borussia immer häufiger glücklich zurücklehnen konnte, war ich wohl ein wenig passiv in letzter Zeit. Am Rande einer Niederlage hektisch im Stadion herumspringen verbraucht offensichtlich mehr Energie als zufrieden zu applaudieren.

Aber, liebe Borussia, nichts desto trotz bitte ich um einen weiteren Heimsieg gegen die Kickers. Nicht dass es nachher heißt, nur wegen Bumsis Gewichtsproblemen haben wir verloren, nur damit er sich mal wieder richtig aufregt und durchs Stadion springt. Da lehen ich mich lieber zurück, genieße und applaudiere und geh morgen eine Runde um den Borussia-Park joggen.

 

Aber wie unspektakulär sind doch diese Meldungen im Vergleich zu dem, was über andere Vereine publiziert wird. Van der Vaart wechselt mal wieder, Nürnberg verpflichtet Koller, Schalke holt Kenia (Was ja zu Wortspielereien geradezu verleiten könnte…), Bayern will sich zwischen Klopp und Mourinho entscheiden oder auch ganz anders, Helmes unterschreibt in Leverkusen…

Der Dauerbrenner ist allerdings: Lehmann braucht Bedenkzeit. Mittlerweile frage ich mich, ob die Dauer der Bedenkzeit von der Komplexität der Fragestellung (Wechseln oder nicht?) oder der intellektuellen Problemlösungskompetenz von Jens Lehmann abhängt. Jens, ich habe da einen kleinen Tipp für Dich: Guck doch mal nach, ob Du nicht einen kleinen Zettel im Strumpf hast, vielleicht steht da die Lösung drauf.