| Rückblick – Fansoziologe Dieter Bott im FanHaus |
| Geschrieben von Dani | |
| Montag, 8. März 2010 | |
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Anekdoten hin, Anekdoten her, von Fanseite wurde Herr Bott nun aufgefordert, zu den aktuellen Ereignissen rund um den Gebrauch pyrotechnischer Gegenstände Stellung zu beziehen. Ist der Verbot jeglicher optischer Hilfsmittel ein Eingriff in die Freiheit der Fans? Die Würfe der pyrotechnischen Gegenstände sowie die Gefährdung anderer Stadionbesucher durch deren Einsatz wurden von „uns Dieter“ als absolut unmöglich und widerrechtlich bewertet. Aber er stellte gleichzeitig dar, dass er das größte Potential der derzeitigen Ultra-Bewegungen in Mönchengladbach und anderswo darin sieht, dass diese Fangruppierungen für den Erhalt der Freiheit und der Rechte aller Fußballfans kämpfen können, weil sie über die intellektuellen und personellen Ressourcen verfügen, diesen Kampf aufzunehmen. Als am besten geeignetes Kampfmittel empfahl Herr Bott Sarkasmus und schwarzen Humor. Wir werden es sicherlich erleben, wie unsere Ultras diese Anregungen aufnehmen. Bei allem Lob für die Arbeit des Fanprojektes hatte Bott auch einige Kritikpunkte. So vermisste er z. B. explizite Angebote für Randgruppen wie Homophile, Kulturangebote für finanziell schlecht gestellte Mitbürger und ein besonderes Engagement für Kinder. Bei letzteren lagen ihm insbesondere die „Auflaufkinder“ am Herzen, die vor Anpfiff die Spieler auf den Platz begleiten. Hier läge seiner Meinung nach eine Instrumentalisierung der Kinder und ihrer Begeisterung für den Fußball vor, um Teil einer Gesamtinszenierung zu werden. Surf-Tipp: EpocheTimes: "Früher war eigentlich viel mehr los" Bezüglich der Positionierung jeglicher Randgruppen sei an dieser Stelle noch einmal erklärt, dass es für das Fanprojekt keine Randgruppen gibt, da es bei jedem, ob arm, reich, schwul, katholisch, behindert, Rentner, Frau oder sonstwas, nur darauf ankommt, dass er oder sie die Raute im Herzen trägt, so dass der Aspekt der wie auch immer gearteten Randgruppenzugehörigkeit einfach keine Rolle spielt. Im Laufe der Diskussion rückte dann auch die Rolle der Medien immer mehr in den Mittelpunkt, so dass die anwesenden Journalisten sich einiges anhören mussten, sich aber auch durchaus gesprächsbereit zeigten, war doch auch ein Vorschlag von Herrn Bott insbesondere an die Ultras ein proaktiver Umgang mit der Presse. Nach knapp 2,5 Stunden wurde die Diskussion dann abgeschlossen, da rauchte dann auch noch der ein oder andere Kopf angesichts der Fülle von Geschichten und Geschichtchen, Randbemerkungen und Anregungen, so dass nicht nur Herr Bott wie ein verwirrter Professor aussah J.
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