| Schneewalzer statt Ostereier |
| Geschrieben von Thomas Ludwig | |
| Dienstag, 25. März 2008 | |
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Erwarteter Kampf beim Spiel in der Kaiserstadt. Obwohl es ständig versucht wurde einem einzureden: Ein Derby war es nicht! Warum auch? Es wird für lange Zeit das letzte Ligaspiel nahe Holland gewesen sein…. Aufregungen gab es weit vorher bereits ab Donnerstag. Einbruch bei Borussia. Fahnenklau nachweislich von Mitgliedern der Kölner Ultragruppierung. Zum Leidwesen eines Old School Fanclubs wurden nicht nur Sachen der Ultras Mönchengladbach entwendet sondern auch ein Zaunfahne dieses Fan-Clubs. Ermittlungen sind eingeleitet. Soweit der Sachstand am Donnerstagmorgen. Am heiligen Karfreitag dann die knappe Meldung über die Auflösung der „UMG“. Für die einen war es ein vorösterliches „Kinderüberraschungs-Ei“, für andere Weltuntergang und für den noch anderen überhaupt nicht zu verstehen. FPMG-intern haben wir ebenfalls viel und kontrovers über die Situation diskutiert. Auch wenn es nur einen kleinen Teil unserer Kurve betrifft, steht nun die gesamte Szene vor der Situation, in diesen Fahnenklau einbezogen zu werden. Das verhöhnen durch die Kölner beim Derby in 14 Tagen ist dabei das geringste Übel. Ich erwarte rund um das Spiel erhebliche Sicherheitsmaßnahmen, vermutlich ohne Freiheitsrechte für die Fans im Allgemeinen. Dabei sind überzogene Solidarisierungsgedanken mit den Beklauten absolut unzweckmäßig. Der Fahnenklau wird durch Gegenfahnenklau und Gewaltausbrüche gegen vermeintliche Fahnenklauer in Köln nicht ungeschehen und führt nur zur Eskalation mit der Staatsmacht, die sich leider nicht auflöst, selbst wenn denen mal ein Stück Stoff abhanden kommt. Die UMG hat bewusst mit dem Auflösen ihrer Vereinigung ein respektvolles Zeichen gesetzt. Es gibt also nichts mehr im Sinne der Beklauten zurückzuholen. Die ultraorientierten unter uns werden sich behutsam neu formieren und möglicherweise in diesem Selbstfindungsprozess auch die unangenehmen Begleiterscheinungen im Windschatten der UMG loswerden. Viel zu oft ist in der letzten Zeit von den „bösen Ultras“ gewarnt worden und es hat zu übertriebenen Aktionen geführt, wie z.B. in Freiburg oder bei Oberligaspiel in Krefeld. Auch Umstände wie z.B. die „Bewachung“ des FanHauses vor Heinspielen und das ständige observieren von den Fans könnte und sollte sich nun etwas entspannen. Warten wir es mal ab. Ein wichtiges Zeichen haben die „Stimmungsorientieren“ gestern in Aachen auf jeden Fall gesetzt. Die Auflösung und Neuorientierung unserer Ultragruppierung bedeutet nicht die Auflösung des Stimmungs-Supports für unsere Borussia. Hier ein Kompliment an Sven und Nils, die trotz des frostigen Osterfestes sich in der 2. Halbzeit so ins Zeug gelegt haben um der Mannschaft und damit Borussia zu helfen! Dafür Leben WIR! |