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Zum Tod von Robert Enke Drucken E-Mail
Geschrieben von Vorstand FPMG   
Mittwoch, 11. November 2009

"Die Bundesliga ist ein Kindergeburtstag."

Das hat Robert Enke wohl in einem Interview von August 2005 einmal gesagt. Das ist sie, wie einem jetzt nach dem Tod von Enke auf grausame Weise wieder bewusst wird. Zur Trauer ist schon alles gesagt worden, alle sind betroffen, entsetzt, fassungslos.

Was für ein Irrglaube, dass Erfolg und Geld irgendeinen Menschen glücklich machen könnte, zumindest für einen längeren Zeitraum. Wer mit sich und seinem Dasein kämpft, dem hilft im Zweifelsfalls auch keine Trophäe im Schrank und kein dickes Konto.

Wenn wir jetzt an Robert Enke zurückdenken, dann ist das für den ein oder anderen Borussen sicher eine schmerzhafte Angelegenheit, denn seien wir ehrlich, von vielen wurde Enke für seinen Wechsel nach Portugal beim ersten Abstieg der Borussia als Verräter und Söldner bezeichnet. Und jetzt? Wie geht man jetzt damit um, mit diesem zwiespältigen Gefühl, mit eigenen, sich plötzlich einstellenden Schuldgefühlen? Niemand von den damaligen Enke-Gegnern hat sich seinen Tod gewünscht, aber das macht es im ersten Moment nicht leichter, mit der eigenen Betroffenheit umzugehen.

Sehen wir es so wie er selbst: Die Bundesliga ist ein Kindergeburtstag – inklusive Abstiegen, Niederlagen, Spielerwechseln. Robert Enke ist aufgrund sportlicher Rückschläge und aufgrund seines persönlichen Schicksals zu diesem Schluss gekommen. Jetzt hat er es uns mit seinem eigenen Tod noch einmal allzu deutlich vor Augen geführt.

 
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